Einbrecher öffnen Garagentore mit Fernbedienungen

Polizei warnt

Vor ein paar Monaten ist es immer wieder zu Einbruchsdiebstählen gekommen, bei denen die Einbrecher keine große Gewalt anwenden mussten, um in eine Garage oder in ein Wohnhauses einzudringen. Die Ganoven bedienten sich handelsüblicher Fernbedienungen und bevorzugen kleinere Teilgemeinden und Objekte an der Ortsrandlage. Die Polizei glaubt, dass die Serie jetzt zum Herbst wieder starten könnte.

KREIS ROTTWEIL (pz) – Zuletzt haben die Tätergruppen im Landkreis Rottweil zugeschlagen. Dabei waren zehn Wohnhäuser und Garagen in Dorhan und Bösingen-Herrenzimmern Ziel der Einbrecher. Und dort wird es ihnen eher leicht gemacht, so doie Polizei: Viele Hauseigentümer öffnen und schließen ihre Garagentore mit einem Handsender. Die verwendeten Fernbedienungen arbeiten noch mit einer niedrigen Frequenz, beispielsweise 433 MHz, und einem sogenannten Rolling-Code-System (Keeloq).

Mit jeder Betätigung der Fernbedienung wird der Code durch das System geändert.  Allerdings wurde das System vor etwa sieben Jahren geknackt, erklärt die Polizei. Somit können die Einbrecher mit ihrem kriminellen Geschick – wenn sie das Signal zweimal abgehört haben – das nächste Signal errechnen und erhalten somit problemlos Zugang zu den Garagen.

Betroffen sind in der Regel die Systeme, die mit einem Chip des Herstellers „Microchip Technology“ ausgestattet sind. Dieser Chip ist unter anderem auch in Fahrzeugfernbedienungen weit verbreitet. Es gibt von vielen Herstellern Systeme, die wegen dieser Sicherheitslücke entwickelt wurden und einen höheren Sicherheitsschutz bieten. Dabei wird der bestehende durch einen „BiSecur-Empfänger“ ersetzt.

Deshalb rät die Polizei, sich bei den Herstellern ihres Garagentorantriebes zu erkundigen, wie anfällig die eigene Steuerung ist und ob gegebenfalls nachgerüstet werden kann. Die einfachste Lösung besteht darin, wenn möglich, einfach die Stromzufuhr zum Garagentormotor abzustellen.

„Dass der Zündschlüssel nicht im Zündschloss stecken sollte und dass die Fahrzeuge verschlossen sein sollten, erklärt sich in diesem Zusammenhang von selbst“, so die Polizei in ihrem Warnhinweis weiter. Denn die Einbrecher hätten es besonders auf den Diebstahl der Fahrzeuge oder auf Wertgegenstände, die im Innenraum aufbewahrt werden, abgesehen.

Bewohner von Wohngebieten sollten insbesondere beim Wegfahren oder beim Nachhausekommen wachsam sein, ob sich fremde Personen in der Nähe aufhalten oder längere Zeit in fremden Fahrzeugen sitzen. Die Polizei weist darauf hin, dass Beobachtungen zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen rund um die Uhr über den Polizei-Notruf mitgeteilt werden können.

Außerdem stehen Berater der Kriminalpolizei mit einer umfassenden Beratung vor Ort zur Verfügung. Die Übersicht und die Erreichbarkeiten dieser Experten kann über die Internet-Seite der Polizei Baden-Württemberg abgerufen werden: https://www.polizei-bw.de/Praevention/Seiten/eigentum.aspx

 

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2 Kommentare

    • Hallo Herr Dreyer, nö, haben wir nicht. Kam von der Polizei, die doch wissen solltem was sie tut. Haben den Link jetzt überarbeitet. Jetzt führt er auf eine Übersichtsseite zum Thema. Vielen Dank für den Hiweis!

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