Nach dem Absturz einer Flug­droh­ne auf den thyssenkrupp-Test­turm, der zur­zeit bei Rott­weil ent­steht, hat das Regie­rungs­prä­si­di­um Frei­burg ein Buß­geld­ver­fah­ren gegen den Pilo­ten des Flug­ge­räts ein­ge­lei­tet. Zu Scha­den kam in die­sem Fall nie­mand. Den­noch beklagt thyssenkrupp nach Anga­ben der Behör­de dich­te Vor­bei­flü­ge am Turm durch Luft­fahr­zeu­ge aller Art.

Eine Hub­schrau­ber­droh­ne – Leu­te vom Fach nen­nen es einen Qua­dro­cop­ter – ist am Sonn­tag in die Auf­bau­ten des Test­turms der Fir­ma thyssenkrupp in 240 Meter Höhe in Rott­weil gestürzt, heißt es in einer Pres­se­mit­tei­lung der Lan­des­luft­be­hör­de beim zustän­di­gen Regie­rungs­prä­si­di­um Frei­burg. „Es kamen nur des­halb kei­ne Men­schen zu Scha­den, weil sich am arbeits­frei­en Sonn­tag nie­mand auf der Platt­form auf­ge­hal­ten hat”, berich­tet Behör­den­spre­cher Mar­kus Adler.

Die abgestürzte Drohne. Foto: Firma Ed. Zueblin AG
Die abge­stürz­te Droh­ne. Foto: Fir­ma Ed. Zue­blin AG

Die Droh­ne gehört dem­nach einem 48-jäh­ri­gen in der Schweiz leben­den deut­schen Staats­bür­ger. Das Gerät wur­de bei dem Absturz erheb­lich beschä­digt. Die Lan­des­luft­fahrt­be­hör­de des zustän­di­gen Regie­rungs­prä­si­di­ums Frei­burg wird ein Buß­geld­ver­fah­ren gegen den Droh­nen­pi­lo­ten ein­lei­ten. Fer­ner wird er zusätz­lich für die Ber­gungs­kos­ten durch die betrof­fe­ne Bau­fir­ma auf­kom­men müs­sen, so das Regie­rungs­prä­si­di­um.

In die­sem Zusam­men­hang wer­den von Sei­ten der Bau­fir­ma regel­mä­ßi­ge, zum Teil bedroh­lich dich­te Vor­bei­flü­ge von Luft­fahr­zeu­gen aller Art – Hub­schrau­ber, Sport­flie­ger, Motor­schir­me – an dem auf der Turm­spit­ze beschäf­tig­ten Per­so­nal beklagt. Offen­sicht­lich wird die dort über besie­del­tem Gebiet ein­zu­hal­ten­de Sicher­heits­min­dest­hö­he von 1000 Fuß über Grund (ent­spricht etwa 300 Meter) von Pilo­ten öfter unter­schrit­ten. Die Lan­des­luft­fahrt­be­hör­de kün­digt eine ver­stärk­te Über­wa­chung an, um die Sicher­heit der Bau­stel­le und des dort beschäf­tig­ten Per­so­nals zu gewähr­leis­ten.