„Wir reden miteinander, nicht übereinander“

Nachbarschaftskaffee mit den Flüchtlingen

VILLINGENDORF (pm) – Herzlichkeit und Gastfreundschaft prägten das erste Treffen der Villingendorfer Asylbewerber mit ihren Nachbarn. Zu Tee, Kaffee und Kuchen hatte der dortige Helferkreis Asyl eingeladen und rund 50 Gäste erschienen erwartungsvoll, viele sogar mit Kuchenspenden.

 „Wir reden miteinander, nicht übereinander!“ brachte es Bürgermeister Karl-Heinz Bucher in seiner Begrüssung auf den Punkt und wünschte den erst vor zwei Monaten Angekommenen, dass sie sich wohl fühlen in der neuen Umgebung und Kultur.

Auch die Worte von Hubert Belser, in seiner Funktion als Sozialgemeinschaftsvorsitzender der Gastgeber, kamen ermutigend bei den neuen Mitbürgern an: dafür sorgten die flinken Übersetzungskünste von Sladjana Djukic, Rasha Bühl, Sabine Pojar und Elias von „Musti‘s“ in die Heimatsprachen der Syrer, Iraker und Bosnier.

Engagiert berichtete Claudia Müller von ihren guten Erfahrungen in der Arbeit mit den Asylbewerbern – drei wurden jetzt bereits als Flüchtlinge offiziell auf drei Jahre anerkannt und dürfen sich Wohnung und Arbeit suchen. Dabei hofft der Arbeitskreis Asyl natürlich auf die Hilfsbereitschaft im Ort. Die anderen müssen noch das amtliche Verfahren abwarten.

Hilfreich begleitet sie dabei mit dem jeweils nötigen Übersetzer die amtserfahrene Anita Bayerlein. Ihre stete Einsatzbereitschaft begründet sie so: „Sich gegenseitig kennen, verstehen und – bei aller Verschiedenheit – akzeptieren zu lernen, darauf kommt es doch an!“ In der Gemeinde scheint ihre Überzeugung verbreitet zu sein. So freut sich der Villingendorfer Fussballverein schon auf den Trainingsbeginn mit seinem neuen Mitspieler aus Syrien.

 

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