ROTTWEIL – Das war ein ech­tes High­light am Don­ners­tag­abend: Adel Tawil im Kraft­werk. Einst Teil von Ich und Ich, ist der Sän­ger längst solo ein Star. Ein sym­pa­thi­scher, des­sen Fans ein­fach alle sei­ner Songs mit­sin­gen kön­nen.

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Bil­der­ga­le­rie – kli­cken Sie hier. Fotos: Ralf Gra­ner

Die unbe­kann­te­ren auch, aber natür­lich sei­ne Hits von „Stark“ bis „Stadt“, vom „Pflas­ter“ über das ganz neue „Unse­re Lie­der“ bis „Vom sel­ben Stern“, ein­fach alles bringt er auf die Kraft­werks­büh­ne. Auch alte Stü­cke aus sei­nen Zei­ten als Rap­per bei der Ber­li­ner Band „The Boyz“.

Und das mit so anste­cken­der Fröh­lich­keit, dass man es ihm abnimmt, wenn er sich vom Rott­wei­ler Publi­kum „hell­auf begeis­tert“ zeigt und sich fast drü­ber ärgert, dass er erst jetzt sei­nen ers­ten Auf­tritt hier hat­te. „Ich komm jetzt jedes Jahr! Jeden Monat!“

Begeis­tert hat er alle, aus­nahms­los. Vor allem sei­ne jüngs­ten Fans, die ganz vor­ne mit­san­gen. Und sie ihn: „Die sind so text­si­cher! Ich komm ganz ausm Kon­zept!“ Nun, dann hält man den Klei­nen eben das Mikro hin und lässt sie aus­hel­fen, das Gan­ze gefilmt und auf der Rie­sen­lein­wand für alle auch ganz hin­ten noch zu sehen.

Die klei­ne Lena darf sich dann was wün­schen, und das ist natür­lich „Lie­der“. Hier gibt’s dann auf der Lein­wand im Hin­ter­grund sämt­li­che Plat­ten­co­vers, die Tawil hier ein­ge­baut hat – für den, der noch immer nicht alle erra­ten hat.

Kei­nen Hit lässt er aus, und schließ­lich schafft er es, ein gan­zes Kraft­werk vol­ler Men­schen dazu zu brin­gen, ganz lei­se zu sin­gen. Gibt dann eine rich­tig fet­zi­ge Zuga­be und dann der klei­nen Lena sein Hand­tuch mit Auto­gramm. Spä­tes­tens jetzt hat er sie alle in der Tasche, doch er geht noch wei­ter: „Ich wür­de gern noch die gan­ze Nacht blei­ben“, doch nun ja, das wäre viel­leicht etwas zu viel ver­langt. Und die jun­gen Zuhö­rer müs­sen ja auch irgend­wann ins Bett.

Also weg mit der Tech­nik, Tawil stellt sich mit sei­nem Gitar­ris­ten und ohne Mikro hin und singt ein­fach. Singt „Stark“ gänz­lich unplug­ged, und das Kraft­werk lauscht, nimmt‘s als Schlaf­lied, geht nach Hau­se und freut sich aufs nächs­te Mal. Müss­te dann ja bald mal sein. Er hat‘s ja schließ­lich ver­spro­chen.