Der Dreifachmord von Villingendorf

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Polizisten in Amokschutzausrüstung in Villingendorf. Die Straße ist abgesperrt. Foto: Peter Arnegger

(Hin­weis: Die­ser Bei­trag beschreibt die Ereig­nis­se in Vil­lin­gen­dorf und Umge­bung nach der Tat, aber vor der Fest­nah­me des mut­maß­li­chen Täters. Aktu­ell berich­ten wir hier) In der Gemein­de Vil­lin­gen­dorf (3300 Ein­woh­ner, Kreis Rott­weil) waren in einem Wohn­haus in der Klip­pen­eck­stra­ße am spä­ten Don­ners­tag­abend drei Men­schen getö­tet wor­den: ein 34-jäh­ri­ger Mann und ein sechs­jäh­ri­ger Jun­ge. Eine 29-jäh­ri­ge Frau starb spä­ter, sie hat­te die Tat zunächst schwer ver­letzt über­lebt. Der mut­maß­li­che Täter, der aus Kroa­ti­en stam­men­de, 40-jäh­ri­ge Ex-Sol­dat Dra­zen D. konn­te zunächst ent­kom­men. Nach Tagen inten­si­ver Suche durch die Poli­zei und nun auch nach einer gestar­te­ten Öffent­lich­keits­fahn­dung ist D. nach Infor­ma­tio­nen der NRWZ bei Neuf­ra gefasst wor­den. Der getö­te­te Bub war sein Sohn. Hin­ter­grund der Tra­gö­die ist mut­maß­lich ein Familiendrama.

Zusammenfassung

Bei dem getö­te­ten klei­nen Jun­gen han­delt es sich um den Sohn des mut­maß­li­chen Täters. Ein gera­de erst in Vil­lin­gen­dorf ein­ge­schul­ter Erst­kläss­ler. Die Tote ist der­weil nicht die Mut­ter des Sechs­jäh­ri­gen, son­dern eine enge Ver­wand­te von ihr. Die Mut­ter und Ex-Ehe­frau des Gesuch­ten konn­te vom Tat­ort flüch­ten, wand­te sich an eine Nach­ba­rin und ist in Sicher­heit. Sie wird von der Poli­zei und psy­cho­lo­gisch betreut.

Es gibt Hin­wei­se auf die Moti­ve des Täters: So war die klei­ne Fami­lie, Mut­ter und Sohn, auf der Flucht vor dem Vater. Wie die NRWZ zunächst berich­tet hat, hat­te die Mut­ter das neue Umfeld in Vil­lin­gen­dorf, wo sie etwa zwei Wochen vor den Som­mer­fe­ri­en ange­kom­men sein sol­len, ange­wie­sen, ihren Auf­ent­halts­ort geheim zu hal­ten. Die Mut­ter war mit einem neu­en Part­ner zusam­men – dem eben­falls getö­te­ten 34-Jäh­ri­gen. D. hat nach NRWZ-Infor­ma­tio­nen zudem finan­zi­el­le Pro­ble­me, gilt seit 2014 als pri­vat­in­sol­vent. Er wird von den Ermitt­lern als sehr gefähr­lich ein­ge­stuft. Weil die Tat­waf­fe, ein Sturm­ge­wehr, das ver­mut­lich aus jugo­sla­wi­schen Armee­be­stän­den kommt, bis­her nicht gefun­den wor­den ist, nimmt die Poli­zei zudem an, dass D. bewaff­net ist.

Klar ist: Am Don­ners­tag­abend soll er nach Vil­lin­gen­dorf gefah­ren sein, dort über den Gar­ten und die Ter­ras­se in die neue Woh­nung sei­ner Ex-Frau und sei­nes Soh­nes ein­ge­drun­gen sein. Dann eröff­ne­te er das Feu­er. Eine klei­ne Ein­schu­lungs­par­ty für den Sechs­jäh­ri­gen ende­te auf die­se Weise.

Das Auto des mut­maß­li­chen Täters hat die Poli­zei tags dar­auf ver­las­sen bei Her­ren­zim­mern auf­ge­fun­den. Einem Nach­bar­ort von Vil­lin­gen­dorf.  Such­mann­schaf­ten der Bereit­schafts­po­li­zei  durch­kämm­ten dar­auf­hin das weit­läu­fi­ge Wald­stück Sek­tor für Sek­tor. „Das dau­ert”, so ein Spre­cher der Poli­zei gegen­über der NRWZ.

Sams­tag­nach­mit­tag mel­de­te die Polizei:

Die Such­maß­nah­men nach Spu­ren und Beweis­mit­teln wer­den heu­te ab 13 Uhr mit etwa 100 Ein­satz­kräf­ten wei­ter­ge­führt. Das Such­ge­biet umfasst zwei ins­ge­samt rund vier Qua­drat­ki­lo­me­ter gro­ße Wald­ge­bie­te west­lich von Vil­lin­gen­dorf. Die Beam­ten des Poli­zei­prä­si­di­ums Tutt­lin­gen wer­den vom Poli­zei­prä­si­di­um Ein­satz und benach­bar­ten Poli­zei­prä­si­di­en unter­stützt. An der Suche sind auch Poli­zei­hun­de­füh­rer betei­ligt. Aus der Luft wer­den die Maß­nah­men durch einen Poli­zei­hub­schrau­ber und einer Droh­ne durchgeführt.

Sonn­tag­nach­mit­tag mel­de­te die Polizei:

Nach­dem die Durch­su­chungs­maß­na­men am gest­ri­gen Sams­tag nicht zum Auf­fin­den des Tat­ver­däch­ti­gen geführt haben, wer­den heu­te die Such­maß­nah­men in den rund vier Qua­drat­ki­lo­me­ter gro­ßen Wald­ge­bie­ten nord­west­lich von Vil­lin­gen­dorf fort­ge­setzt. Aus dem Poli­zei­prä­si­di­um Tutt­lin­gen, benach­bar­ten Poli­zei­prä­si­di­en und dem Poli­zei­prä­si­di­um Ein­satz betei­li­gen sich rund 70 Ein­satz­kräf­te an der Durch­su­chung. Die Maß­nah­men wer­den durch Poli­zei­hun­de­füh­rer unter­stützt. Wegen des dich­ten Wald­ge­bie­tes und des star­ken Unter­hol­zes wird die sys­te­ma­ti­sche Absu­che vor­aus­sicht­lich den gan­zen heu­ti­gen Tag beanspruchen.

Wört­lich: „Von einer beson­de­ren Gefah­ren­la­ge wird der­zeit nicht ausgegangen.”

Groß­auf­ge­bot der Poli­zei. Hier: beim Schüt­zen­haus in Vil­lin­gen­dorf. Von dort wur­den etwa am Sonn­tag die Ein­satz­kräf­te aus­ge­sandt. Foto: Peter Arnegger

 Aktualisierungen

 

 

UPDATE Dienstag, 14.25 Uhr:

 

Für Hin­wei­se, die zur Ergrei­fung des Täters füh­ren, setzt die Staats­an­walt­schaft Rott­weil bis 5000 Euro Beloh­nung aus – die Poli­zei nimmt auch ver­trau­li­che Hin­wei­se entgegen. 

