DUNNINGEN (pm) – Ganz im Zei­chen von Ver­ab­schie­dun­gen, Ehrun­gen ver­dien­ter Kame­ra­den, per­so­nel­ler Ver­än­de­run­gen und eines Genera­ti­ons­wech­sels im Kom­man­do stand die dies jäh­ri­ge Gene­rals­ver­samm­lung der Feu­er­wehr­ab­tei­lung Dun­nin­gen.

Der aus dem Amt schei­den­de Gesamt­kom­man­dant Win­fried Kra­mer begrüß­te neben Bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Krö­ger, Orts­vor­ste­her Her­mann Hirt Ver­tre­ter des Gemein­de­ra­tes, die Ange­hö­ri­gen aller drei Ein­satz­ab­tei­lun­gen, der Alters­wehr und der Jugend­feu­er­wehr.

Wer­ner Hutz ging in sei­nem letz­ten Bericht auf das letz­te Jahr als Abtei­lungs­kom­man­dant der Ein­satz­ab­tei­lung Dun­nin­gen ein. Mit ins­ge­samt 26 Ein­sät­zen fuhr die Abtei­lung Dun­nin­gen die meis­ten Ein­sät­ze zu denen auch der Groß­brand in einer Ent­sor­gungs­fir­ma, wie auch die Über­land­hil­fe beim Unwet­ter­ein­satz in der Regi­on Wellendingen/Wilflingen zähl­te. Dank sprach er den Kame­ra­den aus, die das Leis­tungs­ab­zei­chen in Gold absol­vier­ten.

Jür­gen Bau­er ging in sei­nem Bericht auf die die Ein­sät­ze, sowie die Übungs­diens­te und sons­ti­gen Tätig­kei­ten der Ein­satz­ab­tei­lung Lacken­dorf ein, beson­ders die Bereit­schaft, das Lei­tungs­ab­zei­chen in Bron­ze zu erlan­gen erwähn­te er beson­ders, eben­so der Ein­bau einer Akkus­tik­de­cke im Schu­lungs­raum in Eigen­leis­tung und eine Sam­mel­ak­ti­on für Flut­op­fer auf dem Bal­kan.

Die Ein­satz­ab­tei­lung See­dorf hat mit­un­ter den spek­ta­ku­lärs­ten Ein­satz in Form eines Wald- und Flä­chen­bran­des im Früh­jahr auf einer Flä­che von 5000 qm in Lau­ter­bach. Ins­ge­samt muss­ten, so Hei­ko Merz, fünf Ein­sät­ze abge­ar­bei­tet wer­den. Merz macht auch auf die Pro­ble­ma­tik der nutz­ba­ren Ver­kehrs­flä­che im und vor der Feu­er­wehr­un­ter­kunft auf­merk­sam, da durch den Bau eines Kreis­ver­kehr sich die Situa­ti­on ver­schlech­te­re, zudem mahn­te er den Stu­fen­plan in der Fahr­zeug­be­schaf­fung an.

Gesamt­kom­man­dant Win­fried Kra­mer beleuch­te­te in sei­nem letz­ten Tätig­keits­be­richt den gesell­schaft­li­chen Stand des ehren­amt­li­chen Enga­ge­ment frei­wil­li­ger Feu­er­wehr­leu­te. Im Jahr 2014 sei die finan­zi­el­le Aus­stat­tung gut gewe­sen, jedoch wur­den im Haus­halts­plan 2015 die bean­trag­ten Mit­tel um rund ein Drit­tel gekürzt. Ins­ge­samt wur­den 32 Ein­sät­ze mit 670 Ein­satz­stun­den gefah­ren. Loben­de Wor­te gab es für die vie­len Übungs­diens­te und Fort­bil­dungs­stun­den, ins­be­son­de­re die Grup­pen, die die Leis­tungs­ab­zei­chen absol­vier­ten fan­den aus­drück­lich Erwäh­nung, eben­so die Mate­ri­al- und Fahr­zeug­war­te.

