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Stimmungsvoller Liederabend in Neufra begeistert mit bunter Musikmischung

Der MGV Liederkranz Neufra begeisterte das Publikum bei seinem Liederabend in der Karl-Stimmler-Halle. Foto: pm

ROTTWEIL-NEUFRA – Ein brei­tes Spek­trum der Chor­mu­sik wur­de beim Lie­der­abend des Män­ner­ge­sang­ver­eins Lie­der­kranz Neuf­ra in der gut besuch­ten Karl-Stimm­ler-Hal­le gebo­ten. Zum Pro­gramm bei­getra­gen haben neben dem MGV Lie­der­kranz Neuf­ra der Lie­der­kranz Dun­nin­gen, der Pro­jekt­chor des Gesang­ver­eins Froh­sinn Aldin­gen und der MGV Irs­lin­gen. Der Lie­der­kranz Dorn­han, der eben­falls ein­ge­la­den war, muss­te sei­ne Teil­nah­me kurz­fris­tig absa­gen. 

Der Vor­sit­zen­de des MGV Lie­der­kranz, Alois Kai­ser, begrüß­te die Sän­ge­rin­nen und Sän­ger und alle Gäs­te, unter ihnen Bür­ger­meis­ter Dr. Chris­ti­an Ruf. Eröff­net wur­de das Pro­gramm vom gast­ge­ben­den Chor unter Lei­tung von Mar­cel Drei­ling, der das Diri­gat kurz­fris­tig vom Neuf­ra­er Chor­lei­ter Leo Bee­ren über­nom­men hat­te, damit die­ser den krank­heits­be­dingt geschwäch­ten zwei­ten Bass des Cho­res ver­stär­ken konn­te. Mit Lied­gut aus der tra­di­tio­nel­len Chor­li­te­ra­tur „Die Lore­ley“ und dem „Rhei­ni­schen Fuhr­manns­lied“ begeis­ter­ten die Sän­ger mit fein­stim­mi­gem und aus­drucks­star­kem Chor­ge­sang.

Eben­falls unter Lei­tung von Mar­cel Drei­ling erfreu­ten die Sän­ger des Lie­der­kranz Dun­nin­gen die Gäs­te mit bekann­ten Volks­lie­dern „Der Jäger aus Kur­pfalz“, „Im Wald und auf der Hei­de“ sowie „Kuckuck, Kuckuck, ruft´s aus dem Wald“. Nach gro­ßem Bei­fall gab es als Zuga­be noch den „Bajaz­zo“, den der Chor gemein­sam mit allen Gäs­ten im Saal anstimm­te.

Der Auf­tritt des Pro­jekt­cho­res des Gesang­ver­eins Froh­sinn Aldin­gen unter Lei­tung von Moni­ka Koh­ler, sorg­te eben­falls für einen Hör­ge­nuss. Mit viel Fein­ge­fühl zogen sie mit der Bal­la­de „Make you feel my love“ von Bob Dyl­an, mit dem bekann­ten Song „Irgend­wo tief in mir“ von Peter Maffay, mit „Hap­py tog­e­ther“ von Gary Bon­ner und „Wei­ße Fah­nen“ von Sil­ber­mond die Zuhö­rer in den Bann und durf­ten auch nicht ohne Zuga­be von der Büh­ne.
Den zwei­ten Kon­zert­teil began­nen die zehn Sän­ger des MGV Irs­lin­gen unter Lei­tung von Kris­tin Iva­no­va mit „Wir las­sen uns das Sin­gen nicht ver­bie­ten“. Es folg­ten „Bewa­re of the wine cup“ und „O bel­la Ciao“, bevor sie mit „Wir sind die alten Säcke“ einen hei­te­ren Akzent setz­ten, sehr zur Freu­de des Publi­kums. Mit der Abschieds-Hym­ne aus dem Tes­sin „Als Freun­de kamen wir“ dank­ten die Irs­lin­ger Sän­ger für den Applaus.

Den musi­ka­li­schen Schluss­punkt des über­aus gelun­ge­nen Lie­der­abends setz­ten die Gast­ge­ber, am Kla­vier beglei­tet von Dr. Jür­gen Hirn, mit „Der ewi­ge Kreis“ (Cir­cle of live) aus dem Film „Der König der Löwen“ und den „Unga­ri­schen Tän­zen“ Nr. 5 und 6. Mit der Zuga­be „Was wol­len wir trin­ken“ von der nie­der­län­di­schen Grup­pe „Bots“ ver­ab­schie­de­te sich der Neuf­ra­er Gesang­ver­ein von der Büh­ne. Ans Heim­ge­hen dach­ten die Besu­cher jedoch noch lan­ge nicht, sie genos­sen viel­mehr das gemein­sa­me Sin­gen an den Tischen und die gute Bewir­tung durch die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Neuf­ra.

Das Spitzenspiel kann kommen

Denise Döttling. Foto: pm

ROTTWEIL – Lan­des­li­ga Damen: TTC Rott­weil ver­sus SpVgg Weil der Stadt  8:4

Es ist ange­rich­tet. Das Top­spiel um den Ver­bands­klas­se-Auf­stieg, Ers­ter gegen Zwei­ter, am kom­men­den Sonn­tag­mor­gen beim eben­falls noch unge­schla­ge­nen Tabel­len­füh­rer in Müh­rin­gen kann kom­men. Aber zunächst zur Chro­no­lo­gie der Ereig­nis­se.  Am ver­gan­ge­nen Sonn­tag emp­fing der TTC Rott­weil in der hei­mi­schen Dop­pel­sport­hal­le das bis dahin glei­cher­ma­ßen noch unge­schla­ge­ne Team der SpVgg Weil der Stadt.

Wäh­rend in den bei­den Dop­peln die Paa­rung aus Selin Wehr­mann und Ele­na Zepf ihre Füh­rung nicht hal­ten konn­ten und noch unnö­ti­ger­wei­se den Kür­ze­ren zogen, ran­gen Anna Sikeler und Deni­se Dött­ling das geg­ne­ri­sche Spit­zen­dop­pel mit 3:1‑Sätzen nie­der und bestä­tig­ten, dass der TTC mit ihnen wohl eines der bes­ten Lan­des­li­ga-Dop­pel stel­len darf.

In den dar­auf­fol­gen­den Ein­zel­par­ti­en leg­ten Dött­ling und Wehr­mann mit sou­ve­rä­nen Erfol­gen nach, wäh­rend Sikeler sich erst im Ent­schei­dungs­satz, wenn auch ver­dien­ter­ma­ßen durch­set­zen konn­te. Eine Zwi­schen­füh­rung von 4:1 gab eine ers­te opti­mis­ti­sche Ten­denz vor. Wäh­rend Dött­ling, die sich tags zuvor beim Bezirks­klas­se-Spiel der zwei­ten Her­ren­mann­schaft eine Knie­ver­let­zung zuzog, sich nichts­des­to­trotz allein durch ihre Klas­se im Auf- und Rück­schlag deut­lich durch­setz­te, ver­lor Mit­spie­le­rin Zepf am Neben­tisch in eben­sol­chem Eil­tem­po. Als zusätz­lich dann auch noch Anna Sikeler, die men­tal wirk­lich nicht ihren bes­ten Tag erwisch­te, ihr zwei­tes Ein­zel unnö­tig im fünf­ten Satz abgab und Mann­schafts­füh­re­rin Selin Wehr­mann ihr eben­so ver­meid­bar nach­ahm­te, droh­te plötz­lich wie­der Span­nung auf­zu­kom­men. 

Nach eines wie­der­holt kla­ren Sie­ges durch Spit­zen­spie­le­rin Dött­ling, tra­ten nun auch ihre Kol­le­gin­nen Wehr­mann und Zepf moti­viert und auf Revan­che sin­nend an die Plat­ten. Zwei kon­zen­trier­te und struk­tu­rier­te Spiel­an­la­gen ebne­ten infol­ge­des­sen den Weg zu den bei­den sou­ve­rä­nen Ein­zel-Tri­um­phen und eines ver­dien­ten 8:4‑Heimerfolges, der durch­aus noch deut­li­cher hät­te aus­fal­len kön­nen. Gegen die offen­siv spiel­star­ken, jun­gen Damen des TTC Müh­rin­gen gilt es jedoch wie­der, ein deut­lich fokus­sier­te­res Gesicht zu zei­gen.

Der Knoten ist geplatzt!

Philpp Rieger und Stafan Reichelt. Foto: pm

ROTTWEIL – Lan­des­li­ga Her­ren: TTC Rott­weil – TTG Unter­rei­chen­bach-Denn­jächt  9:5

Nach der lang­ersehn­ten Lan­des­li­ga-Rück­kehr in die­sem Früh­som­mer gin­gen die ers­ten drei Sai­son­spie­le des TTC Rott­weil alle­samt aus­wärts und teils unglück­lich bis unnö­tig ver­lo­ren. Nun kam es zum ers­ten Heim­spiel in der neu­en spiel­star­ken Klas­se. Der Geg­ner, und das mach­te die Ange­le­gen­heit spek­ta­ku­lä­rer, soll­te die TTG Unter­rei­chen­bach-Denn­jächt sein, gegen die man im Mai die­ses Jah­res den Lan­des­li­ga-Auf­stieg zunächst bei­na­he ver­spiel­te.

Zur Par­tie reis­ten die Gäs­te in Best­be­set­zung und im Ver­gleich zur Vor­sai­son mit neu­er Num­mer 1 an. TTC-Cap­tain Ste­fan Rei­chelt konn­te eben­falls per­so­nell aus dem Vol­len schöp­fen. Die Haus­her­ren hat­ten sich viel vor­ge­nom­men und san­nen auf Revan­che für die knap­pe Rele­ga­ti­ons-Nie­der­la­ge.

Bereits die Dop­pel ver­lie­fen plan­ge­mäß: Hirschberg/Käshammer gewan­nen unge­fähr­det, Müller/Lehmann hat­ten trotz Nie­der­la­ge auch gute Momen­te und Dop­pel 3 sieg­te mit sehr guter Leis­tung (Rie­ger) und maxi­mal soli­der Per­for­mance (Rei­chelt). Doch bereits in den ers­ten Ein­zeln droh­te sich das Blatt zu wen­den. Gerd Mül­ler hat­te – auch ver­let­zungs­be­dingt – weni­ge Chan­cen, eben­so lag Sebas­ti­an Hirsch­berg bereits schein­bar aus­sichts­los gegen Sei­del zurück. Ein gut gewähl­tes Time-Out von Mann­schafts­kol­le­gin Jen­ny Käs­ham­mer half ihm aber wie­der zurück in die Spur. Tat­säch­lich dreh­te Rott­weils Abwehr­spie­ler das Match mit atem­be­rau­ben­den Bäl­len noch zu sei­nen Guns­ten. In der Mit­te konn­te Phil­ipp Rie­ger nicht an sei­ne Dop­pel­leis­tung anknüp­fen, wäh­rend Ste­fan Rei­chelt gegen Gaa eine wirk­lich gute Vor­stel­lung zeig­te. Den­noch stand Rei­chelt kurz vor der Nie­der­la­ge, erst neue tak­ti­sche Vari­an­ten brach­ten einen über­ra­schen­den Erfolg im Ent­schei­dungs­satz zum 4:3‑Zwischenstand. Umkämpft war eben­falls der Sieg Jen­ny Käs­ham­mers über Mate­ri­al­spie­ler Trei­ber, wohin­ge­gen Timo Leh­mann sich an Sawa schad­los hielt.