Der Täter sei immer noch auf der Flucht, so die Poli­zei am Mit­tag. Nach ihm wer­de wei­ter­hin mit Hoch­druck und auch inter­na­tio­nal gefahn­det. Mitt­ler­wei­le hat die Staats­an­walt­schaft Rott­weil für Hin­wei­se, die zur Ergrei­fung des gesuch­ten 40-jäh­ri­gen Dra­zen D. füh­ren, eine Beloh­nung bis zu 5000 Euro ausgesetzt.

Zu der Fahn­dung nach dem aus Bos­ni­en stam­men­den kroa­ti­schen Staats­an­ge­hö­ri­gen Dra­zen D. ist ein Fahn­dungs­pla­kat in deut­scher und kroa­ti­scher Spra­che angefügt.

In die­sem Zusam­men­hang teilt die bei der Kri­mi­nal­po­li­zei­di­rek­ti­on Rott­weil ange­sie­del­te Soko „Hoch­wald” mit, dass ein­ge­hen­de Hin­wei­se im Ein­zel­fall auch VERTRAULICH behan­delt wer­den kön­nen. Die Son­der­kom­mis­si­on ermit­telt wei­ter unter Hoch­druck mit über 60 Beam­tin­nen und Beamten.

Im Lau­fe des heu­ti­gen Diens­tags wird vor­aus­sicht­lich die Durch­su­chung eines letz­ten Teil­stücks des nord­west­lich von Vil­lin­gen­dorf gele­ge­nen Wald­stücks auf dem Gewann Hoch­wald abge­schlos­sen wer­den kön­nen. Bei der Durch­su­chung des Hoch­wal­des sind, wie schon am Mon­tag, etwa 100 Beam­te eingesetzt.

Hin­weis zum Ver­bleib des gesuch­ten Dra­zen D. nimmt die Soko „Hoch­wald” unter dem bei der Kri­mi­nal­po­li­zei­di­rek­ti­on Rott­weil ein­ge­rich­te­ten Hin­wei­s­te­le­fon mit der Ruf­num­mer 0741 / 477–107 oder auch jede ande­re Poli­zei­dienst­stel­le entgegen.

UPDATE Dienstag, 9.30 Uhr:

Ein Team des Fern­seh­sen­ders RTL hat sich an dem Fall fest gebis­sen. Wie Leser der NRWZ berich­tet haben, waren die TV-Jour­na­lis­ten in den ver­gan­ge­nen Tagen in Rott­weil und Vil­lin­gen­dorf unter­wegs. Ihr Ziel, so heißt es: O-Töne aus dem Umfeld der Opfer­fa­mi­lie zu bekom­men, bei­spiels­wei­se. So for­schen sie nach Infor­ma­tio­nen der NRWZ gezielt auch nach Adres­sen von Mit­schü­lern des getö­te­ten Jun­gen an der GWRS Vil­lin­gen­dorf. Nach Adres­sen von Erstklässlern.

Ges­tern dann der vor­läu­fi­ge Höhe­punkt: Wie die NRWZ ver­schie­dent­lich erfah­ren hat, war das RTL-Team in der Schu­le selbst. Offen­bar ohne sich anzu­kün­di­gen, sind die TV-Leu­te in zwei Klas­sen­räu­me ein­ge­drun­gen, um die Leh­rer vor der ver­sam­mel­ten Klas­se zu inter­view­en. Zunächst haben die Repor­ter die Klas­se ver­wech­selt – und wur­den vom über­rasch­ten Leh­rer hoch­kant raus geworfen.

Dann fan­den sie den rich­ti­gen Klas­sen­raum. Die Klas­sen­leh­re­rin – die in die­sen Stun­den eigent­lich auch den klei­nen Jun­gen unter­rich­ten soll­te, der am Don­ners­tag von sei­nem Vater getö­tet wor­den ist –  reagier­te dem Ver­neh­men nach geis­tes­ge­gen­wär­tig. Sie schmiss die TV-Jour­na­lis­ten nicht nur raus, sie ver­wies sie auch der Schule.

Zu erwar­ten ist nun, dass es die Leu­te von RTL heu­te Abend, bei einer Eltern­ver­samm­lung der Schu­le wie­der ver­su­chen wer­den, an das Umfeld der Opfer her­an zu kom­men. Die Ver­samm­lung war schon län­ger geplant, sie wird nun aber auch von den Ereig­nis­sen über­schat­tet sein. Die Poli­zei wird, wie die NRWZ schon berich­tet hat, mit zwei Beam­ten vor Ort sein, um Fra­gen zu beantworten.

UPDATE Montag, 22.15 Uhr:

Was im Tages­ge­schäft unter­ge­gan­gen ist: Heu­te war wie­der Schul­tag an der GWRS Vil­lin­gen­dorf. Jener Schu­le, an der der sechs­jäh­ri­ge Jun­ge gera­de ein­ge­schult wor­den war, als sein Vater ihn, nach Sach­la­ge, umge­bracht hat. Ein Schul­tag, der unter beson­de­ren Vor­zei­chen stand.

Am Sonn­tag, ges­tern also, hat­te die Schu­le gemein­sam mit der Poli­zei noch dar­auf hin­ge­wie­sen, dass der Schul­be­such sicher sei. Oder, um es in den Wor­ten des Rek­tors der Schu­le, Rai­ner Kropp-Kur­ta, zu sagen: „Seit dem Zeit­punkt der Kennt­nis­nah­me (von der Fami­li­en­tra­gö­die) in den frü­hen Mor­gen­stun­den des Frei­tags (haben wir) eng mit der Gemein­de­ver­wal­tung Vil­lin­gen­dorf, der Poli­zei und dem Schul­psy­cho­lo­gi­schen Dienst Donau­eschin­gen koope­riert. Es bestand nach poli­zei­li­cher Ein­schät­zung zu kei­ner Zeit eine Gefähr­dungs­si­tua­ti­on für die Schü­le­rin­nen und Schü­ler.” Die­se Dar­stel­lung haben auch Chris­ti­ne Bren­ner (Eltern­bei­rats­vor­sit­zen­de), Euge­nia Remisch (Kon­rek­to­rin) unterschrieben.

Ver­ein­zelt haben am Frei­tag Eltern ihre Kin­der zuhau­se gelas­sen. Die NRWZ woll­te nun wis­sen, ganz sach­lich, wie der heu­ti­ge Tag ver­lief. Rek­tor Kropp-Kur­ta: „Es waren alle recht gefasst, alle Kids waren an Bord. Die zuge­sag­te Poli­zei­prä­senz war da, aber wohl­tu­end dezent und im Hintergrund.”

Mor­gen ist eine tur­nus­ge­mä­ße Eltern­voll­ver­samm­lung geplant, deren Ter­min schon län­ger fest­steht. Sie wird von den Ereig­nis­sen über­schat­tet. Des­halb wer­den Die­ter Popp, Spre­cher des Tutt­lin­ger Poli­zei­prä­si­di­ums, und Micha­el Schlüss­ler, Chef des Rott­wei­ler Poli­zei­re­viers, erschei­nen, um für Fra­gen zur Ver­fü­gung zu stehen.

Die Home­page der Schu­le weist eine Men­ge an Hilfs­an­ge­bo­ten aus. Es heißt dort: „Auf Anra­ten der Psy­cho­lo­gen haben wir die The­ma­tik nicht von uns aus mit den Kin­dern the­ma­ti­siert, son­dern haben Rah­men­be­din­gun­gen geschaf­fen, die even­tu­ell auf­kom­men­de Ängs­te und Betrof­fen­heit hät­ten auf­fan­gen können.”

