Alles muss raus: Apanage-Filiale in der Hauptstraße schließt. Foto: him

SCHRAMBERG (him) – Vor knapp einem Jahr eröff­ne­te in der Haupt­stra­ße die Mode­ket­te Apanage/Kapalua einen Laden – und jetzt ist bereits wie­der ein Schluss­ver­kauf wegen Geschäfts­auf­ga­be ange­setzt. Der Grund: Die Kon­zern­mut­ter Steil­mann ist seit Ende März insol­vent.

Im August 2015 war Frank Hem­pel, damals ver­ant­wort­lich bei Apa­na­ge für die Laden­ge­schäf­te, ganz eupho­risch und lob­te Schram­berg als „tol­len Stand­ort mit sehr guter Ein­zel­han­dels­struk­tur“. Sein Unter­neh­men sehe Poten­zi­al am Stand­ort, da es kei­nen direk­ten Mit­be­wer­ber gebe, sag­te er der NRWZ. Schram­bergs Wirt­schafts­för­de­rer Man­fred Jung­beck wies auch dar­auf hin, dass es sich um eine 1A-Inne­stadt­la­ge han­delt, in die Apa­na­ge ein­zie­he.

Nun ist Frank Hem­pel nicht mehr bei Apa­na­ge, die Fir­ma muss­te Anfang April Insol­venz anmel­den. Am Stamm­sitz in Gel­sen­kir­chen und in den etwa 250 Filia­len ban­gen die etwa 740 Mit­ar­bei­te­rin­nen um ihre Jobs.

Nach Aus­kunft einer Fir­men­spre­che­rin in Gel­sen­kir­chen wer­den auf Anord­nung des Insol­venz­ver­wal­ters alle Filia­len geschlos­sen. „Unser Unter­neh­men wird liqui­diert.“

Apa­na­ge gehört zum Steil­mann-Kon­zern, der im Früh­jahr in Insol­venz geriet. Erst im ver­gan­ge­nen Herbst war Steil­mann an die Bör­se gegan­gen. Die Steil­mann-Grup­pe hält auch Antei­le an Adler-Moden, die aller­dings nicht von der Insol­venz betrof­fen sind.

Wie es in Schram­berg bei Apanage/Kapalua nach dem Aus­ver­kauf wei­ter­ge­hen wird, ist noch völ­lig offen.