Entwicklungskonzept und zwei Leuchtturmprojekte ausgezeichnet

REGION (pm) – Das Land Baden-Würt­tem­berg hat bei einer Preis­ver­lei­hung in Stutt­gart am 23. Janu­ar die Regi­on Schwarz­wald-Baar-Heu­berg im Rah­men des Wett­be­wer­bes  „Regio­WIN“ (Regio­na­le Wett­be­werbs­fä­hig­keit durch Inno­va­ti­on und Nach­hal­tig­keit) als „WIN­re­gi­on“ aus­ge­zeich­net. Das teilt der Regio­nal­ver­band mit.

Zum zwei­stu­fi­gen Wett­be­werb Regio­WIN hat­te das Land Baden-Würt­tem­berg im Febru­ar 2013 auf­ge­ru­fen. Der Wett­be­werb ist der wesent­li­che Bestand­teil der För­der­stra­te­gie des Lan­des Baden-Würt­tem­berg für die EU-För­der­pe­ri­ode 2014–2020 aus dem Euro­päi­schen Fonds für regio­na­le Ent­wick­lung (EFRE). In der ers­ten Pha­se im Jahr 2013 stand der Wett­be­werb allen Regio­nen in Baden-Würt­tem­berg offen. Die Regio­nen konn­ten „Regio­na­le Stra­te­gie­kon­zep­te“ mit regio­na­len Leucht­turm­pro­jek­ten ein­rei­chen, um sich damit für eine „2. Run­de“ zu qua­li­fi­zie­ren. Schon 2013 wur­de der ers­te Bei­trag der Regi­on von einer unab­hän­gi­gen Jury bewer­tet und prä­miert. Mit der Prä­mie­rung war eine fes­te För­de­rung von 50.000 Euro ver­bun­den.

In der zwei­ten Wett­be­werbs­pha­se im Jahr 2014 – neben der Regi­on Schwarz­wald-Baar-Heu­berg haben sich dafür noch 10 wei­te­re Regio­nen qua­li­fi­ziert – wur­den die Wett­be­werbs­bei­trä­ge zu „Regio­na­len Ent­wick­lungs­kon­zep­ten“ wei­ter­ent­wi­ckelt und die regio­na­len Leucht­turm­pro­jek­te ver­tieft. Dies sind mit dem „Regio­na­len Inno­va­tions- und Tech­no­lo­gie­zen­trum am Hoch­schul­cam­pus Tutt­lin­gen“ der Hoch­schu­le Furt­wan­gen Uni­ver­si­ty, dem „Inter­kom­mu­na­len Trans­fer- und Inno­va­ti­ons­zen­trum für mikro- und mikro­sys­tem­tech­ni­sche Unter­neh­men“ der Per­pe­tu­um-Ebner in St. Geor­gen, dem „For­schungs- und Trans­fer­zen­trum für mikro­me­di­zin­tech­ni­sche Fer­ti­gung (MedAs­sem­bly)“ des Insti­tuts für Mikro- und Infor­ma­ti­ons­tech­nik der Hahn-Schickard-Gesell­schaft (HSG-IMIT) in Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen sowie dem „Bera­tungs­zen­trum Alter & Tech­nik Schwarz­wald-Baar-Heu­berg“ des Land­rats­amts Schwarz­wald-Baar-Kreis vier Pro­jek­te. Die Leit­idee des Regio­na­len Ent­wick­lungs­kon­zepts beinhal­tet in ers­ter Linie die Stär­kung der regio­na­len Inno­va­ti­ons­ker­ne Mikro- und Medi­zin­tech­nik und basiert damit auf den im Kon­zept her­aus­ge­ar­bei­te­ten Stär­ken. 

Neben dem Regio­nal­ver­band, des­sen Geschäfts­stel­le in ihrer Funk­ti­on als Lead-Part­ner der Wett­be­werbs­re­gi­on die Feder­füh­rung wäh­rend des gesam­ten Regio­WIN-Pro­zes­ses besaß, waren die Land­krei­se Rott­weil, Tutt­lin­gen und Schwarz­wald-Baar-Kreis, die Indus­trie- und Han­dels­kam­mer Schwarz­wald-Baar-Heu­berg, die Hand­werks­kam­mer Kon­stanz, die Wirt­schafts­för­de­rungs­ge­sell­schaft Schwarz­wald-Baar-Heu­berg mbH, die Hoch­schu­le Furt­wan­gen Uni­ver­si­ty, das Tech­no­lo­gie­zen­trum St. Geor­gen sowie das HSG-IMIT in Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen an der Erar­bei­tung bei­der Kon­zep­te betei­ligt. 

