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Rottweiler Ferienzauber 2020: vom 24. Juli bis 22. August – und weitere Infos

Festivalgelände unterm Wasserturm. Foto: pm

Der Rottweiler Ferienzauber 2020 wird vom 24. Juli bis 22. August stattfinden. Und zwar zunächst im Kraftwerk im Neckartal. Dann geht es im bunten Biergarten und Eventgelände unterm Wasserturm weiter. Und schließlich finden die letzten großen Veranstaltungen wieder im Kraftwerk statt.

Es ist der inzwischen 32. Rottweiler Ferienzauber, der im kommenden Sommer über die Bühnen im Zelt am Wasserturm und im Kraftwerk, einer der schönsten Eventlocation Deutschlands, gehen wird. Kabarett-, Musik- und Comedyacts werden erwartet, die den Sommer farbenfroher und erlebnisreicher machen – einfach unvergesslich.

Die Veranstaltungen am Wasserturm finden vom 30. Juli bis 16. August statt (Einlass 19:00 Uhr | Beginn 20:00 Uhr), im Kraftwerk vom 24. bis 29. Juli und vom 18. bis 22. August (Einlass 19:00 Uhr | Beginn 20:00 Uhr).

Tickets für die einzelnen Veranstaltungen gibt es ab 6. Dezember 2019 in den Vorverkaufsstellen der Region. Hier ist eine Liste aller.

Das Festivalzelt unterm Wasserturm ist der Ursprung des alljährlich für vier Wochen stattfindenden Rottweiler Ferienzaubers. Die einmalige Kulisse und das Ambiente des idyllisch gelegenen Biergartens bieten dem Besucher unvergessliche Eindrücke (Infos hier).

Einen ganz eigenen Charakter verleiht dem Festival das Industriedenkmal der 20er Jahre und heute als Veranstaltungsareal genutzte Kraftwerk (Infos hier).

Die NRWZ im 15. Jahr

NRWZ – das heißt “Neue Rottweiler Zeitung.” Seit 27. November 2004 erscheint die NRWZ zum Wochenende nahezu wöchentlich. Und damit 2019 im 15. Jahr.

Rottweiler Bürger haben die NRWZ ins Leben gerufen. Im Verein Neue Rottweiler Zeitung e.V. haben sie sich über mehrere Monate engagiert – um zunächst ihren Protest gegen den Fortgang einer von bis dato zwei Tageszeitungen am Ort zu artikulieren. Aus dem Protest wurde Aktion – und daraus entstand zunächst diese Online-Tageszeitung unter www.NRWZ.de. Sie ist die unabhängige Nachrichtenplattform für die Region Rottweil.

Seit 27. November 2004 erscheint außerdem die NRWZ zum Wochenende. Zunächst in einer Auflage von 16.000 Exemplaren, nunmehr, im 15. Jahr, mit 39.100. Sie wird aktuell in Rottweil, Schramberg und Umgebung an die Haushalte geliefert. Der Verlag unterhält eigene Redaktionen in Rottweil und Schramberg.

Über die Haushaltszustellung in den abgebildeten Orten hinaus gibt es die NRWZ zum Wochenende an vielen Bäckereien, Metzgereien, Tankstellen und in vielen Geschäften im gesamten Landkreis Rottweil.

Die NRWZ bietet, online wie in der Wochenendausgabe, eine interessante und gerne gelesene Mischung aus Information und Unterhaltung, von Politik bis Kultur. Sie ist darüber hinaus ein aufmerksamer Beobachter, kritisch und meinungsstark – und absolut unabhängig.

Die NRWZ ist online stark. Auf www.NRWZ.de finden sich täglich aktuell Nachrichten aus Rottweil, Schramberg und der Region, verfasst von einem erfahrenen Redaktionsteam. NRWZ.de ist eines der schnellsten Medien vor Ort.

Mehr: Die NRWZ in Zahlen

Eiscafé mit neuem Pächter? Wechsel am Hirschbrunnen

Das Eiscafé am Narrenbrunnen ist derzeit verwaist.

Seit einigen Wochen stehen die Stühle auf den Tischen, die Eistheke ist geschlossen: Im früheren Cappuccino, später unter einem anderen Namen betrieben, schweigt die Espressomaschine. Die hohe Pacht, so  war zu hören, habe den bisherigen Betreiber zum aufgeben gezwungen.

Doch in dem beliebten Treff beim Narrenbrunnen werde ein neuer Betreiber an den Start gehen, erzählt man sich im Städtle.

An anderer Stelle gibt es mehr Klarheit: In der Berneckstraße hat ein bisheriges Spiel-Casino Anfang des Jahres in eine Café-Bar „Full“ umfirmiert.

Aus einem Casino wurde zum Jahreswechsel eine Café-Bar.

Und beim „Café-Restaurant Hirschbrunnen“ ist nach dem vom bisherigen Betreiber Omar Özgür angekündigten Wechsel nach Hausen ob Verena die Nachfolgeregelung geklärt. Wie Martin Maurer, der Eigentümer des Hauses am Hirschbrunnen, mitteilt, werde Özgür voraussichtlich zum 31. März Schramberg verlassen.

„Ein neuer Betreiber wird den in der Zwischenzeit gut eingeführten gastronomischen Betrieb weiterführen“, so Maurer. Sandra und Wolfgang Glück würden einen nahtlosen Übergang gewährleisten. Sandra Glück arbeite schon längere Zeit im Service im Hirschbrunnen und habe jahrzehntelange Erfahrung im Hotel- und Gastronomiebereich. “Ihr Mann Wolfgang Glück wird die Verantwortung für die Küche übernehmen“, kündigt Maurer an.

Dem Hirschbrunnen-Café-Restaurant steht ein Pächterwechsel bevor.

Er sei Özgür sehr dankbar, denn er habe mit seinen Aktionen wie „After-Work-Parties“ und Barbecue-Abenden für einen festen Kundenkreis gesorgt. Da das neue Pächterehepaar auch im Haus wohnen werde, würden die Öffnungszeiten „weiter zuverlässig verstetigt und erweitert“, wie Maurer verspricht. 

Özgür hatte vor seiner Zeit im „Hirschbrunnen“ den „Bären“ als Geschäftsführer geleitet, war nach der Insolvenz des „Bären“ nach Donaueschingen in ein großes Hotel gegangen und danach als Restaurantleiter im „Öschberghof“ tätig. Er wird nun  im Hotel „Hofgut Hohenkarpfen“ wieder in der gehobenen Gastronomie arbeiten.

In einem anderen traditionsreichen Lokal in Schramberg, dem „Grissini“, früher „Grüner Baum“, hängt seit Wochen keine Speisekarte mehr am Eingang. Nach einem Bericht des Schwarzwälder Boten hat der bisherige Betreiber des Lokals das Haus verkauft. Der neue Eigentümer wolle ein Wohnhaus daraus machen.

Das „Grissini“ wird zum Wohnhaus umgebaut. Fotos: him

Am Narrenbrunnen dürfen sich die Schramberger hingegen auf eine Wiedereröffnung freuen. Wenn es stimmt, was man sich im Städtle erzählt, wird ein neuer Betreiber aus Veneto im Februar die Stühle von den Tischen holen, die Eistheke füllen und die Espressomaschine zischen lassen. Zu wünschen wäre es.

Narrentag 2020 in Überlingen: Der Baum steht

Der Narrenbaum in Überlingen steht, der Narrentag 2020 hat begonnen. Foto: Ralf Graner

Am Morgen hat der Narrentag 2020 in Überlingen – der eigentlich aus zwei Tagen besteht und das seltene Treffen des Viererbunds darstellt – begonnen. Und zwar mit dem Aufstellen des Narrenbaums durch die Zimmermannsgilde und standesgemäß eingeleitet und -geläutet von zwei gestandenen Rottweiler Ausschellern.

Unser Fotograf Ralf Graner vom Team Ralf Graner Photodesign war dabei. Hier sind seine schönsten Bilder.

Reinhard Großmann veröffentlicht neues Buch „Größere Liebe“

Reinhard Großmann. Archiv-Foto: him

Schramberg/Freienwill. Das neue Jahr beginnt mit einem neuen Buch von Reinhard Großmann. Das Buch heißt „Größere Liebe“ und enthält vier Erzählungen. Großmann hat über viele Jahre in Tennenbronn gelebt und war in der früher selbstständigen Gemeinde auch Gemeinderat. Beruflich war er Lehrer am Gymnasium Schramberg. Heute lebt er bei der Familie seines Sohns in Freienwill (Schleswig-Holstein).

Zum Inhalt der vier Erzählungen: „Das Lächeln der Bathscheba.“ Die biblische Erzählung vom Ehebruch des Königs David als Geschichte heutiger Menschen: des
Unternehmers, seiner Assistentin und ihres Ehemanns auf Dienstreise in Südostasien.

„Größere Liebe.“ Von einer Liebe, „die ihr Leben lässt für ihre Freunde“. Die Geschichte zweier Frauen im Leben eines Holocaust-Opfers.

„Manfred.“ Was wäre, wenn der kleine Manfred Getto und Konzentrationslager überlebt hätte? Drei mögliche Lebensläufe.

„Der Zeitzeuge.“ Ein ehemaliger Getto-Insasse trifft den Enkel des Getto-Kommandanten. Ist der Zeitzeuge echt oder in Wirklichkeit ein Täter, der sich in der Opferrolle versteckt?

Das Buch ist unter der ISBN 978-3-95631-751-4 im Verlag Shaker Media in Düren erschienen und kostet 12,90 Euro.

Zum Thema Holocaust sind beim Verlag noch lieferbar: Reinhard Großmann: Beerstein und andere Erzählungen vom Holocaust. 2012. ISBN 978-3-86858-816-3; Reinhard Großmann: Ich durfte nie den Hamlet spielen. 2018. ISBN 978-3-95631-697-5. Auch den Essay gibt es noch: Reinhard Großmann: Handeln in der Zeit. 2019. ISBN 978-3-95631-740-8.

Die NRWZ zum Wochenende vom 25. Januar 2020 ist da!

Liebe Leser, die neue NRWZ zum Wochenende ist da, nun die Ausgabe 3/2020 vom 25. Januar 2020. Themen: „Dickes Weib sucht noch Narren”, „Neuer Chefarzt ab Februar”, „Job in luftiger Höhe”, „Närrischer Viererbund trifft sich am Bodensee” und viele, viele weitere. Viel Spaß beim Lesen. Hier können Sie sie als PDF herunterladen.

