Blick vom Aufzugtestturm über die (noch nicht genehmigte) Hängebrücke nach Rottweil. Bild: pm
Blick vom Aufzugtestturm über die (noch nicht genehmigte) Hängebrücke nach Rottweil. Bild: pm

Die Rott­wei­ler CDU setzt auf ein „Ja” zur geplan­ten Hän­ge­brü­cke. Sie begrüßt nach anfäng­li­cher Ver­hal­ten­heit auch den Bür­ger­ent­scheid über das Pro­jekt, der am 19. März statt­fin­den wird. Und sie erwar­tet dort eine brei­te Zustim­mung. Aber: Künf­tig soll es nach dem Wil­len der Par­tei nicht „bei jeder halb­wegs wich­ti­gen Ent­schei­dung einen Bür­ger­ent­scheid” geben.

Als „prag­ma­ti­sches Vor­ge­hen“ bezeich­net die Rott­wei­ler CDU gemäß einer Pres­se­mit­tei­lung des Stadt­ver­bands die Gemein­de­rats­ent­schei­dung für einen Bür­ger­ent­scheid zur geplan­ten Hän­ge­brü­cke. Damit kön­ne das Ver­fah­ren zügi­ger gestal­tet wer­den.

In einer Vor­stands­sit­zung wur­de her­vor­ge­ho­ben, nun kom­me es vor allem dar­auf an, eine mög­lichst hohe Betei­li­gung der stimm­be­rech­tig­ten Bür­ge­rin­nen und Bür­ger zu errei­chen. Eine brei­te Zustim­mung für die Hän­ge­brü­cke sieht die CDU in mehr­fa­cher Hin­sicht als wich­tig an. Das Pro­jekt ver­bin­de auf öko­lo­gi­sche Wei­se den Thys­sen-Krupp-Test­turm mit der his­to­ri­schen Kern­stadt. Es sei ein aus­ge­spro­che­ner Glücks­fall, dass die­se Ein­rich­tung durch einen pri­va­ten Inves­tor geschaf­fen wer­de. Ein posi­ti­ver Aus­gang des Bür­ger­ent­scheids doku­men­tie­re, dass man in Rott­weil nicht im schlich­ten Kon­ser­vie­ren des Alten ver­har­re, son­dern einer­seits sorg­sam mit der wert­vol­len his­to­ri­schen Sub­stanz umge­he, sie ande­rer­seits aber auch für aktu­el­le und künf­ti­ge Her­aus­for­de­run­gen wei­ter ent­wick­le.

Das damit auch aus­ge­sen­de­te Signal der Auf­ge­schlos­sen­heit für pri­va­te Inves­ti­tio­nen – so die CDU in ihrer Pres­se­mit­tei­lung – stär­ke mit­tel- und lang­fris­tig die Wirt­schafts­kraft der Stadt und kom­me damit allen Bür­gern zu Gute.

In die­sem Zusam­men­hang begrüßt die CDU, dass der Gewer­be- und Han­dels­ver­ein sich nicht nur zustim­mend zur Hän­ge­brü­cke geäu­ßert, son­dern auch selbst in die Pflicht genom­men habe, wei­te­re Infra­struk­tu­ren für die zuneh­men­de Zahl an Tou­ris­ten zu schaf­fen.

Ins­ge­samt ver­spricht sich die CDU nach eige­nen Anga­ben durch die Hän­ge­brü­cke im Ver­bund mit dem Test­turm nicht nur ein Anwach­sen auf dem tou­ris­ti­schen Sek­tor, son­dern vor allem auch eine Bele­bung der Innen­stadt und eine Stei­ge­rung der Attrak­ti­vi­tät Rott­weils für Ein­woh­ner wie auch für Zuzie­hen­de.

Einen „Merk­pos­ten“ für eine Dis­kus­si­on nach dem Bür­ger­ent­scheid hat der CDU-Stadt­ver­bands­vor­stand noch fest­ge­hal­ten. Denn es bestehen Beden­ken: wenn das Bei­spiel Schu­le mache, bei jeder halb­wegs wich­ti­gen Ent­schei­dung einen Bür­ger­ent­scheid durch­zu­füh­ren. Viel­mehr sei in ers­ter Linie der Gemein­de­rat dafür gewählt und demo­kra­tisch legi­ti­miert. Hier müss­te auch die Abwä­gung gegen­über ande­ren Pro­jek­ten vor­ge­nom­men und ins­be­son­de­re die finan­zi­el­len Kon­se­quen­zen bedacht wer­den, schreibt der CDU-Stadt­ver­band abschlie­ßend.