DEISSLINGEN (pm) – Der Chor­ver­band Schwarz­wald-Baar-Heu­berg tag­te am Sams­tag im Hotel Hirt in Deiß­lin­gen. Und beschloss unter ande­rem, dass er Schu­lun­gen für Leh­rer anbie­ten will. Hin­ter­grund: Das Fach Musik wur­de, sehr zur Freu­de der Ver­bands­ver­tre­ter, aus dem bis­he­ri­gen Fächer­ver­bund her­aus­ge­nom­men und ist nun wie­der ein eige­nes Fach.

Das Pro­blem dabei: Vie­le Leh­rer und Leh­re­rin­nen kön­nen selbst nicht gut sin­gen oder trau­en sich nicht, das zusam­men mit einer Klas­se zu machen. Hier möch­te man nun, in Koope­ra­ti­on mit dem Schul­amt, Abhil­fe schaf­fen. Tho­mas Schnei­der vom Jugend­bei­rat stell­te die Pro­jek­te vor, mit denen man Nach­wuchs wirbt: Das Musi­cal „Coco Super­star“, bei dem 90 Jugend­li­che mit­san­gen und –spiel­ten,  fand gro­ßen Anklang, das Sin­gen in den Fuß­gän­ger­zo­nen der Regi­on eben­falls.

Auch das The­ma Prä­ven­ti­on wird im Ver­band groß­ge­schrie­ben: Der Beauf­trag­te Man­fred Moser beton­te, dass jeder im Ver­ein, der mit jun­gen Men­schen arbei­te, sein erwei­ter­tes Füh­rungs­zeug­nis vor­le­gen müs­se, um sexu­el­lem Miss­brauch vor­zu­beu­gen. Da dies sen­si­ble Daten sind, emp­feh­le es sich, dass nicht die Ver­eins­vor­stän­de, son­dern bei­spiels­wei­se der  Bür­ger­meis­ter des Orts, es ein­se­hen soll­te.

Der und sei­ne Rat­haus­mit­ar­bei­ter sei­en näm­lich zum Schwei­gen ver­pflich­tet. Natür­lich gebe es auch Ver­ei­ne, die kei­ne Jugend­ar­beit mach­ten, doch die sei­en dann ja auch vom Aus­ster­ben bedroht.

Dis­ku­tiert wur­de  dann über die Ehren­ta­ge – man­che Ver­ei­ne ehren ihre lang­jäh­ri­gen Mit­glie­der doch lie­ber beim Jah­res­kon­zert, doch das inter­es­siert das Publi­kum meist herz­lich wenig. Dem Vor­sit­zen­den Die­ter Klein­mann war den­noch wich­tig, ein Stim­mungs­bild der Ver­eins­ver­tre­ter ein­zu­fan­gen und sie auf­zu­for­dern, ihre Chö­re bei die­sen sin­gen zu las­sen. Auch ein gemein­sa­mes Ver­bands­pro­jekt wur­de dis­ku­tiert, hier ist die Reso­nanz nicht immer groß. Den­noch wird eines ange­gan­gen, ange­dacht ist, einen Män­ner­chor als Stamm­chor  mit frei­wil­li­gen Sän­ge­rin­nen aus ande­ren Ver­ei­nen auf­zu­fül­len.

Geschäfts­füh­re­rin Moni­ka Koch wies auf die Schu­lung für Vize­chor­lei­ter hin, bei der noch Plät­ze frei sind. Klein­mann beton­te, wie wich­tig so ein Vize sein kann: Da heu­te die meis­ten Chor­lei­ter ange­stellt sind, feh­len sie beim Ständ­chen­sin­gen, hier springt dann eben der Vize ein. Die neue Redak­ti­ons­lei­te­rin der Zeit­schrift „Sin­gen“, Isa­bel­le Arnold, stell­te sich den Ver­eins­ver­tre­tern vor und zeig­te auf, wie in die­ser und auf dem neu­en Blog des schwä­bi­schen Chor­ver­bands die Ver­an­stal­tun­gen bewor­ben wer­den kön­nen. Den fin­det man unter www.singen-und-stimme.de und dar­auf aller­hand Aktu­el­les und Inter­es­san­tes für Sän­ge­rin­nen und Sän­ger.