Nach einer wei­te­ren Nie­der­la­ge auf Sei­ten des TTC, punk­te­te Hirsch­berg nach sehr guter Vor­stel­lung gegen Becht zum Spiel­stand von 7:4. Aus­ge­gli­chen ging es im fol­gen­den Paar­kreuz wei­ter. Wie­der­um sieg­te hier Rei­chelt und sicher­te bereits einen Punkt für die Haus­her­ren. Noch wäre für die Gäs­te ein Unent­schie­den mög­lich gewe­sen, doch Jen­ny Käs­ham­mer wank­te in vier Sät­zen gegen Sawa, wenn über­haupt, nur kurz­zei­tig und mach­te den ers­ten Erfolg für die TTC-ler per­fekt.

Nächs­ten Sonn­tag sol­len nach Mög­lich­keit beim Mit­auf­stei­ger SSV Schön­münz­ach wei­te­re Zäh­ler ein­ge­fah­ren wer­den. Aber Vor­sicht ist gebo­ten: Zu unter­schät­zen sind die Bai­ers­bron­ner sicher nicht.

Eingangswoche an der Erich-Hauser-Gewerbeschule mit sportlichem Finale

Die siegreiche TG-Technik und Management Klasse. Foto: pm

ROTTWEIL – Zum Abschluss der Ken­nen­lern­pha­se der Ein­gangs­klas­sen am Tech­ni­schen Gym­na­si­um maßen sich die Neu­en im sport­li­chen Wett­kampf. Die zwei­jäh­ri­ge Berufs­fach­schu­le dage­gen erleb­te Span­nung pur im „Hirsch-Erleb­nis­wald“ in Mahlstet­ten.

nach einer inten­si­ven Ein­füh­rungs­wo­che mit Ken­nen­lern­pha­se, Schul­haus­ral­ley, sozia­lem Kom­pe­tenz- und Lern­tech­nik­trai­ning wett­ei­fer­ten die neu­en Schü­ler beim abschlie­ßen­den Sport­tur­nier. Im Fuß­ball, Hockey und im Vol­ley­ball konn­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Ein­gangs­klas­sen ihre Fähig­kei­ten unter Beweis stel­len. Zusätz­lich muss­ten die Klas­sen noch Mathe‑, Logik- und Eng­li­schauf­ga­ben lösen, wenn Sie eine Chan­ce auf den Gesamt­sieg haben woll­ten. Am Ende setz­te sich die Klas­se Tech­nik und Manage­ment vor den Mecha­tro­ni­kern, den Gestal­tern und den Infor­ma­ti­ons­tech­ni­kern durch.

Wich­tig für die Schü­le­rin­nen und Schü­ler war dabei vor allem, dass Sie sich so in Ihrer neu­en Klas­se, sowie klas­sen­über­grei­fend bes­ser ken­nen­ler­nen konn­ten, mein­ten die Orga­ni­sa­to­ren des Tur­niers, Julia­ne Lack­nett und Sig­bert Gloning.

Es war noch fros­tig, als die zwei­jäh­ri­ge Berufs­fach­schu­le eben­falls am Ende der Ein­füh­rungs­ta­ge auf dem Heu­berg ankam und die Knie schlot­ter­ten. Doch schnell wur­de den Schü­lern und Schü­le­rin­nen warm, als die ers­ten Par­cours erklet­tert waren und die Käl­te konn­te den Spaß und die Freu­de am Klet­tern nicht mehr trü­ben.

Eini­ge Schü­ler wuch­sen an die­sem Vor­mit­tag über sich hin­aus und trau­ten sich Hin­der­nis­se zu neh­men, die sie sich zunächst nicht zuge­traut hät­ten. Die Beglei­ter Ralf Hils, Anne-Cath­rin Bur­ry sowie Tho­mas Her­mann konn­ten beob­ach­ten, wie Teams ent­stan­den, die sich gegen­sei­tig durch die Par­cours hal­fen.

Ins­ge­samt war es ein gelun­ge­ner Klet­ter­tag, der dann doch noch mit viel Son­nen­schein gekrönt wur­de und auch die Mini­golf­bahn des „Erleb­nis­wal­des“ wur­de noch bespielt.

Wer Inter­es­se hat die Zwei­jäh­ri­ge Berufs­fach­schu­le Metall und die Tech­ni­schen Gym­na­si­en näher ken­nen zu ler­nen, der hat dazu am 30. Novem­ber 2019 am Tag „Offe­ne Schu­le – 100 Jah­re EHG“ eine gute Gele­gen­heit.

Inspirierender Tag in der Bildungsakademie

Speed Dating beim Frauenwirtschaftstag in Rottweil . Foto: pm

ROTTWEIL – Die Geräusch­ku­lis­se im Raum schwillt an, fast 30 Frau­en reden gleich­zei­tig über ihre Grün­dungs­idee, ihre Zie­le und den eige­nen beruf­li­chen Hin­ter­grund. Für den Start des Frau­en­wirt­schafts­tags in Rott­weil hat­ten sich die bei­den Initia­to­rin­nen Ange­la Imdahl und Mar­ti­na Kuhl­mann etwas Beson­de­res aus­ge­dacht: „Speed-Dating“ zum Ken­nen­ler­nen.

„Vie­le Frau­en haben Hem­mun­gen, über die eige­nen Ide­en und ihr Ange­bot zu spre­chen oder mei­nen, ihre Grün­dungs­idee inter­es­sie­re ohne­hin nie­man­den“, so Mar­ti­na Kuhl­mann von der Erfolgs­frau­en Schmie­de in Balingen. Mit dem Speed-Dating war inner­halb weni­ger Minu­ten das Eis gebro­chen. „Ein unge­wöhn­li­cher Start und ein gran­dio­ser Ein­stieg, vor allem für Frau­en, die nicht so geübt sind im Netz­wer­ken und Kon­tak­ten“, fand Mari­na Berg­mann von der Kon­takt­stel­le Frau und Beruf Schwarz­wald Baar Heu­berg, die die Ver­an­stal­tung unter­stützt hat­te. „Das ers­te Gespräch war noch etwas komisch, aber dann hat es rich­tig Spaß gemacht und es war span­nend zu hören, was für tol­le Din­ge ange­bo­ten wer­den,“ bestä­tig­te auch Ulla-Britt Voigt, Netz­werk Fort­bil­dung und eben­falls Spon­so­rin von „Weck die Unter­neh­me­rin in dir!“

Auf das Speed-Dating folg­ten in einer Podi­ums­dis­kus­si­on vier Grün­dungs­ge­schich­ten. Bet­ti­na Schuler-Kar­goll berich­te­te über ihren Ein­stieg ins elter­li­che Unter­neh­men als Sei­ten­ein­stei­ge­rin. Die Nach­fol­ge­rin der Schuler-Roh­stof­fe in Deiß­lin­gen hat­te Musik und Eng­lisch stu­diert; ihr Vater warb die Toch­ter ab und hol­te sie ins eige­ne Unter­neh­men. „Mein Vater mein­te, dass ich als Leh­re­rin alle Kom­pe­ten­zen hät­te, um erfolg­reich ein Unter­neh­men füh­ren zu kön­nen“.

Ange­li­ka Kai­ser-Sbrzes­ny fas­zi­nier­te die Zuhö­re­rin­nen mit der bewe­gen­den Geschich­te einer gro­ßen Hut-Lei­den­schaft und wie sie vor 20 Jah­ren ohne Busi­ness­plan oder Start­ka­pi­tal das Casa Cap­pel­li gestar­tet hat­te. Eines ihrer Erfolgs­ge­heim­nis­se: „Sich durch Sicht­bar­keit wie Mode­schau­en und Aktio­nen immer wie­der in Erin­ne­rung brin­gen“. Eine außer­ge­wöhn­li­che Grün­dungs­ge­schich­te steu­er­te die 32jährige Lisa Wei­gert aus Bisin­gen bei. Die gelern­te Alten­pfle­ge­rin grün­de­te 2017 ihr „Care-und Case-Manage­ment“ wo sie Men­schen nach Krank­heit, Unfall oder im Alter durch den Dschun­gel der Geset­ze führt und ihnen zu einer opti­ma­len Ver­sor­gung und ihnen zuste­hen­den Hil­fen ver­hilft. Bei ihrer Grün­dungs­idee habe sie zwar viel Gegen­wind bekom­men, aber schnell gemerkt, dass es hier eine ech­te Nische gibt. „Mein nächs­ter Schritt ist, dar­aus ein Fran­chise­un­ter­neh­men zu ent­wi­ckeln.“

Die stu­dier­te Betriebs­wir­tin Andrea Tem­me schließ­lich beton­te die Chan­ce von Men­to­ring für ange­hen­de Unter­neh­me­rin­nen. „Ein Men­tor ist kein Bera­ter, son­dern ein Ansprech­part­ner in Situa­tio­nen, in denen man ihn wirk­lich braucht.“ Fazit der Mode­ra­to­rin Ange­la Imdahl vom Imdahl-Insti­tut in Rott­weil: „Lei­den­schaft und Begeis­te­rung schei­nen die wich­tigs­ten Zuta­ten für eine erfolg­rei­che Grün­dung zu sein. Und jede ein­zel­ne Geschich­te macht Mut, sich auf den Weg zu machen.“

Nach der Mit­tags­pau­se ging es dann ans Arbei­ten. Vier Work­shops mit zwei The­men wur­den jeweils im Tan­dem ange­bo­ten, sodass jede Besu­che­rin die Chan­ce hat­te, alle Inhal­te mit­zu­neh­men. Der Work­shop „Digi­ta­le Sicht­bar­keit“ mach­te klar, dass Unter­neh­me­rin­nen heu­te ihre Kun­den „in der Hosen­ta­sche“ haben. „Alle Men­schen haben ein Smart­pho­ne und nut­zen es“, so Mar­ti­na Kuhl­mann. „Wenn poten­zi­el­le Kun­den etwas nicht wis­sen oder etwas suchen, dann goo­geln sie und eine Grün­de­rin, die nicht bei Goog­le auf­taucht, ist im Grun­de schon wie­der raus bevor sie rich­tig ange­fan­gen hat.“ Im Mit­tel­punkt des Work­shop stand das so genann­te „digi­ta­le Mind­set“: Frau muss sich trau­en sich zu zei­gen. In beruf­li­chen Netz­wer­ken wie Xing oder Lin­kedin aber auch auf Platt­for­men wie face­book, Insta­gram oder Tik­Tok.