Die NRWZ zum Wochenende finden Sie samstags in Ihrem Briefkasten. Sie wird verteilt in Rottweil, Schramberg, Aichhalden, Deißlingen, Dietingen, Dunningen, Lauterbach, Villingendorf, Wellendingen-Wilflingen und Zimmern, jeweils mit Teilorten.

Schramberger Bürgerbus wird vier

Geburtstagsfete vor dem Rathaus: Vorstandsmitglieder, Fahrgäste und Fahrer feiern den 4. Geburtstag des Bürgerbusses. Fotos: him

Der Schramberger Bürgerbus ist am Samstag vier Jahre alt geworden. Bei einer kleinen Feier trafen sich Mitglieder des Bürgerbusvereins, Fahrer und Fahrgäste am Samstagvormittag vor dem Rathaus.

 „Wir haben uns vorgenommen, zu jedem Geburtstag uns bei den Fahrgästen und dem Fahrerteam zu bedanken“, berichtet Barbara Olowinsky. Und Juliane Kugler ergänzt: „Ein großes Lob an die Fahrer, denn ohne sie ginge nichts.“

Barbara Olowinsky hat kleine Geschenke für die Fahrgäste vorbereitet.

Lob gab es auch von Selena Josef aus der Landenberger Straße. Weil sie kein Auto habe, nutze sie gern den Bürgerbus: „Die Fahrer sind sehr freundlich. Wir sind zufrieden mit dem Bus, gerade jetzt im Winter.“ Olowinsky hatte auch ein kleines Geburtstagsgeschenk für die Fahrgäste vorbereitet: ein Foto des Bürgerbusses, einen Kugelschreiber und ein Schokoladenherz.

Schramberg klärt die Rechtslage

Der seit Jahren bestehende Parkplatz an der Falkensteinstraße.... Foto: him

Seit etlichen Jahren hat die Stadt immer wieder auf Abbruchgrundstücken Parkplätze angelegt. Jetzt hat der Ausschuss für Umwelt und Technik vier dieser Flächen offiziell zu Verkehrsflächen gemacht.

Praktisch ändert sich nichts, nur den Buchstaben des Gesetzes wird nun gefolgt. Bisher, so Konrad Ginter von der Abteilung Tiefbau, waren die Flächen Privatflächen, für die andere Rechtsvorschriften als für öffentliche Flächen gelten. In den Bebauungsplänen sind die Flächen außerdem weiterhin als Wohnbauflächen ausgewiesen.

Nun könnte man entweder den Bebauungsplan ändern oder die vier Flächen als Plätze für den Verkehr widmen. Letzteres geschieht durch Gemeinderatsbeschluss und ist unkompliziert.

…und der künftige bei den Postgaragen. Fotos: him

Nach kurzer Beratung hat der Ausschuss dem Rat einstimmig empfohlen, einen Parkplatz an der Geißhalde unterhalb der Einfahrt in den Gewerbepark Junghans, den neu angelegten Parkplatz beim Busbahnhofs, den künftigen Platz auf dem Gelände der ehemaligen Postgaragen sowie den schon seit Jahren bestehenden Parkplatz an der Einmündung der Falkensteinstraße in die Berneckstraße öffentlich zu widmen.

Jürgen Kaupp (CDU) wollte wissen, ob diese Parkplätze offizielle Namen erhielten, was Ginter verneinte. Andere „Parkplätze“ die in den vergangenen Jahren an der Sängergasse und im Bereich Brestenberg entstanden waren, sollten nicht gewidmet werden, so Ginter auf eine Frage aus der SPD/Buntspechtfraktion. Diese lägen im Bereich des Sanierungsgebietes, und da wolle die Stadt in absehbarer Zeit bauen oder bauen lassen. „Dann müssten wir das wieder umwidmen.“

Sprache und Politik

Porfessor Rüdiger Görner in der Mensa des Gymnasium. Foto: pm

Über die Bedeutung von Sprache gerade auch in politischen Zusammenhängen diskutierte der in London lehrende Literaturprofessor Rüdiger Görner mit Schülerinnen und Schülern des 11. und 12. Jahrgangs des Gymnasiums Schramberg. Görner hatte am Mittwochabend aus Anlass des Holocaustgedenktages im Schramberger Schloss einen Vortrag gehalten.

Über seinen Vormittag mit Gymnasiastinnen und Gymnasiasten berichtet die Schule, Görner sei es darum gegangen, den Schülern zu verdeutlichen, wie wichtig ein kritisches Sprachbewusstsein sei. Weiter schreibt die Schule:

Welche Wirkung ein einzelner Begriff entfalten kann, erläuterte Görner am Beispiel des Wortes „Brexit“. Der Erfolg, den die Anhänger des Brexit erzielt hätten, sei auch der Erfolg des Begriffs „Brexit“ selber gewesen. Er habe sich als ein Schlagwort erwiesen, das eine ungeahnte Sogwirkung erzielt habe, insofern mit ihm der Eindruck verbunden worden sei, der Brexit führe zu einer Art Befreiung der Briten aus den Fesseln der EU.

An weiteren Beispielen zeigte Görner, wie Begriffe sich in ihrer politischen Bedeutung verändern könnten. Mit Blick auf die deutsche Sprache verwies er unter anderem auf die Begriffe „Held“ und „Führer“, die nach der nationalsozialistischen Diktatur nicht mehr unverkrampft hätten benutzt werden können. Demgegenüber sei es im angloamerikanischen Sprachraum unproblematisch, von einem „hero“ oder einem „leader“ zu sprechen, und dies auch in politischen Zusammenhängen.

Sprache kann verharmlosen

Wie mithilfe von einzelnen Begriffen Sachverhalte verharmlost und umgedeutet werden, verdeutlichte Görner anhand der Sprache heutiger Nationalisten. Daher sei eine kritische Auseinandersetzung mit der Sprache notwendig. An die Schülerinnen und Schüler appellierte Görner, der selber am Gymnasium Schramberg sein Abitur abgelegt hat, wachsam in einem politischen wie in einem sprachlichen Sinne zu sein, um der Gefahr manipuliert zu werden möglichst zu entgehen.

Die Diskussion mit Professor Görner fand im Rahmen des Geschichtsunterrichts statt. Angeregt hatte sie der Leiter des Stadtarchivs, Carsten Kohlmann, als Bildungspartner des Gymnasiums. Görner berichtet der NRWZ, der Vormittag im Gymnasium sei „höchst erfreulich“ gewesen und lobt: „Eine sehr aufgeweckte Schülerschaft.“

Info: Das Fach Geschichte präsentiert sich interessierten Besucherinnen und Besuchern am 7. März im Rahmen des Tags der offenen Tür, mit dem das Gymnasium Schüler der vierten Grundschulklassen und deren Eltern umfassend über sich informieren möchte.

Narrentag 2020: Ausstellung würdigt den närrischen Viererbund

Die Ausstellung "Fasnet Hoch 4" ist eröffnet worden. Sie zeigt auch Rottweiler Narren - die natürlich auch für ein Selfie taugen. Foto: Ralf Graner

Sie ist am Freitag unter so großem Besucherandrang gestartet worden, dass niemand mehr hinein kam: die Ausstellung zum Narrentag in Überlingen. Sie ist die erste, die konkret den Viererbund zum Thema hat. Die Narrenzunft Überlingen, Gastgeberin des Narrentags 2020, hatte zur Eröffnung zunächst nur geladene Gäste einlassen können. Bis Oktober kann die Schau besucht werden. Sie zeigt auch ein Bild von Otto Dix. Und Narren sowie Devotionalien aus Rottweil, die in der vergangenen Woche noch nach Überlingen gefahren worden sind.

Mit „Fasnet Hoch 4“ wurde ein passender Titel gefunden, wobei die 4 nach oben gerückt dargestellt wird. Wie wichtig die Überlinger Narretei der Stadt ist, zeigt auch die Länge, die man all dem gegeben hat. Bis zum 4. Oktober zeigt sie in fünf Bereichen alles, was den närrischen Viererbund ausmacht. Neben der Erklärung, was Fastnacht bedeutet und wie der Viererbund entstanden ist, präsentieren auch alle vier Zünfte ihre Stadt und die Besonderheiten ihrer Ortsfastnacht.

In einem weiteren Ausstellungsbereich werden Werke regional und über­regional bekannter Künstler gezeigt. Neben Bildern des langjährigen Überlinger Narrenbuch-Schreibers Viktor Mezger und des Fotografen Siegfried Lauterwasser wird auch ein Bild von Otto Dix zu sehen sein. „Alemannische Masken“ heißt das Werk (Versicherungswert 500.000 Euro), das im Jahr 1952 geschaffen wurde, also zur Zeit der Viererbund-Gründung.

Zu sehen ist darauf ein Elzacher Schuttig und ein Überlinger Hänsele bereits verbunden in dämonisch wirkender Harmonie. Gezeigt wird neben einem ganz neu geschaffenen Viererbund-Gemälde auch eine Fotografie aus dem Besitz der Narrenzunft Rottweil, auf dem man vier Narrenfiguren des Viererbundes sieht, die das bekannte Bild „Abbey Road“ der Beatles originell nachstellen. Die Narren posieren dabei so auf einem Zebrastreifen, wie vor mehr als 50 Jahren die großen Musiker für das Cover ihres „Abbey Road“-Albums.

Für den Ausstellungs-Bereich „Geschichtle“ wurden Anekdoten und Kuriositäten rund um den Viererbund zusammengetragen; auch dank zahlreicher Zuschriften aus der Bevölkerung. Schließlich sollen die Ausstellungsbesucher auch den Charme und die Einzigartigkeit von Besenwirtschaften selbst erleben. Dazu wird eine legendäre Besenwirtschaft aus Überlingen original nachgebildet. Alles interaktiv, mit einer Hörstation, an der Narrenmärsche zu hören sein werden, und Bildschirmen, auf denen Umzugsfilme gezeigt werden, darunter auch die filmische Rarität über das große Narrentreffen 1938 in Überlingen, damals noch im Wirkungskreis der Vereinigung, aus der man 1952 ausgetreten ist.

