ROTTWEIL (hes) – Das dies­jäh­ri­ge Som­mer­fest des Kin­der­gar­ten Alt­stadt stand unter dem Mot­to: „Fla­schen­post schwimm übers Meer.“ Bei strah­len­dem Som­mer­wet­ter ver­sam­mel­ten sich die Eltern, Groß­el­tern, Ver­wand­te und Freun­de im Gar­ten des Gemein­de­hau­ses, um sich an den Vor­füh­run­gen der Kin­der zu erfreu­en.

Die Erzäh­le­rin, Ulri­ke Ser­rer (Erzie­he­rin), führ­te die Zuschau­er durch das Pro­gramm und beglei­te­te die Fla­schen­post in alle Her­ren Län­der. Sie begann mit einem Gedicht: „Jen‚s Vater war am gro­ßen Belt als Leucht­turm­wär­ter ange­stellt. Auf einer Insel, win­zig klein, drum war der Jens dort sehr allein. Und oft hat er bei sich gemeint, ach hät­te ich doch einen Freund.“

Wei­ter führ­te sie aus: „Er nahm Papier und einen Stift und schrieb mit sei­ner schöns­ten Schrift. Wer will mein Freund sein? Vie­le Grü­ße Jens“. Hat dann das Blatt her­um­ge­dreht und sich gemalt, wie ihr hier seht. Er fal­te­te den Brief ganz schmal und steck­te ihn in eine Fla­sche. Die kork­te er in aller Ruh, so fest er konn­te, wie­der zu und schleu­der­te sie weit ins Meer und blick­te lan­ge hin­ter­her.

Die Fla­sche begab sich dann auf Rei­sen, zunächst an die Nord­see­küs­te zu den Rob­ben. In Ita­li­en ange­schwom­men fand Leo­nar­do die Fla­sche und rann­te zu sei­nen Freun­den. Am Golf von Ton­king traf die Fla­sche das Chi­ne­sen­kind Mai Ling und sie fing gleich an zu tan­zen.

In Grie­chen­land erfreu­te sich die klei­ne Nico­let­ta und sprach ein Gedicht. Die klei­ne Olga aus Russ­land hat­te eben­falls ihre Freu­de und mal­te mit bun­ten Stif­ten die Fla­schen­post an, kork­te sie in aller Ruh, die alte Fla­sche wie­der zu. So ging die Rei­se der Fla­sche noch nach Afri­ka zum klei­nen Mog­li zu einer Tier­sa­fa­ri.

Danach nach Ame­ri­ka und schließ­lich nach Frank­reich. Ulri­ke Ser­rer sag­te wei­ter: „Dort war viel Tumult. Es ging um n‚en Ball. Es waren vie­le Leu­te über­all. Der klei­ne Pierre in sei­nem Tri­kot, fand die Fla­schen­post und freu­te sich so“. Mit dem Brief in der Hand rann­te er zu sei­nen Freun­den an Land. Da ent­deck­te er die Kin­der aus aller Welt, die ste­hen unterm Him­mels­zelt.

Er sieht den Jens und winkt ihm zu. Nun bin ich end­lich nicht mehr allein. Komm lasst und fei­ern und Freun­de sein.“ Die ein­zel­nen Fla­schen­post-Geschich­ten wur­den von den Kin­dern immer wie­der durch flot­te Tän­ze und Lie­der unter­malt und beglei­tet.

Die Gäs­te waren rest­los von die­ser Auf­füh­rung der Kin­der begeis­tert und zoll­ten auch den Erzie­he­rin­nen für ihre Arbeit einen herz­li­chen und aner­ken­nen­den Bei­fall.

Die Kin­der konn­ten sich danach noch beim Schmin­ken, Aqua­ri­um­spiel, bas­teln und Tor­wand­schie­ßen ver­gnü­gen.. Mit einem Luft­bal­lon-Weit­flug-Wett­be­werb ging das inter­es­san­te und unter­halt­sa­me Som­mer­fest zu Ende und die Gäs­te konn­ten sich noch bei Kaf­fee und Kuchen und Grill­würs­ten in gesel­li­ger Run­de unter­hal­ten.