Die Stif­tung St. Fran­zis­kus Hei­li­gen­bronn hat in ihrem neu vor­ge­leg­ten Jah­res­be­richt mit dem Geschäfts­be­richts zum Jahr 2014 sich schwer­punkt­mä­ßig mit dem The­ma Inklu­si­on in ihren Auf­ga­ben­fel­dern der Alten­hil­fe, Behin­der­ten­hil­fe und Jugend­hil­fe aus­ein­an­der­ge­setzt.

REGION (pm) – Die gemein­nüt­zi­ge Stif­tung mit Ein­rich­tun­gen in der gan­zen Regi­on erziel­te laut Pres­se-Mit­tei­lung  im Jahr 2014 einen Jah­res­um­satz von 78 Mil­lio­nen Euro. Die Per­so­nal­aus­ga­ben belie­fen sich auf 55 Mil­lio­nen Euro für ins­ge­samt 2089 Mit­ar­bei­ter am Jah­res­en­de. Sie unter­stütz­ten und beglei­te­ten mehr als 5500 jun­ge, erwach­se­ne und alte Men­schen in den Auf­ga­ben­fel­dern mit eige­nen Ein­rich­tun­gen, ambu­lan­ten und Bera­tungs­an­ge­bo­ten.

Blick auf das Klostergelände der Stiftung in Heiligenbronn. Foto: him
Blick auf das Klos­ter­ge­län­de der Stif­tung in Hei­li­gen­bronn. Foto: him

Die Inklu­si­on ist in aller Mun­de, doch was sie in der Pra­xis bedeu­ten kann, zei­gen die Arti­kel des 36-sei­ti­gen Jah­res­be­richts zum Schwer­punkt­the­ma Inklu­si­on auf. Als wis­sen­schaft­li­cher Fach­bei­trag hat dazu Dr. Paul-Ste­fan Roß, Exper­te für Sozia­le Arbeit an der Dua­len Hoch­schu­le Stutt­gart, der auch im Hei­li­gen­bron­ner Stif­tungs­rat enga­giert ist, einen „Zwi­schen­ruf” zur Inklu­si­on „zwi­schen Wunsch und Wirk­lich­keit” ver­fasst. Er warnt davor, dass ein neu­er Begriff noch kei­ne ech­te Teil­ha­be schafft und mehr über Visio­nen und Zie­le gestrit­ten wer­den soll­te. Die Wür­de jedes Men­schen müs­se der Aus­gangs­punkt sein und Aus­ein­an­der­set­zun­gen gehör­ten zu die­sem lang­fris­ti­gen Pro­zess dazu. Sein Fazit lau­tet: „Zu Eupho­rie haben wir kei­nen Anlass, aber zu Resi­gna­ti­on kein Recht! Dafür zum Wei­ter­ma­chen allen Grund.”

In den Bei­trä­gen aus der Stif­tung wer­den vie­le prak­ti­sche Aspek­te aus der Arbeit der Behin­der­ten­hil­feein­rich­tun­gen, Alten­zen­tren und des Kin­der- und Fami­li­en­zen­trums Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen vor­ge­stellt. Dazu gehö­ren zum Bei­spiel die inklu­si­ven Koope­ra­ti­ons­klas­sen des För­der­zen­trums Hören und Spre­chen, das bür­ger­schaft­li­che Enga­ge­ment mit Ehren­amt­li­chen und För­der­ver­ei­nen in den Alten­zen­tren der Stif­tung oder in der Jugend­hil­fe die prä­ven­ti­ven Ange­bo­te an Schu­len oder in der Fami­li­en­hil­fe. Die Stif­tung als kirch­li­che Ein­rich­tung macht sich auch Gedan­ken zur Ver­net­zung in die Kir­chen­ge­mein­den.

Wei­te­re Arti­kel beleuch­ten die Ent­wick­lung der Stif­tung und des Bul­ga­risch-Deut­schen Sozi­al­werks sowie die Posi­tio­nie­rung der Stif­tung im länd­li­chen Raum. Der Jah­res­be­richt kann von der Inter­net­sei­te www.stiftung-st-franziskus.de/jahresbericht her­un­ter­ge­la­den wer­den oder über das Refe­rat Kom­mu­ni­ka­ti­on kos­ten­los bestellt wer­den (kommunikation@stiftung-st-franziskus.de).