Eröffnet wurde „Fasnet Hoch 4 – Schwäbisch-alemannische Narretei im Viererbund“ am Freitag mit einem Vortrag von Professor Werner Mezger. Während des Narrentags ist der Eintritt zur Ausstellung frei, später kostet es drei Euro. Angeboten wird auch ein Kombiticket für Ausstellung und Städtisches Museum zum Preis von sechs Euro. Neben einer Begleitbroschüre sind auch Führungen vorgesehen. Angedacht sind auch Führungen speziell für Kinder.

Antrag der Grünen: Erhöhung der Schulsozialarbeit an den Rottweiler Gymnasien

Eine Aufstockung der Schulsozialarbeit für die drei Rottweiler Gymnasien von aktuell 0,7 auf 1,5 Stellenanteile fordert Gemeinderatsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen. Foto: pm

ROTTWEIL – Nicht mal in der idyllischen Filmfantasie „Feuerzangenbowle“ herrschte in den „höheren Lehranstalten“ heile Welt. Auf dem Schulhof nicht. Nicht in den Klassenzimmern. Und in der heutigen Smartphonewelt, die Verletzungen ganz neuer Art zufügen kann, und einer heterogener werdenden Schülerschaft ist manches einiges härter. Das macht den Ruf der Rottweiler Gymnasien nach mehr Schulsozialarbeit verständlich. Die Gemeinderatsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen bringt in die laufende Haushaltsberatung einen Antrag ein, der diese Bitte aufgreift.

Genauer geht es in ihm um eine Aufstockung der Schulsozialarbeit für die drei Rottweiler Gymnasien von aktuell 0,7 auf 1,5 Stellenanteile. Also um 0,5 Stellenanteile pro Gymnasium – befristet zunächst auf zwei Haushaltsjahre von 2020 – 2021. Das deckt sich nach Ansicht der Grünen mit den Empfehlungen des Ministeriums für Soziales und Integration, das eine 50%-Stelle pro Schule empfiehlt. Andere Institute, etwa GEW oder Landesjugendamt, gehen in ihren Forderungen weit darüber hinaus.

In ihrem Antrag folgen die Grünen der Argumentation der Schulleiter. Danach ist die Schulsozialarbeiterin, die derzeit zwischen drei Schulen pendeln muss, zeitlich überlastet. Die sorgfältig aufgelisteten Fallzahlen belegen eindringlich die Notwendigkeit, die Schulsozialarbeit an den Gymnasien bedarfsgerecht zu erhöhen.

Die Grünen drücken sich nicht vor einem Finanzierungsvorschlag, wie sie in ihrer Pressemitteilung schreiben. Dieser sieht so aus: Nach Abzug des Landeszuschusses bleiben durch die Aufstockung an der Stadtkasse rund 30.640 Euro hängen. Rettender Engel in dieser Finanzierungslücke ist die Information, dass die Stadt mit einer höheren Umsatzsteuerbeteiligung rechnen kann.

Planspiel Börse: Siegerehrung für die erfolgreichsten Junganleger

Bei der Siegerehrung im Hofer-Saal der KSK Rottweil konnten sich die erfolgreichsten Junganleger auf zahlreiche Preise freuen. Foto: KSK

ROTTWEIL – Im Dezember endete die 37. Spielrunde des Planspiel Börse. Zehn Wochen lang konnten die Teilnehmer risikolos Erfahrungen auf dem internationalen Börsenparkett sammeln, ihr virtuelles Kapital in Höhe von 50.000 Euro einsetzen und die Marktmechanismen des Börsenhandels kennenlernen. Bei der Siegerehrung im Hofer-Saal der Kreissparkasse Rottweil konnten sich die erfolgreichsten Junganleger nun auf zahlreiche Preise freuen.

Trotz zunehmender politischer Spannungen wie dem Handelskonflikt zwischen den USA und China oder des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union überwog der Optimismus an den Aktienmärkten. Die Börse holte 2019 einen Teil dessen auf, was sie 2018 in Erwartung düsterer Zeiten verloren hatte. So konnten auch über 40 Prozent der Teilnehmenden im Planspiel Börse einen Depotgewinn verzeichnen.

Insgesamt nahmen im Kreis Rottweil knapp 500 Schülerinnen und Schüler mit 118 Teams am Planspiel Börse 2019 teil. Das Team „Gold Nuggets“ von der Beruflichen Schule Schramberg erzielte den 1. Platz in der Depotgesamtwertung und wurde mit einem Preisgeld in Höhe von 500 Euro belohnt. Zusätzlich erhielt das Team vom SVBW ein Preisgeld in Höhe von 200 Euro für die Erreichung des 7. Platzes in der Landeswertung Baden-Württemberg. Über einen 2. Platz durfte sich das Team „Birkenstock“ mit einem Preisgeld von 400 Euro der Nell-Breuning Schule Rottweil freuen. Der 3. Platz belegte das Team „The Wulfs of Wall Street“ der Beruflichen Schule Schramberg, auch sie erhielten ein Preisgeld von 300 Euro. Das Team „500gramm Gehacktes“ des Albeck Gymnasiums Sulz durfte sich über 200 Euro freuen und belegte den 4. Platz. Der 5. Platz in der Depotgesamtwertung ging an das Team „BlackKiesel“ der Beruflichen Schulen Schramberg mit einem Preisgeld von 100, Euro.

Auch in der Bewertung Nachhaltigkeitsertrag konnten sich die Gewinner auf Preisgelder freuen. Der 1. Platz wurde mit 400 Euro belohnt und ging an das Team „Herrlings Crisis“ des Albeck Gymnasium Sulz. Zusätzlich erreichten sie in der Landeswertung Baden-Württemberg den dritten Platz und gewannen damit ein Siegerevent in Stuttgart.
Der 2. Platz „LetzterPlatz“ vom Albeck-Gymnasium Sulz und 3. Platz „Daumenkino“ von der Beruflichen Schule Schramberg dürfen sich
zusätzlich vom SVBW über ein Preisgeld in Höhe von je 200 Euro freuen. Sie haben den 8. und 9. Platz in der Landeswertung Baden-Württemberg erreicht.

Die Sparkassen vermitteln mit dem Planspiel Börse finanzielle Bildungsinhalte spannend und praxisnah. Die Teilnehmenden setzen sich aktiv mit den Chancen und Risiken von Wertpapieren auseinander und verbessern spielerisch ihr Wirtschaftsverständnis. Von diesen Erfahrungen profitieren die Schülerinnen und Schüler auch später bei eigenen Finanzentscheidungen, wie der Altersvorsorge. Wer am Ende gewinnt, bestimmt nicht nur der Depotgesamtwert, sondern auch der Ertrag aus nachhaltigen Geldanlagen. Investitionen in nachhaltig ausgerichtete Unternehmen werden seit vielen Jahren beim Börsenplanspiel gefördert und gleichwertig ausgezeichnet.

Bock in Lauterbach: Insolvenzantrag gestellt

Screenshot: him

Die Firma Bock in Lauterbach hat Insolvenz beantragt. Das ist den Insolvenzbekanntmachungen zu entnehmen.

Der Geschäftsführer Felix von Möller hat das Verfahren beim zuständigen Amtsgericht in Rottweil  beantragt. Das Gericht hat Rechtsanwalt Florian Schiller aus Singen zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestimmt.

Die Firma Bock besteht seit 1866 und stellt heute Plastikteile und Baugruppen her. Das Unternehmen erwirtschaftete nach eigenen Angaben einen Umsatz von 15 Millionen Euro und beschäftigt 125 Mitarbeiter. 2013 hatte von Möller das Familienunternehmen übernommen.

Am Freitagabend waren weder in der Firma noch beim Insolvenzverwalter jemand zu erreichen.

Anmerkung der Redaktion: Auf einen Hinweis einer Leserin hin haben wir die Überschrift präzisiert.

Zum Betrugsdelikt „Falscher Polizeibeamter“ sucht die Kripo dringend Zeugen

Streifenwagen der Polizei. Symbol-Foto: Privat

ROTTWEIL – Zu einem Betrugsdelikt mit der Masche „Falscher Polizeibeamter“, welches sich bereits am vergangenen Montagnachmittag, 20. Januar, in der Paulinenstraße in Rottweil ereignet hat, sucht die Kriminalpolizei Rottweil dringend Zeugen.

Wieder einmal ist eine ältere Frau auf die bereits schon mehrfach veröffentlichte Betrugsmasche „Falscher Polizeibeamter“ hereingefallen und von den agierenden Tätern um Bargeld betrogen worden. Wie in vielen anderen Fällen meldete sich am frühen Nachmittag des vergangenen Montags eine männliche Person telefonisch bei der 88-jährigen Frau an der Wohnanschrift in der Paulinenstraße und gab sich als Kriminalbeamter namens Manfred Schneider aus.

Entsprechend der Vorgehensweise dieser Betrüger, die sich als Polizei- oder Kriminalbeamte ausgeben, teilte der angebliche Kriminalbeamte Schneider der Frau mit, dass es in der Nachbarschaft zu einem Überfall gekommen sei. Bei den Ermittlungen sei man nun auf eine Notiz der unbekannten Täter gestoßen, auf welcher Name, Adresse und Bankverbindung der jetzt Angerufenen notiert war. Nun sei klar, dass sich die Frau und natürlich auch ihr erspartes Geld, sowohl auf der Bank, als auch das Bargeld zu Hause in Gefahr seien. Im weiteren Verlauf des Telefonates gab der Anrufer und vermeintliche Kripobeamte vor, das Bargeld, welches von der Frau zunächst von der Bank abzuheben sei, vorübergehend in sicherere Verwahrung nehmen zu wollen.

So eingeschüchtert, war die 88-Jährige schließlich bereit, einen höheren vierstelligen Betrag von ihrem Bankkonto abzuheben. Wie mit dem angeblichen Kripobeamten telefonisch zuvor ausgemacht, deponierte die Frau das Geld in einem Stoffbeutel, den sie zur Abholung von einem anderen angeblichen Polizisten gegen 17.30 Uhr auf einem Müllbehälter hinter dem Haus ablegte. Bei der Nachschau etwa eine halbe Stunde später war der Stoffbeutel mit dem Geld verschwunden, ohne dass die Frau dies mitbekommen hatte.

