Der Bür­ger­bus­ver­ein hat inzwi­schen schon 110 Mit­glie­der. Das hat der Vor­sit­zen­de Arn­hold Budick bei einem Pres­se­ge­spräch am Mitt­woch mit­ge­teilt. (Wir haben schon „kurz berich­tet“.)

SCHRAMBERG (him) – Budick beton­te, dass die­se Mit­glie­der­zahl doch sehr beacht­lich sei, für einen Ver­ein, der erst vor acht Mona­ten gegrün­det wor­den war. Für die Mit­glie­der 99 ‚100 und 101 gabs eine beson­de­re Ehrung: eine Zeh­ner­kar­te und eine Fla­sche Sekt. Budick freu­te sich, dass mit Rita Storz und Rein­hold Rapp zwei Sul­ge­ner und mit Apo­the­ker Cajetan Rapp ein Ten­nen­bron­ner Han­del- und gewer­be­trei­ben­der hin­zu­ge­kom­men sei­en. Rein­hold Rapp wer­de zudem als Fah­rer zur Ver­fü­gung ste­hen.

Zum bestell­ten Bus berich­te­te Mat­thi­as Kohl­ha­se, dass der Bus auf Basis eines VW T6 „mit beson­ders umwelt­freund­li­cher Tech­nik“ aus gestat­tet wer­de. Eigent­lich soll­te der Bus schon im Sep­tem­ber gelie­fert wer­den, nun wird es Dezem­ber und der Start des Bür­ger­bus­ses ins neue Jahr gescho­ben.

Fest­ge­legt hat der BBS-Ver­ein inzwi­schen auch die Fahr­prei­se. Laut Budick sei bei einer Umfra­ge eine Spann­wei­te von einem bis drei Euro genannt wor­den. Mit 1,50 Euro blei­be man rea­lis­tisch. eine Tages­kar­te gibt’s für zwei Euro und eine Zeh­ner­kar­te für 13 Euro.

Der Arbeits­me­di­zi­ner Dr. Chris­toph Strass­ner wer­de das Fah­rer­team unter­su­chen. Dabei geht es um die all­ge­mei­ne Gesund­heit und einen Reak­ti­ons­test, so Kohl­ha­se. Die 31 ehren­amt­li­chen Fah­rer machen ihre Arbei­ten unter sich aus. Wer wann Dienst hat, wer wen ver­tritt, die Sau­ber­keit des Fahr­zeugs und die War­tung: „Das regeln die Fah­rer unter sich.“ Ihr Obmann, Achim Ben­dig­keit, ist Fahr­schul­leh­rer und über­nimmt auch die Schu­lung in Theo­rie und Pra­xis.

In der kom­men­den Woche wer­de eine Ver­kehrs­schau mit Ver­tre­tern der Behör­den und der Poli­zei noch­mals die geplan­ten Hal­te­stel­len prü­fen, so Wil­li Her­zog. „Dann wol­len wir das Mate­ri­al für die Hal­te­stel­len bestel­len“, kün­digt Her­zog an, sodass noch vor dem Win­ter der Bau­hof die Schil­der auf­stel­len kann.„Wir haben also noch einen Sack voll Arbeit“, mein­te Budick schmun­zelnd.

Bür­ger­bus Ange­bo­te machen, aber nur dann, wenn kein ande­res öffent­li­ches Ver­kehrs­mit­tel, wie der Anruf­bus, zur Ver­fü­gung steht. Das wer­de in enger Abspra­che mit allen betei­lig­ten gesche­hen, ver­sprach Budick und „step by step.“ Bekannt­lich darf der Bür­ger­bus nur dort ver­keh­ren, wo kein ÖPNV-Ange­bot besteht, also nicht die eigent­lich wich­ti­ge Ver­bin­dung zwi­schen Tal­stadt und Sul­gen bedie­nen. Dar­auf hat Julia­ne Kug­ler noch­mals hin­ge­wie­sen. Des­halb sieht sich der Bür­ger­bus­ver­ein auch als Zubrin­ger, fährt den Zen­tra­len Bus­bahn­hof in der Tal­stadt und die Rose auf dem Sul­gen an.

Vor­ge­stellt hat Budick auch eine Bro­schü­re, die ab sofort in den Bür­ger­infos in Schram­berg und auf dem Sul­gen, sowie bei den Vor­stands­mit­glie­dern zu haben ist. Dar­in wer­den etli­che Fra­gen zum Bür­ger­bus beant­wor­tet. Bürgerbusbroschüre dk 220715Gestal­tet hat ein Redak­ti­ons­team das Heft gemein­sam mit Rai­ner Land­gre­be. Dort sind die Lini­en­plä­ne ange­ge­ben und die Tage, an denen die­se Lini­en bedient wer­den. Die Fahr­plä­ne feh­len noch.

Star­ten soll der Bür­ger­bus nun am 1. Janu­ar 2016. Dann kom­me es ent­schei­dend dar­auf an, dass in der zwei­jäh­ri­gen Pilot­pha­se das Ange­bot auch genutzt wird, betont Budick. Dass die Gefahr besteht, dass ein sol­ches Ange­bot ins Lee­re läuft, zeigt das Bei­spiel Thea­ter­ta­xi­dienst. Der wer­de näm­lich nicht ange­nom­men, bedau­ert Budick, Trotz eines „Super­prei­ses.“