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Rottweil
Samstag, 7. Dezember 2019
Start Rott­weil Gefal­len für Kai­ser und Vater­land

Gefallen für Kaiser und Vaterland

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ROTTWEIL, 8. Okto­ber (pm) – Am Sonn­tag, 12. Okto­ber ab 15 Uhr geht es bei der monat­li­chen Füh­rung des Geschichts- und Alter­tums­ver­eins um die Rott­wei­ler Juden im Ers­ten Welt­krieg. Aus­gangs­punkt der Füh­rung ist der Jüdi­sche Fried­hof in der Hof­er­stra­ße.

Die Juden hät­ten sich von der Front gedrückt, lau­te­te der Vor­wurf, auf­grund des­sen 1916 eine „Juden­zäh­lung“ im Heer durch­ge­führt wur­de. Im Bet­saal in der Kame­ra­l­amts­gas­se befan­den sich zwei Gedenk­ta­feln mit den Namen der Kriegs­teil­neh­mer und der Gefal­le­nen der israe­li­ti­schen Gemein­de. Die­se Gedenk­ta­feln, ein­ge­weiht im März 1921, wur­den im Novem­ber 1938 von SA-Män­­nern zer­schla­gen.

Aus­gangs­punkt der Füh­rung ist der Jüdi­sche Fried­hof in der Hof­er­stra­ße. Dort wird Wer­ner Kessl den Spu­ren zwei­er Gefal­le­ner nach­ge­hen: Sieg­fried Roth­schild, ein Spross der Rott­wei­ler Buch­dru­­cker- und Ver­le­ger­fa­mi­lie, fiel 1917; der aus Rott­weil stam­men­de Lud­wig Har­bur­ger, der es in Reut­lin­gen zum Unter­neh­mer gebracht hat­te, ist im Herbst 1918 in Flan­dern gefal­len.

Anschlie­ßend geht es um 15.30 Uhr mit Gise­la Rom­ing auf den Haupt­fried­hof zum Grab von Erich Wolf. Der Sohn eines jüdi­schen Leder­händ­lers erlag im Laza­rett sei­nen bei Ver­dun erlit­te­nen Ver­let­zun­gen. Die Füh­rung wird durch­ge­führt in Koope­ra­ti­on mit dem Ver­ein Ehe­ma­li­ge Syn­ago­ge Rott­weil Männ­li­che Teil­neh­mer wer­den gebe­ten auf dem jüdi­schen Fried­hof eine Kopf­be­de­ckung zu tra­gen.

 

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