Nun sucht die Kriminalpolizei Rottweil dringend Zeugen, insbesondere zu dem möglichen „Geldabholer“. Personen, die am Montagnachmittag, schwerpunktmäßig in der Zeit zwischen 17 und 18 Uhr, verdächtige Wahrnehmungen in der Paulinenstraße zwischen dem Vermessungsamt und dem Haus St. Antonius in der Johanniterstraße gemacht haben oder dort fremde Fahrzeuge oder auch eine Person mit einem Stoffbeutel, eventuell Träger von Turnschuhen, gesehen haben, werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei Rottweil unter der Telefonnummer 0741 477-0 in Verbindung zu setzen.

Informationen zu dem Betrugsphänomen „Falscher Polizeibeamter“ sowie zu weiteren Betrugsmaschen – aber auch Tipps, wie man sich schützen kann, finden Sie auf den Internetseiten der Polizeilichen Kriminalprävention unter www.polizei-beratung.de. Zudem erhalten Sie entsprechende Informationen bei jeder Polizeidienststelle.

„Brüder im Geiste, Brüder im Jazz“

Dietmar (links oben) und Wolfgang Fuhr (links unten) treten zusammen mit Ferenc (rechts oben) und Magnus Mehl (rechts unten) im Refektorium auf. Foto: pm

ROTTWEIL – Kurz vor der Fasnacht können sich alle nochmals auf ein atemberaubendes Konzert freuen. Die Brüder Fuhr und Mehl spielen am Freitag, 7. Februar ab 20:30 Uhr in der Reihe „Jazz im Refektorium“.

Gespielt werden Eigenkompositionen der Brüder. Mutiger, moderner Jazz mit hohem Improvisationsanteil steht auf dem Programm. Zu hören ist die breite Platte der brüderlichen Harmonie und Dissonanz!

Magnus Mehl aus Rottweil, spielt in den Landesjazzorchestern Baden-Württemberg, Bayern und NRW sowie im Bundesjazzorchester unter der Leitung von Peter Herbolzheimer. Er war Finalist der int. Yamaha Saxophone Competition und wurde beim Jimmy Woode Award als bester Saxophonist des Wettbewerbs ausgezeichnet. 2015 wurde Magnus Mehl mit dem „Jazzpreis des Landes Baden-Württemberg“ ausgezeichnet.

Ferenc  Mehl ist wie sein Bruder sehr erfolgreich und sammelte Erfahrung unter anderem im Bundesjazzorchester und mit Künstlern wie Steffen Schorn, Nils Wogram und Bernd Konrad. Er erhielt den fünften Rotary-Kulturpreis als Jazz-Schlagzeuger. Er komponiert für das Ferenc und Magnus Mehl Quartett (FUMMQ), das er mit seinem Bruder leitet. Die beiden riefen mit ihrem Vater Hansjörg Mehl die Jazzreihe „Jazz im Refektorium“ ins Leben.

Dietmar Fuhr ist ein bekannter Bassist aus Köln. In New York erhielt er durch seine  zahlreichen Konzerte mit ausgezeichneten Musikern der dortigen Szene ein Gespür für die Intensität und die Vielfalt von Musik. An der Hochschule für Musik und Tanz Köln hat er einen Lehrauftrag für Jazz-Kontrabass inne.

Der Saxophonist Wolfgang Fuhr hat ebenfalls große Bekanntheit erlangt. Als Komponist schrieb er Werke für Saxophon und Streichquartett und Orchester. Er kam 2010 mit dem Trio 120 beim Neuen Deutschen Jazzpreis auf den zweiten Platz. Fuhr ist Dozent für Musikproduktion, Komposition und Digitale Audiotechnik an der media Akademie – Hochschule Stuttgart.

INFO: Konzertbeginn ist um 20:30 Uhr im Refektorium des Kapuziners. Karten gibt es an der Abendkasse, der Eintritt kostet 14 Euro (ermäßigt 11 Euro). Kartenreservierungen werden unter jazzimrefektorium@gmail.com entgegengenommen. Veranstalter sind das Kulturamt Rottweil sowie Hansjörg und die Brüder Mehl.

Schramberg erhält den Zuschlag für das Popup Labor

Grafik: Wirtschaftsministerium

„Der Standort Schramberg erhält den Zuschlag für das Popup Labor“ freut sich der Landtagsabgeordnete Stefan Teufel, der sich laut Pressemitteilung in Stuttgart für den Mittelstand einsetzt. (Beim Popup Labor handelt es sich um eine Veranstaltungsreihe, kein festes Gebäude. Die Redaktion)

„Mit dem Popup Labor bieten wir den Unternehmen ortsnah beste Bedingungen, um neue Wege zu erproben und innovative Ideen und erfolgreiche Geschäftsmodelle zu entwickeln“, schreibt er. Denn die Digitalisierung zwinge nicht nur die großen Unternehmen, sondern auch die kleinen und mittelständischen Firmen zum Handeln. Kleinen und mittelständischen Unternehmen fehle aber im Gegensatz zu den großen Unternehmen oft der direkte Zugang zu theoretischem Wissen und praktischer Umsetzung. Die ‚Popup Labore BW‘ schlössen diese Lücke und böten ein Forum für Innovationsimpulse im Mittelstand. Die Angebote seien zudem niedrigschwellig sowie für die Teilnehmenden kostenfrei.

„Unser klarer Anspruch ist es, Baden-Württemberg auch in Zukunft als führenden Innovations- und Wirtschaftsstandort zu positionieren. Wir wollen weiter auf der Gewinnerseite stehen. Das geht aber nur, wenn unsere Mittelständler nicht den Anschluss verlieren“, so Teufel. Die Popup Labore sollen zeigen, wie kleine und mittlere Unternehmen mit neuen Technologien, Verbraucher-Trends oder der digitalen Transformation Schritt halten können, wie man sie angeht und damit noch dazu zum Vorreiter werden kann.

Das vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau geförderte Angebot richte sich an Geschäftsführer, Fach- und Führungskräfte sowie Auszubildende von etablierten Unternehmen und Start-ups gleichermaßen: „Sie sind der Motor der Wirtschaft im Südwesten. Innovative, kreative Köpfe können sich in den Lern- und Experimentierräumen ausprobieren, austauschen und vernetzen“, so Teufel abschließend.

Bei den „Pop-up-Laboren“ handelt es sich um eine Veranstaltungsreihe, bei der Jungunternehmer und etablierte Firmen zusammen gebracht werden sollen. Die Stadt Schramberg werde dafür die geeigneten Räume bereit stellen, so Wirtschaftsförderer Manfred Jungbeck auf Nachfrage. Das „Popup Labor BW“ sei eine „Werkstatt auf Zeit, in der branchenübergreifend kleine und mittlere Unternehmen im Rahmen von modernsten Workshops neue Technologien und Innovationsmethoden nicht nur vorgestellt bekommen, sondern auch direkt anwenden können“. Das Labor komme zu den Unternehmen in die Fläche. Es werde vom Wirtschaftsministerium gefördert, teilt Teufels Büro auf Nachfrage mit. Mehr zu den Pop-up-Laboren hier. (him)

Tennenbronn: Mobilfunk soll besser werden

Symbolfoto: him

Die Mobilfunkversorgung in Tennenbronn möchte der Anbieter Vodafone verbessern. Der Breitbandbeauftragte der Stadt Konrad Ginter berichtete im Ausschuss für Umwelt und Technik unter „Bekanntgaben“, dass Vodafone angekündigt habe, auf dem Mast „Gersbach unterm Wald“  von 3G auf 4G umzubauen. Die Arbeiten seien für Mai geplant.

Für den geplanten Mast beim Ferienpark beim Remsbachhof habe Vodafone inzwischen einen Bauantrag eingereicht. Auch habe der Anbieter eine Bescheinigung der Bundesnetzagentur vorgelegt, wonach der Mast notwendig und die Strahlungsbedingungen in Ordnung seien, so Ginter. Nun sei die Baurechtsbehörde am Zug, die die Baugenehmigung für den Betonmast erteilen muss. „Ich rechne damit, dass der Mast im Herbst gebaut wird.“

Hier soll der Funkmast platziert werden. Karte: Stadt

Seit Jahren fordern Mieter im Feriendorf, aber auch die Besucher des Freibads und die Bewohner des Affentäles eine Verbesserung der Mobilfunkversorgung. Bei einer Versammlung von Eigentümern von Häusern im Ferienpark hatten sich aber auch Mobilfunkgegner gemeldet, die den neuen Mast an diesem Standort verhindern wollen.

2020: Nur noch zertifizierte Registrierkassen zulässig

Diese Kasse ist nicht mehr zulässig... Symbolfoto: him

Mit Beginn des Jahres 2020 dürfen Registrierkassen und andere Kassensysteme nur noch verwendet werden, wenn sie mit einer zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung ausgestattet sind. So sieht es das Kassengesetz vom 26. Dezember 2016 vor, berichtet die IHK in einer Pressemitteilung. Und weiter:

Der Gesetzgeber erhofft sich damit, Manipulationen bei der Verbuchung von Bareinnahmen zu unterbinden. Die IHK informiert ihre Mitglieder am 12. Februar über die kommenden Änderungen.

Deutschlandweit sind etwa 2,1 Millionen elektronische Registrierkassen betroffen. Erste Lösungen mit einer zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) sind bereits am Markt. „Die Verunsicherung ist aber immer noch groß“, so Daniela Oklmann, IHK-Branchenexpertin für Tourismus. „Händler, Gastronomen und Dienstleister müssen neben dem Tagesgeschäft ihre Kassen austauschen oder nachrüsten sowie die Mitarbeiter schulen. Der Informationsbedarf ist nach wie vor sehr hoch.“

Die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg lädt daher alle Unternehmen bargeldintensiver Branchen zur kostenfreien Veranstaltung „Zur Kasse bitte! Neue Anforderungen an Kassensysteme 2020 und unangekündigte Kassennachschau“ ein.

Die Informationsveranstaltung am 12. Februar von 9 bis 11 Uhr im Hauptgebäude der IHK in VS-Villingen gibt einen Überblick als auch Antworten auf Fragen aus der täglichen Praxis. Zudem wird die schrittweise Einführung der „Technischen Sicherheitseinrichtung“ aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet.

Information und Anmeldung unter www.ihk-sbh.de/event/652724


Bagger an der Schiltach: Vorbereitung für die Bach-na-Fahrt

Die Bach-na-Fahrt rückt näher...

Am Freitagfrüh hat ein Mitarbeiter eine Baufirma an der Schiltach beim Busbahnhof gebaggert. Äste, Sand und anderes Treibgut beförderte er auf einen Lastwagen.

