KREIS ROTTWEIL (pm) Die Gemein­den Aldin­gen, Den­kin­gen, Fritt­lin­gen, Deiß­lin­gen und Wel­len­din­gen machen sich wie bereits berich­tet zu einer gemein­sa­men Nach­hal­tig­keits­re­gi­on auf: fünf Gemein­den, zwei Land­krei­se = eine Nach­hal­tig­keits­re­gi­on.

 

Ver­gan­ge­ne Woche hat nun eine ers­te gemein­sa­me Zusam­men­kunft in Aldin­gen statt­ge­fun­den. Jede der fünf Gemein­den hat zu die­ser Ver­an­stal­tung neben den Bür­ger­meis­tern auch Ver­tre­ter aus Gemein­de­rat und Ver­wal­tung ent­sandt. Mode­ra­tor war  Prof. Paul-Ste­fan Roß.
Das bis­her in Baden-Würt­tem­berg, ja sogar in der gan­zen Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ein­ma­li­ge Pro­jekt wird vom Land Baden-Würt­tem­berg begrüßt und unter­stützt. Im Rah­men des Modell­pro­jekts sol­len unter wis­sen­schaft­li­cher Beglei­tung die gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen des Länd­li­chen Rau­mes inter­kom­mu­nal ange­gan­gen wer­den.

Im Fokus ste­hen dabei The­men­be­rei­che wie Kli­ma­schutz, Ener­gie, Bewäl­ti­gung des demo­gra­phi­schen Wan­dels, Mobi­li­tät, Müll­ver­mei­dung, regio­na­le Pro­duk­te, Ernäh­rung, Bil­dung, Wirt­schaft und das Gesund­heits­we­sen. Dabei geht es sowohl um Stand­ort­si­che­rung  im Sin­ne eines Wett­be­werbs­vor­teils und Zukunfts­fä­hig­keit – „die Gegen­wart soll nicht auf Kos­ten der Zukunft leben“, wie es der Deiß­lin­ger Bür­ger­meis­ter Ralf Ulb­rich erklärt –,  als auch  dar­um, Akzep­tanz der Bevöl­ke­rung zu wecken.
„Alle Betei­lig­ten waren sich einig, dass man für die ein­zel­nen Gemein­den und die Regi­on einen Mehr­wert gene­riert. Durch die inter­kom­mu­na­le Zusam­men­ar­beit sol­len Netz­wer­ke ent­ste­hen und Syn­er­gi­en genutzt wer­den“ erklärt­te Ulb­rich anschlie­ßend. Eini­ge Fra­ge­stel­lun­gen des Pro­jek­tes wur­den bereits im ers­ten Work­shop erar­bei­tet. Bei­spies­wei­se: Wie gelingt es, jun­ge Men­schen in der Regi­on zu hal­ten, dem Fach­ar­bei­ter­man­gel zu begeg­nen oder die Mobi­li­tät für Senio­ren zu gewähr­leis­ten?

Wie kann die Infra­struk­tur in den ein­zel­nen Gemein­den erhal­ten blei­ben und etwa die Kauf­kraft in den fünf Gemein­den gebun­den wer­den? Was gibt es künf­tig für Betreu­ungs- und Wohn­an­ge­bo­te für älte­re Mit­bür­ger oder wie kann man gemein­sam die Ver­eins­struk­tu­ren auch für die Zukunft sichern?
Die­se Her­aus­for­de­run­gen wer­den nun­mehr gemein­sam von den fünf Pro­jekt­ge­mein­den ange­gan­gen. Dabei set­zen die Gemein­den auf eine inten­si­ve Bür­ger­be­tei­li­gung.

In Deiß­lin­gen soll unmit­tel­bar an die erfolg­rei­che Betei­li­gung bei der Erar­bei­tung des Gemein­de­ent­wick­lungs­plans ange­knüpft wer­den.
Bis zur öffent­li­chen Auf­takt­ver­an­stal­tung mit Umwelt­mi­nis­ter Unter­stel­ler im Juni kom­men­den Jah­res wer­den nun wei­te­re Bera­tun­gen und Vor­ar­bei­ten statt­fin­den und dabei bereits Struk­tu­ren, Arbeits­wei­sen und Pro­zes­se erar­bei­tet.