Zwei Konzerte und eine Ausstellung zum Abschied

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Patricia V. Meffle, David Malys, Tom Grimm und Rose Vöhringer sind die Macher der letzten Ausstellung im Alten Roßstall. Foto: Moni Marcel

ROTTWEIL  – 18 Jah­re hat David Malys im Alten Roß­stall und der Alten Post Kon­zer­te und Ver­an­stal­tun­gen ange­bo­ten. Jetzt ver­lässt er Rott­weil in Rich­tung Saar­brü­cken, zum Abschied gibt es zwei Kon­zer­te und eine Aus­stel­lung. Letz­te­re läuft bereits, hier zeigt Tom Grimm unter­halt­sa­me Objekt­käs­ten vol­ler Humor und Leich­tig­keit.

Ich mag Dop­pel­bö­dig­keit und will die Distanz zwi­schen den nor­ma­len Men­schen und dem Künst­ler abbau­en!“ Dane­ben hän­gen Por­traits und Kör­per­frag­men­te von Rose Vöh­rin­ger. Die Kunst­stu­den­tin pro­vo­ziert mit ihren fein gemal­ten Kör­per- und Gesichts­stu­di­en die Reak­tio­nen der Betrach­ter und ist gespannt, wel­che Asso­zia­tio­nen sie her­vor­ru­fen. Die Drit­te im Bun­de ist Patri­cia V. Meff­le, die ori­gi­nel­le Figu­ren aus Papier her­stellt.

Die schwar­ze krö­ten­ähn­li­che Figur bei­spiels­wei­se, die in einem See aus Blut sitzt und „Amts­miss­brauch“ heißt oder die bun­te Hand, deren Fin­ger in Bunt­stif­ten enden und die die Künst­le­rin nach dem Atten­tat auf die fran­zö­si­sche Sati­re­zeit­schrift Char­lie Heb­do gemacht hat. Man­che ihrer Objek­te las­sen sich auch öff­nen und fül­len: „Ich ver­bin­de gern das Nütz­li­che mit dem Schö­nen!“ Die Aus­stel­lung ist täg­lich von 18 bis 21 Uhr geöff­net, die Finis­sa­ge ist am 29. Janu­ar um 18 Uhr.

Am Sams­tag, 30. Janu­ar gibt es dann ein Kon­zert mit der Band D(E)ADSON. Das Duo, das sich mit Won­ne dem D&B‑Jazz ver­schrie­ben hat, wird an die­sem Abend erst­mals von Valen­tin Bai­er an den Tas­ten unter­stützt, eine Mischung, die vie­le Über­ra­schun­gen ver­spricht. Los geht´s um 20 Uhr.

Und am Abend dar­auf, am Sonn­tag, 31. Janu­ar um 20 Uhr legen die Ber­li­ner Musi­ker von „Game Over Baby” los. Seit der Veröffentlichung ihres Debut-Albums gel­ten sie als Geheim­tipp der deutsch­spra­chi­gen Sin­ger/­Song­wri­ter-Sze­ne. „Eines der bes­ten deut­schen Song­wri­ter Alben“ (Sounds& Books) überzeugte auch renom­mier­te Künstler, wie den Ham­bur­ger Musi­ker Wolf­gang Müller. „End­lich mal wie­der Musik, die ich bedin­gungs­los gut fin­de“, befand er und lud Game Over Baby prompt ins Vor­pro­gramm.

Auf der Bühne erzeu­gen Game Over Baby eine beson­de­re Intimität. Die Arran­ge­ments aus Kla­vier, Gitar­re, Kon­tra­bass, Querflöte, Kla­ri­net­te, Per­cus­sion und Zweit­stim­men sind stim­mungs­voll und detail­liert. Von der zar­ten Musik getra­gen, ent­fal­ten Moritz Jan­sens Tex­te eine sel­te­ne Tie­fe und Schönheit, der man sich kaum ent­zie­hen kann. Ein­lass ist um 19 Uhr. Der Alte Roß­stall ist in der Flött­linstor­stra­ße 27.

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