Beim Sto­ry­tel­ling-Work­shop ging es um die Fra­ge, wel­che Geschich­te eine Unter­neh­me­rin erzäh­len soll. „Schon Pla­ton wuss­te, dass, wer die bes­ten Geschich­ten erzählt, die Welt regiert“, so Mode­ra­to­rin Ange­la Imdahl. Die span­nends­te Fra­ge dabei sei die nach dem Hel­den. „Sein eige­nes Unter­neh­men zum Hel­den machen ist unge­fähr so span­nend, wie sich in die Lob­by eines Hotels zu stel­len und zu brül­len, man sei der Größ­te. Beim Sto­ry­tel­ling geht dar­um, die Wün­sche und Bedürf­nis­se sei­ner Ziel­grup­pe wahr­zu­neh­men und davon zu erzäh­len. Dann füh­len sich die Kun­den ange­spro­chen.“ – Der Held dei­ner Sto­ry ist dein Kun­de- lau­te­te die für die meis­ten Frau­en über­ra­schen­de Bot­schaft des Work­shops. Mit­hil­fe eines Sto­ry-Bau­plans ent­wi­ckel­ten die ange­hen­den Unter­neh­me­rin­nen in Teams die eige­ne Sto­ry für ihre Web­site oder Fly­er. „Ein dich­ter Tag mit viel Mehr­wert und Wis­sen, vie­len Ein­drü­cken, Kon­tak­ten und einer wun­der­ba­ren Atmo­sphä­re“, freu­te sich Mari­na Berg­mann über die gelun­ge­ne Ver­an­stal­tung und ver­si­chert: „Die Kon­takt­stel­le Frau und Beruf wird bei den nächs­ten Frau­en­wirt­schafts­ta­gen gern wie­der mit dabei sein“

Der Lan­des­wei­te Frau­en­wirt­schafts­tag, der im Rah­men einer akti­ven Frau­en­för­der­po­li­tik die gleich­be­rech­tig­te Betei­li­gung von Frau­en am Erwerbs­le­ben und in der Wirt­schaft unter­stützt, fin­det unter der Feder­füh­rung des Minis­te­ri­ums für Wirt­schaft, Arbeit und Woh­nungs­bau jedes Jahr im Herbst in zahl­rei­chen Kom­mu­nen Baden-Würt­tem­bergs statt und ist eine Initia­ti­ve der Lan­des­re­gie­rung von Baden-Würt­tem­berg.

Jugendliche für multinationales Jugendprojekt „Unsere Städte 2030“ gesucht

Für das multinationale Jugendprojekt „Unsere Städte 2030“ werden noch Mitstreiter gesucht. Foto: pm

ROTTWEIL – Seit mehr als einem Jahr plant die „Bür­ger­initia­ti­ve für eine Welt ohne ato­ma­re Bedro­hung“ in Zusam­men­ar­beit mit einer Grup­pe von Jugend­li­chen, den vier Rott­wei­ler Part­ner­ver­ei­nen, den Part­ner­städ­ten, dem Kul­tur­amt Rott­weil und dem Kiju das Jugend­pro­jekt „Unse­re Städ­te 2030“, das 13.–20. April in den Oster­fe­ri­en 2020 in Rott­weil statt­fin­den soll.

Ins­ge­samt wer­den sich dann 30 Jugend­li­che aus den vier Part­ner­städ­ten Rott­weils, aus Bela­rus und aus Japan in einer Zukunfts­werk­statt zu den drän­gen­den Pro­ble­men Gedan­ken machen und sich gemein­sam über­le­gen wohin sich ihre Städ­te bis 2030 ent­wi­ckeln sol­len. Grund­la­ge für die Zukunfts­werk­statt sind die 17 Nach­hal­tig­keits­zie­le, die 2015 von der Gene­ral­ver­samm­lung der Ver­ein­ten Natio­nen von allen 193 Mit­glied­staa­ten unter­zeich­net wur­den.

Vom ver­ant­wor­tungs­vol­len Kon­sum bis zu Maß­nah­men zum Kli­ma­schutz und zu inter­na­tio­na­len Part­ner­schaf­ten rei­chen die Zie­le für eine nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung. Für die teil­neh­men­den Rott­wei­ler Jugend­li­chen gibt es ver­schie­de­ne Berei­che, wie sie im Vor­feld und beim der Zukunfts­werk­statt selbst aktiv wer­den und sie mit­ge­stal­ten kön­nen. Im Doku-Team, das das Pro­jekt medi­al beglei­tet, als Füh­rer bei der Nach­hal­ti­gen Stadt­füh­rung durch Rott­weil, die den Gäs­ten von Blu­men­wie­sen über Welt­la­den und die Akti­on Eine Welt posi­ti­ve Bei­spie­le einer nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung in Rott­weil zei­gen soll, bis hin zur Teil­nah­me an einem der Work­shops oder als Teil­neh­me­rin und Teil­neh­mer die gan­ze Pro­jekt­wo­che über.

Die Unter­brin­gung der Teil­neh­mer ist in der Rott­wei­ler Jugend­her­ber­ge. Ein­zi­ge Bedin­gung für die Teil­nah­me: Man soll­te zwi­schen 16 und 22 Jah­ren sein und sich für die nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung inter­es­sie­ren und ein­set­zen wol­len. Die Jugend­li­chen, die bereits im Pla­nungs­team sind, freu­en sich über Ver­stär­kung und laden inter­es­sier­te Jugend­li­che zum nächs­ten Tref­fen am Frei­tag, 15.November um 14 Uhr in die Räu­me der Loka­len Agen­da, Rott­weil (Flött­linstor­stra­ße 12) ein. Außer­dem wol­len die Jugend­li­chen am 30. Novem­ber (9–19 Uhr) an der „Nach­hal­ti­gen Stadt­füh­rung“ in Stutt­gart teil­neh­men und schau­en, was in Stutt­gart in die­sen Berei­chen läuft. Die Anrei­se erfolgt mit dem Zug, eine vor­he­ri­ge Anmel­dung ist erfor­der­lich. Infos, Anmel­dun­gen und Kon­takt unter bi-antiatom-rottweil@freenet.de.

Mobilität fürs Land: Verkehrsminister Winfried Hermann in Deißlingen

Von links: MdL Martina Braun, Minister Winfried Hermann und Bürgermeister Ralf Ulbrich. Foto: Moni Marcel 

DEISSLINGEN – Auf Ein­la­dung der grü­nen Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Mar­ti­na Braun besuch­te Ver­kehrs­mi­nis­ter Win­fried Her­mann am Mon­tag Deiß­lin­gen. Im Mit­tel­punkt stand dabei das betrieb­li­che Mobi­li­täts­ma­nage­ment, also die Fra­ge, wie die Leu­te in ihre Fir­ma und wie­der nach Hau­se kom­men. Zur Run­de gehör­ten daher auch Firmen‑, Ring­zug- und IHK-Ver­tre­ter sowie die Bür­ger­meis­ter von Deiß­lin­gen und Nie­dere­schach und Ver­tre­ter der Land­rats­äm­ter Rott­weil und Schwarz­wald-Baar. Im Mit­tel­punkt der Kri­tik stand die Bahn, die trotz Ver­spre­chen weder den Güter­ver­kehr noch den Aus­bau der Gäu­bahn vor­an­treibt.


„Es gibt kei­nen Stall, in dem ich so oft war wie hier“, wit­zel­te Her­mann in Anspie­lung auf den Hage­stall, in dem man sich traf. Deiß­lin­gens Schul­tes Ralf Ulb­rich hat­te auch gleich Kri­tik: Ein 250 Meter lan­ger Rad­strei­fen zwi­schen zwei Orts­schil­dern wird vom MInis­te­ri­um aus­ge­bremst, das doch eigent­lich auf Radeln setzt. Und sein Nie­dere­scha­cher Kol­le­ge kri­ti­sier­te einen Eng­pass bei der den Ort durch­lau­fen­den Land­stra­ße, wo LKWs auf Geh­we­ge aus­wei­chen müs­sen und ein Ver­tre­ter des Minis­te­ri­ums einst mein­te, wenn hier ein Unfall pas­sie­re, wer­de man die Stre­cke für LKWs sper­ren. Soweit wer­de er es nicht kom­men las­sen, ver­sprach der Minis­ter, er wer­de sich per­sön­lich dar­um küm­mern, und in Sachen Rad­schutz­strei­fen außer­orts sei­en nun die Regeln geän­dert wor­den, da müss­te sich also auch bald was tun.


Viel Ärger hat­te auch Bet­ti­na Schuler-Kar­goll von Schuler Roh­stof­fe mit­ge­bracht: „Schrott gehört auf die Bahn!“, doch von der höre sie seit 29 Jah­ren, man habe nicht genug Wag­gons, mal wegen der Rübe­n­ern­te, dann wegen Nied­rig­was­sers. Ihre Fir­ma wol­le mehr mit der Bahn ver­la­den, habe die Infra­struk­tur, das teu­er geschul­te Per­so­nal, wer­de aber seit Jah­ren aus­ge­bremst und müs­se auf LKWs set­zen. „So han­delt man sich den Ärger der Bür­ger ein!“, so die Fir­men­che­fin zum grü­nen Minis­ter. Der ihr anbot, ihren Ärger auf­zu­schrei­ben, das wer­de er an die zustän­di­gen Stel­len wei­ter­lei­ten. Er selbst hat da auch einen dicken Hals: „Seit 20 Jah­ren sagen alle Ver­kehrs­mi­nis­ter, sie wol­len Güter auf die Bahn brin­gen, und die baut die Infra­struk­tur dafür ab.“


Her­manns lie­be Not mit der Bahn betrifft auch die Gäu­bahn: die habe zwar seit er in der Poli­tik sei nur Befür­wor­ter, den­noch tue sich nichts. Für die Ent­schei­der bei Bund und Bahn sei das eine Kraut­bahn am Süd­west­ende des Lan­des, schon des Namens wegen. „Sie haben jetzt ein Jahr lang gebraucht, nur um die Finan­zie­rungs­ver­ein­ba­rung zu unter­schrei­ben.“ Er habe da schon vie­le böse Brie­fe geschrie­ben. Dabei sei der Aus­bau ver­gleichs­wei­se ein­fach zu machen, der Platz für die Glei­se sei da, es gebe kei­ne sel­te­nen Tie­re, „und es gibt kei­ne Bür­ger­initia­ti­ve“, wie Mar­ti­na Braun schmun­zelnd ein­wand­te. „Nach mei­ner Beob­ach­tung gibt es bei Bund und Bahn Leu­te, die das eigent­lich nicht wol­len.“ so Her­mann. Er kön­ne inzwi­schen sogar das Refe­rat in Ber­lin nen­nen, das immer einen Grund fin­de, dass der Aus­bau nicht kommt. Das Land habe inzwi­schen Nei­ge­tech­zü­ge aus­ge­schrie­ben, obwohl es dafür eigent­lich nicht zustän­dig wäre. „Wir blei­ben dran.“


Tho­mas Albiez, IHK-Geschäfts­füh­rer, mahn­te einen Küm­me­rer für die Koor­di­na­ti­on der betrieb­li­chen Mobi­li­tät an, den es ein­mal gab, doch im Rah­men einer Pro­jekt­för­de­rung, wie Her­mann erläu­ter­te, das gin­ge nicht dau­er­haft. Sein Vor­schlag: Die Fir­men soll­ten sich zusam­men­schlie­ßen und selbst jeman­den anstel­len, das kön­ne man dann wie­der als Pro­jekt för­dern. Dass das The­ma für den Kli­ma­wan­del enorm wich­tig ist, da war man sich einig, machen doch die Fahr­ten zur Arbeit und zurück einen gro­ßen Anteil am Indi­vi­du­al­ver­kehr aus. Mehr ÖPNV, Fahr­ge­mein­schaf­ten, E‑Bike-För­de­rung durch die Fir­men, damit könn­te viel erreicht wer­den, aber dafür brau­che man eben jeman­den, so Albiez. Her­mann wies auch dar­auf hin, dass die Fir­men mit in der Ver­ant­wor­tung sei­en: Frü­her habe man dem Per­so­nal Häu­ser hin­ge­stellt oder die Leu­te mit dem Bus zur Arbeit geholt.