…und die Stadt hilft. Fotos: him

Eine Nachfrage bei der Stadt ergab, es geht nicht um Hochwasserschutz oder Biotop-Pflege – nein es geht um die wichtigste Sache der Welt in Schramberg: Die Da-Bach-na-Fahrt.

„Hier installieren die Bachnafahrer immer eine Staustufe“, erklärt Karl Pröbstle von der Abteilung Tiefbau. Dafür  befinden sich Hülsen im Bachboden. Diese seien mit Sand und Geröll zugeschüttet gewesen und deshalb habe man die für die Bachnafahrer frei legen lassen.

Bürgerprozess Irslingen: „Glänzendes Beispiel“ für den Umgang mit Alterung

Ein besonderes Dorf - hier läuft das Bürgerprojekt „Irslingen hat Zukunft – gut leben und wohnen im Alter“. Foto: Andreas Linsenmann

Irslingen bekommt hohen Besuch: Sozial- und Integrationsminister Manfred Lucha ist am 29. Januar mit dabei, wenn die Ergebnisse des Bürgerprozesses „Irslingen hat Zukunft – gut leben und wohnen im Alter“ vorgestellt werden. Die Visite ist auch eine Anerkennung dafür, dass der Ort seit 2017 mit viel Energie gute Antworten auf die Herausforderungen einer älter werdenden Gesellschaft sucht. Dafür wurde an „Bürgertischen“ intensiv diskutiert, was in den Bereichen Begegnung, Infrastruktur, Wohnen und soziale Netzwerke im Alter angepackt werden soll. 2019 gab es auch eine Fragebogen-Aktion.

Begleitet hat das Projekt Peter Beck, Fachberater für Gemeinde- und Bürgerbeteiligungsprozesse für Senioren der Firma Vinzenz Service. Im Gespräch mit der NRWZ erläutert er, was man von den Irslingern lernen kann.

Herr Beck, die Irslinger haben sich 2017 aufgemacht, um im Rahmen der Strategie „Quartier 2020 – Gemeinsam.Gestalten“ ein Bürgerkonzept zu erarbeiten und sich auf Veränderungen durch den demografischen Wandel einzustellen – bräuchte so etwas nicht im Grunde jede Stadt, jede Gemeinde?

Peter Beck: Um die Themen Alter, älter werdende Gesellschaft, Wandel von Familien, aber auch das Miteinander der Generationen gut anzugehen, ist es notwendig, dass sich noch mehr Städte und Gemeinden auf den Weg machen. Da gibt es großen Handlungsbedarf.

Was kommt denn auf Ortschaften wie Irslingen zu?

Der erste Bereich ist die Altersentwicklungen: Die Menschen werden älter, sie erleben einen längeren Lebensabschnitt im Alter. Etwa 90 Prozent bleiben dabei mobil, aber ein Teil muss eben auch mit umsorgt oder versorgt werden. Der zweite Bereich betrifft die sozialen Veränderungen in unserer Gesellschaft: Es gibt viele Familien, bei denen die Kinder weggezogen sind und viele ältere Bürger, die alleine leben. Eines der Kernthemen des Alters ist die Vereinsamung.

Das Wichtige auch in Irslingen, als kleine, hoch aktive Gemeinde mit sehr regen Vereinen, Kirchengemeinden, Gruppen und dem Ortschaftsrat ist, Treffen und Begegnung zu aktivieren, Tagesangebote zu schaffen, Selbsthilfe anzuregen, barrierefreies Wohnen zu ermöglichen, so dass ältere Menschen im Ort verbleiben können. Es braucht ein neues Verständnis des Miteinanders der Generationen und ein gut funktionierendes Netzwerk, da sich ja viele Sorgethemen aus der Familie herausverlagern.

An welchen Stellschrauben muss man drehen, um sich auf den Wandel vorzubereiten – gibt es da einen Königsweg?

Die Wege, die Kommunen, Kirchen, Initiativen oder Genossenschaften gehen, sind sehr unterschiedlich. Es gibt aber ein paar Faktoren, die zu guten Ergebnissen führen können. Das ist zum einen, dass Bürgerinnen und Bürger selbst nach ihren Bedürfnissen, Erfahrungen und Visionen ihr Konzept aktiv mitgestalten. „Schlüssel“ zum Erfolg sind Identifikation erreichen und Kreativität wecken. Dies führt zu konkreten Unterstützungen des Zuhauselebens, der Mobilität und Infrastruktur, einem Begegnungsort sowie auch sozusagen einem „Plan B“ für neue Wohnformen.

Zum anderen gelingt der Wandel dann, wenn die Interessen und Fähigkeiten der Bürgerinnen und Bürger einbezogen und gestärkt werden. Da schlummert noch viel Potenzial, das es zu wecken gilt. Der Prozess braucht motivierende fachliche Unterstützung, ganz alleine geht es nur selten. Ehrenamt will auch gut gepflegt sein!

Sie betonen die ideelle Seite, aber kommt es nicht letztlich vor allem darauf an, viel Geld zu aktivieren?

Das sehe ich nicht so. In der ersten Phase geht es darum, die Bürgerbeteiligung zu aktivieren – dabei steht auch das Land Pate. Im zweiten Schritt ist das Ziel, die Dienste und Netzwerke von der ambulanten Pflege und der Tagespflege bis zur Nachbarschaftshilfe auszubauen und die häusliche Pflege zu stärken, damit Menschen zuhause bleiben können, auch im Pflegefall – gut unterstützt und in verschiedenen Wohnvarianten.

Wenn es zuhause nicht mehr geht, braucht es den „Plan B“, zum Beispiel ambulant betreute Wohngemeinschaft. Hier ist auch Unterstützung durch das Land gefordert, etwa wenn ein Begegnungsort geschaffen werden muss. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass Bürgerinnen und Bürger gerne in ihr Konzept und dessen Umsetzung investieren.

Diese Investition hat viele Gesichter: etwa eine Bürgergemeinschaft, Ehrenamt, Spenden, Kauf einer Eigentumswohnung mit Barrierefreiheit oder Anteile-Modelle. Wenn es gar nicht anders geht, kann auch ein Investor von außen aktiv unterstützen. Das ist mittlerweile eher der seltene Fall. Wir kennen mit unserem Beraterteam kaum noch Gemeinden, wo die Konzeptumsetzung an der Investition scheitert.

Irslingen hat sich da auf einen langen Weg eingelassen, mit Bürgertischen und einer großen Fragebogen-Aktion: Welche Ergebnisse haben Sie als erfahrenen Begleiter solcher Prozesse dabei am meisten überrascht?

Irslingen und seine aktiven Bürgerinnen und Bürger haben sich sehr bewusst für einen intensiveren Veränderungsprozess mit Situationserhebung, Themen der Zeit und Zukunftsvisionen und deren Umsetzung entschieden. Überrascht hat mich ehrlich gesagt, dass diese kleine, überschaubare Ortschaft mit einem enormen Engagement so mutig in den Prozess eingestiegen ist und ihn durchgezogen hat. Es waren sehr viele beteiligt, die sich mit großen Ideen aber auch Bereitschaft zum Anpacken einbringen. Das ist schon bemerkenswert.

Was mich zudem überrascht hat ist, dass die Menschen vor Ort ein starkes Miteinander pflegen – im Backhaus, in Aktionen, in der Kirche, in der Traditionspflege und in Vereinen. Das habe ich andernorts selten so stark erlebt.

Dieses Miteinander ist eine zentrale Vor­aussetzung, um einer Ortschaft in dieser Größe eine Chance für die Zukunft zu geben. Nicht zuletzt gibt es eine Reihe hoch Engagierter, die mir Mut machen. Sie treiben die Dinge voran und bringen sich in einzelnen Feldern besonders ein. Diese drei Faktoren zusammen bieten eine besonders gute Basis für die Zukunft.

Wie wirkt sich so ein Prozess auf die Dorfgemeinschaft aus?

Die Leute haben vor allem an den Bürgertischen intensiv über die Ortschaft nachgedacht, haben Handlungskonzepte und Maßnahmen entwickelt. Das ist die Sachebene. Dabei hat sich aber ein spannender Nebeneffekt eingestellt, den ich immer wieder beobachte: Man kommt miteinander ins Gespräch. Viele Leute kennen sich zwar manchmal oberflächlich, aber es entsteht in diesem Prozess ein intensiver Austausch, gerade zwischen Jung und Alt, wie er sonst nicht zustande kommen würde. Und die Leute sehen, dass diese gemeinsame Arbeit auch Spaß macht.

Das ist ganz wichtig: Man wächst an der Aufgabe und in der Gemeinschaft. Es ist schon enorm, was man da alles sehen kann. Wenn ich heute als Auswärtiger aus der Ravensburger Ecke nach Irslingen komme, werde ich immer freundlich angesprochen, als gehörte ich schon immer dazu. Das ist schön und man fühlt sich gleich inte­griert – was will man mehr, nichts bleibt im Alter wirklich, als die engsten Beziehungen.

Das Ganze ist ja auch gelebte Partizipation: jede und jeder wird gefragt, kann sich äußern und einbringen – bietet das ein Modell für die Vitalisierung unserer strapazierten demokratischen Kultur?

Ja, unbedingt! Es geht im Grunde um unsere Werte und Einstellungen, um Teilhabe in allen Bereichen, um das Miteinander der Generationen. Die Beteiligung in Irslingen ist gelebte Demokratie. Das war toll, auch wenn nicht alle mit an Bord waren.

Natürlich gibt es den einen oder anderen, dem die Zeit fehlt, sich einzubringen und mancher wird vielleicht skeptisch noch in der Ecke sitzen oder sagen: Das wird nichts. Mit den ausschließlichen Kritikern und Schimpfern werden keine Gemeinschaft von Jung und Alt und eine lebenswerte Zukunft entstehen.

So ist das aber überall. Die Umsetzung der Projekte werden jedoch dazu führen, dass es immer mehr Anhänger gibt, weil sie sehen: Es geht um sie selber, ihre Nachbarn, um die Menschen in der Ortschaft. Das ist eine „win-win-Situation“, von der alle profitieren und in der keiner ausgegrenzt wird, egal, ob er alt, pflegebedürftig oder dement ist oder ganz jung und mobil. Alle sind beteiligt, auch Bürger, Organisationen, sozial Tätige, Dienstleister, Handwerker. Es braucht einen starken Schulterschluss – und das ist, wie ich meine, auch eine besonders attraktive Chance.

