Cobra 4 macht Rettung schneller

Integrierte Leitstelle Rottweil

Sie freuen sich über die neue Software: Kreisbrandmeister Mario Rumpf, Leitstellenleiter Holger Pfeifle, Systemadministrator Andreas Noth, der neue DRK-Kreisgeschäftsführer Alexander Huth (stehend, von links) sowie Systemadministrator Peter Kuchler. Foto: wede

Bes­ser und schnel­ler: Die inte­grier­te Leit­stel­le im alten Kran­ken­haus wur­de die­ser Tage auf den neu­es­ten Stand der Tech­nik gebracht. „Cobra 4“ heißt das neue Ein­satz­leit­sys­tem, das heu­te der Pres­se vor­ge­stellt wur­de.

2700 Not­arzt-Ein­sät­ze, 13.000 Ret­tungs­wa­gen- und 11.000 Kran­ken­trans­port-Ein­sät­ze, dazu knapp 1000 Ein­sät­ze der Feu­er­wehr: Die­se alle wer­den nun schnel­ler und effek­ti­ver erle­digt. So sieht der Dis­po­nent genau die Posi­ti­on der Ein­satz­fahr­zeu­ge, und das Sys­tem kann dann auch sofort fest­stel­len, wel­ches der Fahr­zeu­ge am schnells­ten am Ein­satz­ort sein kann. Und das macht auch an Kreis­gren­zen nicht Halt. Das gilt sowohl fürs Rote Kreuz als auch für die Feu­er­wehr. Zwar sind bei den Flo­ri­ans­jün­gern die Gemein­de­gren­zen maß­geb­lich für die Zustän­dig­keit – aber bei­spiels­wei­se bei ein­sam lie­gen­den Bau­ern­hö­fen ist oft die Wehr aus dem Nach­bar­ort schnel­ler da als die des Ver­wal­tungs­sit­zes. Da wer­den wert­vol­le Sekun­den für die Ret­tung gewon­nen.

Auch die Infor­ma­ti­on von Leit­stel­len der Nach­bar­krei­se Schwarz­wald-Baar und Tutt­lin­gen, die eben­falls mit Cobra 4 arbei­ten, ist schnel­ler gewor­den: „Ich schi­cke ein­fach einen Daten­satz“, sag­te Peter Kuch­ler. Das geht dann bis zum Ein­satz des Ret­tungs­hub­schrau­bers.

All das weiß nun der Com­pu­ter. Und zwar, weil ihm die Infor­ma­tio­nen ein­ge­ge­ben wur­den: In über 1900 Arbeits­stun­den wur­den 4000 Maß­nah­men ange­passt und ein­ge­ge­ben. Bei der Umstel­lung haben Leit­stel­len­lei­ter Hol­ger Pfeif­le und die Sys­tem­ad­mi­nis­tra­to­ren Kuch­ler und Andre­as Noth viel Arbeit geleis­tet.

Info: Die Inte­grier­te Leit­stel­le dis­po­niert im Land­kreis Rott­weil sämt­li­che Ein­sät­ze des Roten Kreu­zes, der Feu­er­wehr, des Kas­sen­ärzt­li­chen Not­diens­tes und bei Groß­scha­dens­la­gen die Ein­hei­ten des Kata­stro­phen­schut­zes. Sie wird von DRK und Land­kreis in gemein­sa­mer Trä­ger­schaft betrie­ben.