Schen­ken­zell und Schiltach eint nicht nur der gemein­sa­me Fluss, die Kin­zig. In den bei­den Gemein­den konn­te die Alter­na­ti­ve für Deutsch­land (AfD) bei der Land­tags­wahl auch deut­lich weni­ger punk­ten als anders­wo im Kreis Rott­weil. Sie blieb dort ein­stel­lig. Die Schram­ber­ger haben dem lan­des­wei­ten Trend aus Kreis­sicht am nahe­lie­gends­ten abge­stimmt. Die NRWZ wirft ein paar Schlag­lich­ter auf die Wahl­er­geb­nis­se im Land­kreis. 

In Sulz, der Hei­mat des AfD-Wahl­kreis­kan­di­da­ten Emil Sän­ze räum­te die Par­tei mit 21,8 Pro­zent ab und kam im benach­bar­ten Vöh­rin­gen auf bei­na­he eben­so vie­le Stim­men. Wäh­rend Hardt und Dun­nin­gen wei­ter­hin kla­re CDU-Hoch­bur­gen sind, hat Schiltach bei der Land­tags­wahl 2016 mehr­heit­lich Grün gewählt. Von einem Heim­spiel-Effekt konn­te die Wahl­kreis­kan­di­da­tin der Grü­nen, Son­ja Rajsp, in  ihrem Hei­mat­ort Lau­ter­bach nicht pro­fi­tie­ren: Die klei­ne Gemein­de ist und bleibt schwarz. 

Auch Deiß­lin­gen ist eine Grü­ne Gemein­de – und eben­so eine hell­blaue. 31,2 Pro­zent und damit die meis­ten Stim­men der Wäh­ler räum­te die Kret­sch­mann-Par­tei ab. Aber auch 19.8 Pro­zent gab es für die „Mer­kel muss weg”-Rufer von der AfD.

In Rott­weil lie­gen CDU und Grü­ne gleich­auf. Nur 0,4 Pro­zent der Stim­men tren­nen sie. 

Die SPD ist mit 4,9 und 5,6 Pro­zent der abge­ge­be­nen Stim­men in Bösin­gen und Die­tin­gen eigent­lich nicht mehr prä­sent. In Schiltach und Deiß­lin­gen wur­de sie immer­hin zwei­stel­lig. Rot ist der Kreis des­halb aber nicht. 

Die Ergebnisse in den Kreisgemeinden: