-1.8 C
Rottweil
Mittwoch, 11. Dezember 2019
Start Kul­tur Film­prä­sen­ta­ti­on Gün­ther Uecker in der Kunst­stif­tung

Filmpräsentation Günther Uecker in der Kunststiftung

-

ROTTWEIL, 30. Okto­ber (pm) – Am Mitt­woch, 5. Novem­ber ab 19 Uhr fin­det im Kon­fe­renz­raum der Kunst­stif­tung Erich Hau­ser eine Film­prä­sen­ta­ti­on statt. Gezeigt wer­den drei Fil­me von Micha­el Kluth über Gün­ther Uecker aus den Jah­ren 1993, 2004 und 2009.

Seit über zwan­zig Jah­ren beglei­tet der Film­re­gis­seur Dr. Micha­el Kluth den inter­na­tio­nal renom­mier­ten Künst­ler Gün­ther Uecker (geb. 1930 in Wendorf/Mecklenburg) mit der Kame­ra. Bis­her sind 11 fil­mi­sche Por­träts ent­stan­den. Es ist ein Mosa­ik aus ver­schie­de­nen Arbeits- und Lebens­pha­sen von Gün­ther Uecker, das der Film­re­gis­seur in kom­pri­mier­ten und lei­den­schaft­li­chen Bil­dern ent­wirft. Uecker gilt als einer der her­aus­ra­gends­ten Künst­ler der zwei­ten Hälf­te des 20. Jahr­hun­derts, der als Mit­glied der ers­ten, nach dem zwei­ten Welt­krieg in Deutsch­land gegrün­de­ten Künst­ler­grup­pe ZERO welt­weit bekannt wur­de. Seit den 1950er-Jah­­ren ist der Nagel Ueckers Medi­um, das sei­ne Arbeit bis heu­te bestimmt. Micha­el Kluth hat den Künst­ler nicht nur in sei­nem Düs­sel­dor­fer Ate­lier besucht und ihn bei der Arbeit gefilmt, son­dern ihn auch bei sei­nen welt­wei­ten Aus­stel­lun­gen, zum Bei­spiel in Viet­nam und Japan, beglei­tet. In den Fil­men wer­den immer wie­der Brü­cken geschla­gen, vom Ate­lier in die Öffent­lich­keit, vom Künst­ler­state­ment zum kunst­wis­sen­schaft­li­chen Kom­men­tar aus dem Off, vom Bio­gra­fi­schen zu gesell­schafts­po­li­ti­schen Kon­tex­ten, von Ver­let­zun­gen zu Ver­bin­dun­gen. Die Fil­me zei­gen ver­schie­de­ne Sta­tio­nen und Werk­grup­pen und machen den Leit­satz Ueckers, dass Den­ken und Han­deln eins sind, visu­ell nach­voll­zieh­bar. Gezeigt wer­den der Werk­statt­film „Der geschun­de­ne Mensch“ (1993), der ohne Ton aus­kommt, „Poe­sie der Destruk­ti­on“ von 2004 und der 2009 pro­du­zier­te Film „Poe­sie der Erin­ne­rung“. Dr. Micha­el Kluth arbei­tet seit den 1970er-Jah­­ren als Autor für das öffen­t­­lich-rech­t­­li­che Fern­se­hen (ARD, ZDF, ARTE), vor allem im Bereich Thea­ter, Lite­ra­tur, Kunst und Kul­tur­po­li­tik. Außer­dem war er als Dozent an der Uni­ver­si­tät Köln tätig, mit dem Schwer­punkt unga­ri­scher Film. Regel­mä­ßig ist er zu Film­ar­bei­ten in Ungarn. Im Anschluss an die Film­prä­sen­ta­ti­on fin­det ein Gespräch mit Dr. Alex­an­der Tol­nay, frei­er Kura­tor, und dem Film­re­gis­seur Micha­el Kluth statt. Der Ein­tritt ist frei.

 

- Adver­tis­ment -