Wie schon in der ers­ten Wett­be­werbs­pha­se wur­den auch in der zwei­ten Pha­se die ein­ge­reich­ten Kon­zep­te durch eine Jury bewer­tet. Nach der Ent­schei­dung der Jury erfolg­te am 23. Janu­ar 2015 in Stutt­gart die offi­zi­el­le Bekannt­ga­be und Prä­mie­rung der Wett­be­werbs­re­gio­nen und Leucht­turm­pro­jek­te.

Finanz- und Wirt­schafts­mi­nis­ter Dr. Nils Schmid, MdL, der Minis­ter für den Länd­li­chen Raum und für Ver­brau­cher­schutz, Alex­an­der Bonde sowie Wis­sen­schafts­mi­nis­te­rin The­re­sia Bau­er, MdL über­ga­ben dem Ver­bands­vor­sit­zen­den des Regio­nal­ver­ban­des, Bür­ger­meis­ter Jür­gen Guse die ent­spre­chen­de Urkun­de (sie­he Foto) für das prä­mier­te Regio­na­le Ent­wick­lungs­kon­zept mit dem Prä­di­kat „WIN­re­gi­on“.

Als Leucht­turm­pro­jek­te wur­den das „Regio­na­le Inno­va­tions- und Tech­no­lo­gie­zen­trum am Hoch­schul­cam­pus Tutt­lin­gen“ sowie das „For­schungs- und Trans­fer­zen­trum für mikro­me­di­zin­tech­ni­sche Fer­ti­gung -MedAs­sem­bly“ aus­ge­zeich­net.

Die Prä­mie­rung des Regio­na­len Ent­wick­lungs­kon­zep­tes und der Leucht­turm­pro­jek­te ist die Vor­aus­set­zung für eine Pro­jekt­för­de­rung. Ins­ge­samt kön­nen für aus­ge­wähl­te Leucht­turm­pro­jek­te jeweils 70 Pro­zent der Kos­ten aus För­der­mit­teln finan­ziert wer­den“ freut sich der Ver­bands­vor­sit­zen­de des Regio­nal­ver­ban­des, Bür­ger­meis­ter Jür­gen Guse.

Durch die Aus­wahl des Regio­nal­kon­zep­tes und der bei­den Leucht­turm­pro­jek­te kön­nen somit etwa sechs Mil­lio­nen Euro EU- und Lan­des­för­de­rung für die Umset­zung der Pro­jek­te bean­tragt wer­den“ so der Ver­bands­di­rek­tor des Regio­nal­ver­ban­des, Mar­cel Herz­berg.

Die För­de­rung und Umset­zung der Pro­jek­te wer­den für die gan­ze Regi­on Schwarz­wald-Baar-Heu­berg sehr posi­ti­ve Effek­te bewir­ken“ sind sich Guse und Herz­berg einig. Sehr zufrie­den zeig­te sich auch der süd­ba­di­sche Euro­pa­ab­ge­ord­ne­te Andre­as Schwab aus Vil­lin­gen. „Ich freue mich, dass durch die Aus­wahl der bei­den Pro­jek­te EU-För­der­mit­tel aus dem EFRE-Pro­gramm in über­durch­schnitt­li­chem Umfang in die Raum­schaft flie­ßen. Das zeigt, wie zen­tral die Regi­on in Euro­pa liegt.“

Auch die Frei­bur­ger Regie­rungs­prä­si­den­tin Bär­bel Schä­fer gra­tu­liert der Regi­on Schwarz­wald-Baar-Heu­berg: „Ich freue mich, dass bei Regio­WIN zwei Pro­jek­te aus der Regi­on zum Zug gekom­men sind.“

Zwar ist es sehr bedau­er­lich, dass die bei­den ande­ren Pro­jek­te der Regi­on  (Inter­kom­mu­na­len Trans­fer- und Inno­va­ti­ons­zen­trum für mikro- und mikro­sys­tem­tech­ni­sche Unter­neh­men in St. Geor­gen sowie Alter und Tech­nik der Land­krei­se) vom Land nicht als Regio­WIN-Leucht­turm­pro­jek­te prä­miert wur­den und somit kei­ne EFRE-För­de­rung erhal­ten, ander­seits wur­den auch in den ande­ren, zum Teil wesent­lich grö­ße­ren oder bevöl­ke­rungs­stär­ke­ren Regio­nen, nicht mehr als zwei Leucht­turm­pro­jek­te aus­ge­zeich­net. „Inso­fern sind die Gesamt­be­wer­bung und die För­de­rung als ein gro­ßer Erfolg für unse­re Regi­on zu bezeich­nen“ so der Ver­bands­vor­sit­zen­de und der Ver­bands­di­rek­tor. „Sei­tens der Regi­on wer­den wir aber auch ver­su­chen, die bei­den ande­ren inno­va­ti­ven Pro­jek­te wei­ter posi­tiv zu beglei­ten und eine Umset­zung zu ermög­li­chen“.