Die Zahl der Flücht­lin­ge, die in Schram­berg unter­ge­kom­men sind, ist in den letz­ten Wochen wei­ter stark ange­stie­gen. Fach­be­reichs­lei­ter Bert­hold Kam­me­rer geht der­zeit von knapp 200 Flücht­lin­gen in Schram­berg aus.

SCHRAMBERG (him) – Der Land­kreis Rott­weil hat­te vor den Som­mer­fe­ri­en das Haus Schiltach­stra­ße 19 ange­mie­tet und inzwi­schen dort etwa 50 wei­te­re Flücht­lin­ge unter­ge­bracht. Zustän­dig für die Unter­brin­gung, die Aus­zah­lung der Gel­der und die Betreu­ung ist der Land­kreis.

In Schram­berg waren Ende Juni 133 Per­so­nen unter­ge­bracht, das waren damals schon 18 mehr als der Schlüs­sel eigent­lich vor­sieht, so Kam­me­rer im Ver­wal­tungs­aus­schuss des Gemein­de­ra­tes. „Im Moment gibt es kei­ne wei­te­ren Plä­ne für Unter­künf­te in Schram­berg“, so Kam­me­rer zur NRWZ. „Wir sind deut­lich im Über­soll.“ Ande­re Kom­mu­nen hiel­ten sich bei der Auf­nah­me von Flücht­lin­gen vor­nehm zurück, kri­ti­siert Kam­me­rer.

Der Lei­ter des Kreis­so­zi­al­am­tes, Vol­ker Weber, bestä­tigt das, berich­tet aber auch von regem Kon­takt des Land­rats mit den Bür­ger- und Ober­bür­ger­meis­tern. „Man­che Gemein­den haben ein Über­soll, ande­re haben es nicht erfüllt. Wir kön­nen nur an die Gemein­den appel­lie­ren, ihre Ver­pflich­tun­gen bei der Anschluss­un­ter­brin­gung zu erfül­len.“

Nach den letz­ten offi­zi­el­len Anga­ben sind der­zeit 814 Flücht­lin­ge im Kreis unter­ge­bracht. Weber ist aber sicher, dass die 900er-Mar­ke bereits über­schrit­ten ist. Bis Jah­res­en­de hat­te Land­rat Wolf-Rüdi­ger Michel bereits vor eini­ger Zeit von 1500 Flücht­lin­gen gespro­chen. „Da war er weit­sich­tig“, so Weber, „ich bin sicher, dass das so stim­men wird.“