Holen sich die Glückwünsche ab: die Scholzens. Foto: Gemeinde Dietingen
Holen sich die Glückwünsche ab: die Scholzens. Foto: Gemeinde Dietingen

Amts­in­ha­ber Frank Scholz bleibt Bür­ger­meis­ter der Gemein­de Die­tin­gen im Kreis Rott­weil. Er erhielt 55,1 Pro­zent der Stim­men und damit den kla­ren Auf­trag, die Gemein­de wei­te­re acht Jah­re lang, eine drit­te Amts­zeit zu füh­ren. Das schaff­te Scholz trotz drei­er Gegen­kan­di­da­ten und Ver­stim­mun­gen im Vor­feld der Wahl. In Wehin­gen müs­sen die Bür­ger dage­gen noch­mals zu den Urnen

Rund 3200 Wahl­be­rech­tig­te waren zur Wahl des Die­tin­ger Bür­ger­meis­ters auf­ge­ru­fen. 2220 Bür­ger gaben ihre Stim­me ab. Die Wahl­be­tei­li­gung lag damit bei 69,7 Pro­zent, mel­det die Gemein­de. Hier fin­den Sie das vor­läu­fi­ge amt­li­che End­ergeb­nis. 

Auf der Web­site der Gemein­de erscheint kurz vor 20 Uhr bereits ein Glück­wunsch:

Die Gemein­de­ver­wal­tung gra­tu­liert ganz herz­lich und freut sich auf die wei­te­re Zusam­men­ar­beit.

Großer Auflauf vor dem Rathaus. Foto: Gemeinde Dietingen
Gro­ßer Auf­lauf vor dem Rat­haus. Foto: Gemein­de Die­tin­gen

Vier Män­ner haben sich um das Amt des Bür­ger­meis­ters von Die­tin­gen bewor­ben: Fer­di­nand Graf von Bis­sin­gen (13,5 Pro­zent der Stim­men), Amts­in­ha­ber Frank Scholz (1212 Stim­men), Uwe Bid­ling­mai­er (30.3 Pro­zent) und Karl Her­ter (0,8 Pro­zent). Über­ra­schend das Ergeb­nis des Amts­in­ha­bers. Kein zwei­ter Wahl­gang, eine ziem­lich kla­re Sache. Das, obwohl es in der Gemein­de eine ver­nehm­ba­re Geg­ner­schaft gibt, ange­führt vom Alt­bür­ger­meis­ter. Aber auch einen Jäger, der im Vor­feld der Wahl ver­sucht hat­te, Stim­mung gegen Scholz zu machen.

Das Ergebnis der Bürgermeisterwahl 2016. Grafik:_ Gemeinde Dietingen
Das Ergeb­nis der Bür­ger­meis­ter­wahl 2016. Gra­fik: Gemein­de Die­tin­gen

Scholz hat­te bei der Kan­di­da­ten­vor­stel­lung ver­spro­chen, sei­ne bis­he­ri­ge Poli­tik fort­zu­set­zen. „Sie ken­nen mich und mei­ne Arbeit als Bür­ger­meis­ter. Wir haben erfolg­reich gear­bei­tet, die Gemein­de stand noch nie so gut da, wie heu­te”, sag­te er. Und warb um das Ver­trau­en für eine wei­te­re Amts­zeit. Das haben ihm die Wäh­ler gege­ben.

Uwe Bid­ling­mai­er ist nun zum zwei­ten Mal bei einer Bür­ger­meis­ter­wahl geschei­tert. 2012 hat­te er es in Lan­gen­ar­gen ver­sucht.

Fer­di­nand Graf von Bis­sin­gen hat eine Ver­gan­gen­heit in der Gemein­de, zählt zu den ver­nehm­ba­ren Kri­ti­kern von Scholz. Er gilt als einer, der frü­her „drauf gehau­en” habe, wie ihm bei der Kan­di­da­ten­vor­stel­lung vor­ge­wor­fen wor­den war. Wie das nun gehen sol­le, wenn er qua­si die Sei­te wech­se­le, woll­te ein Bür­ger wis­sen. Das frag­ten sich dem Wahl­er­geb­nis nach offen­bar auch wei­te­re Die­tin­ger.

Fest stand eigent­lich schon vor­her: Der streit­ba­re und angriffs­lus­ti­ge Karl Her­ter aus Roten­zim­mern hat­te kei­ne Chan­ce. Aber er, der sich öffent­lich lächelnd und selbst­be­wusst als Arbeits­lo­ser geoutet, und der es vor acht Jah­ren schon ein­mal ver­sucht hat­te und damals mit mage­ren 18 Stim­men abge­schmiert war, kann die­se Bewer­bung immer­hin dem Bera­ter des Arbeits­amts vor­le­gen. Als Leis­tungs­nach­weis. Ange­kün­digt hat­te er es die­sem schon, wie die NRWZ vor der Wahl erfuhr. 

Karl Her­ter hat, genau wie vor acht Jah­ren, übri­gens wie­der 18 Stim­men bekom­men.

3187 wahl­be­rech­tig­te Bür­ger waren am Sonn­tag zur Stimm­ab­ga­be im Rah­men der Bür­ger­meis­ter­wahl auf­ge­ru­fen. Die Wahl­lo­ka­le in den Orts­tei­len Die­tin­gen, Irs­lin­gen, Böh­rin­gen, Roten­zim­mern und Göß­lin­gen schlos­sen um 18 Uhr. Danach begann in den dor­ti­gen Rat­häu­sern die Aus­zäh­lung.

Im Rat­haus Die­tin­gen wur­de die Brief­wahl aus­ge­zählt. Die Mel­dun­gen aus den Teil­ort-Rat­häu­sern lie­fen dann nach und nach in Die­tin­gen ein, zuerst die aus Roten­zim­mern. Das Ergeb­nis hat­te dann der Gemein­de­wahl­aus­schuss fest­zu­stel­len. Des­sen Vor­sit­zen­der, Peter Sau­set, war es vor­be­hal­ten, den Sie­ger vor dem Rat­haus zu ver­kün­den.