Am 12. Mai will die Stadt­ver­wal­tung die Rott­wei­ler Bür­ger auf den neu­es­ten Stand im Pro­jekt Hän­ge­brü­cke Test­turm-Stadt brin­gen. Sie plant für die­sen Don­ners­tag eine Ein­woh­ner­ver­samm­lung in der Stadt­hal­le (Beginn: 19 Uhr, ab 18 Uhr wer­den Plä­ne gezeigt). Unklar ist, ob die Ver­wal­tung dann einen mög­li­chen Ver­lauf der Brü­cke zei­gen kann – denn es exis­tiert bis­lang kei­ne Tras­se.

Die Stadt­ver­wal­tung hat­te vor Wochen bereits einen mög­li­chen Tras­sen­ver­lauf vor­ge­legt. Sie war damit nicht direkt in die Öffent­lich­keit gegan­gen, hat ihn aber betrof­fe­nen Anwoh­nern gezeigt. Die ant­wor­te­ten teils mit Pro­tes­ten – so ver­lief die gezeig­te Linie über meh­re­re Häu­ser im Neckar­tal, was deren Bewoh­ner über­rasch­te. Wenigs­tens einer wider­setz­te sich gegen die Hän­ge­brü­cke über dem Haus.

Bis ver­gan­ge­ne Woche exis­tier­te kei­ne alter­na­ti­ve Tras­sen­lö­sung. Das Neckar­tal ist schmal, die Bahn, der Fluss und ein paar Anwoh­ner und Fir­men tei­len sich die knap­pe Flä­che. Bis ver­gan­ge­ne Woche aber gab sich die Ver­wal­tung zuver­sicht­lich, eine Lösung zu fin­den. 

Dass nun vie­les hin­ter ver­schlos­se­nen Türen, unsicht­bar für die Öffent­lich­keit gesche­he, erklär­te der städ­ti­sche Pres­se­spre­cher, Tobi­as Her­mann ver­gan­ge­nen Don­ners­tag gegen­über der NRWZ damit, dass das Pro­jekt in einem sehr frü­hen Sta­di­um bereits öffent­lich gemacht wor­den sei. Nun müs­se man der Detail­pla­nung die nöti­ge Zeit geben, warb er. Außer­dem sei die Hän­ge­brü­cke zwi­schen der Innen­stadt und dem Ber­ner Feld ein von einem pri­va­ten Inves­tor geplan­tes Pro­jekt. Die­ser habe eben­falls ein Wört­chen mit­zu­re­den. Es han­delt sich um Gün­ter Eber­hardt von Eber­hardt Beweh­rungs­bau. Auf sechs Mil­lio­nen Euro wird die geplan­te Ver­bin­dung zwi­schen thyssenkrupp-Test­turm und der Stadt Rott­weil taxiert.

Bis 12. Mai soll alles ste­hen. Dann plant die Stadt­ver­wal­tung eine Ein­woh­ner­ver­samm­lung in der Stadt­hal­le. „Die Ver­wal­tung schlägt vor, in der Ein­woh­ner­ver­samm­lung über den aktu­el­len Stand der Pla­nung für die Hän­ge­brü­cke zu infor­mie­ren.” So steht es in der Sit­zungs­vor­la­ge für die mor­gi­ge Gemein­de­rats­sit­zung (Beginn um 17 Uhr, es ist gleich der zwei­te Tages­ord­nungs­punkt). Das Gre­mi­um wird dar­über beschlie­ßen.

Die Ein­woh­ner­ver­samm­lung am 12. Mai soll um 19 Uhr begin­nen. Saal­öff­nung soll bereits um 18 Uhr sein, da vor der Ein­woh­ner­ver­samm­lung die Mög­lich­keit zur Infor­ma­ti­on besteht, teilt die Ver­wal­tung wei­ter mit. Mit­ar­bei­ter der Stadt sol­len für Aus­künf­te zur Ver­fü­gung ste­hen. Es bestehe auch die Mög­lich­keit, Fra­gen vor­ab schrift­lich ein­zu­rei­chen. Im Anschluss an den offi­zi­el­len Teil der Ein­woh­ner­ver­samm­lung besteht die Gele­gen­heit, mit den Stadt­rä­ten und der Ver­wal­tung ins Gespräch zu kom­men.