Gute Nach­rich­ten hat­te der Minis­ter für den Ring­zug: Die Elek­tri­fi­zie­rung wer­de kom­men, Ber­lin habe viel Geld und wenig Pro­jek­te, da soll­ten sich die Zustän­di­gen vom Ring­zug also beei­len mit dem Pla­nen. Und schließ­lich oute­te er sich als Maut-Fan, aller­dings soll­te das eine Nut­zer-Maut wer­den, kei­ne für Aus­län­der. Und eine mit unter­schied­li­chen Prei­sen zu bestimm­ten Zei­ten, damit kön­ne man die Ver­kehrs­strö­me steu­ern. „Wenn die Schu­len einen gestaf­fel­ten Anfang wagen wür­den“, hät­te man das Pro­blem mor­gens über­vol­ler und danach halb­lee­rer Bus­se auch nicht mehr.

„Rottweil sitzt Probe“: Entwurf „kombo“ wird repariert

ROTTWEIL – Der­zeit tes­tet die Stadt Rott­weil im Kapel­len­hof Ent­wür­fe von Stu­den­ten für eine neue Stadt­mö­blie­rung. Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sind ein­ge­la­den, Pro­be zu sit­zen und ihr Feed­back auf bereit­ge­stell­ten Kar­ten zu notie­ren. Beim Ent­wurf „kom­bo“ sind nun lei­der Beschä­di­gun­gen an den Stoff­sit­zen auf­ge­tre­ten.

Die Kom­bi­na­ti­on aus drei dreh­ba­ren Ses­seln ist daher zu Repa­ra­tur­zwe­cken vor­über­ge­hend abge­baut wor­den. Die Ent­wür­fe „Grü­ne Bank“ und „Ca va“ sind aber wei­ter­hin vor Ort erleb­bar und laden zum Pro­be­sit­zen ein.

Rottweil: „Narren“-Film hat Kino-Premiere

Die Regisseurinnen Sigrun Köhler (links) und Wiltrud Baier warm eingepackt während der Dreharbeiten. Fotos: pm

Am Don­ners­tag hat er Welt­pre­mie­re: Der Kino-Doku­men­tar­film „Nar­ren“. Drei Jah­re lang haben die Stutt­gar­ter Fil­me­ma­che­rin­nen Sig­run Köh­ler und Wil­trud Bai­er die Rott­wei­ler Fas­net mit der Kame­ra beglei­tet. Nun kann sich das Publi­kum bei den 53. Inter­na­tio­na­len Hofer Film­ta­gen einen Ein­druck von ihren Recher­chen machen. Anfang 2020 soll der Film in die Kinos kom­men.

Die Regis­seu­rin­nen Sig­run Köh­ler (links) und Wil­trud Bai­er warm ein­ge­packt wäh­rend der Dreh­ar­bei­ten. Fotos: pm

Noch sei der Schnitt nicht ganz aus­ge­reift, noch feh­le der letz­te Schliff, schränkt Wil­trud Bai­er im Gespräch mit der NRWZ ein. „Aber wir woll­ten den vie­len Leu­ten, die uns in Rott­weil unter­stützt haben signa­li­sie­ren: was lan­ge währt wird end­lich gut – der Film kommt!“, fügt sie lachend hin­zu.

Da weicht Anspan­nung, denn sat­te drei Jah­re sind die bei­den Fil­me­ma­che­rin­nen bereits an ihrem Fas­nets-Pro­jekt dran. In hun­der­ten Stun­den Film­ma­te­ri­al haben sie nicht nur Nar­ren­sprün­ge und das bun­te Trei­ben in den Stra­ßen und Gas­sen fest­ge­hal­ten. Sig­run Köh­ler und Wil­trud Bai­er haben auch vie­le ande­re Sze­nen rund um die Fas­net mit der Kame­ra beob­ach­tet – von Ver­an­stal­tun­gen der Nar­ren­zunft bis zum ansons­ten sehr pri­va­ten Gesche­hen an den tol­len Tagen in Rott­wei­ler Häu­sern und Fami­li­en.

Die Fil­me­ma­che­rin­nen sind dabei tief ein­ge­taucht, haben behut­sam beob­ach­tet – ohne durch auf­trump­fen­de Tech­nik und pom­pö­ses Aus­leuch­ten in die Sze­nen ein­zu­grei­fen und allein sie schon durch wuch­ti­ge Anwe­sen­heit zwangs­läu­fig zu einer Insze­nie­rung zu machen. Das an sich ist schon etwas Beson­de­res.

Hin­zu kommt jedoch noch der Trans­fer in ein Erzähl­for­mat. Das Fil­me­ma­cher-Duo hat kei­nes der all­zu bekann­ten Erzähl­mus­ter über das Mate­ri­al gestülpt, hat kei­ne auf Hoch­glanz getun­te Mar­ke­ting-Masche mit den oft gehör­ten, aus­ge­stanz­ten For­mu­lie­run­gen zur Fas­net abge­spult. Viel­mehr berich­ten Köh­ler und Bai­er von der Fas­net, den Nar­ren und den Rott­wei­lern mit Sym­pa­thie und Wär­me.

Genau die­ser ein­fühl­sa­me Beob­ach­tungs- und Erzähl­stil, der einen Stoff nicht umformt son­dern mit Respekt beglei­tet, hat­te den Rott­wei­ler Andre­as Schreit­mül­ler – seit Jah­ren in ver­ant­wort­li­cher Posi­ti­on beim deutsch-fran­zö­si­schen Kul­tur­sen­der Arte tätig – ver­an­lasst, dem Tadem die Fas­net als The­ma ans Herz zu legen.

Denn mit ihrer Arbeits­wei­se ste­chen Sig­run Köh­ler und Wil­trud Bai­er in der Fil­me­ma­cher-Sze­ne her­aus. In ihrem Kino­film „Schot­ter wie Heu“ (2002) haben sie etwa Deutsch­lands kleins­ter Bank, ansäs­sig in Gam­mes­feld (Kreis Eich­stätt), ein viel beach­te­tes humor­vol­les Por­trait gewid­met. Oder 2007 dem legen­dä­ren Schlag­zeu­ger von Frank Zap­pas „Mothers of Inven­ti­on“ ein Denk­mal gesetzt, der in einem bay­ri­schen Kaff lebt – ein „inter­na­tio­na­ler Hei­mat­film“ über Sex, Drugs, Rock’n Roll und kei­ne Ren­te.

Die bis­her größ­ten Wel­len hat ihr Doku­men­tar­film „Alarm am Haupt­bahn­hof“ über das schwer umstrit­te­ne Pro­jekt „Stutt­gart 21“ geschla­gen. Für die­sen Strei­fen erhiel­ten Sig­run Köh­ler und Wil­trud Bai­er, bei­de Absol­ven­tin­nen der Film­aka­de­mie Baden-Würt­tem­berg 2012 einen renom­mier­ten Grim­me-Preis – sozu­sa­gen der Rit­ter­schlag für anspruchs­vol­le Fil­me­ma­cher.

Ob es für ihr Rott­weil-Pro­jekt „Nar­ren“ auch Prei­se gibt, wird sich wei­sen. Mit dem Start bei den Hofer Film­ta­gen jeden­falls beginnt der obli­ga­to­ri­sche Par­cours über die Fes­ti­vals. Wann genau der Film in die Kinos kommt – selbst­ver­ständ­lich mit fei­er­li­cher Pre­mie­re in Rott­weil, wie Sig­run Köh­ler gegen­über der NRWZ betont, ist noch offen. Pla­nungs­stand: Anfang 2020. Inter­es­se an dem The­ma scheint es aber auch andern­orts zu geben. „Kaum war die ers­te Pres­se­mit­tei­lung der Film­för­de­rung raus, haben sich die ers­ten Kinos gemel­det, die den Film zei­gen wol­len“, freut sich Sig­run Köh­ler. Rott­wei­ler dürf­te das wenig über­ra­schen. Sie wis­sen, dass es kaum span­nen­de­re The­men gibt als die Fas­net.

Kilbesingen: Eine Schramberger Tradition lebt

SCHRAMBERG –  Eine alte Tra­di­ti­on wie­der­be­lebt hat die Nar­ren­zunft schon vor acht Jah­ren: Den Kil­be­lauf. Am Diens­tag­abend haben sich  wie­der meh­re­re hun­dert Kin­der mit ihren Eltern, Tan­ten und Onkeln, Omas und Opas beim Nar­ren­brun­nen ver­sam­melt. Das Vor­or­ches­ter der Stadt­mu­sik vor­ner­aus zogen alle Rich­tung Rat­haus­platz.

Dort begrüß­te Jung-Elfer­rat Maxi­mi­li­an Neu­deck die  Kin­der­schar mit ihren Lam­pi­ons und for­der­te sie zum gemein­sa­men Kil­be­liedsin­gen auf: „Hiet isch Kil­be…“ klang es bald über den Platz. Neu­deck kün­dig­te auch an, dass es  für alle Kin­der im Anschluss einen Wecken und eine Tüte mit fair gehan­del­ter Scho­ko­la­de geben wird: „Schram­berg ist schließ­lich Fair Tra­de Stadt.“

Er erzähl­te auch allen neu Hin­zu­ge­zo­ge­nen, dass die Kil­be­tra­di­ti­on nur in Schram­berg und weni­gen Orten in dern Nähe began­gen wer­de: Dass näm­lich die Kin­der mit Later­nen von Haus zu Haus zie­hen, Kil­be­lie­der sin­gen und dafür Obst und Süßig­kei­ten erhal­ten.

Die Kin­der vom Don-Bosco-Kin­der­gar­ten san­gen ein Lied und Ober­bür­ger­meis­te­rin Doro­thee Eisenlohr bedank­te sich bei den Kin­dern und ihren Eltern fürs Kommen.„Das ist ein schö­nes Zei­chen dafür, dass die Tra­di­ti­on leben­dig ist und auch die Stadt leben­dig ist.“

Die Kin­der und Jugend­li­chen spiel­ten: „Ich geh‘ mit mei­ner Later­ne“, und alle Kin­der mit ihren Later­nen stell­ten sich auf der gro­ßen Trep­pe des Plat­zes für ein Schluss­bild auf.

