SCHRAMBERG (him) – Wenn das Hal­len­bad- wie alle hof­fen – vor den Som­mer­fe­ri­en eröff­net wird, dann wird es „Bad­sch­nass“ oder „Batsch­nass“ hei­ßen. Das hat der Gemein­de­rat am Don­ners­tag­abend bei nur drei Ent­hal­tun­gen beschlos­sen.

Der Vor­schlag kam aus den Rei­hen von SPD/Buntspecht. Dort hat­te der von den Stadt­wer­ken vor­ge­brach­te Namens­vor­schlag „Aquacross“ nicht so recht gezün­det. Bei einer län­ge­ren Auto­bahn­fahrt vor der Fas­net sei ihnen die Idee gekom­men, das Hal­len­bad in Anleh­nung an den Bach-na-Fah­rer Ruf „batsch-nass“ zu tau­fen, berich­te­te ein Rat aus der Frak­ti­on. Es sei Schram­berg-typisch, sei ein biss­chen augen­zwin­kernd und für ein Hal­len­bad selbst erklä­rend, hieß es zur Begrün­dung. Der Begriff „batsch­nass“ sei aller­dings urschwä­bisch und des­halb auch außer­halb der Fas­net in der wei­ten Umge­bung  klar ver­ständ­lich. Dar­auf weist die Namens­mit­er­fin­de­rin Rena­te Much hin. Der Name funk­tio­nie­re ähn­lich wie beim „Bad­kap“ in Alb­stadt.

Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog frag­te sich, ob mit dem Namen über Schram­berg hin­aus die Men­schen etwas ver­bin­den wür­den, doch er bekam sogleich vom CDU-Frak­ti­ons­spre­cher Cle­mens Mau­rer Wider­spruch. Sei­ne Frak­ti­on habe zwei Jah­re an dem Namens­ge­bungs­pro­blem gekaut. Sie sei­en über den Vor­schlag Batsch-nass vom „Duo Much/Himmelheber“ eini­ger­ma­ßen über­rascht gewe­sen. Denn dies sei „seit vie­len Jah­ren der bes­te Vor­schlag aus den Rei­hen von SPD und Bunt­specht“, konn­te sich Mau­rer eine klei­ne Sti­che­lei nicht ver­knei­fen, die mit gro­ßem Geläch­ter auf­ge­nom­men wur­de.

Ein wenig als Spaß­brem­se erwies sich die ÖDP, deren Rat Vol­ker Lie­ber­mann den Vor­schlag „Fünf-Täler-Bad“ mach­te. Udo Neu­deck von der Frei­en Lis­te bemän­gel­te am Batsch-Nass-Vor­schlag ledig­lich, „dass er nicht von mir kommt.“ Er war über­zeugt, dass es für Schram­bergs neu­es Hal­len­bad wohl kei­nen bes­se­ren Namen geben kön­ne. Ein Wer­be­pro­fi sol­le sich an die Aus­ar­bei­tung machen und dem Gemein­de­rat meh­re­re Vor­schlä­ge zur Schreib­wei­se vor­le­gen, über die der Rat dann befin­den kön­ne.

Bernd Rich­ter (ÖDP) schlug vor, die Bevöl­ke­rung an der Namens­fin­dung zu betei­li­gen. Dies lehn­ten die ande­ren Rats­mit­glie­der ab, zum einen weil der Vor­schlag zu spät kom­me (Uli Bauknecht, CDU) zum ande­ren weil man bei einer sol­chen Abstim­mung, die ja nicht reprä­sen­ta­tiv sei einen Namen neh­men müs­se, der eine Zufalls­mehr­heit erhal­ten habe (Tho­mas Brant­ner, CDU). Außer­dem, so Neu­deck, wür­den die Bür­ger auch sonst bei Namens­ge­bun­gen für Schu­len, Stra­ßen oder Hal­len nicht gefragt. Bei der Abstim­mung gab es dann kei­nen Wider­spruch und ledig­lich drei Ent­hal­tun­gen.

So wird nach einer „leich­ten zeit­li­chen Ver­zö­ge­rung“ wegen des Putz­pro­blems (Stadt­werke­chef Peter Kälb­le) das neue Hal­len­bad also „Bad-sch-nass“ oder so ähn­lich hei­ßen. Unter­des­sen gehen die Bau­ar­bei­ten am und im Bad wei­ter.Hallenbad Neubau dk 060315 (2)

Die Becken sind weit­ge­hend fer­tig, das Gerüst bereits teil­wei­se abge­baut.

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Der schad­haf­te Putz ist von den Wän­den geklopft und wird dem­nächst erneut auf­ge­bracht.

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Die ers­ten Kom­men­ta­re auf der städ­ti­schen Face­book-Sei­te sind fast durch­weg posi­tiv. Tru­dy Kur­reck fin­det den Namen „Sehr gut, gefa­ellt mir. Wo ich doch die gan­ze Bau­stel­le von Anfang an jeden Mor­gen beobachte.“Ein ande­rer meint: „egal wie es hei­ßen wird, man wird immer Hal­lä­bad ufm Sul­gä sagen.“

Jaque­line Hil­ser findet‘s „cool“ und Sabi­ne Haas „voll geni­al und super pas­send zu Schram­berg. Gro­ßes Kom­pli­ment, super aus­ge­wählt.“ Auch die CDU-Stadt­rä­te fin­den den Namen klas­se und haben dafür gestimmt: „Er ist ein­ma­lig und hat eine Pri­se Schram­ber­ger Humor…“ Georg Ste­fa­no­vic schreibt. „ Jaa, das ist läs­sig! Fast schon etwas crazy.…viel bes­ser als Schram­nass oder Schram­bad oder wie die Bäder sonst so über­all heis­sen!“ Für Fred­dy Maog­lis hat der Name „Sub­stanz und iden­ti­fi­ziert sich gut mit der Hei­mat! Ein gehö­ri­ger Schuss Selbst­iro­nie ist auch noch drin. Rich­tig Top.“ Und von Sebas­ti An kommt gleich noch eine tol­le Idee „… und am Föhn steht dann ‚Furz­tro­cka‘.“