Inzwi­schen kom­me die Fra­ge nach einer Trau­er­fei­er kommt auf, so Kropp-Kur­ta auf Nach­fra­ge der NRWZ. Sei­ne Schu­le habe die Ent­schei­dung getrof­fen, „hier einen wür­di­gen Rah­men zu set­zen, ohne ins­be­son­de­re die Erst­kläss­ler emo­tio­nal belas­ten zu wol­len.” Wei­te­re Details nennt er noch nicht.

UPDATE Montag, 16.45 Uhr:

Die Suche nach dem flüch­ti­gen Täter in Tat­ort­nä­he wird auch heu­te nicht zum Abschluss kom­men. Das Wet­ter hat zwar (eini­ger­ma­ßen) mit­ge­macht, aber das ver­blie­be­ne Wald­stück nord­west­lich von Vil­lin­gen­dorf ist ein­fach zu dicht bewach­sen. Mor­gen wird noch­mals eine Such­mann­schaft, mut­maß­lich eine Hun­dert­schaft der Poli­zei aus­rü­cken. Das wur­de der NRWZ vor weni­gen Minu­ten mitgeteilt.

War­um wird genau die­ses Wald­stück durch­sucht? Den Hin­weis dar­auf gab das vom Täter zurück gelas­se­ne Flucht­fahr­zeug. Bis­her hieß es, der Wagen sei in Her­ren­zim­mern gefun­den wor­den. Gegen­über der NRWZ hat die Poli­zei nun die­sen Auf­fin­de­ort prä­zi­siert in „west­lich von Her­ren­zim­mern.” Im Bereich des soge­nann­ten „Dun­nin­ger Wegs”. Daher die Theo­rie, dass der mut­maß­li­che Drei­fach­mör­der nicht durch Her­ren­zim­mern hin­durch Rich­tung Tal­hau­sen / Bahn­li­nie geflo­hen sein könn­te, son­dern eben in den nächst­ge­le­ge­nen Wald. Dort, wo sie das Flucht­au­to ent­deckt haben, waren zuletzt immer wie­der star­ke Poli­zei­kräf­te präsent.

Mor­gen, Diens­tag, also will die Poli­zei end­lich Gewiss­heit haben, dass der Gesuch­te nicht  in die­sem Wald­stück zu fin­den ist. Und auch kei­ne Spur von ihm. Oder sein Leichnam.

Wie geht es dann wei­ter? Im Moment wird in Tutt­lin­gen offen­bar dar­über bera­ten, wie die Öffent­lich­keit noch bes­ser in die Fahn­dung ein­be­zo­gen wer­den kann. „Wir berei­ten etwa gera­de ein Fahn­dungs­pla­kat vor”, erklär­te ein Spre­cher der Poli­zei Tutt­lin­gen. Außer­dem will sich die Poli­zei mor­gen noch­mals mit einem Auf­ruf an die Bevöl­ke­rung wen­den. Sie erhofft sich auch Infor­ma­tio­nen, wer das Flucht­fahr­zeug wann und wo vor der Tat gese­hen hat.

Dabei beson­ders wich­tig: Es wird eine Zusa­ge der Ermitt­lungs­be­hör­den geben, Hin­wei­se ver­trau­lich zu behan­deln. Das bedeu­tet die Garan­tie, dass der Name des Hin­weis­ge­bers und wei­te­re Infor­ma­tio­nen über ihn nicht in den Ermitt­lungs­ak­ten auf­tau­chen. Die­se soge­nann­te „Ver­trau­lich­keits­zu­sa­ge”, so erklär­te der Tutt­lin­ger Poli­zist, stammt dann von der Staats­an­walt­schaft. Sie soll es Hin­weis­ge­bern erleich­tern, ihre Aus­sa­ge gegen­über der Poli­zei zu machen.

In die­sem Zusam­men­hang immer wie­der erwäh­nens­wert: Die Poli­zei hat ein Hin­wei­s­te­le­fon (0741 477–107) eingerichtet.

UPDATE Montag, 14.05 Uhr:

Die Suche nach dem mut­maß­li­chen Drei­fach­mör­der Dra­zen D. geht wei­ter. Die Spe­ku­la­tio­nen schie­ßen ins Kraut. Vie­le ver­mu­ten, dass sich der Täter längst abge­setzt hat. Dass er die Tat vor­be­rei­tet und geplant hat, und dass er viel­leicht sogar Flucht­hel­fer hat­te. Ob er sich zu den Bahn­glei­sen bei Tal­hau­sen durch­ge­schla­gen hat und dort auf einen Güter­zug auf­ge­sprun­gen ist, noch in der Tat­nacht? Ob er in Her­ren­zim­mern sein Auto ver­las­sen hat, weil er abge­holt wor­den ist? Ob er ein­fach längst über alle Ber­ge ist? Oder viel­mehr: in den Ber­gen, in einem ser­bi­schen sehr ent­le­ge­nen Berg­dorf, wo die Welt eine ande­re sein soll? Und wo man auch Kin­der­mör­der schützt, viel­leicht sogar das?

Man kann davon aus­ge­hen, dass die Poli­zei die­se Mög­lich­kei­ten in ihrer Fahn­dung berück­sich­tigt. Sie kon­zen­triert sich schließ­lich vor allem des­halb auf das Wald­ge­biet nahe des Tat­orts, weil sie nicht aus­schlie­ßen kann, dass er sich dort noch auf­hält bezie­hungs­wei­se dass er dort irgend­wo liegt, im Dickicht. Auch das ist rei­ne Spe­ku­la­ti­on. Und es ist nicht zuletzt eine Form der Gefah­ren­ab­wehr für die Bevölkerung.

Wohin der Todes­schüt­ze nach sei­ner Tat geflüch­tet ist, wer­den wir jeden­falls hof­fent­lich erfah­ren. Der­weil wird es wohl kaum etwas brin­gen, sich auf die eine, die ande­re oder eine drit­te spe­ku­la­ti­ve Flucht­va­ri­an­te fest­zu­le­gen. Oder?

Die Nach­fra­ge hat erge­ben: Die Poli­zei ist heu­te mit einer Hun­dert­schaft von 80 Beam­ten (das ist kein Wider­spruch in sich) seit zehn Uhr im Wald bei Vil­lin­gen­dorf unter­wegs. Sie durch­su­chen jetzt noch ein letz­tes ver­blie­be­nes Stück, hof­fen, heu­te end­lich damit fer­tig zu wer­den, ges­tern hat­te ihnen die Wit­te­rung einen Strich durch die Rech­nung gemacht. Dann sei­en die Durch­su­chungs­maß­nah­men vor Ort abge­schlos­sen, hieß es gera­de auf Nach­fra­ge der NRWZ sei­tens der Poli­zei. Hin­ter­grund ist, dass die Poli­zei hofft, Hin­wei­se auf einen Auf­ent­halt des Täters im Wald zu fin­den. Und viel­leicht auch auf sei­ne mög­li­che Flucht­rou­te. Auch besteht die Mög­lich­keit, dass D. längst tot ist. All das muss ermit­telt werden.

Zugleich aber arbei­tet die Poli­zei vom Prä­si­di­um Tutt­lin­gen aus inten­siv mit ande­ren Behör­den zusam­men. Dem Bun­des- und dem Lan­des­kri­mi­nal­amt, dem Zoll und den Poli­zei­be­hör­den vor allem in Öster­reich und den Bal­kan-Län­dern, wie ein Spre­cher der Poli­zei der NRWZ erklär­te. Es wird inten­siv, und das nicht nur bei Vil­lin­gen­dorf, nach dem Todes­schüt­zen gefahn­det. Etwa auch in den Nachbarländern.

