Der Grü­ne Kreis­ver­band Rott­weil zeigt kein Ver­ständ­nis dafür, dass die Gäu­bahn als Inno­va­ti­ons­ach­se Zürich-Stutt­gart im jetzt vor­ge­stell­ten Ent­wurf des Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plans 2030 nur unter „Poten­ti­el­ler Bedarf“ ein­ge­stuft ist. Ver­zö­gert und nach der Land­tags­wahl wur­de die­ser jetzt ver­öf­fent­licht, so die Grü­nen in einer Pres­se­mit­tei­lung.

Fak­tisch bedeu­te dies, dass in den nächs­ten Jahr­zehn­ten kei­ne Finanz­mit­tel des Bun­des für den drin­gend gebo­te­nen Aus­bau der Gäu­bahn zur Ver­fü­gung ste­hen, obwohl dies ver­trag­lich mit der Schweiz längst fest­ge­legt wur­de. Der längst über­fäl­li­ge „Lücken­schluss“, also die Elek­tri­fi­zie­rung der Bahn­stre­cken Rott­weil – Vil­lin­gen und Tutt­lin­gen – Immen­din­gen wur­de erst gar nicht in den Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plan auf­ge­nom­men.

Der Kreis­ver­band der Rott­wei­ler Grü­nen wird sich in den nächs­ten Wochen nach­drück­lich dafür ein­set­zen, dass der Aus­bau der Gäu­bahn noch in den „Vor­dring­li­chen Bedarf“ hoch­ge­stuft wird und der „Lücken­schluss“ im Rah­men eines Gesamt­kon­zep­tes eben­falls in den „Vor­dring­li­chen Bedarf“ auf­ge­nom­men wird.

Wir hal­ten den Aus­bau die­ser für die gesam­te Regi­on, aber auch für den euro­päi­schen Ver­kehr wich­ti­gen Bahn­stre­cke für drin­gend erfor­der­lich. Nur so kön­nen schnel­le­re, pünkt­li­che­re und bes­ser ver­netz­te Bahn­ver­bin­dun­gen ange­bo­ten wer­den und noch mehr Men­schen zum Umstei­gen auf den Öffent­li­chen Ver­kehr bewegt wer­den“, so Son­ja Rajsp, Mit­glied des Kreis­vor­stands der Rott­wei­ler Grü­nen. 

Mit der längst über­fäl­li­gen Elek­tri­fi­zie­rung der Bahn­stre­cken Rott­weil – Vil­lin­gen, Tutt­lin­gen – Immen­din­gen und (Donau­eschin­gen -) Hüfin­gen – Bräun­lin­gen als wei­te­re Vor­ha­ben des „Vor­dring­li­chen Bedarfs” könn­te mit­tel­fris­tig das Erfolgs­mo­dell Ring­zug auf den Haupt­ach­sen mit moder­nen, spurtstar­ken und umwelt­freund­li­chen Elek­tro­trieb­wa­gen betrie­ben wer­den.

Außer­dem ermög­licht erst die Elek­tri­fi­zie­rung des regio­na­len Schie­nen­net­zes die Per­spek­ti­ve, dass bei­spiels­wei­se Züge von Stutt­gart nach Rott­weil umstei­ge­frei bis Vil­lin­gen oder Donau­eschin­gen ver­keh­ren kön­nen oder die künf­ti­ge Breis­gau-S-Bahn von Frei­burg nach Vil­lin­gen bis Rott­weil und dar­über hin­aus ver­län­gert wer­den kann, so die Grü­nen abschlie­ßend.