Am Mon­tag­abend hat die Dia­log­grup­pe Hän­ge­brü­cke, der 50 Teil­neh­mer aus allen rele­van­ten Rott­wei­ler Grup­pie­run­gen ange­hö­ren, zum zwei­ten Mal getagt, und wie­der lief es gut. Jeden­falls zeig­te sich Mode­ra­tor Wolf­gang Him­mel – nach eige­nen Wor­ten unab­hän­gig, weil von der exter­nen Agen­tur „Trans­la­ke“ aus Kon­stanz –  beein­druckt: „Es war ein sehr kon­struk­ti­ver und inten­si­ver Dia­log. Die Teil­neh­mer sind sehr respekt­voll und fair mit­ein­an­der umge­gan­gen, Befür­wor­ter und Geg­ner haben sich durch­aus ange­nä­hert und vie­le gute Ide­en pro­du­ziert“, berich­te­te er am Ende der gut zwei­ein­halb­stün­di­gen, nicht­öf­fent­li­chen  Ver­an­stal­tung in der Stadt­hal­le.

Das steht im Wider­spruch zur Grün­dungs­ver­samm­lung der Bür­ger­initia­ti­ve „Rott­weil ohne Hän­ge­brü­cke“ am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag. Da wur­de Teil­neh­mern zufol­ge kri­ti­siert, die Dia­log­grup­pe ver­mitt­le „den Ein­druck, dass man nicht rich­tig mit­dis­ku­tie­ren dür­fe, son­dern ein­fach vor voll­ende­te Tat­sa­chen gestellt“ wer­de.

Am Mon­tag­abend beka­men Win­fried Hecht und Wer­ner Fischer, die Ver­tre­ter der Bür­ger­initia­ti­ve,  aus­gie­big Rede­zeit und Gele­gen­heit, sich ein­zu­brin­gen, und dabei  hät­ten sie sich, so Wolf­gang Him­mel, durch­aus posi­tiv über die Arbeits­at­mo­sphä­re in der Dia­log­grup­pe geäu­ßert.

Die Ergeb­nis­se waren an 18 gro­ßen Pla­kat­stän­dern abzu­le­sen. Die Teil­neh­mer hat­ten eine Fül­le von Ide­en ent­wi­ckelt und auch Trends vor­ge­ge­ben. So waren bei­spiels­wei­se zum The­ma Bür­ger­ent­scheid acht ableh­nen­de und vier zustim­men­de Äuße­run­gen ver­merkt.

Als ein Haupt­pro­blem habe sich, so erklär­te Him­mel, – der vom Inves­tor noch nicht end­gül­tig fest­ge­leg­te – Tras­sen­ver­lauf der Brü­cke ein­schließ­lich Ein­stiegs- und Aus­stiegs­punkt erwie­sen. Aber auch hier gebe es Lösungs­an­sät­ze: Der Vor­schlag, einen Archi­tek­ten-Wett­be­werb aus­zu­schrei­ben, sei auf brei­te Zustim­mung gesto­ßen.

Am 10. Okto­ber fin­det die drit­te und letz­te Sit­zung der Dia­log­grup­pe statt. Dann will der Mode­ra­tor die Dis­kus­sio­nen mit ihren Details  zusam­men­fas­sen und abschlie­ßend dis­ku­tie­ren las­sen. Die Ergeb­nis­se wer­den dann dem Gemein­de­rat als Emp­feh­lung vor­ge­legt, der ver­mut­lich am 19. Okto­ber einen Grund­satz-Beschluss fas­sen wird.