Ausgedient: Ein Straßenbauarbeiter entfernt die gelben Markierungen auf der Bundesstraße zwischen Sulgen und Talstadt. Foto: him

Nach bald zwei Jah­ren Dau­er­bau­stel­le haben am Mitt­woch­nach­mit­tag Stra­ßen­bau­ar­bei­ter zumin­dest berg­wärts die Absper­run­gen an der B 462 zwi­schen Schram­berg und Sul­gen weg­ge­räumt. Weil tal­wärts noch Mar­kie­rungs­ar­bei­ten anste­hen, bleibt hier bis zur Glas­bach­kur­ve eine Spur gesperrt.

SCHRAMBERG (him) – „Ich hof­fe, dass das bis Frei­tag erle­digt ist“, sagt der Lei­ter der Stra­ßen­meis­te­rei auf dem Sul­gen, Sieg­fried Vil­ling. Seit dem Herbst des Jah­res 2013 hat­ten Bau­ar­bei­ten an der Bun­des­stra­ße immer wie­der dafür gesorgt, dass eine oder gar zwei Spu­ren gesperrt wer­den muss­ten. Erst wur­den Fahr­bahn­ab­schnit­te erneu­ert, dann ließ die Stadt ober­halb und unter­halb der Stra­ße Bäu­me fäl­len und schließ­lich wur­den Schutz­git­ter und ‑mat­ten am Steil­hang ober­halb der Stra­ße ange­bracht.

Kom­pli­ziert war die Eigen­tü­mer­fra­ge am Steil­hang: Ein Eigen­tü­mer wei­ger­te sich die Schutz­git­ter auf sei­nem Grund anbrin­gen zu las­sen. Schließ­lich ent­schied das Regie­rungs­prä­si­di­um “Gefahr in Ver­zug“ und ord­ne­te die Arbei­ten an. Nun könn­te ein Gericht nach­träg­lich klä­ren, ob die Eigen­tums­rech­te eines Grund­be­sit­zers wich­ti­ger als die Nach­tei­le für vie­le wie­gen, so Vil­ling.

Zuletzt ließ die Stadt noch­mals im spit­zen Win­kel der Bun­destra­ße bei der Glas­bach­kur­ve die Forst­ar­bei­ter ran. Doch nun ist auch das erle­digt und spä­tes­tens ab Frei­tag gilt dann wie­der „freie Fahrt für freie Bür­ger“, wie Vil­ling lockt. Aller­dings ist Vor­sicht gebo­ten, denn tal­wärts gilt Tem­po 80 und die Poli­zei kon­trol­liert regel­mä­ßig.