Wo immer D. sich auf­hal­ten könn­te, nach Wis­sen der Poli­zei jeden­falls, wird nach ihm gesucht.

 

UPDATE Sonntag, 20.45 Uhr:

Poli­zis­ten haben in den ver­gan­ge­nen Tagen inten­siv nach dem Geflüch­te­ten gesucht. Zugleich wer­den jetzt aber Vor­wür­fe gegen die Poli­zei laut. Fest steht, dar­über hat die NRWZ am Frei­tag zuerst berich­tet, dass die Ex-Frau des mut­maß­li­chen Täters samt dem gemein­sa­men sechs­jäh­ri­gen Sohn auf der Flucht vor Dra­zen D. gewe­sen ist. Nun wird bekannt, dass der Mann die bei­den bereits bedroht haben soll. Dass er gesagt habe, er wol­le sie umbrin­gen. Die Poli­zei sei im Vor­feld der Tat dar­über infor­miert wor­den. Außer­dem habe die Frau, die die Tat über­lebt hat, ver­sucht, ein Annä­he­rungs­ver­bot gegen ihren Ex-Mann durch­zu­set­zen. Inwie­weit die Poli­zei hier schon aktiv gewor­den – oder untä­tig geblie­ben – ist, soll sich am mor­gi­gen Mon­tag zei­gen. Dann will sich die Poli­zei zu die­sen Vor­wür­fen äußern.

Der kroa­ti­schen Zei­tung „24sata” zufol­ge, die viel im fami­liä­ren und pri­va­ten Umfeld des mut­maß­li­chen Drei­fach­mör­ders recher­chiert, soll D. Medi­ka­men­te genom­men haben. Die Tren­nung von sei­ner Frau habe ihm zu schaf­fen gemacht, heißt es dort.

Eines von Ds. Opfern, der neue Part­ner sei­ner Ex-Frau, hat nach NRWZ-Infor­ma­tio­nen in Wilf­lin­gen bei einem Dreh­tei­le­her­stel­ler gear­bei­tet. Dort habe er die Frau ken­nen gelernt. Die bei­den sol­len bereits ein gemein­sa­mes Kind erwar­tet haben.

Auch der mut­maß­li­che Täter soll bei einer Dre­he­rei gear­bei­tet haben. Ob er dort vor kur­zem gekün­digt hat, weil er „fami­liä­re Ange­le­gen­hei­ten zu erle­di­gen” habe, ist unbe­stä­tigt, wird aber etwa von der „Schwä­bi­schen Zei­tung” berich­tet.

Der­weil wol­len eini­ge Men­schen ihre Abscheu vor der Tat des Todes­schüt­zen äußern. Sie tun dies auf der Face­book­sei­te des mut­maß­li­chen Mör­ders. Wech­sel­sei­tig sehen sie Schuld beim Täter, aber auch bei der Ex-Frau, die sich vor ihm hat in Sicher­heit brin­gen können.

UPDATE Sonntag, 19.30 Uhr:

Die Suche ist für heu­te ein­ge­stellt wor­den. Der Täter bleibt unauf­find­bar. Mor­gen, Mon­tag geht es wei­ter. Es gibt immer noch uner­forsch­te Tei­le des Waldes.

UPDATE Sonntag, 16.30 Uhr:

Es ist unklar, ob die Such­mann­schaf­ten der Poli­zei es am heu­ti­gen Sonn­tag schaf­fen wer­den, das ver­blie­be­ne Wald­stück bei Vil­lin­gen­dorf nach dem Täter zu durch­su­chen. Ein lei­ten­der Beam­ter vor Ort – in der „Basis Schüt­zen­haus Vil­lin­gen­dorf” – woll­te schon am frü­hen Nach­mit­tag den Opti­mis­mus sei­nes Kol­le­gen aus der Pres­se­stel­le in Tutt­lin­gen nicht teilen.

UPDATE Sonntag, 13 Uhr:

Die GWRS Vil­lin­gen­dorf hat eine Stel­lung­nah­me zu dem töd­li­chen Ver­bre­chen her­aus­ge­ge­ben. Denn eines der Opfer war für gera­de einen Tag an die­ser Schu­le gewe­sen, als Erstklässler. 

Hier die von Rek­tor Rai­ner Kropp-Kur­ta unter­zeich­ne­te Botschaft:

Wir sind bestürzt und betrof­fen über den tra­gi­schen Tod eines Erstklässlers.

Nach Aus­kunft der Poli­zei besteht jedoch kei­ne Gefähr­dungs­si­tua­ti­on für unse­re Schu­le. Daher fin­det der Unter­richt auch am mor­gi­gen Mon­tag, 18. Sep­tem­ber 2017 nach Plan statt. Die Ver­wal­tung ist bei Rück­fra­gen ab 6.00 Uhr für Sie tele­fo­nisch erreich­bar (0741 – 347 543)

Die Poli­zei wird zu Schul­be­ginn und wäh­rend des Schul­be­triebs prä­sent sein um die Sicher­heit jeder­zeit zu gewährleisten.

Wei­ter­hin wird die Poli­zei bei der ohne­hin im Rah­men der Klas­sen­pfleg­schafts­aben­de geplan­ten Eltern­voll­ver­samm­lung am kom­men­den Diens­tag, 19. Sep­tem­ber 2017 um 19.30 Uhr in der Turn- und Fest­hal­le ihr Vor­ge­hen wäh­rend der Kri­se erläutern.

Die bei der Kri­mi­nal­po­li­zei in Rott­weil ein­ge­rich­te­te Son­der­kom­mis­si­on „Hoch­wald” ermit­telt und fahn­det der­weil mit über 50 Beam­ten mit Hoch­druck nach dem Tat­ver­däch­ti­gen. In die Fahn­dung sind auch das Lan­des­kri­mi­nal­amt Baden-Würt­tem­berg, das Bun­des­kri­mi­nal­amt und die Behör­den im euro­päi­schen Aus­land eingebunden.

Die Poli­zei ist in Vil­lin­gen­dorf nach wie vor prä­sent. „Der­zeit besteht kei­ne Ver­an­las­sung dazu, von einem gere­gel­ten Tages­ab­lauf, Schul­be­su­chen, Spa­zier­gän­gen oder der­glei­chen abzu­wei­chen”, so die Polizei.

Für Hin­wei­se, wel­che die Tat betref­fen, ist bei der Kri­mi­nal­po­li­zei­di­rek­ti­on Rott­weil ein Hin­wei­s­te­le­fon unter der Tele­fon­num­mer 0741 477–107 eingerichtet.

UPDATE Sonntag, 10.30 Uhr:

Heu­te soll es end­lich klap­pen: Wie­der mit einem Groß­ein­satz an Beam­ten sucht die Poli­zei nun das letz­te ver­blie­be­ne Wald­stück bei Vil­lin­gen­dorf ab, in dem der Todes­schüt­ze ver­mu­tet wird. Wie die Poli­zei der NRWZ am Mor­gen erklär­te, wer­de nun ein Gebiet namens „Hoch­wald” durch­fors­tet, es liegt nord-west­lich des Tat­or­tes. Ein dich­tes Wald­stück, wes­halb der Hub­schrau­ber wie­der zum Ein­satz käme, wohl aber nicht die Foto­droh­ne, mit der die Beam­ten am Sams­tag teils frei­es Gelän­de – das Gebiet „Fron­hof” – über­flo­gen haben. Eine Droh­ne, die von einem Anbie­ter von Droh­nen­flü­gen aus Vil­lin­gen­dorf stammt.

