Bombendrohung in Villingen: Polizei räumt Tiefgarage und Wohnungen

Gegenüber Privatpersonen damit gedroht, einen in einer Tiefgarage im Villinger Wohngebiet Wöschhalde abgestellten Wagen mit einem angebrachten Sprengsatz in die Luft zu jagen, hat ein unbekannter Täter am Dienstag kurz vor der Mittagszeit. Die Polizei startete eine großangelegte Aktion, einen Sprengsatz fand sie aber nicht.

Der Unbekannte gab an, dass der Wagen explodieren würde, sobald das Fahrzeug gestartet wird. Die Autobesitzer verständigten daraufhin sofort die Polizei. Nach der Mitteilung rückte diese mit mehreren Streifenwagen zusammen mit weiteren Fahrzeugen der hinzugezogenen Feuerwehr Villingen und des Rettungsdienstes zu der genannten Örtlichkeit aus.

Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass an dem in einer Tiefgarage abgestellten Auto tatsächlich ein entsprechender Sprengsatz angebracht ist, wurde das Gelände um die Tiefgarage weiträumig abgesperrt und angrenzende Wohnhäuser evakuiert. Etwa 100 Menschen mussten bis auf weiteres ihre Wohnungen verlassen.

Hinzugezogene Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes Stuttgart überprüften das Fahrzeug, konnten an diesem jedoch keinen angebrachten Sprengsatz feststellen. Danach, etwa gegen 15.45 Uhr, wurde die Absperrung aufgehoben und alle Evakuierten konnten wieder in ihre Wohnung gehen.

Nun ermitteln Beamte des Kriminalkommissariats Villingen gegen den unbekannten Täter. Sollte dieser ausfindig gemacht werden, wird er sich für diese Tat in einem Strafverfahren verantworten müssen. Die Störung des öffentlichen Friedens durch eine solche Drohung wird mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder mit einer empfindlichen Geldstrafe geahndet. Zudem muss ein ermittelter Täter damit rechnen, dass ihm die Kosten für den Polizei- und Feuerwehreinsatz auferlegt werden. Anhaltspunkte zu einem fremdenfeindlichen Hintergrund ergaben sich laut Polizei nicht.

 

 

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