Cannabis-Legalisierung klare Absage erteilt

Trafen sich in Rottweil: Jörg Hügel, Geschäftsführer der Fachstelle Sucht, Stefan Teufel, Anja Klingelhöfer und Christian Heise (von links). Foto: pm
Trafen sich in Rottweil: Jörg Hügel, Geschäftsführer der Fachstelle Sucht, Stefan Teufel, Anja Klingelhöfer und Christian Heise (von links). Foto: pm

Dass sich der CDU-Landtagsabgeordnete Stefan Teufel gegen die Legalisierung aus­spre­chen wür­de, wird nie­man­den über­ra­schen. Doch fand er auch Fürsprecher für die­se Haltung bei Vertretern der Fachstelle Sucht Rottweil, wie aus einer Pressemitteilung sei­nes Büros her­vor geht. Die Suchtberater haben eine ganz kla­re Haltung gegen­über der soge­nann­ten Einstiegsdroge.

Der stell­ver­tre­ten­de Fraktionsvorsitzende der CDU-Landtagsfraktion und direkt gewähl­te Abgeordnete für den Wahlkreis Rottweil, Stefan Teufel stat­te­te einen Besuch bei der Fachstelle Sucht in Rottweil ab. In einem, wie er es im Nachhinein schil­dert, sehr inter­es­san­ten Dialog mit den Verantwortlichen, dem Geschäftsführer Christian Heise, der Leiterin Anja Klingelhöfer sowie mit dem Sozialarbeiter und Suchttherapeuten Jörg Hügel hät­ten eini­ge Themen und Herausforderungen dis­ku­tiert wer­den kön­nen.

Der Cannabis-Legalisierung habe die Suchtberatungsstelle eine kla­re Absage erteilt, nahm Teufel mit. Gerade in jun­gen Jahren sei das gesund­heit­li­che Risiko nicht über­schau­bar und die Spätfolgen für das Gehirn – je nach Konsum – erheb­lich, erklär­ten ihm die Suchtberater.

Wegen der stei­gen­den Zahlen in die­sem Bereich sei die Präventionsarbeit gera­de an Schulen enorm wich­tig und kön­ne nur nach­hal­tig funk­tio­nie­ren, wenn Sozialarbeit vor Ort gewähr­leis­tet sei, schrie­ben ihm die Rottweiler Suchtberater zudem ins Stammbuch.

Teufel, dem gesund­heits­po­li­ti­schen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, der sich wäh­rend der Koalitionsverhandlungen im Frühjahr gegen die Legalisierung von Cannabis ein­ge­setzt hat, liegt nach eige­nen Abgaben auch die Substitutionsbehandlung am Herzen. Die gerin­ge Anzahl der sub­sti­tu­ie­ren­den Ärzte im Kreis könn­te ein Problem wer­den, so der Abgeordnete. „Die gene­rel­le ärzt­li­che Versorgung im Ländlichen Raum ist und bleibt eine gro­ße Herausforderung, die es zu meis­tern gilt“, sag­te Teufel.

Der CDU-Abgeordnete ver­sprach, sich in den lau­fen­den Haushaltsberatungen des Landes Baden-Württemberg für die Präventionsarbeit der Fachstellen ein­zu­set­zen.