Wie wird sich Irslingen Ihrer Einschätzung nach in den nächsten Jahren verändern?

Ich bin kein Prophet. Aber ich glaube, es wird sich ein starker Wandel vollziehen in Richtung einer, wie wir in der Altersforschung und Altersentwicklung sagen, „umsorgenden Gemeinschaft“. Es wird den Irslingern zu einem guten Teil gelingen, ihre Ideen und Visionen umsetzen – davon bin ich überzeugt. Das erstreckt sich auf viele Bereiche, etwa Begegnung, Tagesangebote in der Pflege, die Unterstützung pflegender Angehöriger, aber auch die Entwicklung neuer Wohnformen – die sind besonders spannend und interessant, denn sie bieten wirklich Perspektive.

Was kann der Irslinger im Alter mehr wollen, als mit guter Einbindung und Lebensqualität in seiner Umgebung bleiben zu können? Aus meiner Sicht wäre das die „Krönung“ von Bürgerkonzeption und Teilhabe.

Wie können solche neuen Wohnformen aussehen – können Sie da mal ein Beispiel nennen?

Das Förderprogramm „Quar­tiersimpulse“ der Allianz für Beteiligung in Baden-Württemberg ist bekannt für Innovationen und zivilgesellschaftliche Ansätze. In der Vielzahl der Wohnformen werden beispielsweise immer mehr „Mehrgenerationshäuser“ gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern konzipiert: Ein Wohnprojekt, in dem auch Menschen mit hohem Pflegebedarf oder an Demenz Erkrankte leben und wohnen können. Die Gestaltung verschiedener Wohnprojekte mit einem Mix an Wohnformen haben die Irslinger jetzt auf ihrer Zukunftsagenda.

Irslingen ist eine der klein­sten Orte im Land, die sich dieser Aufgabe so offensiv gestellt haben – was können andere Gemeinden denn von Irslingen lernen?

Von den Städten und Gemeinden, die meine Kollegen und ich begleiten, ist Irslingen in der Tat die kleinste Ortschaft. Es sind Städte mit bis zu 100.000 Einwohnern dabei, Irslingen zählt etwa 900. Man kann daraus lernen, dass die Größe einer Gemeinde, die Infrastruktur oder das Geld gar nicht die entscheidendsten Faktoren sind, um aktiv zu werden, sondern dass auch in einer kleinen Gemeinde das Miteinander Schubkraft für die Zukunft geben kann.

In dieser Hinsicht ist Irslingen für mich ein glänzendes Beispiel, was man mit Gemeinschaft erreichen und dem Ort eine lebbare Perspektive geben kann. Das ist wirklich vorbildhaft!

Die Fragen stellte unser Redakteur Andreas Linsenmann.

Info: Die Veranstaltung am 29. Januar in der Waidbachhalle beginnt um 18.30 Uhr.

Kann manchen in Rottweil gestohlen bleiben: Tunichtgut wird zum vorbestraften Kleinkriminellen

Festnahme eines vorbestraften Brotdiebs. Foto: gg

Vor ein paar Tagen hat eine Streife der Rottweiler Polizei einen Mann in einem Mode-Discounter festgenommen. Der ertappte Ladendieb ist den Beamten kein Unbekannter. Erst vor Kurzem war er am Friedrichsplatz tätig – und hat für Aufsehen gesorgt. Die Spur des aus Asien stammenden Asylbewerbers zieht sich derweil durch Süddeutschland.

Es ist wenigstens die dritte Festnahme ein und desselben Mannes im Rottweiler Stadtgebiet. Er war beim Müller-Markt auffällig, ist dort, nachdem er ertappt worden war, auch handgreiflich geworden. Ebenso am 7. Januar in einer Bäckerei in der Innenstadt. Dort hatte er drei Brote geklaut, wurde der Angestellten gegenüber laut und bedrohlich. Sie holte die Polizei, die nahm ihn mit.

Und nun der Mode-Discounter am Nägelesgraben. Während zum Bäcker noch zwei Streifen der Polizei gejagt waren, genügte dieses Mal eine: Der Mann ließ sich widerstandslos festnehmen.

Die NRWZ nannte den Mann auf ihrer Facebookseite nach dem Diebstahl beim Bäcker einen „Tunichtgut“ – und bekam dafür auf den Deckel. Wir meinten: „Ein Tunichtgut ist ein Mensch, der nichts Gutes tut, ein Strolch, Schlitzohr, Gauner und allgemein unleidlicher Zeitgenosse, der wegen seiner schäbigen Art mit Mitmenschen umzugehen und seiner elastischen Beziehung zum Thema Ehrlichkeit allgemein verabscheut wird.“

„Tunichtgut? … Hauptsache alles verharmlosen“, meinte eine Leserin dazu. Andere fordern „Raus mit dem“ und „Ab mit dem Kopf“. Letzteren Kommentar haben wir gelöscht. Und es stimmt: Der Mann ist längst kein „Tunichtgut“ mehr. Er ist nicht nur polizeibekannt, sondern wegen Ladendiebstahls bereits einschlägig vorbestraft. Das Amtsgericht Stuttgart hat im November 2019 eine Geldstrafe gegen ihn verhängt. Die Spur seiner Delikte ziehe sich durch halb Süddeutschland, so ein Sprecher des Polizeipräsidiums Konstanz zur NRWZ. Der Mann sei in der Erstaufnahmestelle in Sigmaringen schon Anfang 2019 auffällig geworden, dann im ganzen Schwarzwald, in Stuttgart und nun eben in Rottweil.

So stellen sich manche die Fragen: Was ist eigentlich mit solchen Leuten, warum können die immer wieder klauen? Warum packt die Justiz die nicht mal weg?

„Die wiederholte, penetrante Begehung von Kleinstdelikten ist nach dem Strafprozessrecht kein Haftgrund“, so der Sprecher des Polizeipräsidiums. Täter wie der Mann aus Rottweil kämen nach kurzer Zeit wieder auf freien Fuß.
Allerdings bliebe ihr Verhalten nicht folgenlos. „Jeder Diebstahl wird als Fall notiert und der Staatsanwaltschaft vorgelegt“, so der Polizeisprecher weiter. Irgendwann komme es zum Prozess, ob wegen einer oder wegen der bisher angelaufenen Taten zusammen. Dann erhalte der Ertappte eine entsprechende Strafe.

Die aber sei recht überschaubar, im längsten, ihm bekannten Fall, so der Beamte, sei ein notorischer Ladendieb einmal für ein halbes Jahr im Knast gelandet. „Danach kommen die aber wieder raus und es geht wieder von vorne los.“

Vor allem bei Drogenabhängigen sei dieser Weg vorgezeichnet. Der Konstanzer Beamte berichtet von einem Mann, der allein 200 Mal beim Ladendiebstahl erwischt und entsprechend aktenkundig gewesen sei. Nun könne man die Akte schließen – der stark Drogenabhängige sei gefunden worden. Tot.

Dennoch könne eine Bestrafung durch ein Gericht beim einen oder anderen etwas bewirken. „Es muss ihm klar werden, dass Diebstahl keine Alternative ist. Wenn von der Sozialhilfe zu wenig bleibe, dann gebe es auch andere Wege. „Es kann nicht sein, dass man auf diese Art seinen Lebensunterhalt verdient.“

Außerdem: Vom polizeibekannten Mann ist der Täter so zum Vorbestraften geworden. Dann könne es bei der nächsten Festnahme sein, dass er recht schnell im Gefängnis landet – etwa, wenn der Haftantritt noch offen sei, der verhaftende Beamte Bescheid wisse und einen kurzen Draht über die Staatsanwaltschaft zum Haftrichter habe, sagt der Sprecher des Polizeipräsidiums Konstanz.

Klar ist derweil, dass die in den betroffenen Rottweiler Läden Beschäftigten genug haben von dem penetranten Kleinkriminellen. Sie fackeln nicht mehr lange und holen sofort die Polizei, wenn wieder etwas vorfällt. Ihnen kann er gerne gestohlen bleiben.

Harter Toback

Die Theaterwerkstatt bei den Proben zu Jean Anouilhs „Antigone“. Foto: him

Schwarz verhängt ist die Bühne im Elisabetha Glöckler Saal in Heiligenbronn. Einige Podeste im Bühnenhintergrund, sonst nichts. Ein knappes Dutzend Schauspieler steht auf der Bühne. Von hinten der Ruf: „Der Krieg ist aus! Der Krieg ist aus!“  Alle werden lebendig, freuen, umarmen sich.

Mit dieser Szene beginnt die Tragödie „Antigone“ von Jean Anouilh. Der französische Dramatiker hat  sie 1942, also während der deutschen Besatzung in Frankreich im Zweiten Weltkrieg, geschrieben. Eine Geschichte um Politik, Intrigen, Macht, Recht und Gerechtigkeit – und um die Liebe.

Das Stück basiert auf der fast 2500 Jahre alten Tragödie des griechischen Dichters Sophokles. Die Geschichte ganz kurz: Antigone verstößt gegen das Gebot ihres Onkels Kreon, dem König von Theben, ihren in eine Schlacht gefallenen Bruder zu bestatten. Das hat schreckliche, eben tragische, Folgen für alle.

Gerhard Ruoff als Wächter berichtet Kreon (Lars Bornschein) von Antigones Tat.

Zuletzt hatte die Theaterwerkstatt Schramberg eher mit heiteren, unterhaltsamen Stücken aufgewartet: „Der Raub der Sabinerinnen“ oder ein Bienzle-Tatort. Nun also „harter Toback“, wie Regisseur Roland Eisele das Stück selbst nennt. Er habe seinen Mitspielern vier Stücke vorgeschlagen. Auf die Antigone hätten sie zunächst kritisch reagiert, dann die Tragödie aber als „vielversprechend“ ausgewählt.

Für ihn selbst sei die „Antigone“ in seiner Kindheit ein Schlüsselerlebnis gewesen. Als Schüler habe er im Theater eine Aufführung gesehen: „Das hat mich damals umgehauen.“ Und wesentlich dazu beigetragen, dass er sich für das Theaterspielen begeistert habe.

