ROTTWEIL/DUNNINGEN (him) – Seit sechs Jah­ren erprobt das Land die enge Zusam­men­ar­beit von Kin­der­gär­ten und Grund­schu­len in soge­nann­ten Bil­dungs­häu­sern unter ande­rem in Rott­weil- Neu­kirch und Alt­stadt sowie in Dun­nin­gen . Nun ist die Erpro­bungs­pha­se aus­ge­lau­fen und es ist unklar, ob und wie es wei­ter­geht. Kul­tus­mi­nis­ter Andre­as Stoch ver­si­chert aller­dings, es wer­de nichts gestri­chen.

Eltern, Erzie­he­rin­nen und Leh­rer hof­fen, dass das erfolg­rei­che Pro­jekt eine Zukunft hat. An die 900 Unter­schrif­ten für den Erhalt der Bil­dungs­häu­ser in Dun­nin­gen-See­dorf, Rott­weil-Alt­stadt und Rott­weil-Neu­kirch hat­ten Ver­tre­te­rin­nen der dor­ti­gen Kin­der­gär­ten und Grund­schu­len Mit­te Novem­ber an die SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Rita Hal­ler-Haid über­reicht. Die Tübin­ger Land­tags­ab­ge­ord­ne­te bestä­tig­te ihnen, die Bil­dungs­häu­ser sei­en „ein gutes Pro­jekt“, und sie gehe davon aus, dass sie wei­ter geführt wer­den.

In Rott­weil koope­riert die Römer­schu­le mit dem Kin­der­gar­ten Alt­stadt und dem Gölls­dor­fer Kin­der­gar­ten. Vero­ni­ka Bih­ler vom Bil­dungs­haus betont, dass die Kin­der­gar­ten­kin­der schon das Schul­ge­bäu­de ken­nen, wenn sie in die Schu­le kom­men, ihre Kol­le­gin Made­lei­ne Dieh­le ergänzt: „Es gibt am ers­ten Schul­tag kei­ne Trä­nen mehr, die Kin­der gehen ohne Angst in die Schu­le.“

In Rott­weil-Neu­kirch lie­gen Kin­der­gar­ten und Grund­schu­le nah bei­ein­an­der und kön­nen das­sel­be Gelän­de nut­zen, so Kat­ja Gai­ßer. Das Bil­dungs­haus sei „die per­fek­te Vor­be­rei­tung auf die Schu­le.“ Der Schul­lei­ter der Grund­schu­le Dun­nin­gen-See­dorf, Mar­cus Streu­le, berich­te­te, dass an sei­ner Schu­le die Kin­der von vier Kin­der­gär­ten aus Dun­nin­gen, Lacken­dorf und See­dorf regel­mä­ßig gemein­sam mit den Grund­schü­lern unter­rich­tet wer­den. „Wir sind vor Ort sehr eng mit den Kin­der­gär­ten zusam­men­ge­wach­sen.“

Hal­ler- Haid hat die Unter­schrif­ten unter­des­sen an Kul­tus­mi­nis­ter Andre­as Stoch über­reicht, die­ser „war beein­druckt, wie vie­le Unter­schrif­ten vor­lie­gen. Lei­der konn­te er noch nichts Neu­es sagen, weil die Eva­lua­ti­on noch nicht abge­schlos­sen ist“, berich­tet die SPD-Abge­ord­ne­te auf Nach­fra­ge der NRWZ. Sie habe wie­der­holt im Minis­te­ri­um nach­ge­fragt: „Eine end­gül­ti­ge Ant­wort wird es in die­sem Jahr nicht mehr geben.“ Fest ste­he aber, es „wird nichts gestri­chen.“