Zurück in die Siebziger des vergangenen Jahrhunderts ?

Leser­brief zur Schlie­ßung der Erd­gas­tank­stel­le in Rott­weil

Als Besit­zer eines Erd­gas betrie­be­nen Auto­mo­bils kann man den Ein­druck gewin­nen, es gin­ge zurück ins ver­gan­ge­ne Jahr­hun­dert. Als in den Acht­zi­ger und Neun­zi­ger Jah­ren die Stadt­wer­ke Rott­weil noch die Anschaf­fung von Erd­gas Gerä­ten und Fahr­zeu­gen finan­zi­ell geför­dert hat­te und sich sehr enga­giert für regio­na­le und umwelt­freund­li­che Strom- und Gas­er­zeu­gung ein­setz­te, war Rott­weil als „Freie Ener­gie­stadt“ z.B. in“Bild der Wissenschaft“1985 und „ÖKO-Test“ 1986 gefei­ert wor­den.

Der dama­li­ge Lei­ter der Stadt­wer­ke Sieg­fried Ret­tich reis­te durch die Repu­blik und erläu­ter­te sei­ne Zie­le und Visio­nen. Was macht die Nach­fol­ge­rin der Stadtwerke(ENRW): Die Erd­gas­tank­stel­le wird ersatz­los geschlos­sen. Ich habe seit 2012 mit mei­nem Fahr­zeug jähr­lich ca. 672 kg CO² also bis heu­te ca. 4704 kg CO² ein­ge­spart.

Die ENRW setzt auf E-Auto­mo­bi­le. Strom der zum gro­ßen Teil aus Atom­kraft und Braun­koh­le­ba­sis erzeugt wird. Besit­zer von Erd­gas­au­tos wer­den damit gezwun­gen auf Ben­zin und Die­sel umzu­stei­gen oder Tank­tou­ris­mus zu betrei­ben. „Eine Stadt, die sich um gesun­de Luft und blü­hen­de Natur in und um Rott­weil bemüht“ so die NRWZ in ihrem Arti­kel zur Vor­stel­lung der SPD Kan­di­da­ten für den Gemein­de­rat vom Mitt­woch 20. Febru­ar. Die­se Aus­sa­ge klingt für mich wie eine Ohr­fei­ge.

Her­bert Teu­fel, Rott­weil