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Sonntag, 23. Februar 2020

Der Ex-Steinwolke-Musiker und Hochbauamtsleiter oder der Jurist: Wer wird Nachfolger des verstorbenen Bürgermeisters Guhl?

Zwei sind in der Endauswahl für die Nachfolge des verstorbenen Bürgermeisters Werner Guhl: der ehemalige Bassist der Band „Steinwolke“ („Katherine, Katherine“) und frühere Rottweiler Hochbauamtschef Andreas Haas und der Frankfurter Jurist Dr. Christian Ruf.

Nach Medienberichten hat der Gemeinderat die beiden Kandidaten aus ursprünglich elf herausgesiebt. Sie sollen sich am 9. Dezember in einer öffentlichen Sitzung des Gemeinderats vorstellen. Aktuelle Rottweiler Fachbereichsleiter – Bernd Pfaff, Lothar Huber und Marco Schaffert – hatten sich nach Informationen der NRWZ nicht beworben.

Der Ex-Bassist der Haas’schen Familienband „Steinwolke“ ist in Rottweil nicht nur als Musiker bekannt: Bevor er 2008, unzufrieden mit der damaligen Bauamtsleitung, nach Tübingen ging, um dort die Abteilung Hochbau zu übernehmen, hatte er diesen Job schon in Rottweil inne. Haas hat auch nach seinem Weggang die Verbindung zu seiner Heimatstadt aufrecht erhalten. Nun möchte er zurückkehren – als ihr Bürgermeister, als ihr Erster Beigeordneter, in der Amtssprache.

Rottweil so gut zu kennen, kann man von Dr. Christian Ruf nicht sagen. Insofern ist er der von Interna in der Kleinstadt völlig unbelastete Gegenentwurf zum Insider Haas. Ruf ist Rechtsanwalt mit Begleitstudium zum Europajuristen. Er arbeitet in einer Kanzlei in Frankfurt. Seine Spezialgebiete: Aktienrecht, Gesellschaftsrecht, Kapitalmarktrecht sowie Mergers & Acquisitions – Unternehmensfusionen und -übernahmen, beispielsweise. Ruf ist zudem CDU-Kommunalpolitiker.

Die Entscheidung zwischen diesen beiden Kandidaten wird am 9. Dezember in einer Gemeinderatssitzung fallen. Zunächst gilt die absolute Mehrheit der Stimmen der Stadträte, sollte – bei Enthaltungen – keiner der Kandidaten diese erhalten, zählt in einem zweiten Wahlgang noch die einfache Mehrheit.

 

1 Kommentar

  1. Was soll man davon halten? Als „Stadtarchitekt“ hat er damals den Hut genommen und ist in die „Ferne“ gegangen. Und nun möchte er als Erster Beigeordneter, quasi als Baubürgermeister wieder zurück? Nun gute Chancen hat er, denn in RW benötigt man viel Verwandtschaft, oder eine große Popularität. Da hat jeder „Zugezogener“ oder „Fremder“ sehr schwer. Na an der Willkommenskultur arbeiten wir ja noch ;-).

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