Im Rahmen einer Katastrophenschutzübung für Rettungshunde wird der Ernstfall unter Beteiligung von Feuerwehr, Höhenrettung, Bergwacht, DLRG, Rotem Kreuz und anderen erstmals im Südwesten Deutschlands geprobt.

Dieses sogenannte Rescue-Camp findet vom 1. bis 4. September hauptsächlich in Villingen-Schwenningen statt, Ausführende ist die DRK-Rettungshundestaffel des dortigen Kreisverbands. Allerdings haben die Verantwortlichen einen Übungsort aufs Rottweiler Berner Feld, in die Nähe des Testturms verlegt.

Am 2. und 3. September werden dort nach Informationen von Peter Trempeck, dem Leiter des Rescue-Camp-Organisationsteams der DRK-Rettungshundestaffel Villingen-Schwenningen, rund 60 Einsatzkräfte am sogenannten Rescue-Camp teilnehmen, einer 36-stündigen Katastrophenschutzübung. Der genaue Ort wird noch nicht verraten, um die Übung so realistisch wie möglich zu gestalten.

Die Rettungshundestaffel Villingen-Schwenningen wurde 1998 gegründet. „Zurzeit haben wir 17 ehrenamtliche Mitglieder und einen Anwärter, berichtet Trempeck. Von insgesamt 22 Hunden sind zur Zeit acht aktive, geprüfte Rettungshunde, elf Hunde sind in Ausbildung und drei Hunde im Ruhestand.

Ziel der Rettungshundearbeit ist es, dass die Hunde menschliche Witterung bei verschütteten oder vermissten Personen anzeigen. „Wir leisten im Jahr, zum Aufrechterhalten der Einsatzfähigkeit, wenigstens rund 500 Trainingsstunden und haben im Durchschnitt 20 bis 25 Alarmierungen pro Jahr“, so der Staffelleiter Trempeck. Trainiert wird an unterschiedlichsten Orten und unter verschiedenen Witterungsbedingungen hauptsächlich im Schwarzwald-Baar-Kreis mindestens zweimal wöchentlich.

Weitere Informationen zur DRK Rettungshundestaffel Villingen-Schwenningen und zur 36-stündigen Katastrophenschutzübung für Rettungshunde: www.rettungshundestaffel-drk-vs.de und www.rescuecamp.de

Info: Das Rescue-Camp ist laut DRK eine anspruchsvolle 36-stündige Katastrophenschutzübung für anerkannte Rettungshundeteams. Es werden insgesamt 14 Schadenstellen im Schwarzwald-Baar Kreis errichtet und alle Teams müssen im Idealfall am Ende 14 Versteckpersonen aufgefunden haben. Obwohl diese Übung von internationalen Punktrichtern bewertet wird, ist Rescue-Camp kein klassischer Wettbewerb, sondern eine Übung wo Teams unter stressigen Umständen ihre eigene Suchleistungen abrufen können und ihre eigenen Lernkurven anstreben. Mit dem Rescue-Camp werden organisationsübergreifend verschiedene Rettungshundeeinheiten aus Deutschland zusammengeführt. Die Grundlage dieser Arbeit während desRescue-Camps bilden dabei die Richtlinien der International Search and Rescue Advisory Group (INSARAG Guidelines) der Vereinten Nationen. Die Teilnehmer müssen jeweils unter Einhaltung der Rescue-Camp Guidelines autarke Unterkünfte errichten, d.h. sie sind für deren jeweilige Versorgung mit Strom, Trinkwasser, Nahrungsmittel und Betriebsmitteln selbst verantwortlich, da im Falle einer Katastrophe diese ausgefallen sein könnte.

Seit mehr als zwölf Jahren findet diese jährliche Katastrophenschutzübung in Deutschland statt. In September 2016 wird es das erste Mal sein, dass diese Übung für Rettungshunde im Südwesten Deutschlands ausgerichtet wird. Es nehmen insgesamt 15 deutsche Rettungshundeteams von neun unterschiedlichen Hilfsorganisationen und aus acht Bundesländern, bestehende aus jeweils drei Hundeführer und ein Gruppenführer, teil. Das Gesamtszenario dieser Katastrophenschutzübung für Rettungshundeteams wird so realitätsnah wie möglich gestaltet.

 

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