Angriff auf die FDP: der Landtagskandidat der AfD im Wahlkreis Rottweil, Emil Sänze. Foto: pm

Der Sul­zer Unter­neh­mens­be­ra­ter und Land­tags­kan­di­dat der AfD, Emil Sän­ze, greift den Bun­des­vor­sit­zen­den der FDP, Chris­ti­an Lind­ner, scharf an. Lind­ner habe „anläss­lich sei­nes Besu­ches in Rott­weil zum wie­der­hol­ten Male in die Ras­sis­ten­ker­be” geschla­gen, schreibt Sän­ze. Lind­ner hat­te vor weni­gen Tagen die Stadt und ihren im Bau befind­li­chen Test­turm besucht, um für den loka­len Land­tags­kan­di­da­ten der FDP, Dr. Ger­hard Aden zu werben.

„Es ist leicht zu erken­nen, dass Herr Aden nach Stutt­gart will, dies könn­te er aber bes­ser mit einer Shop­ping­tour erle­di­gen, dann hät­te er wenigs­tens die Wirt­schaft ange­kur­belt.” So ätzt Sän­ze aus Sulz. Aden sol­le „die Wäh­ler nicht für dumm ver­kau­fen, indem er den Alt-Oppor­tu­nis­ten Lind­ner bemüht, der wirt­schaft­li­che Kom­pe­tenz über rhe­to­ri­sche Fähig­kei­ten vorgaukelt.”

Lind­ner hat­te gemäß einer Mit­tei­lung des ört­li­chen Wahl­kampf­bü­ros gesagt, dass Kriegs­flücht­lin­ge huma­ni­tä­ren Schutz ver­dien­ten, „aber nur solan­ge Krieg in dem jewei­li­gen Land herrscht.” In der Tages­zei­tung wird Lind­ner zitiert, er habe gefor­dert, dass Flücht­lin­ge aus siche­ren Dritt­staa­ten bereits an der deutsch-öster­rei­chi­schen Gren­ze  zurück­ge­wie­sen wer­den müssten. 

Offen­bar die­ses Zitat ver­schärft der AfD-Mann Sän­ze nun, erklärt, Lind­ner hab Posi­tio­nen ver­tre­ten wie „Ende mit der gren­zen­lo­sen Auf­nah­me­po­li­tik, kon­se­quen­tes Abschie­ben von Nicht-Flücht­lin­gen, und dies schon an der deutsch-öster­rei­chi­schen Gren­ze.” Sän­zes Ant­wort: Das sei­en „aus­schließ­lich AfD-Positionen.”

Ver­är­gert hat Sän­ze offen­bar ein Zitat aus der ört­li­chen Tages­zei­tung. Dort steht, Lind­ner habe davor gewarnt, dem Nähr­bo­den für Rechts­po­pu­lis­mus wei­ter Nah­rung zu geben: „Die AfD sehnt die Kri­se her­bei. Par­tei­en, die völ­kisch den­ken, dür­fen kei­ne Macht mehr erlangen.”

Dies bezeich­net Sän­ze in sei­ner Replik als lächer­li­chen Hin­weis. Viel­mehr sei die Kri­se schon da, „die muss sich nie­mand her­bei­wün­schen.” Wür­de die nicht schnells­tens been­det, dann „zer­plat­zen Ihre Wahl­ver­spre­chun­gen genau­so, wie bei Ihren zurück­lie­gen­den Regie­rungs­be­tei­li­gun­gen, da hilft es auch nicht, wenn Herr Aden jede zwei­te Later­ne mit Pla­ka­ten zumüllt, es sei denn, er ist scharf auf einen aus­kömm­li­chen Posten.”

Auf der Face­book-Sei­te der NRWZ äußert sich der loka­le Zweit­kan­di­dat der FDP, Dani­el Kar­rais zu Sän­zes Vor­wür­fen (kli­cken Sie zum Anzei­gen auf das klei­ne Kommentar-Symbol):

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Sän­ze wört­lich über den poli­ti­schen Geg­ner Lindner:

Erin­nern wir uns, von Dezem­ber 2009 bis Dezem­ber 2011 – Gene­ral­se­kre­tär der Bun­des-FDP. Nach der Devi­se die Rat­ten ver­las­sen das sin­ken­de Schiff, hat er sich dann recht­zei­tig vom Acker gemacht, um dann wie Phö­nix aus der Asche mit nicht vor­han­de­ner Wirt­schafts- Manage­ment­kom­pe­tenz als Ret­ter der FDP auf­zu­tau­chen. Dies erin­nert doch stark an die Wes­ter­wel­le-Kam­pa­gne + 18%, als sich die FDP, zum Hoff­nungs­trä­ger der Wirt­schaft und zum Ver­tei­di­ger der Frei­heit sti­li­sier­te; Ergeb­nis: Kli­en­tel-Poli­tik und Postengeschacher.