SCHRAMBERG (him) – Kurz vor 18 Uhr hat am Don­ners­tag­abend ein 18- bis 20-jäh­ri­ger Mann die Raiff­ei­sen­bank in Schram­berg-Sul­gen in der Hardt­stra­ße über­fal­len und Geld geraubt. Der Mann ist zur Stun­de (Don­ners­tag, 19.20 Uhr) flüch­tig.

Er soll mit einer Pis­to­le bewaff­net gewe­sen und einen Bank­mit­ar­bei­ter bedroht haben. Wie viel Geld der Unbe­kann­te erbeu­tet hat, ist unklar.

Die Poli­zei fahn­det nach einem etwa  1,80 Meter gro­ßen Mann mit dunk­le­rer Haut­far­be, mög­li­cher­wei­se ein Mann aus Nord­afri­ka. Er trug zur Tat­zeit eine schwar­ze Hose und eine schwar­ze Jacke. Er müss­te sich im Bereich Sul­gen auf­hal­ten, so die Poli­zei.

Inzwi­schen (19.30 Uhr) hat die Poli­zei eine detail­lier­te­re Per­so­nen­be­schrei­bung: Der Flüch­ti­ge ist cir­ca 18 Jah­re alt, etwa 180 cm groß, mit süd­län­di­schem Aus­se­hen. Er ist  schlank und hat einen Drei-Tage-Bart. Beklei­det ist der Täter mit einer schwar­zen Jacke, schwar­zer Strick­müt­ze, schwar­zer Hose sowie schwar­zen Turn­schu­hen mit wei­ßer Soh­le. Übers Gesicht hat­te er ein schwar­zes Tuch oder einen schwar­zen Schal gezo­gen. Die Kri­po in Rott­weil über­nahm die Ermitt­lun­gen. Zeu­gen­hin­wei­se bit­te an die Kri­mi­nal­po­li­zei­di­rek­ti­on in Rott­weil, Tel. 0741/477–0 oder an das Poli­zei­re­vier Schram­berg, Tel. 07422/2701–0.

Bank ist schon 2013 überfallen worden

Vor gut drei Jah­ren Ende Novem­ber 2013 war die Bank schon ein­mal von einem jun­gen Mann über­fal­len wor­den. Auch damals hat­te der Täter die Bank­an­ge­stell­ten mit einer Pis­to­le bedroht. Auch die­se Tat geschah an einem Don­ners­tag­abend kurz vor 18 Uhr. Den Täter konn­te die Poli­zei ermit­teln. Er blieb aber auf frei­em Fuß, da kein Haft­grund gegen ihn vor­lag. Spä­ter hat­te ein Jugend­ge­richt den Bank­über­fall ver­han­delt. Die Bank­mit­ar­bei­ter lit­ten län­ge­re Zeit unter dem Schock des Über­falls.

Polizei hat mutmaßlichen Bankräuber verfolgt, aber aus den Augen verloren

Poli­zei­spre­cher Micha­el Aschen­bren­ner bestä­tigt am Frei­tag­mit­tag die Infor­ma­ti­on einer unse­rer Face­book-Lese­rin­nen, dass kurz nach 18 Uhr eine Strei­fen­wa­gen­be­sat­zung auf dem Sul­gen den mut­maß­li­chen Tat­ver­däch­ti­gen gese­hen hat­te. Ein Poli­zei­be­am­ter habe zu Fuß die Ver­fol­gung auf­ge­nom­men, als der  Tat­ver­däch­ti­ge in der Sul­gau­er Stra­ße Rich­tung Kebab Yedoy davon rann­te. Da habe der Mann kei­ne Sturm­hau­be mehr übers Gesicht gezo­gen gehabt, so unse­re Lese­rin.

Aschen­bren­ner berich­tet der NRWZ, dass der mut­maß­li­che Täter nach dem Bank­über­fall den Beam­ten ent­wischt sei. Sie hät­ten bei der Ver­fol­gung irgend­wann kei­nen Sicht­kon­takt mehr zu ihm gehabt. Die Fahn­dung lau­fe. Er rela­ti­viert auch die ers­te Aus­sa­ge der Schram­ber­ger Poli­zei „mög­li­cher­wei­se Nord­afri­ka­ner” und spricht lie­ber von „süd­län­di­schem Aus­se­hen”: „Dunk­le Haa­re, eher dunk­le Haut­far­be, aber sicher kein Schwarz-Afri­ka­ner.”