70 Beam­te sol­len heu­te im Ein­satz sein. Das wären eini­ge weni­ger als ges­tern. Wobei die Erklä­rung falsch wäre, die Poli­zei wür­de sich all­mäh­lich zurück­zie­hen. „Wir set­zen ein, was an Kräf­ten zur Ver­fü­gung steht”, so ein Poli­zei­spre­cher zur NRWZ. Der poli­zei­li­che All­tag lau­fe wei­ter, heu­te etwa mit einem Stadt­fest in Tutt­lin­gen und mit einer AfD-Ver­an­stal­tung am Abend in Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen, die wie der Tat­ort in Vil­lin­gen­dorf im Zustän­dig­keits­be­reich des Prä­si­di­ums Tutt­lin­gen liegen.

Die Poli­zei hofft, das Gebiet, in dem sie den mut­maß­li­chen Drei­fach­mör­der ver­mu­tet, heu­te abschlie­ßend durch­su­chen zu kön­nen. Wenn die Beam­ten bald genug los­le­gen könn­ten, soll­te das zu schaf­fen sein, so der Spre­cher wei­ter. Ges­tern began­nen sie gegen 13 Uhr, heu­te wol­len sie frü­her starten.

Immer wie­der kommt es dabei zu punk­tu­el­lem, mas­sier­tem Auf­tau­chen von Bereit­schafts­po­li­zis­ten. „Wenn Hin­wei­se auf eine mög­li­che Sich­tung des Gesuch­ten ein­ge­hen, dann über­prü­fen wir das sofort”, so der Spre­cher der Poli­zei gegen­über der NRWZ wei­ter. Und wenn es sich dann um Wohn­ge­bäu­de etwa in Her­ren­zim­mern oder Unter­schlüp­fe im Wald han­delt, in denen der Täter ver­mu­tet wird, dann wer­den Kräf­te zusam­men gezo­gen. Das sind übri­gens immer wie­der Momen­te, in denen sich NRWZ-Leser per Face­book bei der Redak­ti­on mel­den und glau­ben, man habe den Gesuch­ten end­lich geschnappt.

Doch bleibt es dabei: Wenn der 40-Jäh­ri­ge Kroa­te, der sei­nen Sohn, des­sen Cou­si­ne und den neu­en Part­ner sei­ner Ex-Frau getö­tet haben soll, geschnappt oder gefun­den wird, wird die Poli­zei das sofort ver­mel­den. Ers­tens, um die dann über­flüs­si­ge Öffent­lich­keits­fahn­dung zurück zu neh­men, zwei­tens, um die Nach­richt an die Bür­ger wei­ter zu lei­ten, um sie, letzt­lich, zu beruhigen.

Der­weil läuft auch die Zusa­men­ar­beit mit der Poli­zei in Kroa­ti­en sehr gut, wie der Poli­zei­spre­cher der NRWZ wei­ter berich­tet. So wird auch ver­sucht, den Lebens­lauf des Man­nes zu rekon­stru­ie­ren. Es gibt Gerüch­te, wonach es sich bei dem gesuch­ten Ex-Sol­da­ten (das ist gesi­chert) zudem um einen gut aus­ge­bil­de­ten Ange­hö­ri­gen einer poli­zei­li­chen Spe­zi­al­ein­heit han­delt – aber das kann der Spre­cher nicht bestä­ti­gen. „Wir wis­sen es ein­fach nicht”, so der Beam­te aus Tutt­lin­gen gegen­über der NRWZ.

Auch ist längst klar, dass der mut­maß­li­che Täter Ver­wandt­schaft in Rott­weil hat. Die NRWZ hat das am Frei­tag bereits ver­mel­det, es wur­de auf ihre Nach­fra­ge hin bei der Pres­se­kon­fe­renz zur Tat indi­rekt bestä­tigt. Doch gibt es dazu kei­ne wei­te­ren Anga­ben sei­tens der Poli­zei. Die Ver­wand­ten des mut­maß­li­chen Täters wer­den mit der Tat selbst nicht in Ver­bin­dung gebracht, wes­halb es über sie kei­ne Details gibt.

UPDATE Samstag, 10 Uhr:

Dies ist wohl das letz­te Update bis auf wei­te­res. Im bes­ten Fal­le bis zur Ergrei­fung des Gesuch­ten oder bis zum Zeit­punkt des Auf­fin­dens sei­ner, sagen wir’s doch, Lei­che. Die Lage ist laut dem zustän­di­gen Poli­zei­prä­si­di­um Tutt­lin­gen, mit dem die NRWZ immer wie­der in Kon­takt steht, unver­än­dert. Wei­ter­hin suchen hun­der­te Beam­te nach dem mut­maß­li­chen Drei­fach­mör­der. Und sie wer­den die­se Suche heu­te fortsetzen.

Die Such­maß­nah­men in dem Wald­ge­biet – „für das wir nicht aus­schlie­ßen kön­nen, dass sich der Gesuch­te dar­in auf­hält”, wie ein Spre­cher am Mor­gen vor­sich­tig for­mu­lier­te – die­se Maß­nah­men sind in der Nacht zurück gefah­ren wor­den. Grund: Der Hub­schrau­ber konn­te wegen Nebels nicht mehr flie­gen. Sobald die­ser ein­setz­bar sei, wür­de wei­ter nach dem Täter gesucht. Stück für Stück, bis sie den Wald zwi­schen Her­ren­zim­mern und Dun­nin­gen durch­kämmt haben.

Dabei geht die Poli­zei wei­ter­hin vor­sich­tig vor. Zur Eigen­si­che­rung. Der Mann, soll­te er noch leben und sich irgend­wo ver­ber­gen, kann sehr gefähr­lich sein. Er könn­te die Tat­waf­fe noch bei sich haben.

Die Bevöl­ke­rung sei recht gefasst und ruhig geblie­ben, beob­ach­te­te der Spre­cher der Poli­zei. Es gin­gen beim Bür­ger­te­le­fon (07461/941–117) nur weni­ge Anru­fe Besorg­ter ein. So dür­fe es blei­ben, mein­te der Beam­te zur NRWZ. Es gebe kei­nen Grund für irgend­ei­ne Panik.

Hilfs­an­ge­bo­te nimmt die Poli­zei aktu­ell ger­ne zur Kennt­nis. Woh­nun­gen oder Über­nach­tungs­ge­le­gen­hei­ten benö­tigt sie aller­dings nicht. Auch ist es nicht erwünscht, dass nun Bür­ger sich selbst auf die Suche nach dem mut­maß­li­chen Täter machen. „Die Such­maß­nah­men sind Teil unse­rer Ermitt­lun­gen”, so ein Spre­cher der Poli­zei zur NRWZ. Beto­nung auf „unse­rer”. Also poli­zei­in­tern. Ein Leser hat­te ange­fragt, ob er hel­fen sol­le. „Das über­lässt man lie­ber den Pro­fis”, so der Poli­zist klar und bestimmt weiter.