Aus gro­ßen Kör­ben gab es anschlie­ßend Weck und Scho­ko­la­den­tü­te, und alle zogen beschwingt nach Hau­se – oder eben zum Kil­be­sin­gen.

vhs-Abend in Schramberg: „Smartphone und Tablet“

Wahrscheinlich anderes Betriebssystem... Immer derselbe Kaulauer. Foto: him

Die Volks­hoch­schu­le lädt ab Mon­tag, 4. Novem­ber, um 17.30 Uhr ins vhs-Semi­nar­ge­bäu­de zum Kurs: “ Smart­pho­ne und Tablet (Andro­id-Betriebs­sys­tem) – Grund­kurs“ mit Chris­toph Gahr ein.

Die Teil­neh­mer ler­nen die Grund­ein­stel­lun­gen ihres Gerä­tes ken­nen. The­men wie Bild­schirm ein­rich­ten und orga­ni­sie­ren wer­den behan­delt. Außer­dem wer­den im Kurs Fra­gen zur Instal­la­ti­on und Deinstal­la­ti­on von Apps bespro­chen. Eben­so wird ange­zeigt, wie Kon­tak­te vom Alt­ge­rät über­tra­gen wer­den kön­nen. Die­ser Kurs ist nur für Teil­neh­mer mit Gerä­ten mit Andro­id-Betriebs­sys­tem und Basis-Kennt­nis­sen zur Bedie­nung eines sol­chen Gerä­tes sinn­voll.

Bit­te ein eige­nes Smart­pho­ne und/oder Tablet mit allem Zube­hör und auf­ge­la­de­nem Akku mit­brin­gen. Außer­dem benö­ti­gen die Teil­neh­mer ein eige­nes Goog­le-Kon­to.

Die Kurs­teil­neh­mer erhal­ten Schu­lungs­un­ter­la­gen sowie eine Teil­nah­me­be­schei­ni­gung bezie­hungs­wei­se ein Zer­ti­fi­kat.

Anmel­dun­gen sind bis zum 28. Okto­ber beim Bür­ger­ser­vice (Tel. 29–215), beim Bür­ger­bü­ro Sul­gen (Tel. 29–265) oder unter www.vhs-schramberg.de mög­lich.

Lkw fährt falsch auf Autobahn auf

Ein Lkw mit Münch­ner Kenn­zei­chen ist am Nach­mit­tag falsch auf die A 81 bei Deiß­lin­gen auf­ge­fah­ren. Es kam nicht zu einem Unfall.

Radio­sen­der mel­de­ten gegen 16.45 Uhr einen Falsch­fah­rer auf der A 81 Stutt­gart-Sin­gen zwi­schen Rott­weil und Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen.

Der Aus­lö­ser: Ein Sat­tel­zug­fah­rer ist bei Deiß­lin­gen falsch auf die Auto­bahn auf­ge­fah­ren. Der Lkw habe die Auto­bahn selbst nicht erreicht, so ein Spre­cher des Poli­zei­prä­si­di­ums Tutt­lin­gen auf Nach­fra­ge der NRWZ. Der Fah­rer sei zuvor gestoppt wor­den.

Eine Strei­fe der Auto­bahn­po­li­zei küm­mer­te sich um den nun in fal­scher Rich­tung auf der Abfahrt Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen ste­hen­den Lkw. Der Ver­kehr konn­te die Stel­le unge­hin­dert pas­sie­ren.

vhs- Literatur-Treff: Hannes Köhler: „Ein mögliches Leben“

Dr. Lucy Lachenmaier. Foto: pm

Die Volks­hoch­schu­le lädt am Frei­tag, 25. Okto­ber, um 15 Uhr ins vhs-Semi­nar­ge­bäu­de zum Lite­ra­tur-Treff: Han­nes Köh­ler: „Ein mög­li­ches Leben“ mit Dr. Lucy Lachen­mai­er, Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­le­rin, ein.

Han­nes Köh­ler ist 1982 in Ham­burg gebo­ren. Er hat Neue­re deut­sche Lite­ra­tur stu­diert.

Der Groß­va­ter geriet 1944, mit 19 Jah­ren, in Gefan­gen­schaft. Er war in einem US-Camp inter­niert. Nach 70 Jah­ren reist er mit sei­nem Enkel wie­der in die USA und bei­de kom­men sich lang­sam näher. Kei­ne Anmel­dung erfor­der­lich.

Workshop in Rottweil zur Online-Bewerbung

Symbolfoto: him


Die Kon­takt­stel­le Frau und Beruf bie­tet Frau­en, die wie­der in den Beruf ein­stei­gen wol­len, einen Work­shop zur Online-Bewer­bung an. Die Ver­an­stal­tung fin­det am Diens­tag, 5. Novem­ber, 9 bis 12 Uhr, in der Bil­dungs­aka­de­mie Rott­weil, Stein­hau­ser­stra­ße 18, in Rott­weil statt. Der Work­shop ist kos­ten­frei.

Bei dem For­mat „Erfolg­reich online bewer­ben“ geht es um die ver­schie­de­nen For­men der Online-Bewer­bung, sagt Bera­te­rin Hel­ga Mieg von der Kon­takt­stel­le. Ange­fan­gen von der Bewer­bung per E‑Mail über die rich­ti­ge Nut­zung von Bewer­bungs­por­ta­len bis zur Job­su­che im Inter­net. „Erfolg­reich online bewer­ben“ rich­tet sich vor allem an Wie­der­ein­stei­ge­rin­nen und Umstei­ge­rin­nen, die gera­de in der Bewer­bungs­pha­se ste­cken. Refe­ren­tin der Ver­an­stal­tung ist Sami­ra Bor­mann von der Agen­tur bie­ma in Donau­eschin­gen. Sie ist Psy­cho­lo­gin und zer­ti­fi­zier­ter Job- und Kar­rie­re­coach.

Für die Ver­an­stal­tung bit­tet die Kon­takt­stel­le um Anmel­dung unter info@frauundberuf-sbh.de oder unter www.ihk-sbh.de/fub.

Die Kon­takt­stel­le Frau und Beruf Schwarz­wald-Baar-Heu­berg ist eine von zwölf Kon­takt­stel­len in Baden-Würt­tem­berg. Die Kon­takt­stel­len wer­den vom Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um geför­dert. Hier in der Regi­on sind die Indus­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Schwarz­wald-Baar-Heu­berg und die Hand­werks­kam­mer (HWK) Kon­stanz gemein­sa­me Trä­ger.


Renaissance-Idee wiederauferstanden

Freuen sich über die gelungene Ausstellung ( von links): Steffi Schöne, Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr, Michael und Annette Melvin. Vorne zwei Grabmale mit Leuchtturm und Kerze. Foto: him

SCHRAMBERG – Freun­de, Ver­wand­te, Bekann­te, Nach­barn und Ver­mie­ter haben am Mon­tag­abend die Eröff­nungs-Aus­stel­lung „Inno­va­ti­ves Grab- und Denkmalde­sign“ von Stef­fi Schö­ne besucht. Auch Ober­bür­ger­meis­te­rin Doro­thee Eisenlohr und Karl Pröbst­le, in der Ver­wal­tung für die Fried­hö­fe zustän­dig waren gekom­men.

Im Majo­li­ka Fir­men­park zeigt die Künst­le­rin nun bis Sonn­tag ihre unge­wöhn­li­chen Grab- und Denk­ma­le „mit magi­schem Effekt“. 

Schö­ne hat sich nach drei­ein­halb Jah­ren in Horb in die­sem Som­mer in Schram­berg nie­der­ge­las­sen und hier ein Stu­dio ein­ge­rich­tet. Für die Aus­stel­lung ihrer unge­wöhn­li­chen Grab­ma­le haben Annet­te und Micha­el Mel­vin der Künst­le­rin einen gro­ßen leer ste­hen­den Raum in der ehe­ma­li­gen Majo­li­ka  über­las­sen.

Dort zeigt Schö­ne ihre Wer­ke: In zylin­dri­schen Spie­gel­säu­len ent­steht das Abbild einer Ker­ze, einer Blu­me oder eines Por­träts, das die Künst­le­rin auf einer Flä­che im Halb­kreis um die Säu­le gemalt hat. „Das ist mathe­ma­tisch-phy­si­ka­lisch sehr anspruchs­voll“, erläu­tert sie. Und fügt gleich hin­zu:  „Die­sen Effekt kann­te man schon in der Renais­sance. Er ist aber weit­ge­hend in Ver­ges­sen­heit gera­ten.“

400 Jahre alte „Spielwaren für Erwachsene“

Und tat­säch­lich: Um 1630 ent­stan­den in Augs­burg kunst­vol­le Schrän­ke mit opti­schen Effek­ten und Über­ra­schun­gen zum Amü­se­ment des Adels. Dazu gehör­ten die Ana­mor­pho­sen, Bil­der, deren Dar­stel­lung beim nor­ma­len Betrach­ten nicht erkenn­bar ist und erst aus einer bestimm­ten Per­spek­ti­ve einen Aha-Effekt aus­löst.

Die „Spie­gela­na­mor­pho­se“ ist eine Son­der­form: Das Bild wird erkenn­bar erst in einem beson­ders geform­ten Spie­gel. „Spiel­wa­ren für Erwach­se­ne“, nennt der Kunst­his­to­ri­ker Tho­mas Eser die­se Bil­der mit Spie­geln.

Denkmal in Dinslaken

Schö­ne hat 2018 ein Denk­mal für  Jean­net­te Wolf, eine SPD-Poli­ti­ke­rin  und von den Nazis ver­folg­te Jüdin, in Dins­la­ken auf die­se Art gestal­tet. Es sei für vie­le Men­schen über­ra­schend, weil das Bild in ver­schie­de­nen Far­ben puz­zle­ar­tig zusam­men­ge­setzt in den Asphalt ein­ge­las­sen sei. „Man kann  drü­ber lau­fen und merkt nichts“, so Schö­ne. „Es ist nichts, was sich auf den ers­ten Blick öff­net.“ In der Schram­ber­ger Aus­stel­lung zeigt Schö­ne den Ent­wurf für die­ses Denk­mal.

Der Ent­wurf für das Denk­mal für Jean­net­te Wolf in Dins­la­ken. In der Spie­gel­säu­le links scheint das Por­trät auf. Foto: him

Bei der Eröff­nung wünsch­te Ober­bür­ger­meis­te­rin Eisenlohr der Künst­le­rin viel Erfolg. Für Schram­berg sei­en ihre Arbei­ten eine Berei­che­rung.  In der Majo­li­ka habe sie den rich­ti­gen Raum gefun­den: „Hier ent­stand ja auch schon seit 200 Jah­ren span­nen­des Design.“

Haus­herr Micha­el Mel­vin berich­te­te anschlie­ßend vom lan­gen Vor­lauf. Auch dass Schö­ne „eisern an Schram­berg fest­ge­hal­ten“ habe, bis der pas­sen­de Raum in der Majo­li­ka gefun­den war. Dass Mel­vin auch Zunft­meis­ter der Schram­ber­ger Nar­ren­zunft ist, blitz­te in einer Schluss­be­mer­kung auf: Schö­nes Grab­ma­le mit Ker­zen pass­ten bes­tens in die heu­ti­ge Zeit: „Sie haben die CO2 freie Ker­ze erfun­den.“

Die Besu­cher, die  Mimo­sa Pale mit ihrer sin­gen­den Säge begrüßt hat­te, wan­del­ten noch eine gan­ze Wei­le durch den Raum. Sie lie­ßen sich von den moder­nen Spie­gel-Ana­mor­pho­sen bezau­bern, wie schon die Men­schen vor bald 400 Jah­ren.

