Eine hal­be Minu­te. Ziem­lich genau so lan­ge wird es dau­ern, bis Besu­cher des Rott­wei­ler Auf­zug­test­turms vom Foy­er zur Aus­sichts­platt­form auf 232 Metern Höhe gelan­gen. Im Mai 2017 ist es soweit.

Die Pan­ora­ma-Auf­zugs­ka­bi­ne, die in den höchs­ten Turm Baden-Würt­tem­bergs zur höchs­ten Aus­sichts­platt­form Deutsch­lands füh­ren wird, wird schon kom­men­den Monat ein­ge­baut. Sie steht bereits im thyssenkrupp-Ele­va­tor-Werk in Neu­hau­sen auf den Fil­dern – als Extra­an­fer­ti­gung, als ein Uni­kat. Fer­tig abge­nom­men, bereit zum Trans­port. Das erklär­te thyssenkrupp-Mann Micha­el Klein im Rah­men eines Zwi­schen­be­richts am Mitt­woch vor dem Rott­wei­ler Gemein­de­rat.

Mit einem Schwer­last­kran soll die ver­glas­te Kabi­ne, die zum von Star­ar­chi­tekt Hel­mut Jahn ent­wor­fe­nen Turm pas­sen wer­de, in den bereits vor­han­de­nen Auf­zugs­schacht gehievt wer­den. Eigens dafür sind noch Aus­spa­run­gen beim Turm­auf­bau frei gelas­sen wor­den. Apro­pos Ent­wurf des Star­ar­chi­tek­ten: Die von ihm kon­zi­pier­te Ver­klei­dung des Turms, jene Mem­bran, wird bereits mon­tiert. Eine Arbeit, bei der höchs­te Prä­zi­si­on gefor­dert sei, weil der Turm schwin­gen wer­de, wie Klein aus­führ­te. Es han­delt sich um eine dyna­mi­sche Ver­mes­sung des Test­turms. Dabei wür­den auch schon die Bohr­lö­cher für die Mem­br­an­tei­le mar­kiert. 

Acht Meter pro Sekun­de. So schnell wird der Pan­ora­ma-Auf­zug in Rott­weil in die Höhe fah­ren. Das sind knapp 30 Stun­den­ki­lo­me­ter. Und es ist bereits Hoch­ge­schwin­dig­keits­ni­veau, auch aktu­el­le Auf­zü­ge in Wol­ken­krat­zern sind nicht wesent­lich schnel­ler. Im Burj Kha­li­fa in den Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­ten, jenem 828 Meter hohen Rekord­turm, wer­kelt ein Auf­zug, der gera­de mal einen Meter pro Sekun­de mehr macht. Aller­dings ist da eher der Mensch die Gren­ze – genau­er: der Magen des Mit­fah­ren­den.