KREIS ROTTWEIL (pm) Im Som­mer 2014 gab es laut DGB in Rott­weil 1040 Leih­ar­beits­kräf­te. In den ver­gan­ge­nen vier Jah­ren stieg zwar die Zahl der sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Beschäf­tig­ten um 3,6 Pro­zent an, aber längst nicht alle davon kön­nen von ihrem Lohn ein Leben ober­halb der Armuts­gren­ze füh­ren. Das Wachs­tum an Beschäf­ti­gung pas­sier­te vor­wie­gend im Nied­rig­lohn­sek­tor, heißt es in einer Pres­se­mit­tei­lung des DGB.

Auch die Leih­ar­bei­te­rin­nen und Leih­ar­bei­ter zäh­len zu den pre­kär Beschäf­tig­ten. Ihre Zahl stieg in den letz­ten vier Jah­ren um 22 Pro­zent an, näm­lich von 450 auf 1040 Men­schen, und ergibt somit zwei Pro­zent aller sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ten Beschäf­tig­ten im Land­kreis. Sie gehö­ren somit nach wie vor zu den Ver­lie­rern der sta­tis­ti­schen Auf­wärts­ent­wick­lung am Arbeits­markt.

Die voll­mun­di­gen Ver­spre­chen von Poli­ti­kern und aus der Indus­trie, sie könn­ten bei bes­se­rer Kon­junk­tur unbe­fris­te­te regu­lä­re Arbeits­plät­ze erhal­ten, sind geplatzt. „Wer ordent­lich arbei­tet, muss von sei­nem Ein­kom­men ein men­schen­wür­di­ges Leben füh­ren kön­nen, ohne Angst vor Kün­di­gung, ohne Sor­ge um den Unter­halt Fami­lie. Wer über Fach­kräf­te­man­gel klagt, muss guten Lohn für gute Arbeit zah­len, sonst wird er unglaub­wür­dig“, so der DGB-Kreis­ver­bands­vor­sit­zen­de Bernd Scheib­ke.

Nach Berech­nun­gen des DGB ver­die­nen Leih­ar­beits­kräf­te nur die Hälf­te von dem, wie Beschäf­tig­ten in fes­ten Arbeits­ver­hält­nis­sen. Berück­sich­tigt man das unter­schied­li­che Qua­li­fi­ka­ti­ons­ni­veau, so ver­die­nen Leih­ar­beits­kräf­te mit bezie­hungs­wei­se ohne abge­schlos­se­ner Berufs­aus­bil­dung im Schnitt über 1000 Euro weni­ger im Monat als in ande­ren Bran­che.