Zum Schluß gab er der schei­den­de Gesamt­kom­man­dant der Ver­samm­lung, ins­be­son­de­re den Ent­schei­dungs­trä­ger in der Feu­er­wehr und in der Gemein­de­ver­wal­tung noch ein paar nach­denk­li­che, mah­nen­de Wor­te für die Auf­ga­ben in der Zukunft mit auf den Weg. So wur­de noch­mals auf die Ein­füh­rung des Digi­tal­funkes, die Unter­brin­gung von Per­so­nal und Fahr­zeu­ge, sowie die unum­gäng­li­che Ersatz­be­schaf­fung von Ein­satz­fahr­zeu­gen, sowie die ein­heit­li­che Aus­stat­tung mit Uni­for­men gemäß der neu­en Ver­wal­tungs­vor­schrift hin­ge­wie­sen. Letz­te­res wäre schön, wenn es zum 150. Jäh­ri­gen Jubi­lä­um der Ein­satz­ab­tei­lung Dun­nin­gen im Jah­re 2018 beschafft wer­den könn­te, was auch ein Bekennt­nis der Ver­wal­tung zur Feu­er­wehr dar­stel­len wür­de.

Schrift­füh­rer Stef­fen Hils ging in sei­nem Bericht exem­pla­risch auf vier außer­or­dent­li­che Ein­sät­ze ein: Der Flä­chen­brand in Lau­ter­bach. Einem gemel­de­ten Brand­ein­satz in einem Indus­trie­be­trieb, bei dem der Alarm mit­ten im Fest­tru­bel des Dun­nin­ger Früh­lings­fes­tes ein­ging und somit die Besu­cher haut­nah mit­er­le­ben konn­ten, wie die Feu­er­wehr aus­rückt. Dem Unwet­ter­ein­satz im Bereich Wellendingen/Wilflingen. Und dann noch den Brand in einem Ent­sor­gungs­be­trieb, bei dem nur durch den Ein­satz von Innen­an­griff und Lösch­an­griff über die Rott­wei­ler Hub­ar­beits­büh­ne ein grö­ße­res Aus­maß ver­hin­dert wer­den konn­te

Eben­so wur­den diver­se Übun­gen mit dem DRK und auch benach­bar­ten Weh­ren und der Gesamt­wehr durch­ge­führt. Nicht uner­wähnt blie­ben die Mit­wir­kung bei der Ein­wei­hung der Umge­hungs­stra­ße, der fei­er­li­chen Ver­ab­schie­dung von Bür­ger­meis­ter a. D. Wink­ler und dem dabei abge­hal­te­nen Zap­fen­streich. Die Amts­ein­set­zung von Bür­ger­meis­ter Dr. Krö­ger, eben­so wie die Teil­nah­me am Bür­ger­treff und die Bewir­tung der Bür­ger­meis­ter­wahl. Die drei Ein­satz­ab­tei­lun­gen bestehen im Moment aus ins­ge­samt 98 Ein­satz­kräf­ten.

Als Ver­tre­ter der Alters­wehr berich­te­te Alters­ob­mann Wolf­gang Merz von den Akti­vi­tä­ten der 36 Alters­wehr­män­ner. Jugend­feu­er­wehr­wart Chris­ti­an Mau­ritz ließ das Jahr und die Akti­vi­tä­ten der Jugend­feu­er­wehr, wel­che aus 20 Jugend­li­che bestehe, Revue pas­sie­ren.

Kas­sier Domi­nik Mauch berich­te­te von einem klei­nen Minus in der Kas­se der Gesamt­wehr und for­der­te die Anwe­sen­den auf, sich über die Finan­zie­rung der Kas­se der Gesamt­wehr Gedan­ken zu machen Die Kas­sen­prü­fer konn­ten eine ein­wand­freie Kas­sen­füh­rung bestä­ti­gen.

Die Ent­las­tung über­nahm erst­ma­lig der Bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Krö­ger. In sei­ner kur­zen Anspra­che bedank­te er sich noch­mals für die geleis­te­te Arbeit im ver­gan­gen Jahr. Es sei bei den viel­fäl­ti­gen Auf­ga­ben die Auf­ga­ben­stel­lung wesent­lich kom­ple­xer gewor­den, was sich auch in den Anfor­de­run­gen wie­der­spie­gelt. Des­halb sei eine gute techn. Aus­stat­tung und fach­li­ches Wis­sen not­wen­dig. Dank sprach der den Feu­er­wehr­an­ge­hö­ri­gen aus, dass sie stets auch Frei­zeit ver­zich­ten um sich aus- und wei­ter­zu­bil­den. Dank sprach er vor allen Din­gen auch denn aus dem Amt aus­schei­den­den Funk­ti­ons­trä­ger aus.

