Alois Breiing aus Rottweil zeigt in Markdorf neuere Gemälde und Zeichnungen

Der jetzt in Rottweil lebende Künstler Alois Breiing präsentiert ab 4. März in Markdorf eine Auswahl neuerer Gemälde und Zeichnungen. Foto: Ewald Graf

ROTTWEIL (pm) – Dr. Alois Brei­ing aus Rott­weil stellt auf Ein­la­dung der His­to­ri­schen Nar­ren­zunft Mark­dorf im dor­ti­gen Ober­tor ab Frei­tag, 4. März, Gemäl­de und Zeich­nun­gen aus den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren aus.

Die Aus­wahl neue­rer Arbei­ten steht unter dem Titel „erfah­ren – erlau­fen – erle­sen – erdacht“. Alois Brei­ing (76) lebt mit sei­ner Ehe­frau Chris­ta seit zehn Jah­ren in Rott­weil. Dort wie auf Rei­sen ist sein Skiz­zen­buch immer dabei. Im Ate­lier erfährt das Gese­he­ne und Fest­ge­hal­te­ne aber in ver­schie­dens­ten Tech­ni­ken eine Über­ar­bei­tung und Zuspit­zung, so dass sich Brei­ings Wer­ke in einer gro­ßen sti­lis­ti­schen und tech­ni­schen Viel­falt zei­gen.

Eines der Moti­ve sind die Berüh­rungs­punk­te zwi­schen Natur, Mensch und Tech­nik, wenn etwa der Neckar sich an einem Wehr sam­melt und es über­win­det oder wenn die Vege­ta­ti­on durch das Rad einer aus­ran­gier­ten Loko­mo­ti­ve zu wach­sen beginnt.

Bäu­me fas­zi­nie­ren den Künst­ler schon immer und wer­den in ver­schie­dens­ten Per­spek­ti­ven und Ver­for­mun­gen gezeigt. Man­che Bil­der Brei­ings wie­der­um fei­ern die Schön­heit natür­li­cher Far­ben und For­men und lösen sich dabei vom natu­ra­lis­ti­schen Gegen­stand. Oder es ver­dich­ten sich Zeich­nun­gen in abs­tra­hie­ren­der Form zu gesell­schafts­kri­ti­schen Blick­win­keln.

Der in Duis­burg gebo­re­ne Alois Brei­ing kam nach sei­nem Inge­nieurs­stu­di­um 1963 an den Boden­see und arbei­te­te bei Dor­nier, bevor er 1985 an die Eid­ge­nös­sisch-Tech­ni­sche Hoch­schu­le (ETH) in Zürich ging, wo er pro­mo­vier­te und habi­li­tier­te. Als Pro­fes­sor für Gestal­tungs­leh­re wirk­te er dort bis 2005.

Als bil­den­der Künst­ler war Brei­ing seit sei­ner Jugend­zeit krea­tiv und gestal­te­te regel­mä­ßig Aus­stel­lun­gen. An sei­ne Mark­dor­fer Zeit erin­nert in der dor­ti­gen Niko­laus-Kir­che das groß­for­ma­ti­ge „Hun­ger­tuch“, das noch heu­te jeweils in der Fas­ten­zeit zu sehen ist. Nach­dem sich Alois Brei­ing seit sei­ner Eme­ri­tie­rung vor elf Jah­ren wie­der stär­ker dem Zeich­nen und Malen wid­met, stellt er nun an sei­nem alten Wir­kungs­ort eine Aus­wahl neue­rer Arbei­ten aus.

Die Aus­stel­lung „erfah­ren – erlau­fen – erle­sen – erdacht“ wird mit einer Ver­nis­sa­ge am Frei­tag, 4. März, um 19 Uhr eröff­net. Die Ein­füh­rung spricht der in Schram­berg leben­de Jour­na­list Ewald Graf. Zu ihr sind alle Inter­es­sier­ten ein­ge­la­den. Zu sehen ist die Werk­aus­wahl bis ein­schließ­lich Sonn­tag, 20. März. Die Öff­nungs­zei­ten sind Mon­tag bis Frei­tag 16 bis 19 Uhr, Sams­tag und Sonn­tag 11 bis 18 Uhr. Der Künst­ler ist in die­sen Zei­ten auch selbst anwe­send.