Das Feuer wütete auf dem Haldenhof. Foto: Fiona Noever
Das Feuer wütete auf dem Haldenhof. Foto: Fiona Noever

SCHRAMBERG  (him) –  Zu einem Großbrand auf dem Haldenhof sind gegen 20.30 Uhr Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst ausgerückt. Doch der Hof stand bereits im Vollbrand. Die Feuerwehrleute konnten gegen die Flammen nichts ausrichten und beschränkten sich darauf, ein Übergreifen der Flammen auf die in nächster Nachbarschaft stehenden anderen Häuser zu verhindern. Das mehrere hundert Jahre alte landwirtschaftliche Anwesen brannte nieder. Verletzt wurde niemand, auch die Tiere konnten gerettet werden. Der Sachschaden beträgt nach ersten Schätzungen mehrere Hunderttausend Euro.

Brand auf dem Sulgen. Foto: Joachim Huber
Brand auf dem Sulgen. Foto: Joachim Huber

Die drei Bewohner im Alter von 50, 67 und 70 Jahren konnten sich noch vor Eintreffen der Rettungskräfte ins Freie retten und blieben unverletzt, so die Polizei. Die meisten Tiere des Hofes waren zur Brandzeit auf der Weide gewesen. Lediglich ein paar Ziegen waren noch in den Stallungen, der 67-jährige Landwirt konnte diese jedoch rechtzeitig befreien. Nach Informationen der NRWZ sollen an dieser Rettung auch Anwohner beteiligt gewesen sein.

Als Brandursache komme ein Notstromaggregat in Frage, erläuterte ein Polizeibeamter. Das habe wohl einen Kurzschluss gehabt, es seien Funken geflogen und hätten den Brand ausgelöst. Ob dies stimmt ist aber noch ungewiss: „Die Brandursache ist derzeit noch völlig unklar“, so ein Polizeisprecher am Dienstag, „jedoch liegen zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Hinweise auf Brandstiftung vor.“

Im Einsatz waren auch Feuerwehrleute aus Heiligenbronn, um die Sulgener und die Talstadtwehr zu unterstützen. Auch das Rote Kreuz war mit mehreren Fahrzeugen vor Ort. Oberbürgermeister Thomas Herzog informierte sich über die Löscharbeiten, die bis in die Nacht hin andauerten.

„Ein Riesenproblem ist der starke Funkenflug“, so der Sprecher der Kreisfeuerwehr Manuel Suhr. Die Funken drohten, benachbarte Gebäude ebenfalls in Brand zu setzen.

Ein Video vom Feuer auf dem Sulgen. Aufgenommen von Joachim Huber.

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Die Flammen und die Rauchsäule waren von der Talstadt aus zu sehen, aber auch Richtung Aichhalden, Hardt, Dunningen und Beffendorf. Sogar in Dornhan war der Feuerschein zu erkennen.

Laut Feuerwehrsprecher Suhr waren die Flammen nach 22 Uhr gelöscht, die Nachlöscharbeiten sollten aber noch mehrere Stunden andauern. Die 60 Feuerwehrleute der Abteilungen Sulgen, Schramberg und Heiligenbronn hätten durch den raschen Aufbau von Riegelstellungen verhindern können, dass die Flammen auf die Nachbargebäude übergriffen. „Von drei Stellen her musste das Löschwasser herangeführt werden“, so Suhr, „nämlich vom Autohaus Hils an der David-Daiber-Straße, von einem Überflurhydranten im Wohngebiet und von einer Wasserentnahmestelle beim Gasthaus Rose auf dem Sulgen.“

Die Löscharbeiten leitete Stadtbrandmeister Werner Storz. Kreisbrandmeister Mario Rumpf war ebenfalls vor Ort. Das Rote Kreuz hatte einen Rettungswagen im Einsatz und 13 Bereitschaftskräfte.

Auf dem Sulgen war eigentlich am Abend im Rahmen des Feuerwehrfestes das Handwerker-Vesper, das trotz des Einsatzes weiter ging. „Die Feuerwehrfrauen haben den Betrieb aufrecht erhalten“, so Suhr.

 

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