Info: Die Aus­stel­lung ist zu fin­den in der Bahn­hof­stra­ße 25, in  Schram­berg (Ein­gang links neben Tho­mas Phil­ipps). Sie ist geöff­net vom 22. bis 25. Okto­ber von 15 bis 18 Uhr. Am Sams­tag, 26. Okto­ber von 12 bis 15 Uhr und am Sonn­tag, 27. Okto­ber von 14 bis 18 Uhr. Außer­halb der Zei­ten nach Abspra­che 0176/ 43 43 44 56 

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen über Spie­gela­na­mor­pho­sen fin­den sich hier: http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/3037/1/Eser_Augsburger_Anamorphosen_2001.pdf

Unbekannter onaniert erneut in der Rottweiler Innenstadt

Streifenwagen der Polizei. Symbol-Foto: gg

Ein unbe­kann­ter Mann hat sich bereits Ende Sep­tem­ber in der Hoch­mai­en­gas­se in Rott­weil selbst befrie­digt. Nun ist der Mann offen­bar erneut beim öffent­li­chen Ona­nie­ren erwischt wor­den. Er konn­te aber wie­der ver­schwin­den.

Der erwähn­te Fall ereig­ne­te sich am Sonn­tag, 29. Sep­tem­ber, gegen 22.35 Uhr. In der Hoch­mai­en­gas­se pack­te er vor einer Haus­tü­re sein Geschlechts­teil aus und begann zu mas­tur­bie­ren. Zuvor hat­te er sich einer Zeu­gin zufol­ge auf sei­nem Mobil­te­le­fon unüber­hör­bar einen Por­no­film ange­schaut. Die Poli­zei ver­mu­tet, dass das nicht der ers­te der­ar­ti­ge Auf­tritt des Unbe­kann­ten gewe­sen ist. 

Ver­mut­lich der glei­che Täter ist nun am Mitt­woch, 16. Okto­ber, gegen 22.30 Uhr in der Wald­tor­stra­ße auf­ge­fal­len, als er an sei­nem Geschlechts­teil mani­pu­lier­te.

Und am gest­ri­gen Mon­tag­abend beob­ach­te­te eine Zeu­gin den mut­maß­lich sel­ben Mann, wie er gegen 21 Uhr in der Pfarr­gas­se vor einem Haus ona­nier­te.

Die Zeu­gin schätzt den Mann auf rund 30 Jah­re alt und etwa 170 Zen­ti­me­ter groß. Er trug dunk­le Klei­dung und hat­te einen Drei-Tage Bart. Hin­wei­se zu dem Täter nimmt die Kri­mi­nal­po­li­zei Vil­lin­gen (Tel.: 07721 601–0) ent­ge­gen.

Die Erhard-Junghans-Schule Schramberg ist ins neue Jahr gestartet

Die Einschulungsfeier in der Mensa der EJS Schramberg. Foto: pm

Schram­berg. In der ers­ten Schul­wo­che began­nen die neu­en Fünft­kläss­ler gemein­sam mit ihren Eltern und den Schü­le­rin­nen und Schü­lern, sowie den Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen der Erhard-Jung­hans-Schu­le mit einem öku­me­ni­schen Eröff­nungs­got­tes­dienst ihren neu­en Lebens­ab­schnitt. Hier­über infor­miert die Schu­le in einer Pres­se­mit­tei­lung.

Der Got­tes­dienst, gestal­tet durch die bei­den Pfar­rer Mar­ti­na Schla­gen­hauf und Rüdi­ger Kocholl bil­det tra­di­ti­ons­ge­mäß den Start in die Schul­zeit an der Gemein­schafts- und Real­schu­le. In einer klei­nen Fei­er­stun­de in der Men­sa der Schu­le begrüß­ten Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Klas­sen­stu­fe sechs ihre neu­en Mit­schü­ler und deren Eltern mit einem Musik­stück. Nach einer Begrü­ßung durch Schul­lei­ter Jörg Hezel mach­ten sich die neu­en Fünft­kläss­ler auch gleich mit ihren Klas­sen­leh­re­rin­nen und ‑leh­rern auf in ihre Klas­sen­zim­mer und sind mitt­ler­wei­le sehr gut im Schul­all­tag ange­kom­men.

Für die rest­li­chen Schü­ler war in die­sem Schul­jahr jedoch auch schon reich­lich viel gebo­ten: Vie­le inter­es­sier­te Schü­ler lie­ßen sich an einem Wochen­en­de von Schul­so­zi­al­ar­bei­te­rin Griet­je Paul zu neu­en Schü­ler­men­to­rin­nen und ‑men­to­ren aus­bil­den. Für die Klas­sen 9 fan­den ein­wö­chi­ge Klas­sen­fahr­ten statt und in der ver­gan­ge­nen Woche waren auch die Siebt­kläss­ler auf gro­ßer Fahrt im Schul­land­heim. Die Jahr­gangs­stu­fe sechs besuch­te im Euro­pa­park die Sci­ence-Days und konn­te dort sehr vie­le inter­es­san­te Erfah­run­gen sam­meln.

Schul­lei­ter Jörg Hezel ist froh, trotz der lan­des­weit ange­spann­ten Leh­rer­ver­sor­gung nicht nur den Pflicht­un­ter­richt anbie­ten zu kön­nen, son­dern auch vie­le Arbeits­ge­mein­schaf­ten, Aktio­nen und Ange­bo­te, die über den Unter­richt im Klas­sen­zim­mer hin­aus­ge­hen. So fin­den zum Bei­spiel in der nächs­ten Woche noch für alle Schü­le­rin­nen und Schü­ler die „Ent­de­cker­ta­ge“ an der EJS statt. In der letz­ten Schul­wo­che vor den Herbst­fe­ri­en füh­ren dabei alle Klas­sen ver­schie­dens­te Pro­jek­te durch.

So wun­dert es einen kaum, wenn man aus dem Mund ein­zel­ner Schü­ler hört: „Was, nächs­te Woche sind schon wie­der Herbst­fe­ri­en? Ich hät­te gar nicht gedacht, dass das so schnell geht!“

Konzert mit „The Gregorian Voices“ in Sulgen

The Gregorian Voices treten in der St. Laurentius-Kirche in Sulgen auf. Foto: pm

Schram­berg-Sul­gen. Ein Kon­zert mit der Grup­pe „The Gre­go­ri­an Voices“ fin­det am Sonn­tag, 17. Novem­ber, um 19.30 Uhr in der St. Lau­ren­ti­us Kir­che in Schram­berg-Sul­gen statt. Ein­lass ist ab 18.30 Uhr, dann gibt es auch Rest­kar­ten. Dies geht aus einer Pres­se­mit­tei­lung her­vor.

Das Pro­gramm lau­tet: „Gre­go­ria­nic meets Pop“. Es ist ein Expe­ri­ment der Ver­schmel­zung von Cho­ral und Pop­mu­sik. Mit einem Reper­toire von früh­mit­tel­al­ter­li­chen gre­go­ria­ni­schen Cho­rä­len bis zur Ver­schmel­zung berühm­ter Klas­si­ker der Pop­mu­sik im gre­go­ria­ni­schen Stil neh­men „The Gre­go­ri­an Voices“ ihr Publi­kum mit auf eine Ach­ter­bahn der Emo­tio­nen.

Der Span­nungs­bo­gen von geheim­nis­vol­len, lei­sen, ent­rück­ten lit­ur­gi­schen Gesän­gen der römisch-katho­li­schen Kir­che in latei­ni­scher Spra­che bis zu berühm­ten Ever­greens des Pop zeigt die gestal­te­ri­sche Prä­senz und die Aus­drucks­mög­lich­kei­ten von „The Gre­go­ri­an Voices“.

 Nach dem Kon­zert ste­hen „The Gre­go­ri­an Voices“ dem Publi­kum für Auto­gram­me zur Ver­fü­gung.

Kar­ten gibt es bei fol­gen­den Vor­ver­kaufs­stel­len: www.reservix.de, www.eventim.de, Buch­le­se Schram­berg, Optik Storz und Stadt­ver­wal­tung Schiltach.

Alpirsbach-Rötenbach: 30-Jähriger stirbt nach Überholen

Ein 30-Jäh­ri­ger ist nach einem miss­glück­ten Über­hol­ver­such bei einem Unfall nahe Röten­bach ver­stor­ben. Das mel­det die Poli­zei.

Am Mon­tag­abend, gegen 18.20 Uhr, fuhr ein 30-jäh­ri­ger Mann in sei­nem blau­en Dae­woo auf der Land­stra­ße L 422 von Aich­hal­den-Röten­berg in Rich­tung Röten­bach. Kurz vor Röten­bach über­hol­te er vor einer Links­kur­ve zwei vor­aus­fah­ren­de Autos.

Weil er mit zu hoher Geschwin­dig­keit unter­wegs war, ver­lor er laut Poli­zei­be­richt auf der nas­sen Fahr­bahn die Kon­trol­le über sein Auto und geriet ins Schleu­dern. Dabei stieß der Dae­woo mit einem ent­ge­gen­kom­men­den Trans­por­ter zusam­men.

Durch den Auf­prall wur­de der 30-jäh­ri­ge Dae­woo-Fah­rer aus dem Orten­au­kreis schwer ver­letzt und ver­starb noch an der Unfall­stel­le. Der Ret­tungs­dienst hat den Fah­rer des Trans­por­ters mit leich­ten Ver­let­zun­gen in ein Kran­ken­haus gebracht. Die Poli­zei schätzt den Scha­den auf 10.000 Euro.

Förderverein der Grundschule Tennenbronn veranstaltet Kinder-Flohmarkt

Der För­der­ver­ein der Grund­schu­le Ten­nen­bronn lädt am Frei­tag, 8. Novem­ber, von 15 bis 17 Uhr zu einem Tisch­floh­markt in die Grund­schu­le ein. Dies teilt der För­der­ver­ein in einer Pres­se­mit­tei­lung mit.

Es wird alles „rund ums Kind“ ange­bo­ten – Kin­der­klei­dung, Spiel­zeug, Bücher und vie­les mehr. Die Tisch­ge­büh­ren betra­gen sechs Euro für einen Tisch, oder zehn Euro für einen Dop­pel­tisch. Ver­käu­fer kön­nen ihre Waren ab 14 Uhr auf­bau­en.

Anmel­dun­gen neh­men San­dra Schül­gen, Tele­fon 0163 / 14110207, und Son­ja Fich­ter, Tele­fon 0171 / 4098409, per WhatsApp/SMS ent­ge­gen.