Wenn der Gesuch­te gefun­den oder geschnappt wird – die NRWZ wird es schnellst­mög­lich erfah­ren. Und ihren Lesern mit­tei­len. Das gewähr­leis­ten bei­de Sei­ten, Poli­zei und Lokal­re­dak­ti­on. Ziel bei­der ist es, die Bür­ger schnellst­mög­lich über den Abschluss der Fahn­dungs­maß­nah­men in Kennt­nis zu set­zen. Die Poli­zei in Tutt­lin­gen hat ihre Struk­tu­ren dar­auf aus­ge­rich­tet – der jewei­li­ge im Res­sort Öffent­lich­keits­ar­beit arbei­ten­de Beam­te ist direkt ans Lage­zen­trum ange­dockt. Die ein­ge­hen­den Mel­dun­gen der Beam­ten drau­ßen bekom­me er in Echt­zeit mit, so der Spre­cher wei­ter zur NRWZ. Den­noch stün­den er und sein Team auch jetzt übers Wochen­en­de durch­ge­hend für Fra­gen zur Verfügung.

Der Ein­satz wird aus Tutt­lin­gen koor­di­niert. Dort befin­det sich das Lage­zen­trum, von dem aus die „Groß­la­ge” gema­nagt wird, die sich auf den Bereich Vil­lin­gen­dorf / Rott­weil erstreckt, die aber um die Stre­cke durch Bay­ern Rich­tung Kroa­ti­en erwei­tert ist und die an den Lan­des­gren­zen Deutsch­lands nicht Halt macht. Rund um die Uhr arbei­ten die Beam­ten dort, aber wei­ter­hin auch drau­ßen im Gelän­de, an den Grenz­über­gän­gen und ent­lang der Stra­ßen weiter.

„Wir wol­len alle, dass der Gesuch­te gefasst wird”, so der Poli­zei­spre­cher zur NRWZ. „Wir set­zen alles dar­an, ihn zu fas­sen”, sag­te er. 

UPDATE Samstag, 6 Uhr:

Der mut­maß­li­che Drei­fach­mör­der bleibt nach wie vor ver­schwun­den. In der Nacht ist die Suche nach ihm inten­siv fort­ge­setzt worden.

UPDATE Freitag, 21.30 Uhr

… ist gar kein rich­ti­ges, nach­richt­li­ches, wie die ande­ren bis­her. Es erzählt eine Anek­do­te am Ran­de. Eine Grup­pe der vie­len Poli­zis­ten, die am Such­ein­satz nach dem mut­maß­li­chen Mör­der betei­ligt sind (und sich auch jetzt in der kal­ten Herbst­nacht die Bei­ne in den Bauch ste­hen müs­sen, schwer bewaff­net und viel­leicht in der Gefahr, jenen Mör­der plötz­lich auf­zuscheu­chen), eine Grup­pe jener Bereit­schafts­po­li­zis­ten also war am Rott­wei­ler Heg­ne­berg ein­ge­setzt. Viel­leicht ein­fach, um Prä­senz zu zei­gen. So gut sicht­bar, wie sie da gestan­den haben.

Ein Beob­ach­ter nahm sich ein Herz und hol­te an der nahe gele­ge­nen Tank­stel­le in der Obern­dor­fer Stra­ße Kaf­fee für die Her­ren. Oder woll­te es – er merk­te dort, dass sein Bar­geld nicht rei­chen wür­de. „Ach, das ist kein Pro­blem, das geht auf mich”, soll da die Tank­stel­len­be­trei­be­rin gesagt haben. Und: „Toll ist die­se Soli­da­ri­tät mit den Jungs da drau­ßen”, lau­te­te wie­der­um das Urteil des Kaf­fee holen­den Beob­ach­ters. Und die Poli­zis­ten? Sie sol­len dank­bar gewe­sen sein für das hei­ße Gebräu.

Apro­pos Zusam­men­halt – den hat auch Vil­lin­gen­dorfs Bür­ger­meis­ter Karl-Heinz Bucher am Mit­tag aus­ge­macht. Er war ange­fragt wor­den: Die Poli­zei suche ein Haupt­quar­tier vor Ort. Irgend­ein Gebäu­de, das nicht zu zen­tral lie­ge, aber gut erreich­bar. Und beleg­bar. Bucher fiel die Sta­di­ongast­stät­te in Vil­lin­gen­dorf ein. Er fand die Num­mer des Betrei­bers in sei­nem Han­dy. Er habe gar nicht lan­ge bit­ten müs­sen, so Bucher zur NRWZ – der Wirt sperr­te sei­ne Türen ger­ne auf. Buch­ers Fazit lau­tet: „Die Soli­da­ri­tät, der Zusam­men­halt sind ange­sichts der schreck­li­chen Tat wirk­lich toll.”

UPDATE Freitag, 19 Uhr: 

Seit dem Nach­mit­tag steht auch fest, war­um es der Poli­zei so schwer fällt, den flüch­ti­gen Mann ein­zu­schät­zen, mög­li­che Hin­wen­dungs­or­te, wie das heißt, zu bestim­men. Der 40-Jäh­ri­ge (Details unten)  hat­te zuletzt nur bei ver­schie­de­nen Freun­den und Bekann­ten Unter­schlupf gefun­den, haben die Ermitt­ler her­aus­ge­fun­den. Selbst für den von ihm genutz­ten Wagen muss­ten die Beam­ten auf unvoll­stän­di­ge Zeu­gen­aus­sa­gen zurück­grei­fen. Mar­ke, Typ, Far­be und die Buch­sta­ben KN. Mehr nicht. Auf ihn zuge­las­sen war der Klein­wa­gen nicht. 

Ein Mann, der nichts mehr zu ver­lie­ren hat und der ges­tern Nacht, bei der klei­nen und von der Zahl der Gäs­te her über­schau­ba­ren pri­va­ten Ein­schu­lungs­fei­er sei­nes Soh­nes allem Anschein nach zum mehr­fa­chen Mör­der gewor­den ist. Indem er durch den Gar­ten, über die Ter­ras­se ins Haus mar­schiert ist, so die Sach­la­ge. Und dann geschos­sen hat. Auf sein eige­nes Kind.

Die vie­len Ein­satz­kräf­te setz­ten, so wur­de der NRWZ ver­si­chert, alles dar­an, ihn bald zu finden.

UPDATE Freitag, 18.30 Uhr: 

Lei­der: Es gibt kei­ne Neu­ig­keit. Das Wald­ge­biet zwi­schen Her­ren­zim­mern – wo das Tat­fahr­zeug ver­las­sen auf­ge­fun­den wor­den ist – und Dun­nin­gen wird durch­kämmt. „Sek­tor für Sek­tor, das dau­ert lei­der”, so ein Spre­cher des Poli­zei­prä­si­di­ums Tutt­lin­gen gera­de zur NRWZ. Und: Man kön­ne ihm da glau­ben – wenn sie den Täter fin­den, dann wür­de die Poli­zei-Pres­se­stel­le das mit gro­ßem Tam­tam ver­kün­den. Inklu­si­ve Selbst­lob für die erfolg­rei­che Arbeit (wenn die­se am Ende nicht Kom­mis­sar Zufall erle­di­ge). Die Beam­ten erhoff­ten sich näm­lich alle­samt nichts ande­res, als dass sie die­sen Mann end­lich auf­spür­ten. „Auch, wenn er nun irgend­wo nur noch im Wald liegt”, wie der Tutt­lin­ger Beam­te, vol­ler Emo­tio­nen nach einem lan­gen und arbeits­in­ten­si­ven Tag, etwas mora­lisch inkor­rekt anfüg­te. Schließ­lich habe der Täter nichts mehr zu ver­lie­ren. Ande­rer­seits mache ihn genau das für ande­re wei­ter­hin gefähr­lich, wes­halb die Poli­zei beson­nen und plan­voll vor­ge­he. Und mit dem größt­mög­li­chen Auf­ge­bot an Einsatzkräften.

