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Sonntag, 8. Dezember 2019
Start Rott­weil Feu­er­werks­ver­bot in Rott­weil gilt auch die­ses Jahr wie­der

Feuerwerksverbot in Rottweil gilt auch dieses Jahr wieder

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ROTTWEIL (pm) – Das Feu­er­werks­ver­bot für die his­to­ri­sche Innen­stadt von Rott­weil an Sil­ves­ter und Neu­jahr macht Schu­le: Meh­re­re Gemein­den haben inzwi­schen das Zün­den von Rake­ten und Böl­lern ver­bo­ten, zuletzt die Stadt Sulz am Neckar. In Rott­weil gilt das Ver­bot bereits seit 2009. Die Ver­ant­wort­li­chen in Rott­weil sind sich einig: Die Schutz­maß­nah­me ist ange­sichts der Gefahr für die his­to­ri­schen Gebäu­de not­wen­dig und wird von der Bevöl­ke­rung ange­nom­men.

„Die Gefahr ist nicht zu unter­schät­zen, wenn eine teil­wei­se abge­brann­te Rake­te unter die Dach­zie­gel gerät und die Dachspar­ren in Brand setzt“, betont Rott­weils neu­er Stadt­brand­meis­ter Frank Mül­ler. „In unse­rer schö­nen his­to­ri­schen Innen­stadt sind die meis­ten alten Häu­ser oft ohne Brand­wän­de anein­an­der­ge­baut, so dass sich ein Brand rasend schnell auf Nach­bar­ge­bäu­de aus­brei­ten kann“, warnt Mül­ler.

Was auch ein Pro­blem dar­stel­le, sei­en die vie­len klei­nen Innen- und Hin­ter­hö­fe, in denen oft erheb­li­che Brand­las­ten lagern und die schwer zu errei­chen sind. „Gerät dort etwas durch ein noch glim­men­des her­un­ter­ge­fal­le­nes Stück Böl­ler oder Rake­te in Brand, ist die Ent­de­ckungs­zeit wahr­schein­lich zu lang, um grö­ße­ren Scha­den zu ver­hin­dern“, betont der Stadt­brand­meis­ter.

Das städ­ti­sche Ord­nungs­amt hat daher die his­to­ri­sche Innen­stadt von Rott­weil daher auch 2014 wie­der zur Tabu­zo­ne für Feu­er­werk erklärt: „Dort sind alle For­men von Feu­er­werk strikt ver­bo­ten – egal ob Rake­ten, Böl­ler oder Knall­frö­sche“, so Ord­nungs­amts­lei­ter Jörg Alisch. Schil­der wei­sen nach Weih­nach­ten in der gesam­ten Kern­stadt auf das Ver­bot hin.

Der Sperr­be­zirk ver­läuft ent­lang der ehe­ma­li­gen Stadt­be­fes­ti­gung. Die Poli­zei wird in der Sil­ves­ter­nacht in der Innen­stadt ver­stärkt Prä­senz zei­gen. „Wer sich nicht an das Feu­er­werks­ver­bot hält, muss mit Stra­fen rech­nen“, betont Alisch. 50 Euro dro­hen jedem, der in der his­to­ri­schen Innen­stadt Feu­er­werk abfeu­ert, bei Vor­satz kann das Buß­geld sogar bis zu 100 Euro betra­gen.

Dar­über hin­aus ist übri­gens das Abbren­nen von Feu­er­werk in unmit­tel­ba­rer Nähe von Kir­chen, Kran­ken­häu­sern, Alters- und Pfle­ge­hei­men sowie Fach­werk­häu­sern ohne­hin ver­bo­ten. „Die­se Regel gilt grund­sätz­lich in ganz Deutsch­land, ist aber lei­der vie­len Bür­gern nicht bewusst“, so Mül­ler.

Außer­halb der genann­ten Berei­che ist das Abbren­nen von Rake­ten und Böl­lern auch in Rott­weil erlaubt. Die Feu­er­wehr rät aber auch jen­seits der Ver­bots­zo­ne zur Vor­sicht. So soll­ten brenn­ba­re Gegen­stän­de an Sil­ves­ter von Bal­ko­nen oder Ter­ras­sen weg­ge­räumt wer­den, denn es kommt immer wie­der vor, dass die­se durch unacht­sa­men Umgang mit Rake­ten in Flam­men auf­ge­hen. Zudem soll­ten Fens­ter und Türen geschlos­sen wer­den. Beach­tet man nach­fol­gen­de Hin­wei­se, so ist für ein siche­res Feu­er­werks­er­leb­nis zum Jah­res­wech­sel viel getan:

  • Feu­er­werks­ar­ti­kel gehö­ren all­ge­mein nicht in die Hän­de von Kin­dern, Jugend­li­chen und alko­ho­li­sier­ten Per­so­nen!
  • Knall­kör­per und Rake­ten nur im Frei­en ver­wen­den. Aus­rei­chen­den Sicher­heits­ab­stand zu Per­so­nen und Gebäu­den ein­hal­ten!
  • Gebrauchs­an­wei­sun­gen beach­ten!
  • Knal­ler nach erfolg­lo­sem Zün­den (Blind­gän­ger) nicht wie­der ver­su­chen ein zwei­tes Mal anzu­zün­den, son­dern mit Was­ser unbrauch­bar machen!
  • Rake­ten nur senk­recht abfeu­ern, siche­ren Stand­platz wäh­len und auf siche­re Flug­rich­tung ach­ten!
  • Rake­ten bei stär­ke­rem Wind und Wind­bö­en nicht abfeu­ern!
  • Auf kei­nen Fall soll­ten Feu­er­werks­kör­per selbst her­ge­stellt oder aus dem Aus­land impor­tiert wer­den. Ach­ten Sie auf das BAM-Prüf­zei­chen der Bun­des­an­stalt für Mate­­ri­al­­for­­schung- und Prü­fung!
  • Neh­men Sie Rück­sicht auf Kin­der und Tie­re, die sehr unter der Knal­le­rei lei­den!

Bei Sil­ves­ter­ver­an­stal­tun­gen in gro­ßen Räu­men müs­sen aus­ge­wie­se­ne Flucht- und Ret­tungs­we­ge sowie Not­aus­gän­ge frei benutz­bar blei­ben. Das Abstel­len von Gegen­stän­den oder Par­ken vor sol­chen Aus­gän­gen ist ver­bo­ten.

INFO: Soll­te es trotz aller Vor­sichts­maß­nah­men zu einem Brand kom­men: Die Not­ruf­num­mer der inte­grier­ten Leit­stel­le in Rott­weil lau­tet 112!

 

 

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