Die Angeklagten (unkenntlich gemacht) vor dem Rottweiler Landgericht. Foto: Moni Marcel
Die Angeklagten (unkenntlich gemacht) vor dem Rottweiler Landgericht. Foto: Moni Marcel

Vor dem Land­ge­richt Rott­weil hat ein Pro­zess über eine spek­ta­ku­lä­re Tat begon­nen, die sich kurz vor Weih­nach­ten des ver­gan­ge­nen Jah­res in der Tutt­lin­ger Innen­stadt ereig­ne­te:  Zwei Män­ner miss­han­del­ten einen 21-Jäh­ri­gen der­art, dass er schwers­te Schä­del- und Hirn­ver­let­zun­gen erlitt. Die Ankla­ge lau­tet des­halb auf ver­such­ten Mord.

Die mut­maß­li­chen Täter, zwei rumä­ni­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge im Alter von 34 und 37 Jah­ren, und das Opfer kann­ten sich vom Besuch eines Tutt­lin­ger Clubs in der glei­chen Nacht allen­falls vom Sehen. Gegen 5.15 Uhr tra­fen sie in der Nähe des Bus­bahn­hofs wie­der auf­ein­an­der.

Der 21-Jäh­ri­ge war­te­te zusam­men mit Freun­den auf ein Taxi, als plötz­lich die bei­den Män­ner kamen und ohne erkenn­ba­ren Anlass, wie die Staats­an­wäl­tin fest­stell­te,  mit einen Meter lan­gen Rund­höl­zern immer wie­der auf den Zufalls­be­kann­ten ein­schlu­gen.

Sie sol­len vol­ler Aggres­sio­nen gewe­sen sein, weil sie zuvor wegen Ran­da­lie­rens aus dem Club geflo­gen waren. So sieht es die Ankla­ge.

Das 21-jäh­ri­ge Opfer befin­det sich auch gut acht Mona­te nach der Tat in Behand­lung. Er hat erheb­li­che Pro­ble­me mit dem Geruchs­sinn, dem Geschmacks­sinn und der Kon­zen­tra­ti­ons­fä­hig­keit und wird zeit sei­nes Lebens schwer­be­hin­dert blei­ben. Der jun­ge Mann nahm als Zuschau­er am Pro­zess teil.

Um die Tat und ihre Hin­ter­grün­de auf­zu­klä­ren, sol­len 17 Zeu­gen aus­sa­gen und zwei Sach­ver­stän­di­ge Gut­ach­ten abge­ben. Das Urteil wird am 20. Okto­ber erwar­tet.