Bei der Arbeit am Stück hätten die Theaterwerkstättler Elemente hinzugefügt, „die das Stück für unser Publikum erträglich und aushaltbar machen“, erläutert Eisele. Für ihn hat das Stück  viele Bezüge zur heutigen Zeit: Die Jugend, die sich den alten Zwängen verweigert – zugleich aber auch bei der praktischen Umsetzung von Ideen nicht mitmachen will. „Für mich ist Kreon deshalb eigentlich die viel interessantere Figur, als die nur Nein-Sagende Antigone.“

Roland Eisele beobachtet das Geschehen auf der Probe-Bühne

Betrachtet man die Geschichte des Stückes, wird erkennbar, dass jede Zeit ihre eigene Interpretation findet. Während der deutschen Besatzung war Antigone die Heldin, die sich dem Befehl der Macht verweigert. Heute  könnte man in ihr eher die sture, kompromisslose Nein-Sagerin sehen, findet Eisele.

Ensemble verjüngt

Das Ensemble der Theaterwerkstatt hat sich deutlich gewandelt und verjüngt. Neben einigen „alten Hasen“ wie Klaus Andreae und Gerhard Ruoff, Beate Meyer-Pick und Lars Bornschein sind einige neue Mitspielerinnen und –spieler hinzugekommen:  Simone Fader, Laura Jakubaschk, Felicia Staiger, Tobias Herr, Markus King und Meo Nagel.

Nach einem langen Probentag ist Regisseur Eisele zufrieden: „Die Proben laufen gut.“ Und was noch nicht so läuft, das wird bis zur Premiere am 13. März schon noch einstudiert.

Info: Weitere Aufführungen sind am 14., 15., 20., 21., und 22. März geplant.

Narrenzählung und -kontrolle: Holzäpfel sollen registriert werden

Gruppenbild der heutigen Dunninger Narrentypen. Archiv-Foto: pm

Die Holzäpfelzunft Dunningen, immerhin 114 Jahre alt, möchte sich auf Stand bringen. Die Kleidle und ihre Träger beziehungsweise Eigentümer sollen einerseits registriert werden, andererseits will die Zunft auf korrekte Ausstattung achten. Sie ruft zu einer Registrierung und Narrenkleidkontrolle auf.

„Die Fasnet in Holzäpfelhausen ist weit über die Gemarkungsgrenzen hinweg bekannt. Ganz egal, ob das liebliche Apfelgesicht der Halbmaske, die stilvolle Vollmaske oder der einzigartige Stamm, sie prägen das Bild der Fasnet in Dunningen“, heißt es nicht ohne Stolz seitens der Holzäpfelzunft Dunningen. Und weiter: „Der sensationelle Anblick der zahlreichen Narren am Holzäpfelsprung durch die Ortsmitte ist in dieser Form wohl einzigartig und lockt deshalb seit Jahrzehnten die Zuschauer in unser beschauliches Örtchen. Wir wollen diese Tradition pflegen und weiter fortführen.“

Daher appelliert die von Michael Notheis und Frank Faras geführte Narrenzunft an die aktiven Narren, am Fasnetssonntag vor der Sprungbändelausgabe die Kleidledaten erfassen zu lassen. Gefragt seien dann die Nummer des Narrengewands, Daten zum Träger und gegebenenfalls zum Eigentümer, wenn es sich um ein geliehenes Kleidle handelt.

Es geht aber nicht nur um eine Narrenzählung. Denn zugleich sollen die Narrenkleidle auf ihre Vollständigkeit und die Einhaltung der Kleiderordnung hin überprüft werden. „Dies bedeutet explizit auch, dass das komplette Narrenkleid, bestehend aus Maske, Jacke, Hose, Korb, Gschell, rein schwarzen Schuhen mit dunkler Sohle, weißen Handschuhe, zur Überprüfung mitgebracht werden muss“, so die Zunft. Der Ort der Aktion: die Dunninger Festhalle ab 12.30 Uhr am Fasnetssonntag. Die Zunft bittet die Narren, etwas Zeit mitzubringen.

Unkontrollierte Kleidle(sträger) sollen keine Sprungbändel und Wecken erhalten. „Wie in der Kleiderordnung beschrieben, sind zum Holzäpfelsprung lediglich offiziell registrierte Kleidle mit Sprungbändel zugelassen, erklärt die Zunft.

Wieso diese ganze Aktion? „Zunächst einmal wollen wir unsere Kleidle- und Mitgliederdaten aktualisieren und abgleichen, andererseits wollen wir aber auch den Kleidlesträger die Möglichkeit geben, einfach nur Narr zu sein und in der Menge unterzutauchen“, erklärt die Zunft dazu. Dieses Untertauchen sei „allerdings erst dann möglich wenn sich alle an die Kleiderordnung der Holzäpfelzunft Dunningen halten und optisch einheitlich auftreten.“

Die Zunft hat eine Kleiderordnung erlassen. In dieser heißt es:

  • Die Narrenkleider müssen stets ordentlich und sauber getragen werden.
  • Im Narrenkleid gibt es kein Betrunkensein. Im Narrenkleid dürfen keine Beleidigungen begangen werden.
  • Es ist unbedingt erforderlich, dass weiße Handschuhe und schwarze Schuhe zum Narrenkleid getragen werden.
  • Wer diese grundsätzlichen Erfordernisse nicht erfüllt, läuft Gefahr, als Außenseiter angesehen zu werden.
  • Das Maskenheben in der Öffentlichkeit ist verpönt.
  • Wer diese grundsätzlichen Dinge nicht beachtet, gilt als undiszipliniert, als Anfänger und Angeber.

Und weiter: „Um den Holzäpfelsprung so einheitlich wie möglich zu gestalten, wird angeordnet: Mit den ersten Takten des Narrenmarsches beginnt der Sprung und endet nach dem Spielen der letzten Strophe. Jeder Teilnehmer am Sprung begebe sich möglichst unauffällig an den Aufstellplatz.
Diese Narrengesetze sind notwendig, um das Ansehen der Narren und der Holzäpfelzunft zu erhalten. Haltet euch gewissenhaft an obige Richtlinien.“

Im 111. Jahr, 2017, waren im Vereinsregister mehr als 500 Original Dunninger Holzäpfelkleidle verzeichnet. Der Holzäpfelzunft selbst gehörten seinerzeit mehr als 600 Mitglieder an. Getreu der Maxime „Jedem zur Freud – und niemand zum Leid“ will die Narrenschar zu Holzäpfelhausen auch in Zukunft ihre närrische Tradition und deren Fasnetsbrauchtum bewahren und pflegen.


Zugunfall in Horb: Behinderungen auf der Strecke Rottweil-Stuttgart

Nach einem Zugunfall im Bereich des Bahnhofs Horb rechnet die Polizei mit Behinderungen im Berufsverkehr auf der Bahnstrecke Rottweil-Stuttgart. Der Unfall hatte einen Großeinsatz der Rettungskräfte ausgelöst. Nach ersten Informationen der Feuerwehr Horb war ein Zug teilweise aus den Schienen gesprungen. Der Intercity war evakuiert worden.

Nach dem Intercity-Unfall im Bahnhof Horb müssen Reisende weiter mit Verspätungen und Zugausfällen rechnen. Laut Auskunft der DB wird es heute im morgendlichen Berufsverkehr auf der Gäubahn zwischen Rottweil und Horb zu Beeinträchtigungen kommen. Das berichtete noch in der Nacht die Polizei.

Gestern Abend gegen 20 Uhr war der IC 2382 bei der Einfahrt in den Bahnhof Horb teilweise entgleist. Drei Waggons waren bei langsamer Fahrt aus den Gleisen gesprungen aber nicht umgekippt.

Die etwa 80 bis 100 laut Polizei unverletzten Reisenden wurden daraufhin evakuiert. Die Unfallursache ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.

Wie lange die Streckenabschnitte in Richtung Stuttgart, Tübingen, Pforzheim und Rottweil gesperrt bleiben, war noch unklar. Die Deutsche Bahn rechnete damit, dass im Fernverkehr in der Nacht zu Freitag eine IC-Verbindung zwischen Rottweil und Stuttgart betroffen sein könnte. Ob die Züge am Freitag wieder fahren, war am Abend noch nicht absehbar.

Im Einsatz waren neben der Polizei die Feuerwehr Horb und der Rettungsdienst im Landkreis Freudenstadt. Die Feuerwehr leuchtete die Einsatzstelle großflächig aus.

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Eine Hochzeit mit Til Schweiger

Führt die Braut zu ihrem Zukünftigen: Til Schweiger mit Nadine Thomann. Foto: privat

Im Rahmen der Weltpremiere von Til Schweigers neuem Film „Die Hochzeit“ wurde tatsächlich geheiratet: Vor dem Berliner Kino „Zoo Palast“ ehelichte die aus Deißlingen stammende Nadine Thomann ihren Freund Mario Koras. Sie wurde dabei von Til Schweiger höchstpersönlich über den roten Teppich zu ihrem Zukünftigen geführt.

Er ist sehr sympathisch“, erzählt Nadine Thomann im Gespräch mit der NRWZ. Sie und ihr Mann sind Schweiger-Fans, und als sie bei Instagram sahen, dass der Filmstar ein heiratswilliges Paar für seine Filmpremiere sucht, haben sie sich gleich beworben. „Sie wollten wissen, warum wir ein Traumpaar sind, und da hab ich geschrieben, dass Mario mein Partner und bester Freund ist, dass er mir einen wundervollen Antrag in Prag gemacht hat und dass er mein Ruhepol ist“, erzählt Nadine.

In zwei Limousinen zu Til Schweiger

Dann kam vergangenen Donnerstag die Nachricht, dass sie gewonnen haben. „Wir mussten dann beide Urlaub nehmen. Am Freitag haben wir gebucht, am Samstag hab ich mein Brautkleid gekauft, und am Sonntag ging’s nach Berlin.“ Am Montag das erste Treffen mit Til Schweiger und Vertretern von Warner Bros. „Sie haben uns angeboten, dass sie es live filmen, für unsre Familie zuhause. Und als sie mitbekamen, dass Mario mein Kleid nicht kennt, haben sie eine zweite Limousine gebucht, damit wir getrennt hingebracht werden.“

Am Tag darauf saßen beide nacheinander bei der Stylistin. „Wir haben uns dann erst auf dem roten Teppich wiedergesehen.“ Dazu gab’s ein Streichquartett, das John Legends „All of me“ intonierte, während Nadine am Arm von Til Schweiger über den Teppich geführt wurde. „Er hat mir Ruhe gegeben“, erzählt sie, während ihr Mario ziemlich aufgeregt war. Danach die Trauung, mit einer Hochzeitsrednerin, die sie auch im Vorfeld schon kennengelernt hatten. „So konnten wir das trotz der ganzen Presse um uns rum wirklich genießen.“

Til Schweiger bekommt den ersten Tanz

Anschließend ging es dann in einen Club, wo Til Schweiger zusammen mit dem Brautpaar die Hochzeitstorte anschnitt und sich auch den ersten Tanz mit der Braut nicht nehmen ließ. Sogar ihren Brautstrauß fing der Schauspieler auf.