Die Poli­zei bleibt für die Pres­se als Ansprech­part­ner nun auch am Wochen­en­de in Bereit­schaft. Soll­te es also zu einem Auf­fin­den des Täters und / oder einer Fest­nah­me kom­men, wer­den die Jour­na­lis­ten umge­hend infor­miert. Dar­an hät­ten die Beam­ten ein gro­ßes Inter­es­se, hieß es.

UPDATE Freitag, 16.55 Uhr: 

Das heu­te in der Kro­ne in Vil­lin­gen­dorf geplan­te „Wohl­dä­dig­keits­fäscht” zuguns­ten „Glücksmomente4Kids” ist abge­sagt. Das tei­len uns die Ver­an­stal­ter mit. „Wir wün­schen den Ange­hö­ri­gen viel Kraft und spre­chen unser Mit­ge­fühl aus”, schrei­ben sie auch. Die Ver­an­stal­ter wol­len das Fest neu planen.

Und: Für mor­gen war ein Kin­der­floh­markt in Vil­lin­gen­dorf geplant. Auch die­ser wur­de aus gege­be­nem Anlass abgesagt. 

UPDATE Freitag, 16.35 Uhr: 

Sie haben ihn noch nicht. Der mut­maß­li­che Täter ist auf der Flucht. Wei­ter kon­zen­triert sich die Suche auf das Wald­ge­biet bei Her­ren­zim­mern. Dort sind Bereit­schafts­po­li­zis­ten in gro­ßer Stär­ke bereit. Sie rücken teils aller­dings nicht vor, war­ten ab. Das, obwohl „die Nacht unser Feind ist”, wie ein Spre­cher des Poli­zei­prä­si­di­ums Tutt­lin­gen der NRWZ sagt. Bei Dun­kel­heit sei­en eine Suche und ein mög­li­cher Zugriff bedeu­tend schwie­ri­ger. Und gefähr­li­cher. Die Beam­ten gehen davon aus, einen hoch­ge­fähr­li­chen Täter zu suchen, der nichts mehr zu ver­lie­ren, der sein Kind schon getö­tet hat. Ein Ex-Sol­dat aus dem Koso­vo Kroa­ti­en (Details unten).

Mehr als 250 Poli­zis­ten sol­len ihm allein in Baden-Würt­tem­berg auf den Fer­sen sein, wie sie hof­fen. Die Grenz­über­gän­ge in die Schweiz, nach Frank­reich und Öster­reich wer­den nach Anga­ben des lei­ten­den Ermitt­lers bei der Pres­se­kon­fe­renz am Mit­tag schär­fer kon­trol­liert. In Bay­ern sind wei­te­re hun­dert Beam­te im Ein­satz, um dem mut­maß­li­chen Täter (Details unten) den mög­li­chen Flucht­weg abzuschneiden.

Der Such­hub­schrau­ber, der am Nach­mit­tag lan­ge über dem Wald­stück gestan­den hat, in dem der Täter ver­mu­tet wird, war zwi­schen­zeit­lich auch über Tei­len Rott­weils geflo­gen. Das sei völ­lig nor­mal, dass ein Such­ge­biet je nach aktu­el­lem Sach­stand auch mal erwei­tert wer­de. Die Suche kon­zen­triert sich nicht auf das Stadt­ge­biet. Der Hub­schrau­ber ist zur Stun­de auch abgerückt.

UPDATE Freitag, 15.05 Uhr: 

Spe­zi­al­ein­hei­ten sind bei einem Wald­ge­biet bei Her­ren­zim­mern sta­tio­niert – aus Sicher­heits­grün­den durch­käm­men sie es offen­bar nicht. Es soll ver­ein­zelt zu Spren­gun­gen kom­men, wenn sich die Beam­ten irgend­wo Zutritt ver­schaf­fen müs­sen, wur­de der NRWZ bestä­tigt. Die vom Flüch­ti­gen aus­ge­hen­de Gefahr sei sehr hoch, hieß es. Ein Hub­schrau­ber über­fliegt das Gelän­de erneut.

UPDATE Freitag, 14.33 Uhr: 

Der mut­maß­li­che Täter soll fami­liä­re Bezie­hun­gen nach Rott­weil haben. Ein Bru­der lebt offen­bar in der Stadt.

UPDATE Freitag, 14.15 Uhr: 

Das Flucht­au­to ist bei Her­ren­zim­mern gefun­den wor­den. Leer. Die Suche der Poli­zei kon­zen­triert sich auf die­sen Nach­bar­ort Villingendorfs.

Der Täter hat eine Lang­waf­fe genutzt. Ein Gewehr. Er war Sol­dat, ist zudem bereits wegen Kör­per­ver­let­zung vorbestraft.

Es gibt ein drei­jäh­ri­ges Kind, das Tat­zeu­ge gewe­sen sein muss. Ein Geschwis­ter­chen des getö­te­ten Sechs­jäh­ri­gen.  Die Toch­ter der getö­te­ten Cou­si­ne des Sechsjährigen.

UPDATE Freitag, 13.05 Uhr

(zusätz­lich zu den Infor­ma­tio­nen in der Folge):

Mut­ter und Kind waren nach gesi­cher­ten Infor­ma­tio­nen der NRWZ auf der Flucht vor dem spä­te­ren Täter, dem Kinds­va­ter. Erst vor 14 Tagen sind die Bei­den dem­nach in Vil­lin­gen­dorf ange­kom­men. Sie hat­ten ihr Umfeld wie auch die Schu­le gebe­ten, ihre neue Adres­se geheim zu hal­ten. Offen­bar hat der Vater die­se den­noch her­aus gefun­den. Nach aktu­el­lem Stand hat er dann am Don­ners­tag gegen 21.30 Uhr sei­nen Sohn und mut­maß­lich den neu­en Lebens­ge­fähr­ten sei­ner Ex-Part­ne­rin getö­tet. Und deren die Cou­si­ne des getö­te­ten Jun­gen, die sich für die Ein­schu­lungs­fei­er bei der klei­nen Fami­lie auf­ge­hal­ten hat­te. Am Abend hat eine Par­ty statt­ge­fun­den, für das Kind. Der Täter ist durch den Gar­ten und über die Ter­ras­se ins Haus ein­ge­drun­gen und begann, zu schießen.

Wei­ter hat die NRWZ Erkennt­nis­se dar­über, dass finan­zi­el­le Schwie­rig­kei­ten Aus­lö­ser für die Tren­nung gewe­sen sind. Der mut­maß­li­che Täter (Details wei­ter unten) wird seit 2014 als pri­vat­in­sol­vent geführt.

