Verschmutztes Trinkwasser? Das denkt ein Rottweiler Weinhändler darüber

Auf die Nach­richt vom ver­schmut­zen Rott­wei­ler Trink­was­ser reagiert der Wein­händ­ler Micha­el Grimm auf sei­ne ganz eige­ne, humor­vol­le Wei­se. Für uns hat er sei­ne Gedan­ken zum Tage auf­ge­schrie­ben. Hier sind sie:

Belas­te­tes Trink­was­ser? Des­halb tran­ken die Römer frü­her Wein und kamen so über Rott­weil bis Schott­land.

Unser Mikro­bio­lo­gie-Pro­fes­sor erzähl­te uns immer, der Wein wäre das Cola der Römer gewe­sen. Nicht, was den Geschmack angin­ge, aber die Men­ge, die getrun­ken wur­de und weil es das all­täg­li­che Getränk war.

Natür­lich wur­de der dama­li­ge Wein auf dem Weg von Ita­li­en bis in alle Welt eher zu einem essig­sauren alko­hol­hal­ti­gen Getränk, wel­ches häu­fig mit Kräu­tern und Honig abgerundet“wurde. Aber es war SEUCHENFREI.

Das Was­ser der Brun­nen war damals häu­fig mit Krank­heits­kei­men belas­tet. Oft wur­de es von den zurück­wei­chen­den Geg­nern selbst ver­seucht (Kada­ver wur­den in die Brun­nen gewor­fen, oder ähn­li­ches), um die anrü­cken­den Römer zu ‚ver­gif­ten‘. Dass man dadurch selbst kein sau­be­res Trink­was­ser mehr hat­te, spür­ten die Bedräng­ten dann schnell selbst. Sie wur­den häu­fig krank. Und dann kämp­fe mal mit Bauch­krämp­fen und geschwächt durch Durch­fall. Was die Kei­me nicht schaff­ten, erle­dig­te das Pil­lum.

Die Römer hat­ten ihren Wein. Bis zu vier Liter muss­ten oder durf­ten die Legio­nä­re am Tag trin­ken, je nach Sicht­wei­se. Das war gut für die Gesund­heit, da seu­chen­frei, und för­der­te fer­ner die Kamp­fes­kraft. Mit so ein paar Pro­mill­chen stürmt es sich leich­ter gegen Schwer­ter und Schil­de.

Viel­leicht wären die Römer ohne Wein nie so weit nach Nor­den und somit auch nicht in unse­re Gegend gekom­men. Nicht aus­zu­den­ken, wenn die­se damals unser Area Fla­viae nicht gegrün­det hät­ten.

Wir haben unse­re Wur­zeln somit dem Wein zu ver­dan­ken.