KREIS ROTTWEIL, 26. Okto­ber (mm) – Seit Mai die­sen Jah­res lebt Gabi Ayivi in Nige­ria. Ihr Haus in Zim­mern hat sie ver­kauft, um vor Ort, in Eme­ne, ein klei­nes Wai­sen­haus ein­zu­rich­ten. Dafür sam­melt sie unter ande­rem in ihrer Hei­mat Spen­den, das tut sie schon lan­ge, doch nun hat sie eine drin­gen­de Bit­te: Ein klei­ner Jun­ge, den sei­ne Mut­ter aus­ge­setzt hat, braucht schnellst­mög­lich eine Ope­ra­ti­on. Denn der elf Mona­te alte Josef hat einen Hydro­ce­pha­lus, im Volks­mund auch Was­ser­kopf genannt.

„Josef wird unse­re ers­te gro­ße Akti­on sein neben all den Vor­be­rei­tun­gen, die für den Start des klei­nen Wai­sen­hau­ses noch erfor­der­lich sind. Er kann den Kopf aus eige­ner Kraft nicht heben. Bei­de Bei­ne sind gelähmt, eben­so der lin­ke Arm. Im rech­ten Arm hat er noch Kraft, kann auch mit der rech­ten Hand grei­fen. Er kann nicht spre­chen, hört aber offen­sicht­lich. Er reagiert auf Anspra­che, schaut einem dann auch in die Augen und lacht ger­ne“, schreibt Ayivi an die NRWZ.

Eine ers­te Wir­bel­säu­len­ope­ra­ti­on hat er hin­ter sich, die hat 3500 Euro gekos­tet, von der 400 Euro durch Spen­den bezahlt wer­den konn­ten. Die drin­gend nöti­ge Ope­ra­ti­on am Kopf wird die Kli­nik erst vor­neh­men, wenn der Rest begli­chen ist, wes­halb sich Gabi Ayivi nun an die Men­schen in der alten Hei­mat wen­det. Denn es pres­siert: Josefs Kopf wird jeden Tag dicker. Zwar ist der Schä­del­kno­chen noch weich und kann nach­ge­ben, doch es dro­hen Kopf­schmer­zen und Erbre­chen, sogar Epi­lep­sie. Und wenn die Fon­ta­nel­le zuge­wach­sen ist, kann der Hydro­ze­pha­lus wich­ti­ge Gehirn­tei­le zer­stö­ren und töd­lich enden.

Ein Spen­den­kon­to ist bereits ein­ge­rich­tet: Emp­fän­ger: Oli­le­anya – Kenn­wort: Hil­fe für Josef IBAN DE07642901200056955006 BIC GENODES1VRW

Doch Gabi Ayivi und ihr Ver­ein Oli­le­anya tun noch viel mehr: Neun Kin­der sol­len dem­nächst in ihrem Haus leben, vor­ran­gig Aids­wai­sen. Ein Ambu­lanz­bus für in Nige­ria weit ver­brei­te­te Augen­er­kran­kun­gen ist bereits da, medi­zi­ni­sche Hil­fe ist hier drin­gend nötig. Außer­dem wird sie eine Schu­le ein­rich­ten, in der Mäd­chen Kochen, Nähen, Gesund­heits­für­sor­ge und ande­res ler­nen kön­nen, einen Laden für die Pro­duk­te der Schu­le und Kunst­hand­wer­ker aus der Regi­on und eine Musik­grup­pe für Kin­der und Jugend­li­che. Übri­gens sind schon vie­le Spen­den in Eme­ne ange­kom­men, unter ande­rem Bet­ten aus dem Rott­wei­ler und Gerä­te aus dem Schram­ber­ger Kran­ken­haus. Mehr über die Arbeit des Ver­eins unter:
www. oli­le­anya. info