Die Poli­zei ist aktu­ell mit mehr als 100 Beam­ten, dar­un­ter vie­le Bereit­schafts­po­li­zis­ten, in Vil­lin­gen­dorf und der Umge­bung. Das Wald­ge­biet selbst ist bis­lang, wie ein Spre­cher mit­teil­te, aus Sicher­heits­grün­den noch nicht durch­sucht wor­den. Gan­ze Fahr­zeug­ko­lon­nen der Bereit­schafts­po­li­zei wer­den aber der­zeit an ver­schie­de­ne Orte geschickt, um die­se auf den mut­maß­li­chen Täter hin zu untersuchen.

Um 14 Uhr soll eine Pres­se­kon­fe­renz in der Turn- und Sport­hal­le im Ort statt­fin­den. Die gro­ße Räum­lich­keit sei ange­sichts des gro­ßen Medi­en­an­sturms gewählt wor­den, so ein Poli­zei­spre­cher zur NRWZ. In der Zwi­schen­zeit ver­trei­ben sich ein­zel­ne Medi­en­ver­tre­ter die Zeit damit, Kin­der zu inter­view­en, die an der sel­ben Schu­le sind, an der der getö­te­te Sechs­jäh­ri­ge hät­te sein sollen.

Der mut­maß­li­che Täter (Details unten) ist wei­ter­hin auf der Flucht. Er könn­te bewaff­net, also gefähr­lich sein. 

Die Nach­bar­län­der und die Bun­des­po­li­zei sind in die Fahn­dung ein­ge­bun­den. Ins­ge­samt sind mit dem Ver­bre­chen 250 Beam­te befasst, etwa auch im Prä­si­di­um Tuttlingen.

Bereit­schafts­po­li­zei im Groß­ein­satz. Foto: Peter Arnegger

Unse­re bis­he­ri­ge Berichterstattung:

 

+++ Aktuell +++ Fahndungsaufruf der Polizei

Nach dem Tötungs­de­likt ist der Täter immer noch auf der Flucht. In die­sem Zusam­men­hang sucht die Poli­zei Tutt­lin­gen nach einem 40-jäh­ri­gen, der Tat drin­gend ver­däch­ti­gen Mann.

Dabei han­delt es sich um den 40-jäh­ri­gen Kroa­ten Dra­zen D. 

Zur Per­so­nen­be­schrei­bung: Dunk­le, kur­ze Haa­re, brau­ne Augen und dün­ne Lip­pen. Er ist 1,77 Meter groß und wur­de zuletzt mit einer schwar­zen, län­ge­ren Jacke beklei­det gese­hen. Unter­wegs ist er even­tu­ell mit einem grü­nen Seat-Ibi­za, wel­cher mög­li­cher­wei­se mit einem Kurz­zeit-Kenn­zei­chen mit KN-Zulas­sung ver­se­hen ist.

Hin­wei­se nimmt jede Poli­zei­dienst­stel­le entgegen.

ACHTUNG: Die Poli­zei geht davon aus, dass der Gesuch­te wei­ter­hin bewaff­net ist. Nach Infor­ma­tio­nen der NRWZ ist bis­her kei­ne Tat­waf­fe gefun­den worden.

Die Kri­mi­nal­po­li­zei Rott­weil hat eine Ermitt­lungs­grup­pe ein­ge­rich­tet. Die Spu­ren­su­che in dem Mehr­fa­mi­li­en­haus, in der Woh­nung und im Bereich des Mehr­fa­mi­li­en­hau­ses dau­ert der­zeit an. Ein star­kes Auf­ge­bot an Ein­satz­kräf­ten ist am Tat­ort und in der Umge­bung prä­sent. Die Fahn­dung nach dem flüch­ti­gen Tat­ver­däch­ti­gen läuft auf Hochtouren.

Für den frü­hen Nach­mit­tag hat die Poli­zei eine Pres­se­kon­fe­renz ange­kün­digt, die sie ent­we­der im Rat­haus in Vil­lin­gen­dorf oder im nahe gele­ge­nen Sitz der Poli­zei in Rott­weil abhal­ten will. „Wir hof­fen, dass wir den mut­maß­li­chen Täter bis dahin geschnappt haben”, so ein Spre­cher des Prä­si­di­ums Tutt­lin­gen gera­de zur NRWZ. 

Ein­satz­kom­man­do bei Her­ren­zim­mern. Foto: Peter Arnegger

Nach einem Fami­li­en­dra­ma in einer gut bür­ger­li­chen Wohn­stra­ße in Vil­lin­gen­dorf mit drei Toten ist der Täter wei­ter­hin (Stand: 9.45 Uhr) flüch­tig. Die Poli­zei hat einen Ver­dacht, kennt sei­ne mut­maß­li­chen Per­so­na­li­en, fahn­det nach sei­nem Wagen. Sie such­te in der Nacht die Gegend mit Strei­fen­be­am­ten, teils in Amok-Schutz­aus­rüs­tung, und einem Hub­schrau­ber ab. Ein Spre­cher des Poli­zei­prä­si­di­ums Tutt­lin­gen bestä­tig­te die­se Anga­ben gegen 1.30 Uhr vor Ort.

Am Mor­gen erklär­te der Spre­cher auf Nach­fra­ge der NRWZ: Der mut­maß­li­che Täter sei der Vater des Jun­gen. Es wer­de mit Hoch­druck nach dem 40-Jäh­ri­gen gefahn­det. Mehr als 50 Beam­te sol­len seit der Nacht im Ein­satz sein.

Poli­zei in der Tat­nacht in Vil­lin­gen­dorf. Foto: SDMG/Friebe

+++ WEITERE WICHTIGE INFOS +++

1. Der mut­maß­li­che Täter ist laut Poli­zei bekannt. Es soll sich um den 40-jäh­ri­gen Vater des sechs­jäh­ri­gen Jun­gen han­deln. Das erfuhr die NRWZ exklu­siv. Sie­he jetzt auch obi­gen Fahndungsaufruf.

2. Es bestehe kein Grund, vom Tages­ab­lauf wie Schul­be­such, Ein­käu­fen oder der­glei­chen abzu­wei­chen. Der Schul­weg zur Vil­lin­gen­dor­fer GWRS sei gesi­chert, sagt uns die Poli­zei. Eine besorg­te Mut­ter berich­tet der NRWZ gera­de den­noch: Ihr Kind bleibt heu­te zuhau­se, wird erst Mon­tag wie­der zur Schu­le in Vil­lin­gen­dorf gehen. Ein Erst­kläss­ler. Gera­de eingeschult.

3. Die Poli­zei hat ein Bür­ger­te­le­fon ein­ge­rich­tet: Tel. 07461 941–117.

4. Für Hin­wei­se, wel­che die Tat betref­fen, ist bei der Kri­mi­nal­po­li­zei­di­rek­ti­on Rott­weil ein Hin­wei­s­te­le­fon unter der Tele­fon­num­mer 0741 477–107 eingerichtet.

5. Es sind wei­ter­hin Kräf­te der Poli­zei vor Ort. Sie sol­len auch der Beru­hi­gung und zum Schutz der Bevöl­ke­rung dienen.

6. Der Täter ist wei­ter flüch­tig.

7. Es könn­te sein, dass die getö­te­te Fami­lie auf Besuch gewe­sen ist. Die Poli­zei wird spä­ter wei­te­re Ein­zel­hei­ten bekannt geben.

 

Der Tat­ort: die Klip­pen­eck­stra­ße in  Vil­lin­gen­dorf. Foto: SDMG/Maurer

 

Unse­re Erst­mel­dung aus der Tat­nacht fin­den Sie hier.