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Samstag, 22. Februar 2020

Beklagenswert: Männerschwund im Rathaus

Erste Eisenlohr-Stadtfasnet ein voller Erfolg

Auch 2020 war die vom Personalrat der Stadt Schramberg seit 1984 veranstaltete Stadtfasnet ein voller Erfolg. Quer aus allen Bereichen der Stadtverwaltung kamen die Gäste am letzten Freitag in die vollbesetzte Athletenhalle in der Talstadt.

Durch das Programm führte erstmalig das Duo Achim Ringwald und Rainer Berhardt, die ihre Ansagen nutzten, um so manches Geschehen bei der Stadt auf die Schippe zu nehmen. Beginnend über den Männerschwund bei der Stadt, über den neuen Kämmerer und Gladbachfan Klemens Walter bis hin zum kleinen Crashkurs „Wie halte ich ein Mikro“ für ihre neue Chefin Dorothee Eisenlohr war alles dabei.

Ansager Achim Ringwald interviewt den neuen Kämmerer Klemens Walter zum Thema Verkleidung, Ökopunkte und Pferschelwiesen. Fotos: pm

Sowohl der Kämmerer als auch die Oberbürgermeisterin bekamen von den beiden Ansagern eine sogenannte „Martin-Windhab-Pfeife“ überreicht, und somit sind beide offiziell in die Schramberger Fasnet aufgenommen. Sehr zum Entsetzen des neuen Kämmeres ist die Pfeife in den Stadtfarben und somit auch in den Farben von Borussia Dortmund. Herb für den bekennnenden Gladbach Fan. Auch die neue Katzenschutzverordnung bekam von den beiden ihr Fett weg, da aufgrund dieser Verordnung die Hoorig Katz aus der Stadt geflüchtet sein soll. Stefan Link suche immer noch.

Das Programm des Stadtfasnet wurde komplett von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt Schramberg vorbereitet. Bis auf eine kleine Ausnahme. Gemeinderat Martin Himmelheber und die frühere Gemeinderätin Renate Much verlegten die Generalprobe für ihren Auftritt bei den Falkensteinern in die Athletenhalle. Von der Falkenstein herunter beleuchteten die beiden Akteure das Geschehen in Stadt und Gemeinderat. Von der Herbergsuche der neuen Oberbürgermeisterin bis hin in den Gemeinderat wussten sie zu berichten.

Übrigens war das eine Premiere bei einer Stadtfasnet. Ein Gemeinderat trat bisher noch nie auf. Sehr zur Freude der ebenfalls anwesenden KollegenInnen Gertrud Nöhre, Clemens Maurer, Thomas Brantner, Thomas Brugger und Bernd Richter. (Vergessen hat der Chronist den wichtigsten und lautstärksten an diesem Abend: den Sänger der „Sauren Kutteln“ Dominik Dieterle. Die Redaktion.)

Los ging aber das Programm mit einer Showtanzgruppe vom Fachbereich Kultur und Soziales. Mit ihrem Rollatorenballett brachten sie Disco-Feeling in die Athletenhalle. Diese Nummer ging natürlich nicht ohne Zugabe ab. Eine tolle und interessante Nummer hatten sich die Auszubildenden der Stadt ausgedacht. Sie nahmen zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die Bühne die sie im Vorfeld nach Hobbys und Vorlieben befragt hatten.

Anhand dieser Info musste nun die Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr erraten, welches Hobby und welche Eigenschaft zu dem jeweiligen Kollege passt. Gar nicht so einfach. Beim Hobby „Gartenarbeit und Kakteenzucht“ hat sie gleich als erstes den Kollegen Achim Ringwald ausgeschieden. Das war falsch, was bei der Auflösung dann für große Erheiterung suchte. Tolle Teambuilding-Nummer im Rahmen der Stadtfasnet.

Mysteriös ging es dann weiter mit den Mitarbeiterinnen der BTI. Sehr zur Erleichterung von ihnen selbst (und des Publikums) dieses Mal ohne Gesangseinlage. Ihre mit Nebel und Rotlicht illuminierte Wahrsagernummer in die Zukunft der Stadt Schramberg brachten so manches ans Tageslicht. So wird, sehr zur Freude des Stadtarchivars, Frau Eisenlohr eine ihr am Abend überreichte Amtskette in Zukunft tragen. So jedenfalls der Blick in die Sterne.

Auch wird es für den Bauhof Handys geben, die sogar Bilder übertragen können. Das es mit der Wahrsagerei aber nicht weit her ist, stellte sich jetzt erst heraus. Noch am Abend sagte die Wahrsagekugel dem Stadtkämmerer Walter am Sonntag einen Sieg von Borussia Mönchengladbach voraus. Dabei fiel das Spiel aus.

Traditionell beendeten wie jedes Jahr die Stadtwerke das Programm. In diesem Jahr mit cooler Pilotenverkleidung und mit Chefpilot Peter Kälble an der Spitze. Und natürlich war bei dieser Tanznummer die Freiheit über den Wolken grenzenlos.

Nach dem Finale bei dem sich die Ansager Achim und Rainer nochmals bei allen Beteiligten bedankten, übernahm dann die junge Schramberger Band „Saure Kutteln“ die musikalische Leitung des Abends. Die Bar öffnete und insgesamt sorgte an diesem Abend ein Team der Tanzgruppe der SG Schramberg für die Bewirtung. Zum ersten Mal und sehr zur Zufriedenheit aller Gäste.

 

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