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Sonntag, 23. Februar 2020

Deißlinger Wasserpläne liegen vorerst auf Eis

DEISSLINGEN (mm) – Eigentlich wollte Deißlingen schon im kommenden Jahr den Ortsteil Lauffen mit Wasser von den fleißig sprudelnden Keckquellen im Neckartäle mitversorgen: Bisher kommt das Wasser vom Zweckverband Oberer Neckar, und der sollte wegen der anstehenden Investitionskosten in Höhe von 12 Millionen aufgelöst werden. Nun liegt das Projekt auf Eis, denn der Dietinger Rat hat sich gegen den zuvor im Verbandsvorstand einstimmig gefassten Auflösungsbeschuss gestellt.

Und das wiederum sorgte am Dienstag im Deißlinger Rat für einige Verwunderung und auch Ärger. „Wir sind ausgebremst worden!“, meinte Wolfgang Dongus von der SPD. Bürgermeister Ralf Ulbrich zeigte sich ebenfalls not amused. Die Verbandsauflösung und der Anschluss Lauffens seien nach wie vor wünschenswert, denn mit dem Keckquellenwasser käme man viel billiger als mit dem vom Neckar, aber es seien bei der Verbandssitzung am selben Morgen neue rechtliche Fragen aufgetaucht, und nun auf gut Glück eine halbe Million in die Hand zu nehmen, um Lauffen anzuschließen, sei doch nicht angebracht.

„Wir müssen das zurückstellen, bis wir sehen, wie es mit dem Verband weitergeht.“ Wolfgang Dongus fragte erneut nach: „Hier steht doch in der Vorlage, dass sich die Verbandsmitglieder in Sachen Auflösung einig sind. Und jetzt ist alles anders?“ Ja, es habe einen Konsens gegeben, doch der sei jetzt ausgehebelt worden, antwortete der Schultes.

Und weil es für eine Auflösung des Verbands eine Zweidrittelmehrheit brauche, käme man um Dietingen eben nicht herum. Daher müssten die Deißlinger nun neu kalkulieren. Immerhin: Die von Gemeindepfleger Daniel Bayer vorgelegte Abwassersatzung konnte der Rat absegnen, hier wird jetzt auch auf Brauchwasserzähler eingegangen, allerdings gibt´s da noch technische Probleme beim Einbau, wie Bayer bemerkte, aber „wir klären das im Gespräch mit den Eigentümern.“

 

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