Beim Floh­markt wer­den fri­sche Waf­feln, Kaf­fee und Kuchen sowie Geträn­ke ange­bo­ten.
In den ver­gan­ge­nen Jah­ren unter­stütz­te der För­der­ver­ein die Grund­schu­le in der Anschaf­fung von natur­wis­sen­schaft­li­chem For­schungs­ma­te­ri­al für die Kin­der, bei der Finan­zie­rung von Bus­fahr­ten zu Thea­ter­be­su­chen und berei­cher­te den Schul­all­tag mit klei­ne­ren Über­ra­schun­gen wie bei­spiels­wei­sen Eis zu Beginn der Som­mer­fe­ri­en.

Schramberg: Jedes Jahr kommen 50 Gruppen zur Bibelerlebniswelt

Der Vorstand der Bibelerlebniswelt (von links): Dieter Vanselow (1.Vorsitzender), Franz Huthmacher (2.Vorsitzender), Dieter Ocker (Kassierer), Peter Lohwasser (Revisor), Helmut Siegl (Schriftführer), Christa Schäfer (Revisorin), Heidrun Mauch (Beirätin), Marianne Haberer und Martin Rapp (Beiräte, nicht auf dem Foto). Foto: bew

Schram­berg. Unter dem Mot­to: „alle was ihr tut, das tut von Her­zen…“ begrüß­te der Vor­sit­zen­de der Bibel­er­leb­nis­welt, Die­ter Van­se­low, die Mit­glie­der des Ver­eins der Bibel­er­leb­nis­welt im Gast­haus Löwen in Schram­berg-Schön­bronn. Hier­über berich­tet der Ver­ein in einer Pres­se­mit­tei­lung.

Nach einer kur­zen Besin­nung zu dem Mot­to san­gen die Anwe­sen­den zur Mund­har­mo­ni­ka das zum The­ma pas­sen­de öku­me­ni­sche Lied: ubi carí­tas et amor, deus ibi est, wo die Lie­be wohnt und Güte, da ist unser Gott“. Beim Bericht des Vor­stan­des über den Berichts­zeit­raum 2018–2019 wur­de klar, dass wie­der eine Viel­zahl von unter­schied­li­chen Grup­pen, ob jung oder alt, mit ste­ter Begeis­te­rung die Bibel­er­leb­nis­welt besuch­ten. Den Aus­füh­run­gen konn­te man ent­neh­men, um wel­che Art von Grup­pen es sich han­del­te, dazu die Son­der­ver­an­stal­tun­gen, wie Kon­zer­te und Bild­prä­sen­ta­tio­nen zu Län­dern und The­men der Bibel in der Kir­che Schön­bronn, sowie eine grö­ße­re Anzahl von Vor­trä­gen im Feri­en­dorf Ecken­hof und in den Gemein­den im Länd­le.

In 2019 wur­den die Akti­vi­tä­ten sehr ein­ge­schränkt und den­noch konn­te ver­tre­tungs­wei­se noch vie­les ange­bo­ten wer­den. Ein beson­de­rer Höhe­punkt war die schö­ne und kürz­lich statt­ge­fun­de­ne Rom­rei­se der Bibel­er­leb­nis­welt „mit uns unter­wegs“ und dem Besuch in der Evan­ge­li­schen Chris­tus­kir­che bei Pfar­rer Micha­el Jonas am Ern­te­dank­fest in Rom und natür­lich im Vati­kan, sowie die gut­ge­führ­ten Stadt­be­sich­ti­gun­gen. Pas­send zu den Vor-stel­lun­gen der Bibel­er­leb­nis­welt logier­te die Grup­pe unweit des Vati­kans im Pil­ger­haus „Ancel­le di Cris­to Re“, wo sich die Grup­pe in ein­fa­cher Unter­brin­gung und bei gutem Essen sehr wohl fühl­te.

Nach dem Kas­sen­be­richt von Die­ter Ocker erfolg­te die posi­ti­ve Bewer­tung und Zustim­mung der Revi­so­ren, Chris­ta Schä­fer und Peter Loh­was­ser, sowie die ein­stim­mi­ge Ent­las­tung des Vor­stan­des. Bei den Vor­stands­wah­len kam es zu fol­gen­den Ergeb­nis­sen: Der 1.Vorsitzende Die­ter Van­se­low wur­de nach zwölf Jah­ren wie­der ein­stim­mig für wei­te­re zwei Jah­re gewählt, die eben­falls seit zwölf Jah­ren als stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de mit­ar­bei­ten­de Eri­ka Steltner trat aus per­sön­li­chen Grün­den nicht mehr an, bekun­de­te aber, dass sie auch wei­ter­hin dem Ver­ein tat­kräf­tig zur Ver­fü­gung ste­hen möch­te. An ihre Stel­le ließ sich nun Franz Huth­ma­cher von der Evan­ge­li­schen Kir­chen­ge­mein­de Sul­gen ins Gre­mi­um wäh­len. Schrift­füh­rer Hel­mut Siegl setzt eben­so im 13. Jahr sei­ne Tätig­keit fort. Es wur­den außer­dem fol­gen­de Bei­rä­tin­nen und Bei­rä­te gewählt: Hei­drun Mauch für „Theo­lo­gie & Päd­ago­gik“, Mari­an­ne Habe­rer für „Fes­te & Fei­ern“, von der evan­ge­li­schen Gemein­de Locher­hof der Schön­bron­ner Kir­chen­ge­mein­de­rat Mar­tin Rapp für Kir­che & Tech­nik“ und Peter Loh­was­ser behält die Kon­takt­pfle­ge zum blin­den Paten­kind in Jor­da­ni­en.

Dem Erbau­er des Jeru­sa­le­mer Tem­pel­mo­dells und ehren­amt­li­chen Home­page-Betreu­er Her­mann Dubiski wur­de nach eben­so zwölf Jah­ren ein gro­ßes Lob und Dan­ke­schön „Ver­gelts Gott“ aus­ge­spro­chen. Die Wah­len wur­den von Pfar­rer Fried­helm Büh­ner aus Locher­hof gelei­tet.

Zum The­ma Zukunft sprach der Vor­sit­zen­de ins­be­son­de­re für die akti­ve Unter­stüt­zung und Ver­bun­den­heit von Prä­lat Pro­fes­sor Chris­ti­an Rose und dem Evan­ge­li­schen Ober­kir­chen­rat in Stutt­gart ein herz­li­ches Dan­ke­schön aus. Für das Jahr 2020 wur­den bereits die geplan­ten Akti­vi­tä­ten wie bei­spiels­wei­se wie­der ein Foto­wett­be­werb „Jor­da­ni­en-auch ein Land der Bibel-“ und eine drei­tä­gi­ge Fahrt nach Bern zum Haus der Reli­gio­nen, sowie ande­re Unter­neh­mun­gen vor­ge­stellt.

Unter Ver­schie­de­nes bat der Vor­sit­zen­de die Mit­glie­der und Anwe­sen­den wie­der um Mit­hil­fe in der Öffent­lich­keits­ar­beit, auch durch Ver­tei­len der Bro­schü­ren und Wer­bung in ihren Kir­chen­ge­mein­den, Kom­mu­nen und Grup­pen. Nach einem kur­zen geist­li­chen Wort von Pfar­rer Fried­helm Büh­ner bedank­te sich der Vor­sit­zen­de bei den Anwe­sen­den für ihr Kom­men, die bis­he­ri­ge Zusam­men­ar­beit und brach­te auch erfreut zum Aus­druck, dass das Inter­es­se an der Bibel­er­leb­nis­welt mit durch­schnitt­lich über 50 Grup­pen­be­su­chen pro Jahr nach wie vor unge­bro­chen ist und im In- und Aus­land die­ses Kon­zept bereits mehr­fach über­nom­men wur­de.

Schramberger Kulturbesen präsentiert eine Weltpremiere

Alois und Elsbeth Gscheidle. Foto: pm

Schram­berg. Eine ech­te Welt-Pre­mie­re gib es am Don­ners­tag, 24. Okto­ber, in Schram­berg. Dies ver­spricht Harald Bur­ger in einer Pres­se­mit­tei­lung.

Alois und Els­beth Gscheid­le, das wohl lus­tigs­te schwä­bi­sche Ehe­paar, haben sich für die Pre­mie­re Ihres neu­en Stücks sen­sa­tio­nel­ler­wei­se den Kul­tur­be­sen aus­ge­wählt. Unter dem Titel “nase­weiß” bewei­sen die Zwei, dass die Schwa­ben nicht nur gscheid, son­dern auch an allem und jedem inter­es­siert sind. Das trifft ins­be­son­de­re auch auf Alois & Els­beth Gscheid­le zu. „Nase­weiß“ strei­fen sie in ihrem neu­en Pro­gramm durch den All­tag, die Stra­ßen und die Rei­hen der Gäs­te im Kul­tur­be­sen. Natür­lich blei­ben sie ihrer Art treu und sind wie immer ganz nah am und mit­ten im Publi­kum. Wäh­rend der Mitt­woch bereits aus­ver­kauft ist gibt es für den Don­ners­tag noch weni­ge Kar­ten.

Die For­ma­ti­on “Cocker-Inspi­ra­ti­on” ist am Frei­tag, 25. Okto­ber, im Kul­tur­be­sen zu Gast. Foto: pm

Zum 50 jäh­ri­gen Wood­stock-Jubi­lä­um erin­nert das Besen Team, am Frei­tag, 25. Okto­ber, an den  Start einer der rau­hes­ten und mar­kan­tes­ten Stim­men im Show­ge­schäft. Die For­ma­ti­on “Cocker-Inspi­ra­ti­on” prä­sen­tiert zum fünf­ten Todes­tag des gro­ßen Künst­lers einen gran­dio­sen  “Mis­ter Joe Cocker-Abend”. Schon zu Leb­zei­ten war er eine Legen­de. Der Sän­ger hin­ter­liess ein gross­ar­ti­ges musi­ka­li­sches Erbe. Die­ses Erbe tritt die acht­köp­fi­ge Band “Cocker Inspi­ra­ti­on” an. Die Band nimmt das Publi­kum mit auf eine Rei­se durch das Schaf­fen des gro­ßen Rock und Blues-Sän­ger Authen­tisch und publi­kums­nah prä­sen­tie­ren sie die vie­len gro­ßen Hits die­ses Aus­nah­me­künst­lers.

Für bei­de Ver­an­stal­tun­gen sind noch weni­ge Kar­ten erhält­lich.

Kar­ten­re­ser­vie­run­gen zum Vor­ver­kaufs­preis sind unter der Num­mer 0171/7024112 mög­lich.

VdK Schramberg wählt und ehrt

Mit Aktionen macht der VdK auf die Schwierigkeiten von Menschen mit Behinderung aufmerksam. Foto: vdk

Der VdK-Orts­ver­band Schram­berg mit Esch­bronn, Hardt, Lau­ter­bach, Schen­ken­zell und Schiltach lädt sei­ne Mit­glie­der zur Jah­res­haupt­ver­samm­lung am  Don­ners­tag, 24. Okto­ber, von 14.30 bis 17 Uhr tra­di­tio­nell in das Gast­haus „Grü­ner Baum“ auf dem Hardt ein. Hier­über infor­miert der VdK in einer Pres­se­mit­tei­lung.

