Der Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen ist für die ÖDP drittstärkster in Baden-Württemberg

KREIS ROTTWEIL (pm) – Zur offenen Aussprache zum Ausgang der Bundestagswahl trafen sich in Oberndorf – laut Pressemitteilung der Partei – „erfreulich viele Mitglieder und neue Interessenten der Ökologisch-Demokratischen Partei / Familie und Umwelt (ÖDP)“.

Der Kreisverbandsvorsitzende Bernd Richter bedankte sich zu allererst bei den treuen Wählerinnen und Wählern, die mit ihrer Erststimme die Kandidatin Verena Föttinger aus Fluorn-Winzeln unterstützten und mit ihrer Zweitstimme deutlich machten, dass sie sich eine am Gemeinwohl orientierte ökologisch-soziale Marktwirtschaft in der Bundesrepublik wünschen. Im Anschluss bedankte er sich bei allen aktiven Mitgliedern, die mit großem Zeitaufwand in vielen Gemeinden Kurzprogramme in Briefkästen verteilt und Hunderte von Plakaten in den beiden Landkreisen Rottweil und Tuttlingen aufgehängt haben.

Ganz besonders aber bei Verena Föttinger, die als Spitzenkandidatin in Baden-Württemberg und Direktkandidatin für den Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen große Verantwortung und viel Arbeit auf sich gezogen hat. Bei den Zweitstimmen erzielte sie in ihrem Heimatort stolze 4.2 Prozent, in Aichhalden 2.4 Prozent, in Schramberg und Eschbronn 1.8 Prozent. Das geografisch entfernt liegende Wellendingen war „ihr Schlusslicht“ mit 0.3 Prozent. Damit wurde Rottweil bei der Zweitstimme für die ÖDP der drittstärkste aller baden-württembergischen Wahlkreise.

Baden-Württemberg war mit 0.4 Prozent der Zweitstimmen nahe an der 0.5 Prozent-Klausel und drittstärkstes Bundesland nach Thüringen mit 0.5 Prozent und Bayern mit 0.9 Prozent. Am Ende des lebhaften Diskussionsabends waren sich Mitglieder und Interessenten einig, dass sich die Wählerinnen und Wähler in zwei große Gruppen aufteilen lassen. Das sind auf der einen Seite die Modernisierungszweifler, die durch alle möglichen Zukunftsängste getrieben sich ins Lager der Populisten und Nationalisten begaben und vorwiegend AfD wählten.

Auf der anderen Seite kommen die Modernisierungstreiber mit Globalisierung, Digitalisierung und Einwanderung gut zurecht und finden sich wohl primär in der neuen FDP beheimatet. Für beide Strömungen sind Begriffe wie Solidarität eher Fremdwörter und ökologische Gesamtverantwortung für Mensch und Schöpfung kommen praktisch nicht vor. In der im Frühjahr beschlossenen Veranstaltungsreihe „Politwerkstatt“ will der Kreisverband deshalb weiterhin Themen wie Familie, Umwelt, Begrenztheit der Ressourcen und den immer deutlicher werdenden Klimawandel aufarbeiten, denn die negativen Folgen des ständig propagierten Wirtschaftswachstums werden immer greifbarer.

 

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