Erika Brugger mit einer spanischen Fahne. Sie und viele andere Geschäftsleute in Schramberg, sowie die Stadt unterstützen schon jahrelang diese Aktion. Schon zum zweiten Mal seit Gründung der Aktion ( 2001) hat ein Schramberger Foto auch 2017 im bundesweiten Flyer von terre des femmes einen Platz gefunden. Foto: Barbara Olowinsky

SCHRAMBERG (pm) – Mehr als 7500 blaue Fah­nen und Ban­ner „frei leben – ohne Gewalt“ von Terre des Femmes wer­den jähr­lich am 25. Novem­ber, dem Inter­na­tio­na­len Tag „NEIN zu Gewalt an Frau­en und Mäd­chen“, welt­weit gehisst . Über die Aktio­nen in Schram­berg berich­tet Bar­ba­ra Olo­win­sky vom Frau­en­bei­rat:

Auch in Schram­berg wird der Frau­en­bei­rat sich am kom­men­den Sams­tag wie­der mit rund 30 Fah­nen und Ban­nern in den ver­schie­dens­ten Spra­chen an die­ser Akti­on betei­li­gen, die rund um die Welt geht, und damit ein sicht­ba­res Zei­chen set­zen. Die­ser Gedenk­tag geht zurück auf die Ermor­dung der drei Schwes­tern Mira­bal in der Domi­ni­ka­ni­schen Repu­blik. Wegen ihres poli­ti­schen Wider­stands gegen den Dik­ta­tor Tru­jil­lo wur­den sie am 25. Novem­ber 1960 vom Geheim­dienst nach mona­te­lan­ger Fol­ter getö­tet. Der Mut der drei Frau­en gilt inzwi­schen als Sym­bol für Frau­en welt­weit, die nöti­ge Kraft für das Ein­tre­ten gegen jeg­li­ches Unrecht zu ent­wi­ckeln.

Infostand

Mit einem Stand im Ein­gang der Buch­hand­lung „Buch­le­se” in der Haupt­stra­ße 12 wer­den die Frau­en­bei­rä­tin­nen von 10 bis 13 Uhr  zum Mot­to des Tages Info­ma­te­ri­al ver­tei­len von der Orga­ni­sa­ti­on  Terre des Femmes , Men­schen­rech­te Gleich­be­rech­tigt, selbst­be­stimmt und frei. Eben­so Falt­fly­er zum The­ma „Hil­fe­te­le­fon bei Gewalt an Frau­en“ , her­aus­ge­ge­ben vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Fami­lie, Senio­ren, Frau­en und Jugend.

Mit zwölf anschau­li­chen, leicht ver­ständ­li­chen Zeich­nun­gen  und  klei­nen Sät­zen, in Deutsch und jeweils einer ande­ren Spra­che, wird ver­deut­licht, was es heißt, in Deutsch­land selbst­be­stimmt zu leben: „Glei­che Rech­te für Frau­en und Män­ner“.

Wie schon seit Jah­ren unter­stützt der Frau­en­bei­rat auch die Orga­ni­sa­ti­on „Frau­en hel­fen Frau­en & Aus­we­ge” in Rott­weil, die auch alle 14 Tage in Schram­berg im JUKS3 Sprech­stun­den anbie­tet, für Frau­en und Mäd­chen in Not, eben­so für Mäd­chen und Jun­gen, die Aus­we­ge aus schwie­ri­gen Situa­tio­nen suchen. Ter­mi­ne und Tele­fon­num­mern von FhF & Aus­we­ge wer­den, wie seit Jah­ren gewohnt, als Auf­kle­ber auf Taschen­tuch­päck­chen ver­teilt und sol­len so für alle immer griff­be­reit sein.

Lesung am Nachmittag

Am Nach­mit­tag des 25. Novem­ber um 16 Uhr wird die Autorin Lea Söh­ner aus ihrem neu erschie­ne­nen Buch „Viel­leicht im Him­mel ein­mal“ lesen, auf Ein­la­dung der Buch­hand­lung „Buch­le­se” in Koope­ra­ti­on mit dem Frau­en­bei­rat (wir berich­te­ten). Die­ser Roman mit auto­bio­gra­phi­schen Zügen über eine schwä­bi­sche Fami­lie stellt in ein­drück­li­cher Wei­se dar,  wie der  streng pie­tis­ti­sche Glau­be den einen Halt gab und etwa Krieg und bit­te­re Armut durch­ste­hen ließ, ande­ren, vor allem Frau­en, aber auch eine schwe­re Last auf­bür­det. Zwölf Frau­en und ein Mann.

Ihre Schick­sa­le könn­ten unter­schied­li­cher nicht sein und doch ent­stam­men alle der­sel­ben Fami­lie. Jede der Frau­en ist auf ihre Art geprägt vom Cha­ris­ma des vom Pie­tis­mus durch­drun­ge­nen und vom Schick­sal gebeu­tel­ten Ehe­manns, Vaters und Groß­va­ters Hein­rich. Der Ein­tritt zu die­ser Autorin­nen­le­sung in den Räu­men der „Buch­le­se” , Haupt­stra­ße 12, ist frei. Im Anschluss steht die Autorin für Gesprä­che zur Ver­fü­gung.