Die Wah­len unter Lei­tung von Bür­ger­meis­ter Dr. Krö­ger erga­ben fol­gen­des Ergeb­nis: Zum Gesamt­kom­man­dan­ten wur­de neu Vol­ker Hils gewählt, sein Stell­ver­tre­ter ist Hei­ko Merz und der zwei­te. Stell­ver­tre­ter Micha­el List. Zum neu­en Schrift­füh­rer wur­de Ralf Hem­min­ger bestellt. Für den aus dem Amt schei­den­den Kas­sen­prü­fer Ulrich Rott­ler wur­de Sebas­ti­an Haag gewählt. Neu­es Aus­schuss­mit­glied aus Lacken­dorf wur­de Alen Zuka­no­vic gewählt.

Bei den anste­hen­den Beför­de­run­gen wur­de Micha­el List zum Brand­meis­ter, Sebas­ti­an Rom­ing zum Lösch­meis­ter, Tobi­as Wer­ner zum Ober­feu­er­wehr­mann und Tim Mein­hold, Dani­el Stern und Sti­pe Vuko­vic zum Feu­er­wehr­mann beför­dert.

Kreis­brand­meis­ter Mario Rumpf ging in sei­ner Lau­da­ti­on bei den Ehrun­gen ins­be­son­de­re auch auf die Ver­diens­te der aus dem Amt aus­ge­schie­de­nen Kom­man­dan­ten Kra­mer und Hutz ein, zudem auch auf das unver­zicht­ba­re ehren­amt­li­che Enga­ge­ment der Feu­er­wehr, ohne dass ein gut funk­tio­nie­ren­des Lösch- und Hilfs­we­sen in der Brei­te nicht mög­lich wäre. Auch auf die Mög­lich­keit unter Ein­bin­dung kom­mu­na­ler Struk­tu­ren, wie Bau­hö­fe und ähn­li­ches wies er hin. Bei der Ein­füh­rung des Digi­tal­funkes mach­te er deut­lich, dass dies nicht so schnell umge­setzt wird, wie gewünscht.

Mario Rumpf zeich­ne­te Bernd Haber­stroh für 25- jäh­ri­ge akti­ve Tätig­keit aus, er ist ins­be­son­de­re als Bau­hof­mit­ar­bei­ter fast immer ver­füg­bar und eine wesent­li­che Stüt­ze der Ein­satz­ab­tei­lung Dun­nin­gen.

Harald Mau­ser wur­de für 40 jäh­ri­ge Tätig­keit aus­ge­zeich­net. Er hat sich nicht nur als stell­ver­tre­ten­der Abtei­lungs­kom­man­dant, Zug­füh­rer und Lei­ter der Füh­rungs­grup­pe einen Namen gemacht, son­dern ins­be­son­de­re als Funk­be­auf­trag­ter und Aus­bil­der.

Der Vor­sit­zen­de des Kreis­feu­er­wehr­ver­ban­des Dr. Bern­hard Schö­ne­mann mach­te eine kur­ze Aus­füh­rung über med. The­men und über ein Posi­ti­ons­pa­pier des Lan­des­feu­er­wehr­ver­ban­des, das sich ins­be­son­de­re um die Stär­kung des ehren­amt­li­chen Feu­er­wehr­man­nes in der Gesell­schaft küm­mert.

Wer­ner Hutz emp­fing aus sei­nen Hän­den die Medail­le in Sil­ber des Kreis­feu­er­wehr­ver­ban­des für sei­ne zehn­jäh­ri­ge Tätig­keit und lang­jäh­ri­ge Tätig­keit als Aus­schuss­mit­glied und Schrift­füh­rer.

Win­fried Kra­mer wur­de mit der Medail­le in Gold für sei­ne Tätig­keit seit 1993 als stv. Abtei­lungs­kom­man­dant, Abtei­lungs­kom­man­dant und Gesamt­kom­man­dant aus­ge­zeich­net.

Sei­tens der Gemein­de wur­den eben­falls bei­de mit einem Geschenk bedacht. Eben­so der aus­schei­den­de Atem­schutz­wart Die­ter Mauch und der Kas­sen­prü­fer Ulrich Rott­ler.

Wer­ner Hutz sprach im Namen der Gesamt­wehr Win­fried Kra­mer sei­nen gro­ßen Dank und tiefs­ten Respekt für die geleis­te­te Arbeit als Gesamt­kom­man­dant aus und über­reich­te einen Gut­schein für ein For­mel 1‑Rennwochenende in Mona­co.

Zum Schluss der har­mo­nisch ver­lau­fen­den Ver­samm­lung gab Kra­mer noch einen kur­zen Ter­min­über­blick für das Jahr 2015.