Gemeinderat Rottweil bewilligt fast 7,5 Millionen Euro: Die neue Feuerwache kann kommen

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Der Rottweiler Stadtbrandmeister Frank Müller. Archiv-Foto: Moni Marcel

Auf­at­men bei der Rott­wei­ler Feu­er­wehr: Eine jah­re­lan­ge Debat­te, die am Mitt­woch noch­mal grund­sätz­lich wur­de, ist zu Ende. Ein­stim­mig bewil­lig­te der Gemein­de­rat Rott­weil die Pla­nung für eine neue Feu­er­wa­che an der Schram­ber­ger Stra­ße. Bau­be­ginn könn­te schon im Früh­jahr 2016 sein.

Der Beschluss hät­te schon vor zwei Wochen fal­len sol­len, dann leg­te der Gemein­de­rat auf Anre­gung der Frei­en Wäh­ler noch­mal eine Bera­tungs­run­de ein. In den Bau­aus­schuss soll­te die aktu­el­le Pla­nung, um Ver­zicht­ba­res und Ver­än­der­li­ches zu fin­den. Die­ses Vor­ha­ben wur­de durch den jähen Tod von Bür­ger­meis­ter Wer­ner Guhl durch­kreuzt, die Räte fan­den aber den­noch Gele­gen­heit, die Posi­tio­nen der aktu­el­len 7,46-Millionen-Euro-Planung durch­zu­ge­hen. Etwa die Frei­en Wäh­ler am heu­ti­gen Mit­tag, für ein­ein­halb Stun­den. Sie fan­den Ver­bes­se­rungs­mög­lich­kei­ten – konn­ten am Ende aber kei­ne durch­set­zen, weil das erneut die Pla­nung ver­än­dert und die Pla­nungs­kos­ten in die Höhe getrie­ben hät­te.

Stadt­rat Die­ter E. Albrecht (Freie Wäh­ler) hat­te es am Mit­tag schon ange­kün­digt, und er blieb bei sei­nem Vor­ha­ben: Er mach­te noch­mal die Stand­ort­dis­kus­si­on auf. Er tat das sehr zum Unwil­len sei­nes Frak­ti­ons­spre­chers, Wal­ter Steg­mann. Er tat dies gegen den erklär­ten Wil­len des Ober­bür­ger­meis­ters, Ralf Broß, und von Ver­tre­tern ande­rer Frak­tio­nen, vor allem etwa der CDU, da vor allem Gün­ter Pos­selt. Albrecht tat dies vor­geb­lich im Hin­blick dar­auf, vom Rott­wei­ler Feu­er­wehr­kom­man­dan­ten Frank Mül­ler bestä­tigt zu bekom­men, dass der gewähl­te Stand­ort in der Schram­ber­ger Stra­ße zukunfts­fä­hig und nach­hal­tig sei, er des­halb beru­higt die Gel­der frei­ge­ben kön­ne. Mül­ler sicher­te ihm zu: „Aus heu­ti­ger Sicht ist das geplan­te Gebäu­de ganz klar zukunfts­fä­hig.”

Das Grund­stück ist etwas zu lang und etwas zu klein”, merk­te auch SPD-Stadt­rat Dr. Jür­gen Mehl an, aber mehr fürs Pro­to­koll. Sei­ne Frak­ti­on stimm­te dafür. Wie der gan­ze Rest der Räte schließ­lich auch. Etwa auch Forum für Rott­weil: „Der Stand­ort ist beschlos­sen”, sag­te Rei­ner Hils, „es macht kei­nen Sinn mehr, dar­über zu dis­ku­tie­ren.” Doch, anschei­nend schon, denn da taten die Räte dies schon eine drei­vier­tel Stun­de lang. Auch etwa über die Beschaf­fen­heit des Bau­ma­te­ri­als. Holz statt Beton, wie der Grü­ne Zim­mer­mann Hubert Nowack for­der­te.

Den­noch kam es, wie es sich der CDU-Stadt­rat Hans-Peter Alf ein­gangs wünsch­te: „Wenn wir die Stand­ort­dis­kus­si­on noch­mal auf­ma­chen”, sag­te er mit Blick auf Albrechts Ansin­nen, „dann ver­lie­ren wir Zeit, Geld und Glaub­wür­dig­keit. Das Ding muss heu­te zum Loch raus.”

Es kam zum Loch raus, das Ding, ein­stim­mig. Die neue Feu­er­wa­che wird 2016 in der Schram­ber­ger Stra­ße gebaut wer­den.

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