Ob sie mit ihm in Kontakt bleiben werden? „Mal schauen, was noch passiert“, sagt Nadine.

Sicher ist, dass die beiden im September ein Hochzeitsfest mit Familie und Freunden in ihrem Wohnort Neuhausen feiern werden. Denn dort war die Hochzeit eigentlich geplant. Und dass sie den Film von Schweiger demnächst im Kino anschauen werden. „Wir haben während der Premiere Interviews gegeben, und einen halben Film wollten wir uns nicht anschauen.“ Deshalb hat Warner Bros dem Paar Freikarten für das Tuttlinger Kino geschenkt.

Rottweils Damen auf dem Weg zur Tabellenführung?

Die Damen stehen im Mittelpunkt des heimischen Handballs: Die der HSG Rottweil, die im Falle eines Sieges (vorübergehend) die Tabellenführung übernehmen, und die der Sg Dunningen/Schramberg, die auf Revanche für eine knappe Vorrundenniederlage aus sind.

Bezirksliga Männer: TV Spaichingen – TV Streichen (Freitag, 20 Uhr, Sporthalle Unterbach), HSG Hossingen-Meßstetten – TG Schömberg (Samstag, 19.30 Uhr, Heuberghalle Meßstetten).

Männer Kreisliga A: HSG Hossingen-Meßstetten 2 – TSV Burladingen (Samstag, 16 Uhr, Heuberghalle Meßstetten).

Männer Kreisliga B: VfH Schwenningen 2 – HSG Neckartal 2 (Sonntag, 12.45 Uhr, Baarsporthalle Donaueschingen).

Bezirksliga Frauen

HSG Rottweil – TG Schwenningen (Samstag, 16.30 Uhr, Doppelsporthalle 1). Die Rottweilerinnen können mit einem Sieg die Tabellenführung übernehmen und werden daher höchst motiviert in ihr Heimspiel gehen. Trotz des sicheren Siegs im Hinspiel sollte der Tabellenvorletzte aus Schwenningen aber keinesfalls unterschätzt werden. Der bisherige Saisonverlauf spricht aber ganz klar für die HSG.

HWB Winterlingen-Bitz – SG Dunningen/Schramberg (Samstag, 18 Uhr, Sporthalle Bitz). Diese beiden Mannschaften haben gleich viele Punkte auf dem Konto und sind Tabellennachbarn im Mittelfeld. Das Hinspiel hat Winterlingen-Bitz äußerst knapp für sich entschieden, daher wollen die Gäste dieses Mal den Spieß umdrehen. Man kann eine interessante Begegnung erwarten, bei der es keinen erkennbaren Favoriten gibt.

HSG Fridingen/Mühlheim 2 – TV Weilstetten 2 (Samstag, 18 Uhr, Sepp-Hipp-Halle Fridingen), HK Ostdorf/Geislingen – HSG Nendingen/Tuttlingen/Wurmlingen 2 (Samstag, 20 Uhr, Kreissporthalle Balingen), TV Spaichingen – TV Onstmettingen (Sonntag, 15 Uhr, Sporthalle Unterbach).

Bezirksklasse Frauen: HSG Rietheim-Weilheim – TG Schömberg 2 (Samstag, 13.15 Uhr, Kreissporthalle Tuttlingen), HSG Hossingen-Meßstetten 2 – HSG Baar 2 (Samstag, 14.15 Uhr, Heuberghalle Meßstetten).

Frauen Kreisliga A

HSG Frittlingen-Neufra – VfH Schwenningen (Sonntag, 16 Uhr, Leintalhalle Frittlingen). Nach der Niederlage vom letzten Wochenende will sich die HSG Frittlingen-Neufra in eigener Halle rehabilitieren und die Tabellenführung ausbauen. Der Tabellenvorletzte VfH Schwenningen ist daher auch nur krasser Außenseiter.

„Genial, pfiffig, unverzichtbar“

Unter den aufmerksamen Blicken von Uli Hertkorn, Vorsitzender des NRWZ-Vereins, loste der dreijährige Benjamin, unterstützt von seinem achtjährigen Bruder Julian, die Gewinnerin aus. Fotos: al

ROTTWEIL – Von den Maultaschen über das Auto bis zu Hightech-Ideen haben die Schwaben bekanntlich einiges zum Welterbe beigesteuert. Zur Feedback-Kultur sind die Beiträge hingegen eher dürftig, heißt hierzulande die Maxime doch: „Net goscht isch gnug globt”. Zum Glück haben viele Leserinnen und Leser der NRWZ diese Maßgabe ignoriert und tüchtig gelobt, als sie jüngst gefragt wurden: Wie finden Sie die NRWZ?

Dies war eine von drei Fragen, zu denen der NRWZ-Verein im Dezember zu Rückmeldungen eingeladen hatte. Anlass war das 15jährige Jubiläum der Druckausgabe der NRWZ zum Wochenende und des NRWZ-Vereins. Die Fragen waren bewusst offen gehalten. Sie sollten Gelegenheit bieten, dem Redaktionsteam und dem Verein Rückmeldungen darüber zu geben, was an der NRWZ geschätzt, aber auch was kritisiert wird und was verbessert werden sollte.

Den Satzanfang „Ich finde die NRWZ…“ komplettierte niemand negativ. Eine Leserin schrieb, die NRWZ sei „natürlich super, Rottweil bezogen, wunderbar, zu empfehlen“. Andere bewerteten sie als „spitze“, „genial“ „klasse Lektüre“, „super informativ“, „gut recherchiert“, oder charakterisierten die Zeitung als erfrischend, spannend, neugierig, innovativ und jung. Die einzig leicht kritische Zuschreibung war „polarisierend“.

Eine Leserin schrieb, sie finde die NRWZ großartig, weil „sie mir jeden Samstagmorgen mein Frühstück bereichert mit ihren tollen Artikeln aus meinem Städtle und deshalb ein unverzichtbarer Begleiter für mich geworden ist.“

Aus vielen Rückmeldungen wurde deutlich, dass die NRWZ dem Anspruch, aus dem sie gegründet wurde, zur Medienvielfalt beizutragen, durchaus gerecht wird. So hieß es, die NRWZ sei eine „außerordentlich wichtige Alternative“, die den Blick weite. Sie sei „ein wichtiger und oft pfiffiger Teil“ der Medienlandschaft, der – wie es immer wieder hieß – aus Rottweil nicht mehr wegzudenken sei und den man nicht mehr missen wolle. Dreimal hieß es wörtlich: „Erwarte gerne die nächste Ausgabe.“

Die zweite Frage, was an der NRWZ besonders gefalle, wurde sehr vielfältig beantwortet. Das Spektrum ging vom handlichen Format und einem eigenen Stil bis zu sprachlichem Niveau und der Beobachtung, dass „Leser ernst genommen werden und zu Wort kommen dürfen.“

Gelobt wurden unter anderem ausführliche Dokumentationen, ein breites Themenspektrum, dass die NRWZ auch in die Tiefe gehe und „vieles gründlich und eingehend“ bearbeite. Thema war zudem eine mitunter „scharfe“ Zunge sowie der „Mut Probleme anzusprechen und nicht totzuschweigen“, was ebenso gelobt wurde wie der ungekürzte Abdruck von Leserbriefen.

Häufig hervorgehoben wurden die Kulturbeiträge. Mit ausführlichen Texten und Interviews über Themen in den Bereichen Musik, Kunst, Theater und Geschichte von Andreas Linsenmann „besteche“ die NRWZ und sie machten „große Freude“, hieß es. Ein Leser zeigte sich begeistert vom „bombigen Linsenmannfeuilleton“. Ein anderer attestierte, die Kulturbeiträge würden „stets viel aufschließen“, sie seien für ihn „der Edelstein der NRWZ“.

Gelobt wurde auch die online-Ausgabe. Sie sei immer aktuell, hier sei man schnell gut informiert und finde viel Bildmaterial. Auch die Facebook-Seite der NRWZ bekam Likes. „Herr Arnegger hat einen guten Humor“, schrieb eine
Leserin.

Auf die dritte Frage, was man sich von der NRWZ wünsche, hieß es sehr häufig, dass sie noch „mindestens weitere 15 Jahre“ bestehen bleibe und genau so weitermache, wie bisher. Gewünscht wurde oft auch eine zuverlässige und pünktliche Zustellung. Es gab zudem inhaltliche Verbesserungsvorschläge. Sie reichten von einem ausführlicheren Veranstaltungskalender und einem öfteren Erscheinen der Druckausgabe, mehr Lokalsport und Meinungsumfragen, einer Kolumne mit subjektiven Betrachtungen, bis zu einer NRWZ-App und weniger Unfallberichten auf Facebook bis hin zu einer schärferen Trennung von Meinung und Berichterstattung und mehr Perspektiven in der journalistischen Begleitung der regionalen Politik.

Gesehen am Briefkasten eines NRWZ-Lesers. Foto: al

Eine Leserin wünschte sich, dass „auch Streit-/Konfliktthemen weiter Raum gelassen“ werde. „Und vor allem: Bieten Sie den Meckerern und Stänkerern weiterhin die Stirn und keine unnötigen Angriffspunkte.“ Eine andere Leserin schrieb: „Wünschen würde ich mir von der NRWZ ein Konzert der Toten Hosen zum Jubiläum auf der Plattform des ThyssenKrupp  Testturmes, gemäß dem Motto: An Tagen wie diesen wünsch ich mir Unendlichkeit.“

Vielfach wurden Glückwünsche zum Jubiläum übermittelt. Es sei eine gute Gelegenheit „einfach mal danke zu sagen“, schrieb eine Leserin. Ein anderer forderte keck: „Weitermachen!“

Den vom NRWZ-Verein ausgelobten Preis für die Teilnahme an der Umfrage gewann Martha Rapp, die sich darüber sehr freute.