Längst ist es eine Insti­tu­ti­on, das „Schwar­ze Lamm“. Und nicht mehr weg­zu­den­ken aus dem Städt­le, wenn es um die Fas­net geht. Und inzwi­schen auch um den Nar­ren­tag 2017. An die­sem Nach­mit­tag wird dort Bier gebraut. Ein Fest­tags­bier für Weih­nach­ten. Es hat alles sei­ne Ord­nung, sagen Rai­ner Prin­zing und Jür­gen Pach, als frisch gekür­te „Pres­se­spre­cher“ der Lands­knech­te. Alles zu sei­ner Zeit: Mit­te Dezem­ber ste­he das Bier für den Nar­ren­tag selbst auf dem Plan. Doch wie war das alles im Jahr 2003? Dar­über haben sich die bei­den im Schwar­zen Lamm mit Kat­rin Stras­ser unter­hal­ten.

14 Jah­re sind eine lan­ge Zeit. Erin­nert Ihr Euch an den letz­ten Nar­ren­tag in Rott­weil?
Rai­ner Prin­zing: Das waren glanz­vol­le Zei­ten.
Jür­gen Pach: Herr­lich. Herr­lich.
Prin­zing: Genau. Und wir haben den Loisl-Pin kre­iert. Den ers­ten Lands­knecht-Pin über­haupt. Noch vor dem Räd­le-Pin.
Pach: Stimmt. Herr­lich war das.
Prin­zing: Obwohl wir die Tei­le erst ein­mal kaum ver­kauft bekom­men haben. Fünf Mark soll­ten die doch kos­ten, oder? Oder gab es da schon den Euro? (Über­legt, rech­net) Stimmt, es waren fünf Euro.
Pach: Und dann hat Dixie sicher 200 Stück ver­schenkt. Und plötz­lich haben unse­re Pins gera­de so noch gereicht (Stößt mit Rai­ner Prin­zing an). Herr­lich.
Prin­zing: Sogar der Suri von der Nar­ren­zunft hat unse­re Pins als mus­ter­gül­tig gelobt. (Grinst). Das mit den Pins, das war mei­ne Idee (stößt mit Jür­gen Pach an).
Pach: Und der Hubert Nowack hat­te doch sei­ne Jur­te auf dem Müns­ter­platz auf­ge­stellt. Ein­fach herr­lich. Nur wenn man mehr als zwei Bier auf ein­mal bestellt hat, wur­de es etwas schwie­rig.

(Was folgt, sind Geschich­ten, die nicht für die Öffent­lich­keit bestimmt sind. Aber die unter ande­rem die Kin­der­gar­ten­kar­rie­re von manch Rott­wei­ler Nar­ren­sa­men beein­flusst haben.) Aber das „Schwar­ze Lamm“ gab es damals noch nicht…?!
Pach: Wir hat­ten unse­re Besen­wirt­schaft bei John im Haus. Auch wenn der gar nicht in der Stadt war. Aber dort haben wir uns immer ganz pri­ma von all den Stra­pa­zen erholt… in einer eigens für uns ein­ge­rich­te­ten Ord­ner­stu­be.
Prin­zing: Stimmt. Und wir haben erst­mals den Erlös für einen sozia­len Zweck gespen­det. Aber es gab ja noch viel mehr Besen­wirt­schaf­ten. Die muss­ten wir ja alle kraft unse­res Amtes besu­chen… Um für Ord­nung zu sor­gen.
Und?
Pach: Ganz herr­lich war das. Alles gut. Und ein schö­ner Umzug war’s. (Schwelgt offen­sicht­lich in Erin­ne­run­gen).
Prin­zing: Und die Schuttig.
Pach: Herr­lich.
Prin­zing: Und die Obern­dor­fer.
Pach (klopft sich auf die Ober­schen­kel): Herr­lich. Mit all den Bre­zeln. Und den Würst­chen. Mmmh.
Prin­zing: Stimmt. Herr­lich. Lecker. Und es war schö­nes Wet­ter. Und Loisl woll­te immer die Schreck­lein abknut­schen …

Echt?
Prin­zing: Stän­dig (grinst, zapft sich ein neu­es Bier). Die woll­te uns ja auch stän­dig inter­view­en…
Pach: Wir sind ja auch die Ein­zi­gen ohne Lar­ve. Da hat man stän­dig ein Mikro vor der Nase, wenn man nicht auf­passt.
Prin­zing: Ich konn­te ein­mal gera­de noch einem Inter­view aus­wei­chen. Ganz schön anstren­gend. Am Mon­tag­mor­gen bin ich irgend­wann im Räd­le ein­ge­schla­fen.
Pach: Völ­lig über­ar­bei­tet, oder?!
Prin­zing: …wahr­schein­lich dehy­driert!

Wür­de Euch heu­te nicht mehr pas­sie­ren, oder? Wie berei­tet Ihr Euch denn auf den kom­men­den Nar­ren­tag vor?
Prin­zing: Ha. Pfff. (Pau­se) Wie immer halt.
Pach: … ist doch nicht mehr schwer.
Prin­zing (nickt): Hast Recht. Die Leut’ wis­sen längst, wie es funk­tio­niert. Da heißt es dann nur noch: „Da kom­men die Ord­ner, mit denen ist nicht gut Kir­schen essen.“
Pach: Und dann ste­hen alle schon ganz vor­bild­lich auf dem Bür­ger­steig (stößt dar­auf mit Rai­ner Prin­zing an).
Prin­zing: Genau. Des­halb haben uns auch die Über­lin­ger das letz­te Mal ange­for­dert. Weil’s so gut geklappt hat.
Pach: Ob in Rott­weil wie­der beim Nacht­um­zug Ker­zen in den Fens­tern auf­ge­stellt wer­den? Das sah so schön aus…
Prin­zing: Herr­lich. Das wer­den wie­der glanz­vol­le Zei­ten. Ganz bestimmt.

Infos und Erin­ne­rungs­hil­fen unter www.narradag.de