REGION ROTTWEIL (pm) – Auf dem Arbeits­markt in der Regi­on Schwarz­wald-Baar-Heu­berg brach­te der März einen wei­te­ren Rück­gang der Arbeits­lo­sig­keit. Im Berichts­zeit­raum gab es erneut kräf­ti­ge Bewe­gun­gen.

Es mel­de­ten sich 2360 Män­ner und Frau­en erst­mals oder erneut arbeits­los, 965 unmit­tel­bar aus vor­he­ri­ger Erwerbs­tä­tig­keit. Dem stan­den 2730 Abmel­dun­gen aus der Arbeits­lo­sig­keit gegen­über. Davon nah­men immer­hin gut 1020 Män­ner und Frau­en eine Beschäf­ti­gung auf sowie rund 700 wei­te­re eine Aus­bil­dung oder Trai­nings­maß­nah­me.

Unter dem Strich sank der Bestand an Arbeits­lo­sen gegen­über dem Vor­mo­nat um gut 360 auf 8720 Per­so­nen. Der Agen­tur­be­zirk Rott­weil – Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen liegt damit bei der Arbeits­lo­sen­quo­te von aktu­ell 3,3 Pro­zent wei­ter­hin unter dem Lan­des­schnitt von jetzt 4,0 Pro­zent. Zusam­men mit dem Bezirk der Agen­tur für Arbeit Lör­rach mit eben­falls 3,3 Pro­zent hat die Regi­on Schwarz­wald-Baar-Heu­berg nach dem Bezirk der Agen­tur für Arbeit Ulm (3,2 Pro­zent) damit die zweit­nied­rigs­te Arbeits­lo­sen­quo­te in Baden-Würt­tem­berg. Zum Ver­gleich: Im Vor­jahr waren im März in der Regi­on 8.810 Arbeits­lo­se gezählt wor­den, knapp 90 mehr als jetzt. Die Quo­te betrug in der Regi­on vor Jah­res­frist eben­falls 3,3 Pro­zent.

Der leich­te Rück­gang der Arbeits­lo­sig­keit gegen­über dem Vor­mo­nat Febru­ar ist weit­ge­hend auf die Ent­wick­lung im Bereich der Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung zurück­zu­füh­ren”, sagt Eri­ka Faust, Vor­sit­zen­de der Geschäfts­füh­rung der Agen­tur für Arbeit Rott­weil – Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen im aktu­el­len Arbeits­markt­be­richt.

Im März mel­de­ten Betrie­be und Ver­wal­tun­gen aus der Regi­on Schwarz­wald-Baar-Heu­berg dem Arbeit­ge­ber-Ser­vice der Agen­tur Rott­weil – Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen wie­der fast 1.500 Stel­len­an­ge­bo­te zur Beset­zung, aller­dings 90 weni­ger als im Vor­mo­nat aber gut 260 mehr als im Vor­jahr. Der Stel­len­be­stand lag bei fast 4420 Ange­bo­ten.

Die­ses Stel­len­an­ge­bot ist wei­ter­hin attrak­tiv und viel­fäl­tig. Ver­stärkt wer­den Fach­kräf­te mit Fer­ti­gungs­be­ru­fen (2300) sowie mit kauf­män­ni­schen und Büro­be­ru­fen (515) sowie mit Gesund­heits- und Sozi­al­be­ru­fen (480) gesucht. Der Arbeit­ge­ber-Ser­vice steht den Betrie­ben als Ansprech­part­ner per­sön­lich, tele­fo­nisch und per E‑Mail zur Ver­fü­gung”, so Faust.

Im Land­kreis Tutt­lin­gen wur­den im März 2.70 Arbeits­lo­se gezählt, 55 weni­ger als im Vor­mo­nat. Die Arbeits­lo­sen­quo­te blieb den­noch unver­än­dert auf 2,9 Pro­zent. Im Kreis Rott­weil sank die Zahl der Arbeits­lo­sen um etwa 100 auf knapp 2270. Dadurch nahm die Quo­te um zwei Zehn­tel auf jetzt 2,9 Pro­zent ab. Im Schwarz­wald-Baar-Kreis gab es mit minus 215 auf 4280 einen etwas stär­ke­ren Rück­gang bei den Arbeits­lo­sen. Die Quo­te sank ent-spre­chend um zwei Zehn­tel auf 3,8 Pro­zent.

Knapp 4545 Arbeits­lo­se zähl­ten im März 2015 zu den erwerbs­fä­hi­gen Leis­tungs­be­rech­tig­ten nach dem zwei­ten Sozi­al­ge­setz­buch (SGB II), 45 weni­ger als im Febru­ar und gleich vie­le wie im März des Vor­jah­res.

Aktu­el­le Situa­ti­on am Aus­bil­dungs­markt: weit mehr Stel­len als Bewer­ber

Erfreu­lich aus Sicht der Jugend­li­chen ist die für sie posi­ti­ve Ent­wick­lung am Aus­bil­dungs­markt”, sagt Faust. Betrie­be und Ver­wal­tun­gen haben der Agen­tur für Arbeit Rott­weil – Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen seit Beginn des Bera­tungs­jah­res Anfang Okto­ber 2014 bereits fast 3.620 Aus­bil­dungs­stel­len gemel­det, noch ein­mal 30 mehr als im glei­chen Vor­jah­res­zeit­raum. Gleich­zei­tig haben sich gut 2.300 jun­ge Men­schen als Bewer­ber um betrieb­li­che Aus­bil­dungs­stel­len vor­mer­ken las­sen, 400 weni­ger als im Vor­jahr. Von die­sen Bewer­bern waren Ende März noch 1.390 unver­sorgt. Ihnen stan­den aller­dings noch 2.205 unbe­setz­te Aus­bil­dungs­stel­len zur Ver­fü­gung.