Die Anrei­se erfolgt selbst, für außer­ge­wöhn­li­che Fahr­diens­te bit­te bei Mar­ti­na Brüst­le, Tele­fon 07422 8156 anru­fen.

In die­sem Jahr han­delt es sich wie im Rund­brief ange­kün­digt alle zwei Jah­re um eine VdK-Haupt­ver­samm­lung mit Wah­len und fol­gen­der Tages­ord­nung: Begrü­ßung durch den Vor­sit­zen­den, Gruß­wor­te von Bür­ger­meis­ter Micha­el Moos­mann (Hardt), 29 Ehrun­gen für treue Mit­glied­schaft und 20 Ehrun­gen von ver­stor­be­nen Mit­glie­dern, Bericht des Vor­sit­zen­den, des Kas­siers, des Schrift­füh­rers und Bera­ters, der Frau­en­be­auf­trag­ten und der Revi­so­ren, Ent­las­tung des Vor­stands. Anschlie­ßend sind die Wah­len zum VdK-Vor­stand. Danach sind die Gäs­te vom Orts­ver­band wie immer zu einem Ves­per / Essen ein­ge­la­den und es wird die Pla­nung für 2020 bekannt­ge­ge­ben.

Der VdK hat sich mitt­ler­wei­le mit über 1,6 Mil­lio­nen Mit­glie­dern zu einem der größ­ten Sozi­al-ver­bän­de mit Schwer­punkt „Bera­tung im: Sozi­al­recht, Schwer­be­hin­der­ten­recht, Ren­ten­recht, Grund­si­che­rung, Ver­sor­gungs­recht und Infor­ma­tio­nen bei Pfle­ge­gra­den ent­wi­ckelt.

Das Mot­to von VdK-Deutsch­land lau­tet: „Im Mit­tel­punkt der Mensch“.

Der VdK-Orts­ver­band Schram­berg bie­tet jeden Mon­tag (nach Ver­ein­ba­rung) sei­ne kos­ten-lose und ehren­amt­li­che Bera­tung durch den Fach­be­ra­ter Johann Weing im Gemein­schafts-büro von Betreu­ungs­ver­ein und VdK in der Haupt­stra­ße 11 in Schram­berg (am Hirsch-brun­nen) an. Dabei wer­den jedoch nur die­je­ni­gen bera­te­nen Per­so­nen Mit­glie­der, wel­che dann spä­ter die meist juris­ti­schen Diens­te im Rah­men ihres Mit­glieds­bei­tra­ges in Anspruch neh­men. Somit dür­fen wir uns dar­über freu­en, dass im Berichts­zeit­raum inner­halb eines Jah­res ins­ge­samt 85 Neu­mit­glie­der begrüßt wer­den konn­ten. Mit der­zeit 650 Mit­glie­dern zählt inzwi­schen der VdK-Orts­ver­band Schram­berg zu den größ­ten Ver­bän­den in Baden-Würt­tem­berg.

„Verzagen Sie nicht, wenn’s auf Sie zukommt“

Thomas Rohr referierte beim Seniorenforum. Foto: pm

Schram­berg. „Wie man die Pfle­ge­zeit finan­zi­ell meis­tert“, lau­te­te das The­ma eines Vor­trags des Senio­ren­Fo­rums  im Rah­men des Senio­ren & Genera­tio­nen­treffs immer am ers­ten Mon­tag des Monats. Was auf den ers­ten Blick etwas tro­cken klin­gen mag, ent­pupp­te sich aber für die Zuhö­re­rin­nen und Zuhö­rer im JUKS3 als äußerst kurz­wei­li­ge und infor­ma­ti­ve Ver­an­stal­tung. Hier­über berich­tet das Sefo in einer Pres­se­mit­tei­lung.

Für das SeFo begrüß­te deren Spre­che­rin Julia­ne Kug­ler den Refe­ren­ten Tho­mas Rohr aus dem Spar­kas­sen­be­ra­tungs­dienst „Geld und Haus­halt“. Mit der ange­bo­te­nen The­ma­tik  tra­fen die Ver­an­stal­ter voll ins Schwar­ze, was die zahl­rei­chen Besu­che­rin­nen und Besu­cher aus­drück­lich bestä­tig­ten.

„Schla­fend ster­ben im Bett lässt sich nicht immer ein­rich­ten“, führ­te der Refe­rent die Run­de vom Wunsch­traum schnell auf den Boden der Tat­sa­chen zurück. Und schon war man mit­ten­drin im The­ma. „Wir wer­den älter, blei­ben aber auch län­ger gesund“, sag­te Tho­mas Rohr, trotz­dem neh­me die Zahl der Pfle­ge­be­dürf­ti­gen zu. 3,3 Mil­lio­nen sind es aktu­ell, 3,5 Mil­lio­nen wer­den 2030 und sogar 4,5 Mil­lio­nen 2060  erwar­tet „Der­zeit bewe­gen uns der Bre­x­it und die Die­sel­af­fä­re, aber lang­fris­tig ist das The­ma Pfle­ge genau­so wich­tig“, unter­strich der Exper­te ange­sichts die­ser Zah­len. Der Trend gehe zur häus­li­chen Pfle­ge.

Dem tra­gen die bei­den neu­ne Pfle­ge­stär­kungs­ge­set­ze mit zum  Teil deut­lich erhöh­ten Sät­zen für die  ambu­lan­te  Pfle­ge in den eige­nen vier Wän­den Rech­nung. Aus drei Pfle­ge­stu­fen  wur­den 2017 fünf Pfle­ge­gra­de, was auf einen Schlag zu einer hal­ben Mil­li­on mehr Leis­tungs­be­zie­hern geführt hat. Der Mann vom Spar­kas­sen­be­ra­tungs­dienst hält die jun­gen Pfle­ge­stär­kungs­ge­set­ze den­noch für einen „ordent­li­chen Wurf“. So fal­le bei­spiels­wei­se  die bis­he­ri­ge Minu­ten­zäh­le­rei bei  der Ein­stu­fung weg. Auch der Eigen­an­teil in der sta­tio­nä­ren Pfle­ge bei der Ein­stu­fung in den nächst­hö­he­ren Pfle­ge­grad stei­ge künf­tig nicht mehr. Als Voll­kas­ko­ver­si­che­rung war die 1995 ein­ge­führ­te Pfle­ge­ver­si­che­rung nie kon­zi­piert. Das ist bei einem Bei­trag von maxi­mal 3,3 Pro­zent und einer durch­schnitt­li­chen Pfle­ge­dau­er von 8,3 Jah­ren auch schlech­ter­dings mög­lich.

Die Ver­sor­gungs­lü­cke zwi­schen Ver­si­che­rungs­leis­tung und mög­li­chen Pflege(heim)- Kos­ten muss durch eige­ne Ren­te, Ver­mö­gen  oder der­zeit noch durch die unter­halts­pflich­ti­gen Kin­der gedeckt wer­den. Hier ist aller­dings, so Tho­mas Rohr, deut­li­che Ent­las­tung in Aus­sicht, sobald durch Gesund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn die geplan­te Ände­rung im Eltern­un­ter­halt zur Gesetz­ge­bung kommt. Und wo das alles noch nicht  reicht, springt der Staat ein. Die Betreu­ung ist die glei­che. „Ich fin­de es wich­tig, dass Men­schen am  Ende ihrer Tage rich­tig ver­sorgt wer­den“, bekräf­tig­te der Refe­rent zum Schluss, „wir kön­nen stolz sein, in einem Sys­tem zu leben, wo jeder auf­ge­fan­gen wird. Ver­za­gen Sie nicht, wenn’s auf Sie zukommt!“,  ende­te er, „es gibt Hil­fen!“

Zur gründ­li­chen  Infor­ma­ti­on der Zuhö­rer ver­wies Tho­mas Rohr vom Spar­kas­sen­be­ra­tungs­dienst   auf  fol­gen­de Links:

Vor­sor­ge­voll­macht https://www.bmjv.de/SharedDocs/Downloads/DE/Service/Formulare/Vorsorgevollmacht.html                                                                   

Pati­en­ten­ver­fü­gung https://www.bmjv.de/SharedDocs/Publikationen/DE/Patientenverfuegung.html

Eltern­un­ter­halt

http://www.elternunterhalt.org/elternunterhalt-rechner.php

Ein­zel­fra­gen des Medi­zi­ni­schen Diens­tes / Medic­pro­of:

https://www.mdk.de/fileadmin/MDK-zentraler- Ord­ner/Down­load­s/01_Pfle­ge­be­gut­ach­tun­g/2017- 07_Begutachtungsrichtlinie_GKV_Pflegebegutachung.pdf

Die SMV der Erhard-Junghans-Schule Schramberg plant das neue Schuljahr

Die neue gewählte Schülermitverantwortung der Erhard-Junghans-Schule“. Foto: pm

Schram­berg. Zu einem Pla­nungs­tag tra­fen sich die Mit­glie­der der SMV (Schü­ler mit Ver­ant­wor­tung) der Erhard-Jung­hans-Schu­le Schram­berg, bestehend aus der gro­ßen Anzahl von 46 Klas­sen­spre­chern sowie den bei­den Ver­trau­ens­leh­rern Nico­le Mar­te-Nick und Mathi­as Arm­brus­ter.

Nach der Begrü­ßung durch den Schul­lei­ter Jörg Hezel reich­te das Pro­gramm vom gegen­sei­ti­gen Ken­nen­ler­nen bis hin zum inten­si­ven Pla­nen. Hier­bei hat­te jeder die Mög­lich­keit, sich aktiv ein­zu­brin­gen und sei­ne Ide­en und Mei­nun­gen ein­zu­brin­gen. Dies wur­de von den bei­den Lehr­kräf­ten mit der Metho­de eines World Cafés durch­ge­führt. An ver­schie­de­nen Sta­tio­nen wur­den die Auf­ga­ben der SMV erar­bei­tet aber auch Ide­en für Ver­an­stal­tun­gen wie zum Bei­spiel die Fas­net oder auch die Gestal­tung der Schul­hö­fe gesam­melt, Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­ge gemacht und dies auf den Tisch­de­cken fest­ge­hal­ten. So ent­stand ein bun­tes Bild der Jah­res­pla­nung.

Als Höhe­punkt fand dann die Wahl des neu­en Schü­ler­pre­cher­teams statt.
Hier­bei beka­men Eve­lyn Feh­ren­ba­cher (Klas­se 10d) als Schü­ler­spre­che­rin und
Luca Dold (Klas­se 9a)  als stell­ver­tre­ten­der Schü­ler­spre­cher das Ver­trau­en der  SMV.

Da die Ver­pfle­gung in den Pau­sen auch stimm­te, waren die bei­den Lehr­kräf­te und die Klas­sen­spre­cher am Ende des Tages zufrie­den und freu­en sich auf die Aktio­nen des kom­men­den Schul­jah­res.